2026
Die Pornogesellschaft – Wie Porno unseren Sex beeinflusst
Folge 9 (60 Min.)Pornografie ist so leicht zugänglich wie nie. Die Nutzer werden immer jünger, der Konsum steigt rasant. Was das mit uns macht, darüber diskutiert Alena Buyx mit ihren Gästen. Die digitale Pornokultur prägt nicht nur unser Begehren: Pornografie spiegelt auch die Gesellschaft – und formt sie zugleich. Denn Porno ist überall. Zwischen Lust und Leistungsdruck, Selbstbestimmung und Sucht: Wo endet Befreiung, wo beginnt Überforderung? Studien zeigen: Pornografie kann informieren, inspirieren und sexuelle Vielfalt sichtbar machen. Sie kann aber auch Erwartungen verzerren, Druck erzeugen und intime Beziehungen belasten. Es geht auch um Macht und Gewalt, um Körper gegen Geld – und um die Suche nach Echtheit in einer digitalisierten Fake-Intimität.Zwischen Selbstbestimmung und Kommerz, zwischen Neugier und Abhängigkeit entsteht ein Spannungsfeld, das Fragen aufwirft: Wann ist Lust noch Spiel – und wann verlieren wir die Kontrolle? Wie verändert Pornografie unser sexuelles Verhalten? Warum ist Gewalt in Pornos immer problematischer? Gibt es ein Suchtpotenzial? Welche Rolle spielen Plattformen wie OnlyFans, wo Sexarbeit und Social Media verschmelzen? Und wie können Jugendliche lernen, zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden? Die Forschung sucht nach Antworten. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 08.01.2026 3sat Neuer Kolonialismus – Kampf um Macht in neuen Sphären
Folge 10 (60 Min.)Stephanie RohdeBild: ZDF und Ben KnabeDer Kolonialismus von heute wütet auch im Internet, in der Tiefsee und im Weltall. Wie dabei dieselben Mechanismen wie früher greifen, darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. Der moderne Kolonialismus unterscheidet sich kaum vom Kolonialismus der frühen Neuzeit. Auch wenn die Kolonialherren andere Namen tragen, bleiben die Mechanismen gleich: Es wird geraubt, ausgebeutet und Abhängigkeit geschaffen. Mit der „Entdeckung“ Amerikas begann das koloniale Zeitalter. Damals ging es hauptsächlich um Landnahme, Gold und Versklavung.Heute geht es auch um digitale Daten, seltene Erden und eine Vormachtstellung im Weltall. Die neuen Kolonialmächte sind nicht mehr nur Staaten, sondern auch Firmen wie Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Huawei und DeepSeek. Hat das Kolonialzeitalter am Ende gar nicht aufgehört zu existieren? Versklavt der moderne Kolonialismus per Glasfaser uns alle? Geht es am Ende wieder um globale Allmachtsfantasien und Weltherrschaft? Darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 22.01.2026 3sat Longevity-Hype – Wie wir gesund länger leben
Folge 11 (60 Min.)Longevity verspricht langes Leben bei möglichst guter Gesundheit. Alena Buyx und ihre Gäste diskutieren, wo dabei seriöse Altersforschung endet und kruder Unsterblichkeitswahn beginnt. Longevity ist nicht nur ein Trend – Longevity ist ein Milliardengeschäft und trägt in Teilen religiöse Züge. Medizinisch gesehen sind viele der Praktiken harmlos. Vor allem sind sie eins: Luxusartikel für Menschen, die es sich leisten wollen. Ein langes, gesundes Leben – das wünschen sich nahezu alle Menschen. Bei den Investoren herrscht daher Goldgräberstimmung. Techmilliardäre wie Peter Thiel, Jeff Bezos