Experiment „Almsommer 2010“: ZDF-Journalist lebt als Senner

    Wasser nur aus dem Trog vor der Hütte…

    Jutta Zniva – 04.06.2010

    Experiment "Almsommer 2010": ZDF-Journalist lebt als Senner – Wasser nur aus dem Trog vor der Hütte ... – Bild: ZDF

    Leider auf wenig prominentem Sendeplatz, nämlich sonntags um 13:30 Uhr in der Sendung „ZDF.Umwelt“, ist ab 27. Juni der ZDF-Journalist Stefan Hanf (siehe Bild) in einer achtteiligen Miniserie als Senner zu erleben. Samt Familie verbringt er den „Almsommer 2010“ auf der Lärchenbergalm in Tirol, wo es gilt, in 1500 Metern Höhe Wind und Wetter zu trotzen, Kühe, Ziegen und Schweine zu versorgen und ohne jeglichen Komfort auszukommen.

    Das Experiment, von dem es im Herbst im ZDFinfokanal eine Zusammenfassung als vierteilige Dokureihe geben wird, weckt wundervolle Erinnerungen an die Alltagsabenteuer der durch und durch sympathischen Berliner Boros (als fäkalsprachenfreie Umwelt–Osbournes eine Sensationsfamilie für die ARD, wie Harald Schmidt damals im „Focus“ schrieb) die im Jahr 2002 für Das Erste einen dreimonatigen Aufenthalt im „Schwarzwaldhaus 1902 – Leben wie vor 100 Jahren“ tapfer durchgehalten hatten.

    Eine Fortsetzung mit den beliebten und liebenswürdigen Boros (Man denke nur an den rührenden Umgang mit Hausschwein Barney!) hat es leider nie gegeben. Nun sind, freilich auf einem anderen Sender und in vermutlich wesentlich kleinerem Rahmen (das „Schwarzwaldhaus“ hatte seinerzeit stattliche 1,2 Millionen Euro Budget) die Hanfs an der Reihe.

    Und deren Almexperiment klingt für Liebhaber von TV-Dokus dieser Art durchaus vielversprechend: Auf dem Programm von Stefan Hanf und den Seinen steht Kühe melken statt Vernissagen, Käse machen statt Fernsehen und Ausmisten statt Klavierunterricht. Die landwirtschaftlichen Laien, die in den ersten Wochen von Bauer Sepp eingeschult werden, haben zehn Milchkühe, 15 Jungrinder, vier Ziegen und vier Schweine zu versorgen.

    Wohnen werden Journalist Stefan (der das Experiment mit der eigenen Kamera für das ZDF aufzeichnet), Malerin Elke, Sohn Paul (13) und Tochter Emma (11) in einer Almhütte mit vier kleinen Kammern und einer winzigen Küche mit Holzofen. Licht gibt es für die Hanfs per Wasserkraft, Wasser nur aus dem Trog vor der Hütte – und das von Almauftrieb Anfang Juni bis zum Almabtrieb Mitte September.

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