„Die Himmelsleiter“: Das Erste zeigt historischen Zweiteiler im Februar

    Geschichten aus dem ausgebombten Köln

    Marcus Kirzynowski – 22.01.2015, 15:00 Uhr

    „Die Himmelsleiter“: Regisseur Carlo Rola, Produzentin Doris Zander, Axel Prahl, Christiane Paul, Teresa Harder

    Historische Fernsehmehrteiler über die Nachkriegszeit sind im deutschen (öffentlich-rechtlichen) Fernsehen zurzeit extrem angesagt. Nach „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ im ZDF, das erst diesen Monat das Publikum erfreute, zieht das Erste nächsten Monat nach: „Die Himmelsleiter – Sehnsucht nach morgen“ steht am Freitag, den 27. Februar, sowie am Samstag, den 28. Februar, jeweils um 20.15 Uhr auf dem Programm.

    Die Geschichte der Familien Roth und Zettler setzt im Winter 1947 im fast völlig zerstörten Köln ein: Anna Roth (Christiane Paul) versucht, ihre Kinder durch den harten Winter zu bekommen, nachdem ihr jüdischer Gatte Adam (Ernst Stötzner) seit sechs Jahren als vermisst gilt. Mit Hamstern, Schlangestehen und Tauschgeschäften hält sie ihre Familie über Wasser, während ihr Jüngster Michel (Jonathan Berlin) über die verminten Waldwege nach Belgien (wegen des tödlichen Risikos Himmelsleiter genannt) Kupfer und Blei schmuggelt.

    Aber auch so manche Geister der Vergangenheit sind noch aktiv, und so droht noch immer Gefahr vom ehemaligen rheinischen NSDAP-Vize Armin Zettler (Axel Prahl), der dank guter Beziehungen zu den Siegermächten seine Schäfchen ins Trockene bringen konnte und sich jetzt auch noch Annas Haus unter den Nagel reißen will. Hilfe findet Anna nur beim netten Bauern Josef Halfen (Henning Baum), dem sie Klavierstunden gibt.

    Weitere wichtige Rollen spielen Teresa Harder, Nicolai Kinski, Lucas Prisor, Sarah Horvath, Muriel Wimmer und Sina Tkotsch. Gedreht wurde in Prag und Köln. Regie führte Carlo Rola („Rosa Roth“).

    Autor Peter Zingler („Tatort“) verarbeitete in dem Drehbuch eigene Kindheitserlebnisse im ausgebombten Köln: „Ich bin mit vier Jahren mit meiner Oma zum Hamstern gegangen und habe alles gesammelt und gestohlen, was es damals gab, Buntmetalle und Fressalien“, erinnert er sich..

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Das Kölsch war wirklich grauslig, es hörte sich auch mehr nach Öcher Platt (Aachen) bzw. ostbelgischer Mundart an.

      Die echte "Himmelsleiter" hat ja ihren Namen eher den steilen Steigungen und weniger nach irgendwelchen Minenfeldern.

      Aber realistisch war der Karneval, der war ja genau so unlustig wie heute - "Die Dinger wachsen bei dem auf dem Acker, deswegen heißt es ja auch Ak-kordeon."
      • am via tvforen.demelden

        Langweilig war der Zweiteiler nicht, wg. Axel Prahl wars wert sich das anzuschauen.
        Aber der Titel "Die Himmelsleiter" irritierte mich, was soll das für ein Waldweg von Köln nach Belgien gewesen sein? Du B258 kanns nicht gewesen sein.


        Zum merkwürdigen kölschen Dialekt hat sich Axel Prahl ggüber dem Express geäußert:

        "So hatte sich das Axel Prahl wohl nicht vorgestellt. Im Vorfeld hatte er uns im Interview gesagt: "Ich hoffe, die Kölner kaufen mir das Kölsch ab. Schließlich hatten wir am Set einen sehr guten Coach, der auf die Sprache geachtet hat."
        Und so richtig Kölsch soll es dann auch gar nicht sein: "Es sollte auch nur ein Anklang sein. Die Alternative wäre ganz ohne Dialekt gewesen. Doch dazu ist die Geschichte zu kölnbezogen.""

        http://www.express.de/koeln/ard-zweiteiler--himmelsleiter--aufregung-im-netz---das-koelsch-geht-gar-nicht--da-blutet-mein-herz----,2856,29998250.html
        • am via tvforen.demelden

          Na, aber wenigstens wurde in diesem historischen Fernsehfilm zumindest versucht den lokalen Dialekt zu sprechen. Bei Tannbach wurde ja mit Absicht ein völlig anderer Dialekt gesprochen als in der Region eigentlich üblich war.
          • am via tvforen.demelden

            Heute morgen habe ich WDR 5 gehört, wo gesagt worden ist, Kölner würden sich schüttlen angesichts des Dialektes, also der Kölschen Sproch, die da verwendet worden ist.
            Ich habe mir ein wenig angesehen und das ist vermutlich auch das Schreckliche an diesem Zweiteiler, hätte man das voice over nicht wenigstens von einer Mundart bewanderten Sprecherin sprechen lassen können. Das klang wirklich total unprofessionell!