und Mark Zuckerberg investieren Milliarden in Longevity.Zwischen seriösen medizinischen Ansätzen und fragwürdigen Heilsversprechen eröffnet sich ein moralisches Spannungsfeld: Wie gerecht ist Forschung, deren Ergebnisse sich am Ende nur Reiche leisten können? Während für viele Menschen weltweit eine solide Gesundheitsversorgung unerreichbar bleibt, fließen immense Summen in Unsterblichkeitsfantasien. Longevity ist mehr als Lifestyle – sie verändert das menschliche Selbstverständnis. Was bedeutet ewiges Leben für Gesellschaft, Ethik und Religion – und wo liegt die Grenze zwischen Fortschritt und Hybris? Darüber diskutiert Alena Buyx mit ihren Gästen im „NANO Talk – Longevity-Hype – wie wir gesund länger leben“. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 05.02.2026 3sat Neues Sprechen – Wie uns unsere Sprache verrät
Folge 12 (60 Min.)Sprache ist mehr als ein Kommunikationsmittel. Sprache lenkt unsere Wahrnehmung und beeinflusst unser Handeln. Besonders in Krisen. Darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. Denn Worte transportieren nicht nur Informationen. Sie lösen auch Prozesse im Gehirn aus. Begriffe wie „Gefahr“ oder „Sicherheit“ aktivieren unterschiedliche neuronale Netzwerke. Allein die Begriffe können uns unter Stress setzen oder entspannen. Und so beginnt die Wirkung von Sprache schon auf der Ebene der Sinnesverarbeitung: Jedes Wort ruft Assoziationen hervor, die in komplexen neuronalen Mustern gespeichert sind. Diese Muster beeinflussen unsere Emotionen und wie wir Entscheidungen treffen.Sprache hat die Macht, Empathie zu fördern, aber auch Vorurteile und Aggression zu verstärken. Wiederholte sprachliche Reize können sogar die Struktur des Gehirns verändern. Sprache ist damit nicht nur Ausdruck unseres Denkens, sondern ein wichtiger Faktor bei der kognitiven Entwicklung. Dieser „Framing-Effekt“ wird heute in vielen Bereichen gezielt eingesetzt: zum Beispiel in der Werbung, um Einfluss auf das Konsumverhalten zu nehmen, und in der Politik, um politische Botschaften zu transportieren und gezielt Stimmungen zu erzeugen. In einer Welt allgegenwärtiger Kommunikation auf verschiedensten Ebenen wird das Wissen um die Macht der Sprache und ihrer Wirkung auf das Gehirn immer wichtiger. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 26.02.2026 3sat Eliten an der Macht – Mehr Schaden als Nutzen?
Folge 13 (60 Min.)Eliten prägen Gesellschaften. Sie können Motor des Fortschritts oder Garant für Stabilität sein. Sie können aber auch ganze Nationen zerstören. Darüber spricht Alena Buyx mit ihren Gästen. Der Elite-Quality-Index 2025 belegt: In vielen Chefetagen zählen Stallgeruch und Herkunft mehr als Qualifikation und Leistung. Und gegenüber politischen und wirtschaftlichen Eliten steigt das Misstrauen immer weiter. Doch Gesellschaften brauchen Eliten. Denn „gute“ Eliten schaffen Vertrauen, fördern Gemeinwohl und Transparenz. „Schlechte“ Eliten hingegen destabilisieren Staaten, vertiefen Ungleichheit und blockieren Innovation. Wer sind unsere Eliten? Und woher kommen sie? Welche Legitimation haben sie für ihre exponierte Stellung? Darüber diskutiert Moderatorin Alena Buyx mit ihren Gästen. (Text: 3sat)Deutsche TV-Premiere Do. 12.03.2026 3sat Leben im Multiversum – Gibt es uns unendlich oft?
