Die „Eisenbahn-Romantik“ gehörte seit 1991 zum SWR-Programm
Bild: SWR/Alexander Schweitzer
Stets beginnen sie mit der „Sentimental Journey“, die mittlerweile über 1000 Reisen der „Eisenbahn-Romantik“ im SWR. Die Sendung, die vor allem bei Eisenbahn-Liebhabern längst Kultstatus besitzt, ging erstmals 1991 an den Start. Doch demnächst soll damit Schluss sein. Der SWR setzt die Sendung ab, lediglich für 2026 sollen noch neue Ausgaben produziert werden.
Eine Sprecherin des Senders bestätigte am gestrigen Donnerstag gegenüber dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel, dass die zuständige Redaktion aufgelöst und neue Ausgaben der „Eisenbahn-Romantik“ danach nicht mehr geplant sind.
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Lange Zeit prägte Hagen von Ortloff die Reihe. Als Erfinder und langjähriger Moderator appelliert er jetzt in einem Video an den SWR, das Aus nicht zu vollziehen. Er sprach davon, dass eine Kultsendung einfach und relativ lieblos abgewickelt werde – eine Entscheidung, die er mit großem Bedauern zur Kenntnis nehme. Weiter sagt Ortloff in dem Clip: Was sparst du? Du sparst vielleicht eine mittlere sechsstellige Summe. Und was gibst du dafür auf? Ansehen, Sympathie und Zuschauer.
Seit 1991 berichtet „Eisenbahn-Romantik“ über Dampfloks, historische Bahnstrecken und Zugreisen rund um die Welt. Geplant ursprünglich nur als Pausenfüller, entwickelte sich die Reihe schnell zum Erfolgsformat. Über 1.000 Folgen wurden seitdem produziert, zu sehen nicht nur im SWR, sondern auch in anderen Dritten Programmen, bei arte sowie später in der ARD-Mediathek und auf YouTube. Charakteristisch waren die ruhig erzählten Reportagen und die markante Titelmelodie „Sentimental Journey“.
Bereits 2024 hatte der SWR beschlossen, weniger Ausgaben der „Eisenbahn-Romantik“ zu produzieren, als noch in den Vorjahren. Grund hierfür waren damals drastische Kürzungen im Programm infolge des von der ARD ausgerufenen Sparkurses. So musste und muss der SWR Einschnitte in Verwaltung, Produktion, Infrastruktur und Programm vornehmen (fernsehserien.de berichtete).
Kommentare zu dieser Newsmeldung
⭐️Chris am
„Du sparst vielleicht eine mittlere sechsstellige Summe“
Ob man das nicht in der heutigen Zeit günstiger produzieren könnte?
Vritra am
"Was sparst du? Du sparst vielleicht eine mittlere sechsstellige Summe. Und was gibst du dafür auf? Ansehen, Sympathie und Zuschauer."
Davon abgesehen ist es ein Nischenformat, das sich eben nicht für die breite Masse eignet. Zwar deckt der Auftrag der ÖR explizit auch solche Formate ab, aber die sollen doch sparen, sparen, sparen. Also was fliegt da eher raus, ein Nischenprodukt oder ein Quotengarant?
Gerade die Blauen schimpfen immer wieder über die ÖR und deren Kosten, haben sich aber nach Bekanntwerden der Absetzung gleich tierisch darüber aufgeregt.