„Fort Boyard“: Rückkehr der Abenteuer-Spielshow ab heute Abend

    Neuauflage startet in Sat.1

    "Fort Boyard": Rückkehr der Abenteuer-Spielshow ab heute Abend – Neuauflage startet in Sat.1 – Bild: Sat.1/Willi Weber
    „Fort Boyard“

    Heute Abend (5. September) kehrt ein Oldie unter den Spielshows zurück ins deutsche Fernsehen. Sat.1 startet die mit Spannung erwartete Neuauflage von „Fort Boyard“. Seit 1990 ist die im 19. Jahrhundert erbaute, abgelegene Festung vor der französischen Atlantikküste Spielort des weltweit erfolgreichsten französischen TV-Exports. Neue deutsche Folgen der Abenteuer-Spielshow sind in den kommenden vier Wochen immer mittwochs um 20.15 Uhr zu sehen.

    Matthias Killing moderiert die Neuauflage (Bild: Sat.1/Willi Weber)

    Auf „Fort Boyard“ nehmen insgesamt 20 prominente Teilnehmer den Kampf um den gut gehüteten Goldschatz vor Frankreichs Atlantikküste auf. Pro Folge gehen fünf Promis als Team in den verworrenen Gängen an ihre Grenzen und müssen sich ihren größten Ängsten stellen, um die Festung zu erobern und „Lord Boyard“ sein Gold zu entreißen. Wer behält in schwindelerregender Höhe über dem Fort die Ruhe? Wer stürzt sich wagemutig in die kalten Fluten des Atlantiks? Wer meistert die mysteriösen Herausforderungen in den dunklen Verliesen der Festung? Die wichtigste Frage: Gelingt es den Promis, genügend Schlüssel zu erspielen, um in die von Tigern bewachte Schatzkammer zu gelangen?

    Matthias Killing, Ross Antony, Sarah Lombardi und Jochen Schropp (Bild: Sat.1/Willi Weber)

    In der Auftaktfolge versuchen Sängerin Sarah Lombardi, Moderatorin Nina Moghaddam, Moderator Jochen Schropp, Beachvolleyballspieler Julius Brink und Sänger Ross Antony ihr Glück. In den weiteren drei Folgen sind Mario Basler, Sarah Knappik, Jürgen Milski, Carina Spack, David Odonkor (12. September), Oliver Pocher, Fabian Hambüchen, Evil Jared Hasselhoff, Fernanda Brandao, Jessica Paszka (19. September), Thorsten Legat, Sebastian Fobe, Linda Hesse, Evelyn Burdecki und Eloy de Jong (26. September) dabei. Moderiert wird die Neuauflage von Matthias Killing („Sat.1-Frühstücksfernsehen“). Als Produktionsfirma steht Banijay Productions Germany hinter dem Format – es handelt sich um den ersten großen Show-Produktionsauftrag der Firma in Deutschland.

    Oliver Pocher gibt alles (Bild: Sat.1/Willi Weber)

    „Fort Boyard“ wurde in Frankreich im Jahr 1990 kreiert. Das Format wurde seitdem in mehr als 33 Länder verkauft und gilt damit als weltweit erfolgreichster französischer TV-Export. In Deutschland gab es bereits drei Versionen: Zwischen 1990 und 1991 strahlte Sat.1 die erste Fassung aus, die von Reiner Schöne und Rita Werner moderiert wurde und bei der noch nicht-prominente Kandidaten teilnahmen. Diese erste Fassung kam jedoch nicht über acht Folgen hinaus.

    Komplette Folge der ursprünglichen Sat.1-Fassung:

    Rainer Schöne stellt „Fort Boyard“ im „Glücksrad“ vor:

    2000 folgte die zweite Variante bei ProSieben, präsentiert vom Trio Steven Gätjen, Alexander Mazza und Sonya Kraus. Zwei Staffeln liefen zwischen 2000 und 2002. Als markanter Titelsong kam der Titel „The Spirit of the Hawk“ von Rednex zum Einsatz.

    2011 strahlte schließlich kabel eins die dritte Version aus, bei der Andrea Kaiser und Alexander Wesselsky als Moderatoren fungierten. Nach einem starken Auftakt rauschten die Quoten jedoch rasch in den Keller, zudem wurde die handwerkliche Machart dieser Adaption von den Zuschauern kritisiert. Es bleibt zu hoffen, dass Sat.1 aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und die vierte Adaption überzeugender ist.