Folge 14 (60 Min.)Wenn die physikalische Theorie vom Multiversum stimmt, gibt es uns Menschen in unzähligen Varianten. Was macht das mit uns? Darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. Diese Vorstellung stellt unser Weltbild einmal mehr auf den Kopf: Unsere Welt scheint sehr viel größer und mannigfaltiger als wir bislang dachten. Neueste physikalische Berechnungen deuten darauf hin, dass unser Universum Teil einer weit größeren Struktur sein könnte. Was bedeutet das für uns Menschen, wenn wir nur ein winziger Teil in einem Kosmos aus unzähligen Blasenuniversen wären? Lange galt die Multiversum-Theorie als Science-Fiction oder rechnerische Spekulation.Doch die theoretischen Hinweise verdichten sich. Und so steht unser Weltbild vor einer möglichen Zäsur, die unser Verständnis von Realität, Zufall und freiem Willen grundlegend verändern könnte. Auf den Menschen hat diese Vorstellung schon immer eine Faszination ausgeübt, die sich in zahlreichen Filmen und Serien zeigt. Denn in einem unendlichen Multiversum wäre es denkbar, dass Kopien von uns existieren, die an jedem Wendepunkt ihres Lebens andere Entscheidungen getroffen haben. Was wir als Zufall oder freien Willen erleben, könnte in Wahrheit Teil einer deterministischen Aufspaltung der Realität sein: Jede Wahl, die wir treffen, wird in einem anderen Zweig des Universums genau entgegengesetzt ausgeführt. So weit, so spekulativ. Stephanie Rhode geht mit ihren Gästen der Frage nach, was die kosmologischen Gedankenexperimente für unser Selbstverständnis bedeuten. Was fasziniert uns an der Idee des Multiversums, das in so vielen Filmen und Serien neue Möglichkeiten unserer Existenz entwirft? Wenn die Expansion des Alls einem präzisen – wenn auch hochkomplexen – mathematischen Muster folgt, bleibt dann noch Raum für Geist, Freiheit und Verantwortung? (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 26.03.2026 3sat Neuer Faschismus – Freie Wahlen in die Unfreiheit
Folge 15 (60 Min.)Alena BuyxBild: ZDF und Ben KnabeLiberale Demokratien geraten unter Druck. Faschistoide Systeme etablieren sich. Moderatorin Alena Buyx diskutiert mit Ihren Gästen, was Wähler dazu bringt, die Freiheit abzuwählen. Der Virus des Faschismus verbreitet sich schnell. Eine veränderte globale Weltordnung befördert Unsicherheit. Geringerer Wohlstand schürt Unzufriedenheit mit dem Etablierten. Autoritäre Systeme versprechen dagegen klare Ordnung und Besserung der Verhältnisse. Aktuelle Untersuchungen zur Krise westlicher Demokratien zeigen: Viele Menschen werden von Frustration und Wut getrieben.Der Eindruck, mit ihren Bedürfnissen von der politischen Führung nicht gehört zu werden, lässt bei vielen Bürgerinnen und Bürgern das Gefühl politischer Ohnmacht entstehen. Dazu kommt, dass demokratische Entscheidungsprozesse oft als kompliziert und zu weit entfernt vom eigenen Alltag wahrgenommen werden. Der ideale Nährboten für Populisten und autoritär – faschistische Bewegungen. Aber die Geschichte zeigt: Autoritäre faschistische Regime halten ihre Heilsversprechen nicht. Am Ende stehen die Auflösung aller Rechtstaatlichkeit, der Verlust der Freiheit und die Missachtung der Menschenrechte. Wie ist es möglich, dass sich auf dem Boden demokratischer Verfassungen faschistische Strukturen etablieren und demokratische Instrumente missbraucht werden, um autoritäre Systeme zu schaffen? Warum scheint die Demokratie so anfällig für Zerstörung zu sein? Welche Rolle spielen dabei Bildung und Medien? Wie lässt sich die Resilienz der Demokratie stärken und der Erfolg der Populisten stoppen? Darüber diskutiert Alena Buyx im „NANO Talk“ mit Ihren Gästen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 09.04.2026 3sat Neues Arbeiten – Zwischen KI, Care und Kapital