            Klar, sprechen viele Rheinländer nicht mehr originale Mundart, aber musst das so ein gekünzelter Singsang sein, anstatt in Prag zu drehen, hätte man ein wenig mehr bei der Mundart investieren sollen.

            Man kann sich dä Verzäll nit anhühe! Dreß!

            Glatte 6, setzen, ungenügend!
            • am via tvforen.demelden

              Ich habe mir die Wiederholung nächtens im TV angeschaut


              Fernsehempfänger schrieb:
              -------------------------------------------------------
              ...
              > Ich habe mir ein wenig angesehen und das ist
              > vermutlich auch das Schreckliche an diesem
              > Zweiteiler, hätte man das voice over nicht
              > wenigstens von einer Mundart bewanderten
              > Sprecherin sprechen lassen können. Das klang
              > wirklich total unprofessionell!

              Welche Sprecherin meinst Du?

              >
              > Klar, sprechen viele Rheinländer nicht mehr
              > originale Mundart, aber musst das so ein
              > gekünzelter Singsang sein, anstatt in Prag zu
              > drehen, hätte man ein wenig mehr bei der Mundart
              > investieren sollen.

              Evtl. wurde damals in Köln und Umgebung der heutige gängige kölsche Dialekt 1947 anders ausgesprochen als heute, weißt Du das? Ich nicht!
              Aber Axel Prahl fand ich belustigend wie er versuchte das beste draus zu machen.
            • am via tvforen.demelden

              Bis auf dieses grauenhafte "versuchs-Kölsch,und das Axel Prahl in diesem scheußlichen hellen Anzug bekleidet war,fand ich die Kulisse und Ausstattung des 1 Teils aber mega authentisch.
              Allein die Szene auf den Straßen,wo Invaliden mit 1 Bein auf Krücken vor der Rot Kreuz Such Wand
              stehen ,und die Szenen im Frieseursalon ,mit dieser Ausstattung ,geben doch ein sehr sehr realistisches Bild diese Sommers im Köln des Jahres 1947 wieder.

              Ein mega dickes Lob für diejenigen die diese Kulissen,die Gaderobe und auch Fahrzeuge zu Verfügung gestellt haben. Christiane Paul hat mir sehr gut gefallen.Ich freue mich schon auf den 2 Teil.
            • am via tvforen.demelden

              Sagen wir mal so, Christiane Paul ist wenig authentisch in rheinländischer Mundart, das verstört einen dann als Rheinländer schon etwas, da wäre mir gar reines Hochdeutsch lieber gewesen

              Bei Axel Prahl hingegen funktioniert es aber trotzdem irgendwie, der wirkt nicht so künstlich bemüht.

              Beim Cast ist aber auch so gut wie nichts aus dem Kölner Raum dabei.
            • am via tvforen.demelden

              Vio99 schrieb:
              -------------------------------------------------------

              >
              > Bei Axel Prahl hingegen funktioniert es aber
              > trotzdem irgendwie, der wirkt nicht so künstlich
              > bemüht.
              >
              Wenn Axel Prahl sich in Kölsch versucht sehe ich mario Adorf in der Blechtrommel vor mir.
            • am via tvforen.demelden

              Ja, und Christiane Paul klingt auch völlig unnatürlich, wenn sie gekünsteltes Kölsch spricht...

              Der Lonewolf Pete
            • am via tvforen.demelden

              An mich ging der erste Teil nicht.
            • am via tvforen.demelden

              Also, ich bin ja größtenteils in Köln aufgewachsen und habe auch Kontakt zu Menschen gehabt, die um 1900 geboren worden sind. In verschiedenen Stadtteilen wurden verschiedene Varianten gesprochen und die meisten Kölner können ja beides, Mundart und Hochdeutsch. Wobei der Dialekt leider verschwindet. Was Christiane Paul da spricht ist einfach Mist und mir ist da auch egal, ob da 25 Universitätsprofessoren anwesend waren, die beratend zur Seite standen. Es geht auch nicht ums Nörgeln, man hätte Frau Paul lieber einen zurückhaltenden Singsang beigebracht, als diese Fantasiesprache, die wirklich an Öscher Platt erinnert und sehr dominant und nervig ist.
              Das Voice over hätte dann eine gute Sprecherin einsprechen können, damit man mal richtiges Kölsch hören kann. Die Kulissen scheinen ja sehr sorgfältig eingerichtet worden zu sein. Schade!
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            Irgendwie scheint es nur Kriegs/Nachkriegszeit und Ostdeutschland aus Sicht der Westdeutschen zu geben.
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