ARD plant tägliches Mini-Wissenschaftsmagazin

    Physik-Häppchen vor der ‚Tagesschau‘

    Mario Müller – 28.10.2007

    Die Viertelstunde vor der „Tagesschau“ soll im nächsten Jahr noch weiter zerstückelt werden. Laut „Spiegel“ plant die ARD, ab 2008 vor dem Wetter und der „Börse im Ersten“ eine Art täglichen Wissenschafts-Clip, in dem alltägliche physikalische Phänomene vorgestellt und genauer beleuchtet werden sollen. Damit das auf möglichst verständliche und unterhaltsame Art und Weise passiert, soll ARD-Wissenschaftsguru Ranga Yogeshwar für die Sache verpflichtet werden.

    Der gebürtige Luxemburger ist seit 1987 Wissenschaftsredakteur beim WDR und gehörte bereits 1989 zum ersten Team der WDR-Quizsendung „Kopfball“, in der er wissenschaftliche Experimente vorführte. Außerdem moderierte bzw. moderiert er die Sendungen „Globus“, „Wissenschaft live“, „Lilipuz“, „Quarks & Co“, „W wie Wissen“ und – zusammen mit Frank Elstner – „Die große Show der Naturwunder“.

    Die etwa 2-minütige Sendung soll „Wissen vor Acht“ heißen und kann durch ihre zeitliche Positionierung vor 20 Uhr von kurzen Werbeblöcken umfasst werden.

    Konzept und Form erinnern an die Sendung „Pickwick Club“, die ab 1987 nachmittags im Ersten lief und von Schauspieler Klaus Münster moderiert wurde. Auch diese Sendung war nur wenige Minuten kurz, lief quasi als Lückenfüller und erklärte jeweils sehr amüsant ein merkwürdiges alltägliches Phänomen, wie zum Beispiel den „Rote-Augen-Effekt“ beim Fotografieren.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Ja, bei soviel Engagement für die "Wissensgesellschaft" können die ganzen Chinesen und Inder und Japsen bald einpacken! Und besonders schön, daß bei dem ganzen Bemühen um die verbesserte Volksbildung, wie es seit einigen Jahren durch alle Medien braust, es immer nur um Naturwissenschaften geht. Wer braucht schon Geisteswissenschaftler? Oder am Ende gar Naturwissenschaftler, die sich über Sinn, Zusammenhang und Folgen ihres Tuns Gedanken machen?
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        egal, wie schlecht es wird, es kann nur besser als planetopia oder galululu werden. Beide Magazine unterbieten sich gegenseitig an Niveau, quasi Komasaufen im investigativen Bildungsprogramm der Privaten ...

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