100. Geburtstag von Gustl Bayrhammer: Sonderprogramm im BR

    Restaurierte „Tatort“-Folgen und „Pumuckl“-Wiederholungen

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 01.01.2022, 14:00 Uhr

    Legendärer Volksschauspieler: Gustl Bayrhammer – Bild: BR/Foto Sessner
    Legendärer Volksschauspieler: Gustl Bayrhammer

    Am 12. Februar 2022 wäre der 1993 verstorbene Schauspieler Gustl Bayrhammer 100 Jahre alt geworden. Zu Ehren des legendären bayerischen Volksschauspielers hat das BR Fernsehen eine Sonderprogrammierung angekündigt. So sind unter anderem am 12. Februar ab 20:15 Uhr drei neu restaurierte „Tatort“-Folgen mit Bayrhammer als Kommissar Veigl zu sehen.

    Gustl Bayrhammer löste von 1972 bis 1981 im Münchner „Tatort“ als Kommissar Melchior Veigl insgesamt 15 Fälle. Anlässlich seines 100. Geburtstags werden die drei Folgen „Wohnheim Westendstraße“ (1976), „Das Mädchen am Klavier“ (1977) und „Ende der Vorstellung“ (1979) in einer neu restaurierten Fassung am 12. Februar ab 20:15 Uhr hintereinander gezeigt. Neben Bayrhammer wirken in jenen Folgen unter anderem auch Helmut Fischer, Willy Harlander, Hans Baur, Toni Berger, Ruth Drexel, Michael Degen und Elmar Wepper mit.

    Direkt im Anschluss holt das BR Fernsehen um 1:05 Uhr den Kurzfilm „Der letzte Stammtisch“ von Rainer Erler von Jahr 1984 aus dem Archiv. Darin spielt Bayrhammer einen grantigen Taxler, der den larmoyanten Rentner (Hans Stadtmüller) quer durch München in dessen verhasste, neue Heimat Neuperlach kutschiert. Abgeschlossen wird das Sonderprogramm am Sonntag, 13. Februar um 20:15 Uhr mit der Folge „Die drei Dorfheiligen“ aus dem „Komödienstadel“ von 1973 mit Bayrhammer als Wegscheidbauer und Bürgermeister Simon Hilgermoser.

    Auch im Hörfunk wird der Volksschauspieler geehrt: Bayern 2 sendet am 12. Februar um 8:05 Uhr im „Bayerischen Feuilleton“ das Feature „Der Hammerbayer: Volksschauspieler Gustl Bayrhammer“, in dem sich Weggefährten, Freunde und Familie an ihn erinnern.

    Die bekannteste Rolle von Gustl Bayrhammer ist natürlich die des Meister Eder. Für alle Kobold-Freunde hat der BR schon in Kürze noch mehr Nostalgie im Gepäck: Nachdem bereits über die Weihnachtsfeiertage einige Folgen wiederholt wurden, zeigt das BR Fernsehen ab dem 9. Januar die komplette Serie mit allen 52 Folgen von „Meister Eder und sein Pumuckl“. Jeweils sonntags werden ab 13:45 Uhr zwei Episoden am Stück gezeigt, die anschließend auch in der BR Mediathek abrufbar sein werden.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Als der Tatort noch gemütlich war ohne Herumschießerei ... Aber warum muß das immer alles hintereinander sein? 2 Tatort-Folgen ok, aber auf den nächsten bis weit nach Mitternacht und den anschließenden Film werde ich verzichten müssen. Wiederholt wird das auch nie.
      • (geb. 1971) am

        legt Dir einen PVR zu, das ist gut investiertes Geld.
    • am

      Mir haben besonders auch die weiß-blauen Heimatgeschichten mit ihm gefallen.
      • am via tvforen.de

        Bayrhammer wirkte auch in vielen Hörspielen mit, die leider nie wiederholt werden. Hier ein Ausschnitt:

        • am via tvforen.de

          Würde gerne den Film "Der Wohltäter" von 1975 mal wieder sehen, am besten auch restauriert.

          Bei den Tatorten ist leider zu befürchten, dass diese wieder auf 16:9 abgeschnitten wurden, wie auch schon "Münchner Kindl".
          • am via tvforen.de

            Touch-Down schrieb:
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            > Würde gerne den Film "Der Wohltäter" von 1975
            > mal wieder sehen, am besten auch restauriert.
            >
            > Bei den Tatorten ist leider zu befürchten, dass
            > diese wieder auf 16:9 abgeschnitten wurden, wie
            > auch schon "Münchner Kindl".

            Der BR (und auch NDR) sollten sich ein Beispiel am RBB nehmen, der (fast) alle SFB-Tatorte restauriert hat. Diese liegen jetzt in 4:3 bzw. 16:9-Pillarbox vor.

            Sehr interessant wäre ja mal eine Restaurierung der Folge, die während der Olympischen Spiele 1972 gedreht wurde, sofern das Material noch vorhanden ist. Durch das Attentat auf die israelischen Sportler wurde der Tatort zurückgezogen. Daher wurden alle Szenen die sich auf die Spiele bezogen durch neugedrehte Szenen passend zur WM 1974 ersetzt. Das Ergebnis wurde dann als "3:0 für Veigl" ausgestrahlt.
        • am via tvforen.de

          "Es war halt noch vieles IN ORDNUNG!" sagte er als Off-Sprecher zu Beginn des "Königlich Bayerischen Amtsgerichts". Wie auch immer das gemeint war ... Ich fand den Satz immer etwas seltsam.

          Als Veigl wiederum war er klasse!

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