Folge 16 (60 Min.)Künstliche Intelligenz übernimmt immer mehr Aufgaben. Die Ökonomie agiert noch globaler. Wovon sollen wir in Zukunft leben? Darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. Lange ging es beim modernen Arbeiten um Homeoffice, Sinnsuche oder Kickertisch. Doch plötzlich wird es existenziell. Es ist keineswegs mehr so klar, welche Arbeit wir in Zukunft noch verrichten werden. Und ob wir auch ausreichend Geld verdienen. New Work klingt noch immer wie die freundliche Modernisierung der bestehenden Arbeitswelt. Doch die Zeiten der Diskussionen um flache Hierarchien, Selbstverwirklichung und flexible Arbeitszeiten sind vorbei. Mit dem Aufstieg von künstlicher Intelligenz und Plattformökonomie stellt sich die Frage nach der Arbeit der Zukunft grundlegend neu.Tech-Optimisten und Optimistinnen sehen in der KI erstmal keine Bedrohung, sondern den ultimativen Produktivitätssprung. Automatisierung befreit die Arbeitenden von Routinen, schafft neue Berufe, ermöglicht mehr Wohlstand. Dabei gibt es neue Anforderungen: Beschäftigte müssen schneller lernen, Organisationen müssen transformiert werden, Kompetenzen lebenslang weiterentwickelt werden. Im Gegensatz dazu sehen viele nicht die Ausgestaltung von Arbeit als Problem. Sie stellen das Wachstumsmodell selbst radikal in Frage: Warum definieren wir den Wert von Arbeit ausschließlich über Erwerbstätigkeit? Warum bleibt Sorgearbeit unsichtbar? Stephanie Rohde diskutiert mit ihren Gästen über diesen radikalen Wandel unserer Arbeitswelten. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 30.04.2026 3sat Gesundheit neu denken – Welche Reformen helfen
Folge 17 (60 Min.)Unser Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps: zu teuer, zu wenig Personal, schlechte Leistungen. Alena Buyx fragt, welche Reformen dem System schnell helfen, ohne es kaputtzusparen. Strukturprobleme, Bürokratie, Sparzwänge, Fehlanreize: Die Mängelliste ist lang. Doch wo auch immer Reformen ansetzen: Es hagelt Kritik – von den Kassen, den Patientenvertretern und der Ärzteschaft. Dabei geht es nicht immer nur um das Wohl der Patienten. Innovative Versorgungsmodelle, Digitalisierung und eine effektivere Ressourcensteuerung könnten Auswege aus der Krise weisen.Entscheidend wird sein, Strukturen zu verschlanken, Fachkräfte zu entlasten und Patientinnen und Patienten wieder stärker ins Zentrum des Handelns zu stellen. Doch ohne schmerzhafte Eingriffe wird es nicht gehen. Krankenhäuser werden schließen, und medizinische Leistungen eingeschränkt werden müssen. Wie können wir Versorgung gerechter, digitaler und zukunftsfähiger gestalten? Darüber diskutiert Moderatorin Alena Buyx mit ihren Gästen in diesem „NANO Talk“. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 07.05.2026 3sat Männlich – toxisch? Männer und ihre Rollenbilder
Folge 18 (60 Min.)Längst überwunden geglaubte Rollenbilder sind wieder auf dem Vormarsch, insbesondere bei jungen Männern. Moderatorin Stephanie Rohde spricht mit ihren Gästen über die Ursachen und Folgen. Viele heranwachsende junge Männer haben ein Identitätsproblem. Auf der Suche nach Vorbildern werden sie vermehrt auf Social-Media-Kanälen fündig, wo eine gefährliche Riege von Männlichkeitserklärern ein autoritäres Männer -und traditionelles Frauenbild glorifiziert. Dieser Backlash traditioneller Rollenbilder ist kein Zufall und nicht nur das Ergebnis normaler soziokultureller Prozesse innerhalb der Gesellschaft: Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass er vielfach politisch motiviert und gesteuert ist.Sogenannte Alpha-Male-Narrative transportieren rechtspopulistische bis rechtsextreme Ideologien mit den