2026
Die Pornogesellschaft – Wie Porno unseren Sex beeinflusst
Folge 9 (60 Min.)Pornografie ist so leicht zugänglich wie nie. Die Nutzer werden immer jünger, der Konsum steigt rasant. Was das mit uns macht, darüber diskutiert Alena Buyx mit ihren Gästen. Die digitale Pornokultur prägt nicht nur unser Begehren: Pornografie spiegelt auch die Gesellschaft – und formt sie zugleich. Denn Porno ist überall. Zwischen Lust und Leistungsdruck, Selbstbestimmung und Sucht: Wo endet Befreiung, wo beginnt Überforderung? Studien zeigen: Pornografie kann informieren, inspirieren und sexuelle Vielfalt sichtbar machen. Sie kann aber auch Erwartungen verzerren, Druck erzeugen und intime Beziehungen belasten. Es geht auch um Macht und Gewalt, um Körper gegen Geld – und um die Suche nach Echtheit in einer digitalisierten Fake-Intimität.Zwischen Selbstbestimmung und Kommerz, zwischen Neugier und Abhängigkeit entsteht ein Spannungsfeld, das Fragen aufwirft: Wann ist Lust noch Spiel – und wann verlieren wir die Kontrolle? Wie verändert Pornografie unser sexuelles Verhalten? Warum ist Gewalt in Pornos immer problematischer? Gibt es ein Suchtpotenzial? Welche Rolle spielen Plattformen wie OnlyFans, wo Sexarbeit und Social Media verschmelzen? Und wie können Jugendliche lernen, zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden? Die Forschung sucht nach Antworten. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 08.01.2026 3sat Neuer Kolonialismus – Kampf um Macht in neuen Sphären
Folge 10 (60 Min.)Der Kolonialismus von heute wütet auch im Internet, in der Tiefsee und im Weltall. Wie dabei dieselben Mechanismen wie früher greifen, darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. Der moderne Kolonialismus unterscheidet sich kaum vom Kolonialismus der frühen Neuzeit. Auch wenn die Kolonialherren andere Namen tragen, bleiben die Mechanismen gleich: Es wird geraubt, ausgebeutet und Abhängigkeit geschaffen. Mit der „Entdeckung“ Amerikas begann das koloniale Zeitalter. Damals ging es hauptsächlich um Landnahme, Gold und Versklavung.Heute geht es auch um digitale Daten, seltene Erden und eine Vormachtstellung im Weltall. Die neuen Kolonialmächte sind nicht mehr nur Staaten, sondern auch Firmen wie Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Huawei und DeepSeek. Hat das Kolonialzeitalter am Ende gar nicht aufgehört zu existieren? Versklavt der moderne Kolonialismus per Glasfaser uns alle? Geht es am Ende wieder um globale Allmachtsfantasien und Weltherrschaft? Darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 22.01.2026 3sat Longevity-Hype – Wie wir gesund länger leben
Folge 11 (60 Min.)Longevity verspricht langes Leben bei möglichst guter Gesundheit. Alena Buyx und ihre Gäste diskutieren, wo dabei seriöse Altersforschung endet und kruder Unsterblichkeitswahn beginnt. Longevity ist nicht nur ein Trend – Longevity ist ein Milliardengeschäft und trägt in Teilen religiöse Züge. Medizinisch gesehen sind viele der Praktiken harmlos. Vor allem sind sie eins: Luxusartikel für Menschen, die es sich leisten wollen. Ein langes, gesundes Leben – das wünschen sich nahezu alle Menschen. Bei den Investoren herrscht daher Goldgräberstimmung. Techmilliardäre wie Peter Thiel, Jeff Bezos und Mark Zuckerberg