    05.09.2018, 16:04 Uhr – Glenn Riedmeier/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • hendry79 (geb. 1979) am 08.09.2018 05:51

      Mit Spannung habe auch ich den Neuanfang von Fort Boyard in Deutschland erwartet und Erinnerungen an die geniale 1990er-Staffel in SAT.1 wurden wach (wahre Fans werden sich bestimmt mit Wehmut daran erinnern). Ich fand die Umsetzung der deutschen Staffel gut gelungen, immerhin hat man sich (wenn auch in abgespeckter Form) ziemlich genau an der französischen Fassung orientiert. Gut umgesetzt wurde auch die Rolle des Père Fouras (wer war das eigentlich im Kostüm?). Matthias Killing als Moderator war in Ordnung, auch wenn er an den "Herrn von Boyard" Reiner Schöne nie herankommt. Das einzige, was ich zu bemängeln habe (ist aber leider auch bei anderen Sendungen so), ist die Vorschau auf die bevorstehenden Abenteuer zu Beginn der Sendung wie auch im "Danger-Room". Meiner Meinung nach wird dadurch die Spannung zunichte gemacht. Im Vorfeld einer Sendung gibt es doch genug Trailer, die die Vorschau ankündigen, warum kann man dann nicht sofort mit einer Show beginnen anstatt erstmal 2 Minuten Vorschau zu zeigen?

      Leider habe ich gelesen, dass die Quoten wohl nicht so gut waren. Bleibt zu hoffen, dass Sat.1 auch die restlichen Folgen zeigt. Die Fans werden es dem Sender danken.
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      • _Eddie_ am 06.09.2018 00:29 via tvforen.de

        Für den Auftakt fand ich es ganz unterhaltsam. Im Vergleich zur französischen Version ist es wieder etwas abgespeckt, aber das war ja zu erwarten. Die Zwischensequenzen geraten im Original meistens etwas zu lang und machen die einzelnen Folgen ein wenig repetitiv. Den Pace finde ich bei dieser deutschen Fassung okay, sodass bei mir keine Langeweile aufkam.

        Was mir noch aufgefallen ist:

        - Es gibt offenbar kein "Jugement", was ich sehr schade finde. Fehlende Schlüssel muss das Team vor der Schatzkammer aus einem Käfig herauskurbeln und verliert dabei Zeit. Was mit Gefangenen passiert, wurde in dieser Folge nicht klar. Man hat jedoch gesehen, dass ein Käfig bereitsteht, der so aussieht wie die damaligen in den 2000er Jahren, als die Gefangenen einen Bund mit etlichen Schlüsseln bekamen und sich damit befreien mussten. Hoffentlich hat man nicht auf diese Regel zurückgegriffen, da das viel viel langweiliger wäre als der Befreiungsparkour in der aktuellen französischen Fassung.

        - Den "Lord" als humorlose Variante von Pere Fouras finde ich ziemlich gelungen. Seine kurzen und spärlichen Zwischensequenzen sind recht effektiv.

        - Passe-Muraille heißt hier eigenartigerweise Passe-Temps. Das war ganz früher der Name des Passe, der von Alain Prévost dargestellt wurde. Lady Bou wurde in L'Animal umbenannt :-O

        - Die Maitres du Temps wurden "Schattenkrieger" getauft. Statt um Zeit in der Schatzkammer wird um Schlüssel gespielt. Für mich persönlich keine so gute Wahl. Mit den drei Spielen im Käfig (der komischerweise Verlies genannt wird) und den beiden Spielen gegen die Schattenkrieger sind das schon 5 von 9 Schlüssel, die man auf diese Weise gewinnen kann. Hier würde ich mir mehr Spiele in den Zellen wünschen, die sind dann doch interessanter. Wenn man schon nicht um Zeit in der Schatzkammer spielt, kann man die Maitres auch ganz weglassen.

        - Warum das Werkzeug zum Öffnen der Hinweiskartuschen in der Schatzkammer selbst ist, habe ich auch nicht ganz verstanden. Das Hin- und Herlaufen ist ziemlich unnötig. In der französischen Show findet das alles vor dem Gitter statt und erst wenn das Team sich für ein Codewort entschieden hat, laufen alle, die noch übrig sind, in die Schatzkammer.

        - In Frankreich besser umgesetzt ist meiner Meinung nach der Danger-Room. Es werden zuerst alle Horrorvideos der Abenteuer am Stück gezeigt und die Kandidaten erfahren noch nicht, wer was tun muss.

        Mal sehen, wie sich das Ganze in den nächsten Folgen weiterentwickelt.

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