Die aktuellste „Akte X“-Meldung kommt aus einer überraschenden Richtung: Der Film „The X-Files: I Want to Believe“ (in Deutschland „Akte X: Jenseits der Wahrheit“) aus dem Jahr 2008 hat einen frischen Director’s Cut durch Chris Carter erhalten. Der Film wird in den USA unter dem Titel „The X-Files: I Want To Believe – Vrach Frankenshteyn“ am 14. August bei Hulu und Disney+ veröffentlicht.
UPDATE: Jetzt steht fest: Der Director’s Cut von „Akte X: Jenseits der Wahrheit“ wird parallel auch in Deutschland auf Disney+ am 14. August zur Verfügung gestellt.
Der 2008 erschienene Film war für Fans in mehrfacher Hinsicht eine herbe Enttäuschung. Denn er wurde nach dem damaligen Finale der eigentlichen Serie (2002) veröffentlicht und die Fans hatten wegen des Titels I Want to Believe (ein Zitat mit Bezug zu Aliens auf der Erde) mit einer Fortsetzung der Haupthandlung um Aliens und menschliche Verschwörer gerechnet. Immerhin hatte die Serie in ihrem Finale etabliert, dass am 22. Dezember 2012 die Aliens ihre Invasion der Erde starten würden und die Zeit bis zu diesem Datum schmolz.
Stattdessen erwartete die Zuschauer in „I Want to Believe“ eine „Monster-Folge“. In der ermitteln zwar wieder die Ursprungshelden Mulder (David Duchovny) und Scully (Gillian Anderson) und nicht die nachgerückten Agenten Doggett (Robert Patrick) und Reyes (Annabeth Gish), aber das allein konnte die Fans nicht glücklich stimmen. Auf deutsche Zuschauer wartete zudem die Überraschung, dass Fox Mulder erstmalig eine neue Synchronstimme erhielt, nämlich Johannes Berenz statt Benjamin Völz.
Inhaltlich sind seit dem Finale von „Akte X“ sechs Jahre vergangen. Scully arbeitet als Ärztin, Mulder ist untergetaucht und sammelt im Geheimen Hinweise auf das Übernatürliche, da er in den Augen des FBI ein gesuchter Verbrecher ist. Als es zu einer Entführungsreihe und Mordfällen kommt, werden die beiden Agenten dann doch reaktiviert: Ein wegen sexueller Verfehlungen aus dem Amt geworfener Priester (Billy Connolly) behauptet, Visionen zu haben, die zu den Entführungsopfern führen könnten.
Laut Hulu wird mit diesem Director’s Cut die Chance genutzt, Horror-Elemente der Produktion, die es seinerzeit zugunsten der Massentauglichkeit nicht in die Kinofassung geschafft haben, nun einzubauen und somit die kreative Version von Chris Carter endlich umzusetzen – Carter fungierte als Regisseur basierend auf einem Drehbuch aus seiner Feder und der des langjährigen „Akte X“-Executive-Producer Frank Spotnitz. Highlight des Films war seinerzeit der Auftritt von Amanda Peet (aktuell „Your Friends and Neighbors“) als Chefermittlerin des FBI vor Ort, ASAC Dakota Whitney.
Mit der neuen Schnittfassung einher geht auch, dass der Film in den USA unter einer höheren Altersfreigabe veröffentlicht wird: Sie steigt von PG-13 (für Kinder unter 13 Jahren nicht geeignet) auf R (Jugendliche unter 17 Jahren nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten).
Derweil warten Fans des „Akte X“-Franchise weiter auf eine Entscheidung von Hulu über eine Serienbestellung eines Reboots unter der Führung von Ryan Coogler (fernsehserien.de berichtete).
Kommt der Film den Auch mit Deutschen Ton Raus? Dazu findet man leider keine Info.
Lady3Jane am
"Fans hatten wegen des Titels I Want to Believe (ein Zitat mit Bezug zu Aliens auf der Erde) mit einer Fortsetzung der Haupthandlung um Aliens und menschliche Verschwörer gerechnet." Mutige und falsche Aussage. Da hat jemand die Serie/deren Haputaussage nicht verstanden *lol* Find ich mutig, das so öffentlich zuzuzgeben.
Das "I Want to Believe" bezog sich nie (nur) auf Aliens. Und echte Fans wussten, dass der zweite Film keine Myth-Arc Story wird - wie auch mit dem halben Budget vom ersten Film, 6 Jahre nach der letzten Episode?
Nur die Mitläufer-Fans, die während des Hypes ein paar folgende geschaut haben und dem Franchise nicht auch nach 2002 treu geblieben sind, haben Aliens erwartet und haben den Film deshalb verrissen und abgestraft. Und wegen des Wegfalls von Völz (also ob die Filmemacher dafür was könnten), da ich seit dem Ende der Originalserie aber eh keine Synchonfassung der X-Files mehr gesehen habe, hat mich das überhaupt nicht tangiert.
Als Fan von Carters Serie "MillenniuM" fand ich, wie auch Filmkritiker Roger Ebert den Film gut, aber ich bin eh kein Fan von aufgeblasenen SFX-Orgien mit dreistelligen Millionen Budgets, die die Intelligenz ihrer Zuschauer unterschätzen und nur noch für Menschen produziert werden, die sich nicht länger als 30 Sekunden auf etwas konzentrieren können.
Zum Glück handelt es sich hierbei um einen Film bevor der "Alles ist Content"-Ära.