entsprechenden Deutungsmustern – mit allem, was nach dieser Vorstellung dazugehört: körperliche Kraft und Stärke bis hin zur Akzeptanz von Gewalt als Normalität. In diesem Zusammenhang gehört auch das lange vorherrschende Frau-Mann-Schema, nicht selten verbunden mit der Legitimation von Gewalt gegenüber Frauen. Gleichzeitig entwickelt sich aber ein wissenschaftliches und gesellschaftliches Interesse an neuen Vorstellungen von Männlichkeit jenseits traditioneller Normen und stattdessen geprägt von emotionaler Intelligenz, Gefühlen, Gleichberechtigung und ganz neuen Identitätsformen. Wie lassen sich die gegensätzlichen Prozesse und Entwicklungen erklären? Wie kann es gelingen, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem sich innovative Formen männlicher Identität entwickeln können – ohne dass die Diskussion ideologisch oder politisch instrumentalisiert wird? Welche Rolle spielt das Selbstverständnis der Frauen dabei? – Über diese und andere Fragen diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 21.05.2026 3sat Kollaps des Wissens
Folge 19 (60 Min.)Das Internet wird geflutet mit künstlich erzeugten und häufig falschen Informationen. Kollabiert daran das Internet? Darüber diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen. Bots und KI produzieren Texte, Bilder und Interaktionen, die unseren Wirklichkeitsraum oft überzeugend abbilden – jedoch nur bis zu einem gewissen Punkt. Je stärker ihr Anteil wächst, desto mehr verlieren Informationen und damit das Internet an Qualität. Dabei lässt sich die Qualität von Information immer schwerer bestimmen. Eine Unterscheidung zwischen richtig und falsch in einem Meer von künstlich erzeugten Informationen wird unmöglich.Wie verhalten wir uns, wenn das Internet nur noch ein bis zur Unkenntlichkeit verrauschtes Bild unserer Wirklichkeit darstellt? In digitalen Öffentlichkeiten wird der Wahrheitsgehalt von Informationen häufig an indirekten Parametern abgeleitet: über Sichtbarkeit, algorithmische Gewichtung und soziale Bestätigung. Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur, was wahr ist, sondern auch, wie wir unter Bedingungen von Überfluss, Automatisierung und strategischer Manipulation noch zu verlässlichen Urteilen über den Wahrheitsgehalt gelangen können. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 11.06.2026 3sat Superorgan Muskulatur – Warum Muskeln uns gesund halten
Folge 20 (60 Min.)Alena Buyx und Stephanie Rohde.Bild: Ben Knabe / ZDFUnsere Muskulatur leistet mehr als Bewegung: Sie unterstützt das Gehirn und stärkt das Immunsystem. Ein „NANO Talk“ über Muskeln als unser größtes und wirkungsvollstes Organ. Aktive Muskeln wirken wie ein inneres Labor: Sie hemmen Entzündungen, stärken Nerven und bremsen das Tumorwachstum. Wenn sie schwinden – durch Alter, Krankheit oder Inaktivität – verliert der Körper Energie und Stabilität. Muskeltraining verschafft Lebenszeit. Muskeln sind ein unterschätztes Organ, das weit mehr leistet als nur Bewegung. Sie produzieren Myokine, die Entzündungen dämpfen, das Immunsystem aktivieren und Nervenzellen vor Abbau schützen.Studien zeigen, dass regelmäßiges Training das Risiko für Krebs und Alzheimer deutlich senken kann. Gleichzeitig ist Muskelabbau einer der stärksten Treiber für Gebrechlichkeit, Pflegebedürftigkeit und frühen Tod. Besonders im Alter entscheidet Muskelkraft über Autonomie, Sturzrisiko und Lebensqualität. Wenn Muskeln schwinden, verliert der Körper seine innere Stabilität und biologische Widerstandskraft. Wie viel Gesundheit verschenken wir, wenn wir unsere Muskeln vernachlässigen? Und was wäre möglich, wenn Muskeltraining endlich als echte Medizin verstanden würde? Darüber diskutiert Alena Buyx mit ihren Gästen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 27.08.2026 3sat Neue Utopien – Erzählungen für eine bessere Zukunft
