[UPDATE] „23 Morde“: Ungesendete Sat.1-Krimiserie kommt zu Joyn

    Serie mit Franz Dinda und Shadi Hedayati erscheint vier Jahre zu spät

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 10.07.2019, 11:35 Uhr (erstmals veröffentlicht am 18.06.2019)

    „23 Cases“: Shadi Hedayati und Franz Dinda – Bild: H&V Entertainment GmbH
    „23 Cases“: Shadi Hedayati und Franz Dinda

    UPDATE: Inzwischen gab Joyn den konkreten Starttermin bekannt. Die sechsteilige Serie wird ab dem 19. August auf dem Streamingdienst veröffentlicht. Darüber hinaus wurde sie jetzt von „23 Cases“ in „23 Morde“ umbenannt.

    ZUVOR: Vor mittlerweile vier Jahren hat Sat.1 eine neue eigenproduzierte Krimiserie namens „23 Cases“ angekündigt. Das Konzept: 23 Mordfälle sollen in nur sechs Folgen aufgeklärt werden. Die Serie sollte ursprünglich in der Saison 2015/16 zu sehen sein – doch sie kam nicht und die Jahre zogen ins Land. Demnächst kommen die „23 Cases“ allerdings doch noch ans Tageslicht: Auf Nachfrage von fernsehserien.de bestätigte eine Sat.1-Sendersprecherin, dass die Serie im Sommer das heute gestartete neue Streamingangebot Joyn (fernsehserien.de berichtete) bereichern wird.

    Zu Beginn der Serie gesteht Maximilian Rapp (Franz Dinda) gleich alle Morde. Doch die BKA-Ermittlerin Tara Schöll (Shadi Hedayati) hat Zweifel an der Schuld des Verurteilten. Zu leicht gelang die Festnahme des hochsensiblen Mannes und zu viele Unstimmigkeiten sieht die junge Polizistin in verschiedenen Details. Tatsächlich finden sich Indizien dafür, dass Rapp nicht alle Morde begangen haben kann. Sitzt er gar als Unschuldiger im Gefängnis, während der oder die Mörder noch auf freiem Fuß sind?

    Unter höchster Geheimhaltung müssen Tara und Partner Henry Kloss (Bernhard Piesk) nun die wahren Täter fassen, während ihnen Rapp mit seinem Wissen über die Morde und seinen exzellent ausgeprägten Sinnen zur Seite steht. Aber sind es wirklich nur seine Hochsensibilität und seine frühere Tätigkeit in der Asservatenkammer, die Rapp entscheidende Hinweise liefern lassen? Oder ist er doch ein gefährlicher Mörder?

    Für weitere Rollen wurden Sinha Melina Gierke, Wilfried Hochholdinger, Victor Schefé, Antje Schmidt und Jörg Witte besetzt. Gedreht wurde die Produktion der H&V Entertainment GmbH 2015 in Berlin und Umgebung. Regie führten Felix Herzogenrath und Edzard Onneken nach Drehbüchern von Alex Eslam, Sven Poser, Birgit Maiwald, Markus Hoffmann, Uwe Kossmann, John-Hendrik Karsten, Annika Tepelmann, Sven Böttcher und Johannes Lackner.

    Doch warum wurde „23 Cases“ nicht wie geplant in Sat.1 ausgestrahlt? Hierzu äußerte sich H&V-Geschäftsführer Mischa Hofmann vor zwei Jahren gegenüber Blickpunkt:Film wie folgt: „Es gibt Bedenken wegen der horizontalen Erzählweise im Free TV. Trotz gelungener Beispiele wie ‚Weissensee‘ oder ‚Charité‘ scheinen Free TV und horizontal erzählte Serien nicht so gut zusammenzupassen. Zumindest trifft man wieder häufiger diese Ansicht. Die klassischen Stammseher bevorzugen kurze Shows mit abgeschlossenen Episoden.“ Aus diesem Grund war zeitweise geplant, die Miniserie als Zweiteiler neu zusammenzuschneiden und unter dem Titel „23“ auszustrahlen. Doch auch dazu kam es letztendlich nicht.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • serieone am 19.06.2019 13:46melden

      Muß ich nicht gesehen haben.
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      • mynameistv (geb. 1979) am 18.06.2019 21:01melden

        Ich finde es immer lächerlicher, was Titel für Filme und Serien angehen. Nur noch englische Titel. Und dann auch noch bei Deutschen Produktionen. Will man damit tatsächlich cooler wirken? Das macht das Ganze einfach nur noch affig.
        Und immer öfter werden jetzt englische Titel im deutschen mit einem anderen englischen Titel versehen (beispielsweise jetzt bei Toy Story. In Amerika: Toy Story 4. Hierzulande: A Toy Story). 
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