investieren Milliarden in Longevity.Zwischen seriösen medizinischen Ansätzen und fragwürdigen Heilsversprechen eröffnet sich ein moralisches Spannungsfeld: Wie gerecht ist Forschung, deren Ergebnisse sich am Ende nur Reiche leisten können? Während für viele Menschen weltweit eine solide Gesundheitsversorgung unerreichbar bleibt, fließen immense Summen in Unsterblichkeitsfantasien. Longevity ist mehr als Lifestyle – sie verändert das menschliche Selbstverständnis. Was bedeutet ewiges Leben für Gesellschaft, Ethik und Religion – und wo liegt die Grenze zwischen Fortschritt und Hybris? Darüber diskutiert Alena Buyx mit ihren Gästen im „NANO Talk – Longevity-Hype – wie wir gesund länger leben“. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 05.02.2026 3sat Neues Sprechen – Wie uns unsere Sprache verrät
Folge 12 (60 Min.)Sprache ist mehr als ein Kommunikationsmittel. Sprache lenkt unsere Wahrnehmung und beeinflusst unser Handeln. Besonders in Krisen. Darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. Denn Worte transportieren nicht nur Informationen. Sie lösen auch Prozesse im Gehirn aus. Begriffe wie „Gefahr“ oder „Sicherheit“ aktivieren unterschiedliche neuronale Netzwerke. Allein die Begriffe können uns unter Stress setzen oder entspannen. Und so beginnt die Wirkung von Sprache schon auf der Ebene der Sinnesverarbeitung: Jedes Wort ruft Assoziationen hervor, die in komplexen neuronalen Mustern gespeichert sind. Diese Muster beeinflussen unsere Emotionen und wie wir Entscheidungen treffen.Sprache hat die Macht, Empathie zu fördern, aber auch Vorurteile und Aggression zu verstärken. Wiederholte sprachliche Reize können sogar die Struktur des Gehirns verändern. Sprache ist damit nicht nur Ausdruck unseres Denkens, sondern ein wichtiger Faktor bei der kognitiven Entwicklung. Dieser „Framing-Effekt“ wird heute in vielen Bereichen gezielt eingesetzt: zum Beispiel in der Werbung, um Einfluss auf das Konsumverhalten zu nehmen, und in der Politik, um politische Botschaften zu transportieren und gezielt Stimmungen zu erzeugen. In einer Welt allgegenwärtiger Kommunikation auf verschiedensten Ebenen wird das Wissen um die Macht der Sprache und ihrer Wirkung auf das Gehirn immer wichtiger. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 26.02.2026 3sat Eliten an der Macht – Mehr Schaden als Nutzen?
Folge 13 (60 Min.)Eliten prägen Gesellschaften. Sie können Motor des Fortschritts oder Garant für Stabilität sein. Sie können aber auch ganze Nationen zerstören. Darüber spricht Alena Buyx mit ihren Gästen. Der Elite-Quality-Index 2025 belegt: In vielen Chefetagen zählen Stallgeruch und Herkunft mehr als Qualifikation und Leistung. Und gegenüber politischen und wirtschaftlichen Eliten steigt das Misstrauen immer weiter. Doch Gesellschaften brauchen Eliten. Denn „gute“ Eliten schaffen Vertrauen, fördern Gemeinwohl und Transparenz. „Schlechte“ Eliten hingegen destabilisieren Staaten, vertiefen Ungleichheit und blockieren Innovation. Wer sind unsere Eliten? Und woher kommen sie? Welche Legitimation haben sie für ihre exponierte Stellung? Darüber diskutiert Moderatorin Alena Buyx mit ihren Gästen. (Text: 3sat)Deutsche TV-Premiere Do. 12.03.2026 3sat Leben im Multiversum – Gibt es uns unendlich oft?