Folge 21 (60 Min.)Viele unserer Vorstellungen über Zukunft erscheinen bedrohlich und angsteinflößend. Stephanie Rohde diskutiert mit ihren Gästen über Erzählungen einer positiven Zukunft. Ob KI und Robotik oder die Klimakrise und das Artensterben – die Liste möglicher Untergangszenarien ist lang. Doch ohne positive Erzählungen werden wir in unserem Handeln gelähmt. Und düstere Prognosen werden zu selbsterfüllenden Prophezeiungen. Dystopisches Denken im Angesicht der Herausforderungen der Zeit ist kein Alleinstellungsmerkmal unserer Tage: Dystopien und Utopien waren über alle Zeiten hinweg mehr oder weniger stark ausgeprägt.Und was für den einen die Utopie war, war möglicherweise für den anderen oder unter einer anderen Betrachtungsweise eine Untergangserzählung. Utopie und Dystopie bedingen sich gegenseitig. So machen Dystopien zum Beispiel auf Widersprüche und Gefahren aufmerksam und werden oft zu Türöffnern neuer positiver Utopien. Wie das funktioniert, darüber diskutiert Moderatorin Stephanie Rohde mit ihren Gästen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 10.09.2026 3sat Dopamin – Macht im Gehirn
Folge 22 (60 Min.)Lange galt Dopamin als simples Glückshormon. Alena Buyx zeigt in ihrer Sendung, dass der Botenstoff viel mehr kann: Er wirkt als hochpräziser Steuermechanismus im Gehirn. Statt uns einfach nur glücklich zu machen, bestimmt Dopamin, wie wir lernen, Entscheidungen treffen und die Welt interpretieren. Es prägt Erwartungen und Vorhersagefehler – also die Diskrepanz zwischen dem, was wir erwarten, und dem, was tatsächlich eintritt. Genau diese Signale formen unsere Wahrnehmung, Motivation und letztlich unser Verhalten. Dabei wirkt Dopamin nicht diffus im ganzen Gehirn, sondern punktgenau in lokalen Netzwerken – wie ein präziser Laser.Dopamin steuert sowohl Annäherung als auch Vermeidung, je nach Kontext. So beeinflusst es Emotionen, soziale Entscheidungen und komplexe Lernprozesse. Dopamin ist damit mächtiger als bislang angenommen. Besonders deutlich wird die Bedeutung von Dopamin in der Medizin. In der Parkinson-Forschung zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: Dopamin gilt nicht mehr nur als „Antrieb“ für Bewegung, sondern als grundlegende Voraussetzung dafür, dass Bewegung überhaupt möglich ist. Denn wenn Dopamin in den fein abgestimmten neuronalen Systemen fehlreguliert ist, führt dies neben Parkinson auch zu psychischen Erkrankungen wie Depression, Angststörungen, Sucht oder Schizophrenie. Die Medizin hat heute ein tieferes Verständnis des Botenstoffs und kann daraus innovative Therapien ableiten, die erstaunliche Ergebnisse versprechen. Aber auch in der Populärmedizin ist der Botenstoff im Trend: Beim „Dopamin Detox“ wird bewusst auf schnelle Reize wie Smartphones, Soziale Medien und ungesundes Essen verzichtet. Wissenschaftlich gesehen wird das Gehirn dabei nicht chemisch „entgiftet“, vielmehr werden neue Verhaltensweisen trainiert. Das Ziel: verbesserte Impulskontrolle und Konzentration. Damit wird klar: Dopamin ist kein Randphänomen des Wohlbefindens, sondern ein zentraler Baustein menschlicher Denk- und Verhaltensprozesse. Wer seine Funktionsweise versteht, bekommt tiefe Einblicke in die Mechanik des Gehirns – und neue Ansätze, um einige der größten neurologischen und psychischen Erkrankungen unserer Zeit zu behandeln. Alena Buyx geht gemeinsam mit ihren Gästen der Frage nach, wie Dopamin als unterschätzte Macht im Gehirn unser Leben bestimmt. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 24.09.2026 3sat Familie aber anders – Wie wollen wir zusammenleben?
