Amazon beendet fünf Serien auf einen Schlag

    Aus für „The Romanoffs“, „Patriot“ und drei weitere Serien

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 28.07.2019, 11:06 Uhr

    „The Romanoffs“ – Bild: Prime Video
    „The Romanoffs“

    Im Rahmen der aktuell laufenden TCA Summer Press Tour gab Amazon das Ende von gleich mehreren Serien bekannt. Für fünf Formate des Streaminganbieters ist das Ende gekommen: „The Romanoffs“, „Forever“, „Patriot“, „Lore“ und „Too Old to Die Young“.

    „The Romanoffs“ zog große Hoffnungen mit sich – konnte jedoch weder Kritiker überzeugen noch offenbar ein großes Publikum für sich gewinnen. Da die Serie vom für „Mad Men“ mehrfach Emmy-prämierten Matthew Weiner stammt, gab es eine gewisse Erwartungshaltung. Für die einzelnen Episoden konnten zahlreiche namhafte Stars gewonnen werden. Darüber hinaus griff Amazon tief in die Tasche und drehte die Serie aufwändig in sieben Ländern auf drei Kontinenten. Das alles half nichts und „The Romanoffs“ endet nach nur einer Staffel mit acht Folgen.

    Ebenfalls eine Anthologie-Serie war „Lore“. Die auf dem gleichnamigen amerikanischen Podcast basierende Horrorserie griff „wahre“ (aber nicht immer in der Form beweisbare) Geschichten auf und vermischte Ausschnitte aus Dokumentarfilmen, Erzählungen und Filmszenen, um sie zum Leben zu erwecken. Mit Robert Patrick, Adam Goldberg und Jürgen Prochnow waren namhafte Schauspieler in Episodenrollen zu sehen. Nach zwei Staffeln ist das Projekt von Produzentin Gale Anne Hurd Geschichte.

    In der Spionage-Dramedy „Patriot“ spielte Michael Dorman John Tavner, der als Undercover-Spion arbeitet, obwohl er im „echten Leben“ einen Job bei einer US-Regierungsbehörde hat. Das Serienprojekt von Autor und Regisseur Steve Conrad („Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“) brachte es auf insgesamt 18 Folgen in zwei Staffeln.

    In „Forever“ ging es um das Ehepaar Oscar (Fred Armisen) und June (Maya Rudolph), deren Ehe sich nach zwölf Jahren in einem Trott festgefahren hat. Nachdem June ihren Ehemann zu einem Ski-Trip und damit zu ein bisschen Abwechslung überredet, gerät ihr Leben in größere Unordnung als ihnen lieb ist. Die Serie endet nach der achtteiligen ersten Staffel.

    Im Zentrum von „Too Old to Die Young“ stand die kriminelle Unterwelt von Los Angeles. „Einfache“ Killer begeben sich in der Serie auf eine existenzielle Reise, um Samurai zu werden. Miles Teller verkörperte den Polizisten Martin, der sich in die Welt der Profikiller verstrickt. Hinter dem Format stand Regisseur Nicolas Winding Refn („Drive“, „The Neon Demon“). Die erste und einzige Staffel umfasst zehn Folgen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Fragt sich nur wie lange die Investoren noch wie wild mit Venture Capital um sich werfen wenn bei sündteuren Projekten, die sich erst ab einer bestimmten Laufzeit ansatzweise amortisieren, einfach der Stecker gezogen wird.

      Bald gibt es für den unüberschaubaren Seriendschungel keine dankbaren Zweitabnehmer mehr, die schließlich für die Refinanzierung benötigt werden. Es macht ja keinen Sinn wenn extrem kostspielige Serien, die bei Netflix-Kunden nur auf unzureichende Akzeptanz stoßen, am Ende in drittklassigen Pay-TV-Ablegern landen, die normalerweise fürs Recycling älterer Produktionen genutzt werden.

      Im Wirtschaftsleben bezeichnet man diese Marktüberhitzung innerhalb eines bestimmten Segments als Blase, und diese Blase dürfte bald platzen.
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        Serien Overkill
        • am melden

          Endete PATRIOT mit einem Cliffhanger? Ich fand den Piloten großartig, aber dank Amazons "Wir bewerben unsere Serien nur für ein Wochenende und hoffen, dass unsere Prime Abonnenten danach von alleine auf unserer durch und durch unübersichtlichen Seite darüber stolpern"-Modell, hatte ich immer wieder vergessen, dass sie existiert. Wäre schade, wenn es sich jetzt überhaupt nicht mehr lohnen würde, sie sich anzusehen.
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          • (geb. 1967) am melden

            Zum Glück, daß ich mit "The Romanoff's" gar nicht erst angefangen habe....
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