„Bordertown“: Späte Deutschlandpremiere bei ProSieben Fun

    Animierte Comedy über Migration, Nachbarn und Außerirdische

    Bernd Krannich – 27.02.2020, 07:00 Uhr

    Zu einer späten Deutschlandpremiere kommt die kurzlebige, animierte Sitcom „Bordertown“: ProSieben Fun zeigt die 13 Episoden ab dem 16. März immer montags um 21:45 Uhr in Doppelfolgen. In den USA hatte FOX damit 2016 versucht, seinen Animation Domination-Programmblock am Sonntagabend zu verjüngen und hatte „Family Guy“-Mastermind Seth MacFarlane als Produzent an Bord geholt. Aber die Serie machte keine Quote und überlebte die erste Staffel nicht.

    „Bordertown“, das beschreibt die fiktive Kleinstadt Mexifornia an der Grenze zwischen dem amerikanischen Bundesstaat Kalifornien zu Mexiko. Dort arbeitet der alles andere als helle Bud Buckwald als Grenzwächter – im wahrsten Sinn des Wortes, er starrt die meiste Zeit des Tages aus einem kleinen Wachhäuschen auf die Wüste und hält nach illegalen Einwanderern Ausschau.

    Über seinen lahmen Job und seine geringe soziale Stellung ist er alles andere als erfreut – er wünscht sich ein härteres Durchgreifen gegen Einwanderer, die augenscheinlich an seiner Misere Schuld sein müssen. Auch von seinem Nachbarn, dem schon seit 20 Jahren in Mexifornia ansässigen Landschaftsgärtner Ernesto Gonzalez, ist Bud eher genervt.

    Im Serienauftakt muss Bud erfahren, dass seine älteste Tochter Becky schon seit Längerem eine Beziehung mit Ernestos Neffen J.C. hat, der gerade von der Uni zurück ist und Becky einen Heiratsantrag gemacht hat. So kommen beide Familien nun endgültig nicht mehr voneinander los.

    „Bordertown“ nimmt die Klischees der amerikanischen Einwanderungspolitik aufs Korn und liefert ansonsten eine recht absurde Comedy. So gibt es etwa eine Nebenhandlung um ein Alienraumschiff, das immer wieder Leute entführt, um Analuntersuchungen durchzuführen. Daneben gibt es noch Buds jüngere Tochter, die fünfjährige Gert, die an Kinder-Schönheitswettbewerben teilnimmt und neben dem Familienschwein am Trog gefüttert wird. In der ersten Folge wird in Mexifornia nach einer Volksabstimmung ein neues Einwanderungsgesetz eingeführt, durch die jeder Bürger von der Polizei aufgefordert werden kann, die ihn als Staatsbürger ausweisenden Unterlagen vorzulegen. Wer verdächtigt wurde und das nicht kann, wird per Kanone feierlich „zurück über die Grenze“ geschossen.

    Zu den Originalsprechern der Serie gehören Hank Azaria („Die Simpsons“) und Alex Borstein („The Marvelous Mrs. Maisel“, „Family Guy“).

    Ergänzend sei erwähnt, dass die Serie „Bordertown“ in der späten Regierungszeit von Präsident Obama entwickelt und ausgestrahlt wurde – als die innenpolitische Gesamtlage bezüglich Einwanderung noch weniger angespannt war.

    Trailer zu „Bordertown“ (englisch)

    Blick hinter die Kulissen von „Bordertown“

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