„9 Tage wach“: ProSieben zeigt Bestseller-Verfilmung am Sonntagabend

    Meth-Drama über das Leben des Schauspielers Eric Stehfest

    Dennis Braun – 02.02.2020, 10:37 Uhr

    „9 Tage wach“

    Mit „Schattenmoor“ hatte ProSieben im vergangenen Dezember den ersten eigenproduzierten Film seit sieben Jahren im Programm. Die Quoten der TV-Ausstrahlung fielen allerdings nicht gerade berauschend aus, zuvor hatte man ihn in kleinen Häppchen in der Mediathek veröffentlicht. Bereits bekannt war, dass sich ein weiteres Projekt in der Pipeline befindet, die Verfilmung des Bestsellers „9 Tage wach“ über das Leben des Schauspielers Eric Stehfest. Hierfür hat der Sender nun einen Sendetermin bekannt gegeben.

    Diesmal geht man ein ungleich höheres Risiko ein, denn das Drogendrama läuft am Sonntag, den 15. März um 20:15 Uhr und muss damit unter anderem gegen den „Tatort“ im Ersten antreten. In Unterföhring scheint man also viel Vertrauen in den Stoff zu haben, der sich in den Buchhandlungen als Überraschungserfolg entpuppte. Jannik Schümann schlüpft darin in die Rolle von Eric Stehfest, der süchtig nach der Droge Crystal Meth wird, die ihm das Gefühl gibt, unbesiegbar zu sein – „wie Jesus und der Terminator gleichzeitig“, wie er es beschreibt.

    In einer weiteren Rolle ist Heike Makatsch zu sehen, die Erics Mutter Liane verkörpert. Diese unterstützt ihn aufopfernd und gegen die Widerstände des Vaters Tilo, der von Benno Fürmann porträtiert wird. Martin Brambach ist als Erics Mentor an der Schauspielschule zu sehen. Im Anschluss an den Film zeigt ProSieben noch „Dropout – die Doku mit Eric Stehfest“.

    Seine eigenen Drogenerfahrungen hatte Eric Stehfest 2017 niedergeschrieben und war nun auch am Drehbuch der Verfilmung beteiligt. Für ihn ist das Thema von zentraler Bedeutung: „Früher waren Junkies unschwer zu erkennen. Heute kann man sich nicht mehr sicher sein, wer ein wirkliches Problem hat und wer nicht. Denn die Drogen unserer Zeit sind darauf ausgelegt, dass wir in der Leistungsgesellschaft funktionieren. Einen Meth-User durchschaut man erst dann, wenn er sich aufgegeben hat.“

    ProSieben-Chef Daniel Rosemann äußert sich ähnlich: „Die Verfilmung von ‚9 Tage wach‘ macht die Botschaften aus Eric Stehfests Bestseller mit den Mitteln des modernen Films noch intensiver. ‚9 Tage wach‘ ist ein Film wie ein Rausch. Schonungslos, direkt, abschreckend und faszinierend. Mit der Doku zum Film erzählen wir an einem Sonntagabend, wie Crystal Meth einen Menschen verändert. Eric Stehfest hat mit brachialer Leidenschaft an Buch, Film und Doku gearbeitet. Davor habe ich großen Respekt.“

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