Folge 23 (60 Min.)Familie wurde selten so vielfältig gelebt wie heute: Patchwork, Co-Parenting oder queere Familien. Und kaum etwas prägt uns so wie Familie. Die klassische Kernfamilie gilt weiterhin als gesellschaftliches Leitbild. Sie wird von Politik und Rechtsprechung privilegiert, die sich dabei an überholten Vorstellungen orientiert. Moderne Familien definieren sich heute eher als Verantwortungsgemeinschaften. Denn Familie konstituiert sich nicht ausschließlich durch Ehe, biologische Verwandtschaft und traditionelle Rollenbilder, sondern zunehmend dort, wo Menschen dauerhaft Verantwortung füreinander übernehmen.Wie gut passen unsere rechtlichen Regelungen noch zu modernen Familienbildern? Wer wird benachteiligt, wenn Fürsorge und Care-Arbeit außerhalb traditioneller Familienstrukturen organisiert werden? Und welche Antworten finden andere Länder auf diese Herausforderungen? Wie wird Familie heute gelebt? Welche politischen und rechtlichen Veränderungen könnten notwendig sein? Und warum kann die Vielfalt moderner Familien auch eine Chance für mehr Zusammenhalt und gesellschaftliche Resilienz sein? Darüber diskutiert Moderatorin Stephanie Rohde mit ihren Gästen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 08.10.2026 3sat Das große Artensterben – Wie wir die Vielfalt erhalten können
Folge 24 (60 Min.)Das Artensterben ist die größte Menschheitskrise. Denn ohne Vielfalt ist kein Leben auf der Erde möglich – auch nicht für den Menschen. Darüber diskutiert Alena Buyx mit ihren Gästen. Versiegelung von Flächen, intensive Landwirtschaft, Umweltgifte und der Klimawandel zerstören Ökosysteme. Doch Biodiversität braucht intakte Lebensräume. Sie ist kein Luxus, sondern die kritische Infrastruktur unseres Planeten. Doch die Zerstörung geht weiter. Nach Einschätzung des Weltbiodiversitätsrats IPBES ist Biodiversitätsverlust damit längst nicht mehr nur ein Naturschutzproblem, sondern ein systemisches Risiko für Wirtschaft und Gesellschaft. Unternehmen und Volkswirtschaften sind von Leistungen der Natur abhängig, etwa von Wasserverfügbarkeit, fruchtbaren Böden, Rohstoffen oder Hochwasserschutz.Nur intakte Ökosysteme liefern sauberes Wasser, saubere Luft und tragen zur Regulierung von Krankheiten bei. Besonders wichtig ist die Vielfalt der Mikroorganismen im Boden. Bakterien, Pilze und andere Bodenlebewesen bauen organisches Material ab, stellen Nährstoffe bereit, speichern Kohlenstoff und ermöglichen Pflanzenwachstum. Wenn diese unsichtbare Biodiversität verloren geht, sinken Bodenfruchtbarkeit, Ernteerträge und die Widerstandsfähigkeit ganzer Ökosysteme. Welche Möglichkeiten hat die Wissenschaft, den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten? Mithilfe der Synthetischen Biologie versuchen Wissenschaftler beispielsweise Organismen gezielt zu verändern, um Ökosysteme widerstandsfähiger zu machen. Neue Verfahren der Genom-Editierung ermöglichen mittlerweile Eingriffe in die DNA von Pflanzen und Tieren, um gefährdete Arten resistenter zu machen und an veränderte Bedingungen anzupassen. Lässt sich verlorene Natur technologisch ersetzen? Entstehen dadurch neue Risiken für bestehende Ökosysteme? Wie weit darf der Mensch in die Evolution eingreifen? Wird die Rettung der Artenvielfalt künftig im Labor entschieden? Welche Verantwortung tragen wir für kommende Generationen? (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 15.10.2026 3sat
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