Die ARD will Online-Ausbau auch mit „Tatort“-App vorantreiben

    Bestandsaufnahme und Planungen aus dem Telemedienbericht

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 05.12.2014, 15:23 Uhr

    Die ARD will Online-Ausbau auch mit "Tatort"-App vorantreiben – Bestandsaufnahme und Planungen aus dem Telemedienbericht – Bild: ARD

    Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Rundfunkanstalten hat ihren zweijährlichen Telemedienbericht vorgestellt. Wie der Name „ARD Bericht Telemedien 2013/2014 und Leitlinien 2015/2016“ schon andeutet geht es darin um Bestandsaufnahme und Planungen.

    An letzteren mangelt es nicht. 2015 soll so eine App zum Publikumsmagneten „Tatort“ veröffentlicht werden, womit die beliebte Krimireihe den mobilen Nutzern besser zugänglich gemacht werden soll. Daneben sollen Inhalte auch über weitere Plattformen verbreitet werden, eine längere Verweildauer für Inhalte auf Abruf „wird geprüft“ und ausgewählte ARD-Inhalte sollen unter eine Creative-Commons-Lizenz gestellt werden. Damit könnten Gebührenzahler diese unter bestimmten Voraussetzungen nicht nur konsumieren, sondern auch weiterverarbeiten. Daneben soll der Ausbau von Lifestreams auf HD-Qualität vorangetreiben werden.

    Was sich schon mal gut anhört dürfte aber wie üblich mit den Teufeln im Detail zu kämpfen haben. Namentlich dem Rundfunkstaatsvertrag und den Politikern, die sich bei der Festlegung der Rahmenbedingungen für die Öffentlich-Rechtlichen häufig von den Argumenten der Privatmedien überzeugen lassen.

    Entsprechend konkreter und vermutlich mit weniger Hürden ausgestattet sind die Pläne, die Themenwoche der ARD zum Komplex „Heimat“ mit besonderen Aktionen zu unterstützen. Auch zu den diesjährigen Sportgroßereignissen planen die Verantwortlichen besondere Aktivitäten. Den 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz will die ARD neben einer bildungsunterstützenden Website mit einer Spendenaktion zugunsten der „Erinnerungsstiftung Auschwitz“ würdigen.

    Als Erfolg der Arbeit der vergangenen beiden Jahre wird die – im Medienumfeld vergleichsweise früh durchgeführte – Umstellung auf ein „responisves Design“ für das Onlineangebot ARD.de gelobt. Damit ist gemeint, dass die Webseiten des Onlineangebots unterschiedlich dargestellt werden, je nachdem, auf welchem Gerät sie vom Nutzer aufgerufen werden.

    Insgesamt stieg die Reichweite des ARD-Onlineangebots im Zeitraum 2013/14, was aber dem Trend der Internetnutzung entspricht. Die verstärkte mobile Nutzung und die Beliebtheit der Mediatheken soll bei der Reichweitensteigerung eine wichtige Rolle gespielt haben. Ebenfalls positiv gesehen wird der Trend, parallel zu Sportübertragungen, Fernsehspielen und dem Tatort die Onlinekommunikation zu fördern (Stichwort: „Social TV“).

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