50 Jahre „Tagesschau“-Wetter aus Frankfurt

    Rückblick auf fünf Jahrzehnte hr-Wetter am Sonntag im Ersten

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 25.02.2010

    50 Jahre "Tagesschau"-Wetter aus Frankfurt – Rückblick auf fünf Jahrzehnte hr-Wetter am Sonntag im Ersten

    „Aus Frankfurt nun die Wettervorhersage für morgen.“ Jahrzehntelang war dies in der „Tagesschau“ die traditionelle Ankündigung des Wetterberichts, der seit dem 1. März 1960 vom Hessischen Rundfunk produziert wird. Dafür erhalten die Meteorologen der hr-Wetterredaktion die Daten vom Deutschen Wetterdienst und stellen daraufhin den 60 Sekunden langen Einspieler her. Dabei ist man heute natürlich, was die Vorhersage angeht, um einiges treffsicherer als noch vor 50 Jahren. Außerdem arbeiten in der 1993 gegründeten hr-Wetterreaktion inzwischen auch selbst Meteorologen, die ihre eigenen Prognosen beisteuern.

    Das runde Jubiläum wird beim Hessischen Rundfunk gebührend gefeiert. Am kommenden Sonntag, den 28. Februar, zeigt das Erste um 13:15 Uhr den Film „Die Wettermacher“ von den NDR-Autoren Jochen Becker und Niels Nagel. Er bietet einen unterhaltsamen Rückblick auf fünf Jahrzehnte Wettervorhersage in der „Tagesschau“ mit allerlei Anekdoten und interessanten Geschichten. Auch das hr-Fernsehen blickt zurück und zwar in der Nacht zum Montag, den 1. März um 1:15 Uhr. In der „langen Wetter-Nacht“ werden unter anderem die besten Reportagen und Gespräche aus „Alle Wetter!“ gezeigt, gefolgt von dem 90-minütigen Film „Ein Wettersatellit hebt ab“.

    Der Rückblick auf die Geschichte des hr-Wetters dürfte vor auch für Fernsehnostalgiker interessant werden, schließlich wurde bis in die 80er Jahre hinein die Wettervorhersage noch als Zeichentrickfilm produziert. Da gab es Schablonen für Sonne, Regen und Schneefall und natürlich den recht bürokratisch klingenden Sprechertext, vorgetragen von Hans-Joachim Scherbening oder Hans-Helmut Sievert. Drei Stunden brauchte man für die Produktion des Beitrags, gegen 19:00 Uhr wurde er täglich zur „Tagesschau“ nach Hamburg überspielt. Heute wird mit leistungsfähigen Grafikcomputern gearbeitet. Außerdem werden die Formulierungen im Text stärker der Alltagssprache angepasst.

    Neben den „Tagesschau“-Ausgaben zwischen 9 und 20 Uhr versorgt die hr-Wetterreaktion auch das „ARD-Mittagsmagazin“, sowie das „Nachtmagazin“. Außerdem zeichnet sie für die tägliche „ARD-Wetterschau“ um 9:55 Uhr und sämtliche Vorhersagen auf dem Digitalkanal Eins extra verantwortlich. Die Vorhersagen um 19:50 Uhr, sowie die nach den „Tagesthemen“ werden dagegen unabhängig von Jörg Kachelmanns Firma meteomedia produziert.

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