ARD-Vorschau: Diese Serien kommen demnächst in die Mediathek

    LGBTQI-Dramedy „All you need“, Comedy „Spätzle Arrabiata“ und „Ausgebremst 2“ mit Maria Furtwängler

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 23.03.2021, 16:00 Uhr

    „All you need“ – Bild: ARD Degeto/Andrea Hansen
    „All you need“

    Dass Streamingangebote immer wichtiger geworden sind, hat mittlerweile auch die ARD verstanden und betrachtet die Mediathek als Chance, das ARD-Portfolio zu erweitern mit dem erklärten Ziel, auch ein deutlich jüngeres Publikum anzusprechen. So werden fortan immer mehr Produktionen vorrangig für die Mediathek produziert – mit einer Zweitverwertung im linearen Fernsehen. Auf welche Serien sich die Nutzer in den kommenden Wochen freuen können, hat die ARD nun in einem kleinen Ausblick bekanntgegeben.

    All you need

    Robbie, Vince, Sarina, Tom und Levo ARD Degeto/​Andrea Hansen

    Am 7. Mai wird in der ARD Mediathek die deutsche LGBTQI-Dramedy „All you need“ veröffentlicht und dort sechs Monate lang verfügbar sein. Die fünfteilige Serie handelt von vier homosexuellen jungen Männern und ihrer Suche nach Liebe. Sie behandelt universelle Themen, mit denen sich jeder identifizieren können soll – nur dass in diesem Fall die Protagonisten eben schwul sind. Es geht um eine langjährige Beziehung, die plötzlich vor der Zerreißprobe steht; einen finanziellen Schuldenberg, der unaufhörlich wächst; einen One-Night-Stand, der nicht lockerlässt; den Lebenstraum, der wie eine Seifenblase zu platzen droht und die große Liebe, die unerwidert bleibt.

    Im Zentrum der Geschichte stehen der 29-jährige Langzeitstudent und Nachtschwärmer Vince, der 27-jährige Robbie, der 34 Jahre alte Webdesigner Levo sowie der 43-jährige Familienvater Tom, der sich erst spät geoutet hat. Die Hauptrollen spielen Benito Bause, Frédéric Brossier, Arash Marandi, Christin Nichols und Mads Hjulmand. Produzentin ist Nataly Kudiabor von UFA Fiction.

    Hinter der Serie steht Regisseur und Drehbuchautor Benjamin Gutsche („Arthurs Gesetz“): Wir haben das Jahr 2020 und noch immer werden im deutschen Fernsehen Charaktere aus der LGBTQI-Community hauptsächlich als Nebenfiguren erzählt. Ich freue mich, dies mit „All you need“ ändern zu können. Und das ist hoffentlich nur der Anfang.

    Linear soll die Serie nach aktueller Planung am 16. Mai um 23:15 Uhr und am 17. Mai um 21:45 Uhr bei One ausgestrahlt werden.

    Spätzle Arrabiata – oder eine Hand wäscht die andere

    Lucas Rossi (Giovanni Funiati) SWR/​Polyphon Pictures/​Markus Fenchel

    Mafiöse Strukturen im Schwabenland machen einem angehenden Koch in der Comedyserie „Spätzle Arrabiata – oder eine Hand wäscht die andere“ das Leben schwer. Die sechsteilige SWR-Produktion wird ab dem 1. Mai für ein halbes Jahr in die ARD Mediathek gestellt. Im SWR Fernsehen werden die 45-minütigen Episoden am 13., 14. und 15. Mai im Doppelpack ab 20:15 Uhr ausgestrahlt.

    Im Zentrum steht Luca Rossi (Giovanni Funiati), der sein Geld mit exzellenter Küche verdienen will. Nach seiner Ausbildung als Koch kehrt er zurück ins schwäbische Aschberg, wo seine Familie die Pizzeria „Mamma Gina“ betreibt. Das Lokal hat mit chronischem Gästemangel zu kämpfen, doch Lucas Stiefmutter Gina und Bruder Pipo (Adam Bousdoukos) scheinen sich nur herzlich wenig für eine Verbesserung der Situation zu interessieren.

