„Arm sein in Deutschland“: ProSieben auf den Spuren von RTL Zwei mit Sozialreportage

    Kampfprogrammierung gegen „Armes Deutschland“

    Glenn Riedmeier – 17.09.2020, 07:30 Uhr

    Schon seit mehreren Jahren feiert RTL Zwei mit seinen Sozialdokus wie „Hartz und herzlich“ und „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ große Erfolge. Jetzt wagt sich auch Konkurrenzsender ProSieben auf dieses Feld und hat für Montag, den 5. Oktober, ein zweistündiges „ProSieben Spezial“ angekündigt. Die Reportage widmet sich um 20:15 Uhr dem Thema „Arm sein in Deutschland“.

    Aufhänger der Sendung ist der jüngste Armutsbericht der Bundesregierung, wonach knapp 16 Millionen Menschen von Armut bedroht sind. Statistisch besonders gefährdet sind Arbeitslose (62,9 %), Menschen ohne deutschen Pass oder mit Migrationshintergrund (62 %), Alleinerziehende (41,5 %) und Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss (28,8 %). Doch auch ein Viertel der 14- bis 25-Jährigen läuft Gefahr, in die Armut abzurutschen. Journalist Thilo Mischke, für ProSieben schon seit längerem mit seinem Format „Uncovered“ im Einsatz, spricht mit sechs Betroffenen. Wie sind sie an diesen Punkt gekommen? Was sind ihre Wünsche, Ängste und Hoffnungen?

    Leicht wird es die Sendung sicher nicht haben, denn in direkter Konkurrenz beginnt auch RTL Zwei am 5. Oktober um 20:15 Uhr mit der Ausstrahlung neuer Folgen von „Armes Deutschland“. Diese sind übrigens erstmals am Montag- statt am Dienstagabend zu sehen.

    Im Anschluss an das „ProSieben Spezial“ zeigt der Münchner Sender eine neue Ausgabe der Reihe „10 Fakten“ mit Aiman Abdallah, die zehn Überlebenskämpfer vorstellt. Darunter der Kalifornier Khalil Rafati, der einst zu den 8.000 Obdachlosen in L.A. zählte und fast an seiner Drogensucht zugrunde gegangen wäre. Erst nachdem er ganz unten angekommen war, schaffte er es, sich von der Sucht zu befreien und sich ein neues Leben aufzubauen. Mittlerweile verkauft er erfolgreich Smoothies, sogar Hollywood-Größen kommen in seinen Laden.

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