Na ja, ich habe kein Problem damit, dass du andere Ansichten/Erfahrungen über die Zeit als der Film vor 18 Jahren rauskam hast. Man kann das aber auch mitteilen, ohne von oben herab zu sprechen.
So oder so: Natürlich hab ich damals nach dem Serienfinale erwartet, dass es zumindest irgend ein Update zur Alien-Handlung geben würde.
Lady3Jane am
Ich bin verwirrt. Ist der Beitrag oben eine News-Meldung oder eine persönliche Meinung eines Redakteurs?
Falls ersteres finde ich Sätze wie "Der 2008 erschienene Film war für Fans in mehrfacher Hinsicht eine herbe Enttäuschung."
dann deutlich fehl am Platz, weil ich genügend X-Files und auch MillennIuM-Fans kenne, die von dem Film keineswegs enttäuscht waren und man dann nicht Verallgemeinern sollte. Und bei einer persönlichen Meinung sollte man auch nicht von sich auf andere schließen oder den Eindruck erwecken, man spräche für das gesamte Fandom.
Bei den X-Philes sind und waren vor allem die MSR-Fans mit dem Film zufrieden, die haben durchaus bekommen, was sie wollten, zu mindestens für Chris Carter Verhältnisse: Nämlich mehr Mulder und Scully, zusammen. Diese Fans auch noch heute übrigens den Großteil des Fandoms aus.
Nicht-Fans und Gelegenheitszuschauer mögen enttäuscht gewesen sein, weil sie mit falschen Erwartungen in den Film gegangen sind und das 20th Century Fox-Marketing 2008 auch ein paar seltsame Entscheidungen getroffen hat, was und wie man manche Szenen in einem der Trailer verwendet hat – dafür können die Filmemacher nichts.
Wie man dank vieler aktueller Interviews Carters mitbekommen hat, mussten Carter und Spotnitz auf Druck von 20th Century Fox einige Zugeständnisse machen. Da klingt meines Eindrucks danach, dass die 2008er-Version bei weitem nicht mehr Carters Film war und das Carters Pseudonym "Rich Tracers", das während der Pre-Production und während der Dreharbeiten zur Geheimhaltung verwendet wurde, auch gut hätte im fertigen Film im Abstand stehen können.
Carter und Spotnitz waren aber dennoch Profi genug, in den sauren Apfel zu beißen und das ganze Ergebnis, Frankensteins Kreatur nicht ganz unähnlich, ironischerweise, dennoch zu promoten.
BigApple am
Ich mochte den 1. Film (Akte X - Der Film), aber der 2. Film (Akte X - Jenseits der Wahrheit) war eine Katastrophe. Langweilig und mit neuer Synchronstimme hab ich den Film nach der Erstsichtung nie wieder angefasst.
littlevampi am
Falls sich Benjamin Völz für diese spezielle Fassung überreden lassen würde, wäre es ein enormes Abenteuer für mich *Daumendrück*
BeyondSoap (geb. 1978) am
Der ist Durch Damit. Für Staffel 10 und 11 wurde er schon gar nicht mehr gefragt. Ich hatte Ihn getroffen auf einem Event. und da Sagte er mir Das. Da Die Firmen Sagen "Ruf den Völz bloss nicht an der macht nur Krawall Und will zuviel geld!" Sowie Bei Film 2008 Sagte er noch "Die gage Bekommt er nun Californication bzw damals" Und Das war die Gage um die es schon bei dem Film 2008 ging. Und da Franziska / Scully Nicht mehr da ist. Also Ihre Stimme. Kann Er Sich das Nicht vorstellen.
DerGlotzer am
Klingt für mich interessant, habe den von damals gar nicht mehr so auf dem Schirm. Werde ihn mir anschauen. Kann zumindest nur besser werden als der Disclosure-Flop von Spielberg.
Flapwazzle am
Disclosure ist aber auch wirklich schlecht. Der Film war für mich bisher die Enttäuschung des Jahres.
ProMovieKino am
Ok das kommt überraschend und aus dem Nichts! Fand den Film damals echt Käse und würde dem DC nochmal eine Chance geben.
Horatio (geb. 1966) am
Als Akte-X Fan war ich von allen Akte-X Spielfilmen enttäuscht. . Ich hätte einfach gehofft, dass viel viel mehr Special Effects in den Filmen zu sehen wären. . Stattdessen habe ich die Spielfilme einfach als zusammengefasste normale Doppelfolgen empfunden. 😕 . Wenn also in diesem Remake vieeeel mehr Horror zu sehen ist, gebe ich der Sache mal eine Chance.
SerienFan_92 (geb. 1992) am
Vielleicht soll damit auch gemessen werden, wie groß das Interesse an "Akte X" noch ist.
Wie im Artikel beschrieben, steht ja immer noch die Bestellung des Reboots aus.
Torsten S am
Naja, ob das nach sovielen Jahren noch jemanden interessiert. Es ist zwar schön, wenn es nach einiger Zeit nochmal einen deutlich längeren Directors Cut eines Films gibt, aber bei diesen Flop werden wohl auch die zusätzlich blutigeren Szenen den Film nicht besser machen. Es gibt bestimmt keinen Akte-X Fan der dieser Gurke auch nur ein bischen was abgewinnen konnte und noch heute muss man sich fragen, was sich der Drehbuchautor bei diesen Mist nur gedacht hatte? Jedenfalls nicht viel.
Darmok auf dem Ozean am
Also, ich werd mir den Film auf keinen Fall noch mal anschauen. Ganz egal, was sie da jetzt dran klatschen. Interessiert mich einfach nicht!