    Der Grund dafür verschlägt Luca die Sprache: Das „Mamma Gina“ verdient sein Geld als Geldwaschanlage für die kalabrische Mafia – und Pipo genießt seine Rolle als angehender Obermafioso. Auch Luca verstrickt sich immer tiefer in die krummen Geschäfte seiner Familie, was seine neue Liebe zur Ortspolizistin Tanja nicht gerade einfacher macht. Schon bald muss er feststellen, dass auch Aschbergs Bürgermeisterin Höpke geheime Interessen verfolgt und ebenfalls mafiöse Methoden im Gepäck hat.

    In weiteren Hauptrollen sind Giovanna Nodari, Teresa Rizos, Christina Hecke, Patrick von Blume, Lilly Wiedemann, Jakob Wild, Johannes Suhm und Felix Eitner zu sehen. Regie führte Peter Evers nach den Drehbüchern von Peter Koller, Klaus Burck und Michael Glasauer. Als Produktionsfirma zeichnet Polyphon Pictures verantwortlich. Der Arbeitstitel der Serie lautete übrigens „How to make Swabia great again oder Spätzle arrabbiata“.

    Ausgebremst 2

    Maria Furtwängler als Beate Harzer NDR/​Turner Broadcasting System Deutschland GmbH

    Im Frühjahr 2020 hat TNT Comedy während des ersten Lockdowns die neue Eigenproduktion „Ausgebremst“ produziert, um von der Corona-Pandemie stark betroffene Kunst- und Kulturschaffende zu unterstützen. Eine zweite Staffel mit sechs neuen Episoden wurde inzwischen gedreht – erneut mit viel Raum für Improvisation und größtenteils kontaktfrei inszeniert. An der Produktion der zweiten Staffel beteiligte sich der NDR, daher kommen die sechs neuen Folgen in die ARD Mediathek – ab dem 28. Mai stehen sie zwei Monate lang bereit. Die lineare Ausstrahlung erfolgt in der Nacht vom 30. auf 31. Mai – von 0:50 Uhr bis 2:25 Uhr werden alle Folgen am Stück im Ersten gezeigt.

    Beate Harzer (Maria Furtwängler) hat sich ihr neues Leben gänzlich anders vorgestellt. Sie wohnt jetzt alleine in ihrer Fahrschule und steht kurz vor der Pleite, nachdem sie vor neun Monaten ihre Leidenschaft für Lebensberatung entdeckt und ihren untreuen Ehemann Dirk (Thomas Loibl) in die Wüste geschickt hat. Den Lockdown hat Beate dazu genutzt, um einen Ratgeber zu schreiben: Für „Mit Vollgas ins Glück“ sucht sie vergeblich einen Verleger. Zu allem Überfluss will sie ihr Vermieter bis Mitternacht aus der Fahrschule haben, wenn sie nicht ihre Mietschulden bezahlt. Und das alles an ihrem 50. Geburtstag. Beate versucht, alles unter einen Hut zu bekommen: das notwendige Geld zusammenkriegen, ihren Anrufern mit deren großen und kleinen Pandemie-Problemen zu helfen und sich nicht von ihrer eigenen Einsamkeit unterkriegen lassen.

    Monika Gruber, Rauand Taleb und Johnny Brandenburg nehmen erneut ihre Rollen aus der ersten Staffel auf. Außerdem wirken Jasna Fritzi Bauer, Idil Baydar, Thelma Buabeng, Detlev Buck, Caro Daur, Ursula Karven, Carolin Kebekus, Jan Josef Liefers, Axel Milberg, Niclas Rohrwacher, Maxi Schafroth, Arnd Schimkat und Rosalie Thomass mit. Die Regie übernahm Charlotte Rolfes („Mein bester letzter Sommer“). Als Executive Producer fungieren Maria Furtwängler von Atalante Film und Mark Popp von Poppular Pictures sowie von TNT Comedy Hannes Heyelmann und Anke Greifeneder, als Producerin ist Lena Klein (Atalante Film) tätig.

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