Folge 14 (60 Min.)Wenn die physikalische Theorie vom Multiversum stimmt, gibt es uns Menschen in unzähligen Varianten. Was macht das mit uns? Darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. Diese Vorstellung stellt unser Weltbild einmal mehr auf den Kopf: Unsere Welt scheint sehr viel größer und mannigfaltiger als wir bislang dachten. Neueste physikalische Berechnungen deuten darauf hin, dass unser Universum Teil einer weit größeren Struktur sein könnte. Was bedeutet das für uns Menschen, wenn wir nur ein winziger Teil in einem Kosmos aus unzähligen Blasenuniversen wären? Lange galt die Multiversum-Theorie als Science-Fiction oder rechnerische Spekulation.Doch die theoretischen Hinweise verdichten sich. Und so steht unser Weltbild vor einer möglichen Zäsur, die unser Verständnis von Realität, Zufall und freiem Willen grundlegend verändern könnte. Auf den Menschen hat diese Vorstellung schon immer eine Faszination ausgeübt, die sich in zahlreichen Filmen und Serien zeigt. Denn in einem unendlichen Multiversum wäre es denkbar, dass Kopien von uns existieren, die an jedem Wendepunkt ihres Lebens andere Entscheidungen getroffen haben. Was wir als Zufall oder freien Willen erleben, könnte in Wahrheit Teil einer deterministischen Aufspaltung der Realität sein: Jede Wahl, die wir treffen, wird in einem anderen Zweig des Universums genau entgegengesetzt ausgeführt. So weit, so spekulativ. Stephanie Rhode geht mit ihren Gästen der Frage nach, was die kosmologischen Gedankenexperimente für unser Selbstverständnis bedeuten. Was fasziniert uns an der Idee des Multiversums, das in so vielen Filmen und Serien neue Möglichkeiten unserer Existenz entwirft? Wenn die Expansion des Alls einem präzisen – wenn auch hochkomplexen – mathematischen Muster folgt, bleibt dann noch Raum für Geist, Freiheit und Verantwortung? (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 26.03.2026 3sat Neuer Faschismus – Freie Wahlen in die Unfreiheit
Folge 15 (60 Min.)Alena BuyxBild: ZDF und Ben KnabeLiberale Demokratien geraten unter Druck. Faschistoide Systeme etablieren sich. Moderatorin Alena Buyx diskutiert mit Ihren Gästen, was Wähler dazu bringt, die Freiheit abzuwählen. Der Virus des Faschismus verbreitet sich schnell. Eine veränderte globale Weltordnung befördert Unsicherheit. Geringerer Wohlstand schürt Unzufriedenheit mit dem Etablierten. Autoritäre Systeme versprechen dagegen klare Ordnung und Besserung der Verhältnisse. Aktuelle Untersuchungen zur Krise westlicher Demokratien zeigen: Viele Menschen werden von Frustration und Wut getrieben.Der Eindruck, mit ihren Bedürfnissen von der politischen Führung nicht gehört zu werden, lässt bei vielen Bürgerinnen und Bürgern das Gefühl politischer Ohnmacht entstehen. Dazu kommt, dass demokratische Entscheidungsprozesse oft als kompliziert und zu weit entfernt vom eigenen Alltag wahrgenommen werden. Der ideale Nährboten für Populisten und autoritär – faschistische Bewegungen. Aber die Geschichte zeigt: Autoritäre faschistische Regime halten ihre Heilsversprechen nicht. Am Ende stehen die Auflösung aller Rechtstaatlichkeit, der Verlust der Freiheit und die Missachtung der Menschenrechte. Wie ist es möglich, dass sich auf dem Boden demokratischer Verfassungen faschistische Strukturen etablieren und demokratische Instrumente missbraucht werden, um autoritäre Systeme zu schaffen? Warum scheint die Demokratie so anfällig für Zerstörung zu sein? Welche Rolle spielen dabei Bildung und Medien? Wie lässt sich die Resilienz der Demokratie stärken und der Erfolg der Populisten stoppen? Darüber diskutiert Alena Buyx im „NANO Talk“ mit Ihren Gästen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 09.04.2026 3sat Neues Arbeiten – Zwischen KI, Care und Kapital
