„9-1-1 Notruf L.A.“: Jüngster Darstellerausstieg wegen Corona-Impf-Regeln

    Abschied aus der Serie nach gescheiterten Freistellungsanträgen

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 17.11.2021, 13:23 Uhr

    Der Cast von „9-1-1 Notruf L.A.“ zu Beginn der fünften Staffel – Bild: FOX
    Der Cast von „9-1-1 Notruf L.A.“ zu Beginn der fünften Staffel

    Die US-Folge der Serie „9-1-1 Notruf L.A.“ vom Montag brachte einen überraschenden und zügig durchgezogenen Darstellerausstieg (fernsehserien.de berichtete). Nun ist bestätigt: Der Abschied erfolgte vor dem Hintergrund einer Impfpflicht, der der Darsteller nicht nachkommen wollte.

    Details und SPOILER unterhalb des Trailers zur Folge „Defend in Place“

    Die Episode „Defend in Place“ wurde für Darsteller Rockmond Dunbar zur letzten als Hauptdarsteller in der Rolle als Michael Grant. Wie nun vom Darsteller bestätigt wurde, war eine Impfpflicht der Hintergrund für seinen Ausstieg.

    Die aktuellen Regeln, auf die sich die Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA und die Film- und Fernsehproduzenten des Verbandes AMPTP während der Corona-Pandemie geeinigt haben, sehen vor, dass Serienproduktionen für gewisse Mitarbeiter eine Impfpflicht verhängen können. Genauer gesagt betrifft dies Mitarbeiter, die am Set mit den Darstellern in Kontakt kommen, da diese halt nicht mit Masken und Mindestabstand geschützt werden können. Insbesondere fallen alle Schauspieler in die Gruppe dieser Mitarbeiter. In den USA gibt es keine allgemeine Impfpflicht, Arbeitgeber können aber von ihren Angestellten einfordern, dass diese geimpft sind – andernfalls droht eine Kündigung. Dabei gibt es aber die Möglichkeit für betroffenen Personen, aus medizinischen oder religiösen Gründen eine Freistellung von der Impfpflicht zu beantragen.

    Rockmond Dunbar hat nun im Rahmen seines Abschieds bekannt gegeben, dass er nacheinander solche Anträge auf Freistellung zunächst aus medizinischen Gründen und – nach dessen Ablehnung – aus religiösen Gründen gestellt habe. Serienproduzent 20th Television TV habe sie jeweils geprüft, aber abgelehnt. Dunbar gab keine spezifischeren Hintergründe für seinen Wunsch nach einer Freistellung von der Impfpflicht an. Für ihn sei seine Rolle als vierfacher Vater das Wichtigste, gab er in einem Statement an:

    I applied for religious and medical accommodations pursuant to the law and unfortunately was denied by my employer. My sincerely held beliefs and private medical history are very intimate and personal aspects of my life that I do not publicly discuss and have no desire to start now. I’ve been an actor in this business for 30 years, but my greatest roles are as a husband and father to our 4 small children. As a man that walks in faith, I look forward to what the future holds.
    I have enjoyed the last 5 seasons with this wonderful cast and crew and will cherish the time I’ve been blessed to spend with this series and wish everyone involved nothing but the best.

    Laut Deadline haben die Produzenten Michael Grants Abschied aus der Serie bewusst „offen“ gehalten – der Charakter geht zu einer humanitären Mission nach Haiti – so dass in Zukunft eine Rückkehr für Dunbar möglich wäre, wenn die Impf-Frage sich klärt (die aktuelle Regelung einer möglichen Impfpflicht ist eine grundsätzlich zeitlich begrenzte Regelung zwischen Gewerkschaft und Produzenten, die je nach Weiterentwicklung von COVID-19 verlängert werden kann oder ausläuft).

    Nach einem frühen Karriere-Höhepunkt mit einer Hauptrolle in der Sci-Fi-Serie „Earth 2“ (1994/​95) und in der Showtime-Serie „Soul Food“ wurde Dunbar mit der Rolle als C-Note in „Prison Break“ ab 2005 einem größeren Publikum bekannt. Nach der Serie arbeitete er bereits bei „Terriers“ mit dem aktuellen „9-1-1“-Franchise-Chef Tim Minear zusammen.

