„Eiskalte Engel“: Hoffnungen auf Serienbestellung begraben

    Sony findet keinen Abnehmer für Serienfortsetzung

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 23.12.2016, 10:05 Uhr

    Das Original: „Eiskalte Engel“ kam 1999 in die Kinos – Bild: Columbia Pictures
    Das Original: „Eiskalte Engel“ kam 1999 in die Kinos

    Fast ein Jahr lang machte man sich bei Sony die Hoffnung, eine Serienfortsetzung zum Film „Eiskalte Engel“ produzieren zu können. Nun ist klar: Dazu wird es nicht kommen. Nachdem der Sender NBC, der der Serie einen Piloten gab, letztendlich von einer Bestellung absah, hatte Sony versucht, eine andere Heimat für die Drama-Soap zu finden. Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Die Vorverträge der Darsteller laufen nach einer zwischenzeitlichen Verlängerung zum Jahresende aus. Und Sony strebt keine weitere Verlängerung an.

    NBC hatte letztendlich für das Format keinen Platz im Programm gefunden, da es nicht so recht zu den anderen laufenden Formaten passte – zumal NBC seinen angedachten „Drama-Soap“-Platz im Programm mit „This Is Us“ gefüllt hatte, das sich derweil zum Quotenhit entwickelt hat. Angedachte Auswertungen als Sommerserie oder über ein neues Digitalangebot (das nicht „rechtzeitig“ starten wird) zerschlugen sich bei NBC.

    Wie Deadline berichtet, könnte es dazu kommen, dass es eine andere Version der Ereignisse als Fortsetzung zum Film entwickelt wird.

    Nachdem im vergangenen Jahr Lindsey Rosin und Jordan Ross das Bühnenstück „The Unauthorized Musical Parody Of Cruel Intentions“ geschrieben hatten, war Interesse an einer Serienadaption des Stoffes aufgekommen. Cast und Macher hatten dem Vernehmen nach die Parodie des Films „Cruel Intentions“ (1999; deutscher Titel „Eiskalte Engel“) mit Vergnügen aufgenommen. Zusammen mit dem damaligen Film-Autor und -Regisseur Roger Kumble hatten Rosin und Ross das Drehbuch für einen Serienpiloten geschrieben.

    Darin wird die Geschichte aus dem Film knapp 15 Jahre später wieder aufgenommen: Der Sohn des toten Sebastian Valamont aus dem Film – Bash – war ohne das Wissen um die damaligen Umstände behütet in der „Provinz“ aufgewachsen. Als er die Tagebücher des Vaters fand, erfuhr er über die Familie des Vaters und beschloss, sich dieser anzunähern. Das geschah in dem Moment, wo sein Großvater, Edward Valamont (Peter Gallagher), sich daran machte, die langfristige Zukunft seines multinationalen Unternehmens zu ordnen. Und Stieftochter Kathryn (Sarah-Michelle Gellar) rechnete sich große Chancen aus. Doch Bashs Ankunft komplizierte die Situation, denn Bash wäre ein Blutsverwandter gewesen. So hätte sich Kathryn daran gemacht, ihn zu korrumpieren.

    Weitere Rollen haben Kate Levering als Bashs Mutter Annette Hargrove (Neubesetzung gegenüber dem Film); Coby Bell als Kathryns Ehemann, Valamonts Firmenanwalt Pascal Barrett sowie Samantha Logan als Cassidy, Kathryns Stieftochter und Pascals Tochter aus einer früheren Ehe mit Politikerin Naomi (Sophina Brown); Nathalie Kelley als Carmen, Pascals und Katherines Chief of Staff sowie Bryce Cass als deren jüngerer Bruder.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

      weitere Meldungen