Folge 16 (60 Min.)Künstliche Intelligenz übernimmt immer mehr Aufgaben. Die Ökonomie agiert noch globaler. Wovon sollen wir in Zukunft leben? Darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. Lange ging es beim modernen Arbeiten um Homeoffice, Sinnsuche oder Kickertisch. Doch plötzlich wird es existenziell. Es ist keineswegs mehr so klar, welche Arbeit wir in Zukunft noch verrichten werden. Und ob wir auch ausreichend Geld verdienen. New Work klingt noch immer wie die freundliche Modernisierung der bestehenden Arbeitswelt. Doch die Zeiten der Diskussionen um flache Hierarchien, Selbstverwirklichung und flexible Arbeitszeiten sind vorbei. Mit dem Aufstieg von künstlicher Intelligenz und Plattformökonomie stellt sich die Frage nach der Arbeit der Zukunft grundlegend neu.Tech-Optimisten und Optimistinnen sehen in der KI erstmal keine Bedrohung, sondern den ultimativen Produktivitätssprung. Automatisierung befreit die Arbeitenden von Routinen, schafft neue Berufe, ermöglicht mehr Wohlstand. Dabei gibt es neue Anforderungen: Beschäftigte müssen schneller lernen, Organisationen müssen transformiert werden, Kompetenzen lebenslang weiterentwickelt werden. Im Gegensatz dazu sehen viele nicht die Ausgestaltung von Arbeit als Problem. Sie stellen das Wachstumsmodell selbst radikal in Frage: Warum definieren wir den Wert von Arbeit ausschließlich über Erwerbstätigkeit? Warum bleibt Sorgearbeit unsichtbar? Stephanie Rohde diskutiert mit ihren Gästen über diesen radikalen Wandel unserer Arbeitswelten. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 30.04.2026 3sat Gesundheit neu denken – Welche Reformen helfen
Folge 17 (60 Min.)Unser Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps: zu teuer, zu wenig Personal, schlechte Leistungen. Alena Buyx fragt, welche Reformen dem System schnell helfen, ohne es kaputtzusparen. Strukturprobleme, Bürokratie, Sparzwänge, Fehlanreize: Die Mängelliste ist lang. Doch wo auch immer Reformen ansetzen: Es hagelt Kritik – von den Kassen, den Patientenvertretern und der Ärzteschaft. Dabei geht es nicht immer nur um das Wohl der Patienten. Innovative Versorgungsmodelle, Digitalisierung und eine effektivere Ressourcensteuerung könnten Auswege aus der Krise weisen.Entscheidend wird sein, Strukturen zu verschlanken, Fachkräfte zu entlasten und Patientinnen und Patienten wieder stärker ins Zentrum des Handelns zu stellen. Doch ohne schmerzhafte Eingriffe wird es nicht gehen. Krankenhäuser werden schließen, und medizinische Leistungen eingeschränkt werden müssen. Wie können wir Versorgung gerechter, digitaler und zukunftsfähiger gestalten? Darüber diskutiert Moderatorin Alena Buyx mit ihren Gästen in diesem „NANO Talk“. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 07.05.2026 3sat Männlich – toxisch? Männer zwischen Trad und Trans
Folge 18 (60 Min.)Längst überwunden geglaubte Rollenbilder sind wieder auf dem Vormarsch, insbesondere bei jungen Männern. Moderatorin Stephanie Rohde spricht mit ihren Gästen über die Ursachen und Folgen. Viele heranwachsende junge Männer haben ein Identitätsproblem. Auf der Suche nach Vorbildern werden sie vermehrt auf Social-Media-Kanälen fündig, wo eine gefährliche Riege von Männlichkeitserklärern ein autoritäres Männer -und traditionelles Frauenbild glorifiziert. Dieser Backlash traditioneller Rollenbilder ist kein Zufall und nicht nur das Ergebnis normaler soziokultureller Prozesse innerhalb der Gesellschaft: Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass er vielfach politisch motiviert und gesteuert ist.Sogenannte Alpha-Male-Narrative transportieren rechtspopulistische bis rechtsextreme Ideologien mit den entsprechenden Deutungsmustern – mit allem, was nach dieser Vorstellung dazugehört: körperliche Kraft und Stärke bis hin zur Akzeptanz von Gewalt als Normalität. In diesem Zusammenhang gehört auch das lange vorherrschende Frau-Mann-Schema, nicht selten verbunden mit der Legitimation von Gewalt gegenüber Frauen. Gleichzeitig entwickelt sich aber ein wissenschaftliches und gesellschaftliches Interesse an neuen Vorstellungen von Männlichkeit jenseits traditioneller Normen und stattdessen geprägt von emotionaler Intelligenz, Gefühlen, Gleichberechtigung und ganz neuen Identitätsformen. Wie lassen sich die gegensätzlichen Prozesse und Entwicklungen erklären? Wie kann es gelingen, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem sich innovative Formen männlicher Identität entwickeln können – ohne dass die Diskussion ideologisch oder politisch instrumentalisiert wird? Welche Rolle spielt das Selbstverständnis der Frauen dabei? – Über diese und andere Fragen diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 21.05.2026 3sat
zurück
Erhalte Neuigkeiten zu NANO Talk direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung. Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
Alle Neuigkeiten zu NANO Talk und weiteren Serien
deiner Liste findest du in deinem
persönlichen Feed.