    Weitere Karrierestationen von Dunbar umfassen „Sons of Anarchy“, „The Mentalist“ und „The Path“.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1963) am

      Ich finde es absolut richtig ein Statement zu setzen gegen diese Impfverweigerer. Auch wenn es eine sympathische Rolle ist, die da auf Eis gelegt wird, man muss gegen die Impfverweigerer vorgehen. Wir hier gehen da viel zu lasch mit um. Aufwachen tun die Leute anscheinend erst dann, wenn ein Angehöriger von ihnen ein Intensivbett braucht, aber keins da ist, weil Ungeimpfte die Betten belegen, weil es ja kein Corona gibt. Impfverweigerer sind Egoisten erster Güte, denen das Leben der anderen egal ist. Anders kann man das ja wohl gar nicht mehr erklären, wenn es schon nicht mehr hilft, wenn der Bundespräsident auf Knien bittet, sich impfen zu lassen. Fürchterlich...bäh
      • am

        Ich liebe diese Serie und diesen Schauspieler mag ich auch sehr gern aber was der für Schwachsinn von sich gibt ( ich bin vierfacher Vater ) kann ich echt nicht verstehen.Genau aus diesem Grund muss er sich impfen lassen.
        Impfverweigerer und Impfgegner sind Idioten. Alle Covid Pat. die zur Zeit auf der Intensiv liegen sind nicht geimpft. Also der ganze Blödsinn von wegen Corona ist erfunden oder mit der Impfung werden wir alle gechipt oder Frauen werden unfruchtbar ist NUR DUMMES ZEUG UND LÜGEN. Impfungen sind eine der wichtigsten und wertvollsten Erfindungen und wir müssten eigentlich Wissenschaftlern die Hand küssen und jeden Tag Danke sagen. Aber nein! Wir meckern und beschweren uns nur weil wir nicht wissen was drinnen ist. BITTE LASST EUCH ALLE IMPFEN!
        • am

          Ich kenne die Serie zwar nicht, aber ich beglückwünsche den Schauspieler zu seiner Entscheidung. Ich würde ebenso handeln. Was nutzt eine Arbeit, wenn durch die Impfung KEIN Schutz gegeben wird, jedoch das Risiko eines Impfschadens oder sogar Impftodes immens hoch ist. Mittlerweile wird auch im Mainstream vorsichtig darüber berichtet. Läßt sich ja auch langsam nicht mehr verheimlichen.
          • am

            Durch die Impfung kein Schutz???????????????????????????? Ich glaube Sie wissen nicht so ganz genau was eine Impfung eigentlich ist. Oder?
            Die Worte "Impfschaden" oder "Impftod" bringen mich nur zum Lachen. Weil sie einfach nur blöd sind.
        • am

          Naja, wenn er meint... Seine Figur ist aber auch schon länger überflüssig und wenn das nicht ein LGBTI-Figur wäre, bestimmt schon längst herausgeschrieben worden.

          Ich finde es zwar schade, weil ich den Schauspieler und "Michael Grant" sympathisch finde, aber Impfverweigerer ohne triftigen Grund muss man bei der Arbeit imo nicht mehr tolerieren.
          • am

            Vor allem betont er auch noch, dass er vier kleine Kinder hat.
            Da will man doch nicht riskieren, dass sie ohne Vater aufwachsen müssen. Er ist schließlich schon fast 50 und hat damit ein nicht unbedeutendes Risiko.
            Da lässt man sich doch schon aus Eigeninteresse impfen.

            PS. Bis auf einige sehr exotische und schwerwiegende Immunstörungen, eine akute Chemo und das erste Schwangerschaftsdrittel gibt es keine medizinischen Gründe sich nicht impfen zu lassen. Wenn er noch in die Öffentlichkeit kann und noch arbeiten kann, kann er sich auch Impfen lassen. Alle anderen Ausreden sind Schwurblerei.
          • (geb. 1977) am

            Wenn Du meinst. Was aber auch klar ist, dass Dein letzter Satz dummes Gelaber ist.
          • (geb. 1972) am

            Also ich geb dem Schauspieler völlig Recht! Schade ist zwar,das er aussteigt aus der Serie,aber wenn es viele solche Schauspieler gäbe,würde Hollywood bald alt aussehn!
            Lass die Leute ruhig labbern Patrick:Sie haben ja nix besseres zu tun!*fg* Und Hollywood sei gesagt,vielleicht hätte es auch ein einfacher Test getan denn,wie wir mittlerweile wissen,kann man sich trotz Impfung anstecken!
          • (geb. 1970) am

            Selbst eine Chemo ist kein Hinderungsgrund für eine Impfung. Sie muss nur zwischen den Chemo-Blöcken liegen.
          • (geb. 1970) am

            Wir können ja im Moment gerade alle verfolgen, wie toll das bei Joshua Kimmich klappt.
            Keine Produktion kann es sich leisten, dass dauernd ungeimpfte Schauspieler*innen ausfallen, weil sie in Quarantäne müssen.

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