„American Gods“ erhält keine Staffel 4

    US-Sender Starz beendet Mysteryserie von Neil Gaiman vorzeitig

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 30.03.2021, 09:48 Uhr

    So begann „American Gods“ – Bild: Starz
    So begann „American Gods“

    Der amerikanische Pay-TV-Sender Starz hat verkündet, keine vierte Staffel seiner Eigenproduktion „American Gods“ herzustellen. Vorausgegangen waren in der dritten Staffel deutliche Zuschauereinbußen.

    Die dritte Staffel der Serie, die eine Romanvorlage von Neil Gaiman adaptiert, endete mit der Ausstrahlung des Staffelfinals am 21. März an einer markanten Stelle aus der Buchvorlage, aber bei weitem nicht mit deren Ende. Dem Serienende waren zudem zahlreiche Skandale und Skandälchen hinter den Kulissen vorausgegangen.

    Hinter der Serie steht Fremantle, wo der als Roman- und Comic-Autor bekannte Gaiman seinerzeit einen Rahmenvertrag hatte. Mittlerweile ist er bei Amazon Studios unter Vertrag – Prime Video hält die weltweiten Rechte an „American Gods“.

    Da sich Starz und seine Mutterfirma Lionsgate aktuell darum bemühen, Eigenproduktionen auch für seinen in mehr als 50 Märkten antretenden Streaming-Dienst Starzplay zu sichern, hat man dort aus Synergiegründen kein großes Interesse, die nicht mehr gut laufende Serie durchzuziehen.

    Die wurde ursprünglich von Bryan Fuller und Michael Green entwickelt. Dem Vernehmen nach sorgte Uneinigkeit zwischen dem Produzententeam und dem damals in TV-Sachen eher unerfahrenen Gaiman über die kreative Ausrichtung für Spannungen – und auch dafür, dass die erste Staffel statt zehn Folgen nur acht enthielt und deutlich über ihrem Budget lag. Es schlossen sich mehrere Showrunner-Wechsel an. Während der Dreharbeiten zu Staffel zwei war Gaiman mit der Realisierung der Miniserie „Good Omens“ beschäftigt, zu der Zeit wurden auch Rassismus-Vorwürfe gegen die Produktion und das Studio Fremantle erhoben (fernsehserien.de berichtete).

    Ab Staffel drei war Gaiman dann wieder mehr involviert. Während der Ideengeber angekündigt hatte, dass die Serie sich mit der Staffel endlich gefunden habe (fernsehserien.de berichtete), hatte sie die Zuschauer bei Starz verloren.

    Noch ist die Hoffnung auf einen Abschluss der Serie mit einem Film nicht ganz vom Tisch, unwahrscheinlich ist es aber schon.

    „American Gods“ handelt von der Konfrontation alter und neuer „Götter“ in den USA. Der mysteriöse Mr. Wednesday (Ian McShane) sammelt für diesen Kampf diverse alte Mitstreiter um sich und führt den Ex-Sträfling Shadow Moon (Ricky Whittle) in seine Welt ein.

    Weitere Hauptrollen hatten anfangs Orlando Jones, Emily Browning, Yetide Badaki, Bruce Langley, Crispin Glover, Kahyun Kim, Omid Abtahi, Mousa Kraish und Pablo Schreiber.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Ich war schon recht früh in der 2. Staffel raus. Da hat mich nichts mehr an die herrlich psychedelische erste erinnert und die Qualität der Produktion war im Vergleich richtig schlecht geworden.
      • am

        Mir hat es schon gereicht nach Staffel1. Habe die anderen Staffeln nicht mehr gesehen.
        • (geb. 1979) am

          Die 1. Staffel fand ich ganz gut aber danach hat die Serie stark abgebaut

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