Dokumentation in 4 Teilen

  • Folge 1 (42 Min.)
    Der Städtebau ging schon immer zu Lasten von Flora und Fauna. Wälder wurden gerodet, Felder asphaltiert und Flüsse zugeschüttet. Derzeit leben knapp 60 Prozent der Menschen weltweit in urbanen Gebieten. In den nächsten 20 Jahren wird diese Zahl weiter steigen. Ist das ein Todesurteil für die vor Ort lebenden Wildtiere? Nicht unbedingt. In den Santa-Monica-Bergen um Los Angeles leben inzwischen rund ein Dutzend Berglöwen. Ihr berühmtester Vertreter, P-22, wurde sogar zum inoffiziellen Maskottchen der Westküsten-Metropole und stärkte den Zusammenhalt ihrer Bevölkerung. In Kolkata fließen hingegen Milliarden Liter Abwasser direkt in die Feuchtgebiete.
    Doch die Einheimischen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die East Kolkata Wetlands sauber zu halten – und schaffen so einen blühenden Lebensraum für Wildtiere und darüber hinaus Arbeitsplätze für sich selbst. Als sich Singapur in den 1970er Jahren in kürzester Zeit ausdehnte, wurde die tropische Vegetation durch Stahl und Beton ersetzt. Inzwischen setzt die Regierung auf „Wiederaufforstung“ in der Stadt, begrünt zahlreiche Gebäude und schafft Raum für eine moderne, lebensfreundliche Architektur, die sogar einst seltene Tierarten wie den Nashornvogel anzieht. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 09.10.2025 arteDeutsche Streaming-Premiere Do. 02.10.2025 arte.tvOriginal-TV-Premiere Mi. 29.01.2025
  • Folge 2 (43 Min.)
    Ursprünglich machten Wiesen, Wüsten und Savannen rund die Hälfte der weltweiten Landschaften aus. Heute gehören die Freiflächen zu den artenreichsten und gleichzeitig am stärksten gefährdeten Gebieten der Erde. Auf manchen Kontinenten wurden bis zu 90 Prozent dieses fruchtbaren Lebensraums umgepflügt oder zubetoniert. Der Löwenbestand ist in ganz Afrika in den vergangenen 50 Jahren um etwa 70 Prozent geschrumpft. Grund dafür sind unter anderem Konflikte mit Viehzüchtern. In Kenia klären deshalb sogenannte Löwen-Botschafter des Naturschutzgebiets Masai Mara die lokale Bevölkerung darüber auf, dass ein lebendiger Löwe wertvoller ist als ein toter. Fledermäuse sind weltweit als Krankheitsüberträger verschrien.
    In Mexiko werden die Tiere jedoch gefeiert, da sie die Agavenblüten bestäuben, die Pflanze widerstandsfähiger gegen Krankheitserreger machen und so die wertvollsten Exportgüter des Landes schützen: Tequila und Mezcal. In der brasilianischen Feuchtsavanne Cerrado haben einige Kleinbauern erkannt, dass es vorteilhaft und kostengünstig sein kann, Wildtiere innerhalb der Grenzen ihrer Farmen zu halten. Hier sind Ameisenbären kostenlose Schädlingsbekämpfer. Diese Folge zeigt Geschichten voller Hoffnung und Optimismus darüber, wie der Mensch in den gefährdetsten Gebieten unserer Erde den Lebensraum mit Wildtieren teilen kann. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 08.10.2025 arteDeutsche Streaming-Premiere Mi. 01.10.2025 arte.tvOriginal-TV-Premiere Do. 30.01.2025
  • Folge 3 (45 Min.)
    Mit 70 Prozent der Fläche ist Wasser der größte Lebensraum der Erde. Längst sind nicht alle seine Geheimnisse erkundet, doch die jahrhundertelange Ausbeutung durch den Menschen hat den Wasserwelten und ihren Bewohnern bereits großen Schaden zugefügt. Es gibt jedoch Menschen, die den Weg in eine bessere Zukunft weisen – sie setzen Maßstäbe dafür, wie ein bewussteres Leben und Arbeiten im Einklang mit dem Wasser und seinen Tieren möglich und noch dazu nutzbringend ist. Die Natur des indopazifischen Archipels Raja Ampat war nach Jahrzehnten der Dynamitfischerei nahezu zerstört.
    Als die Bevölkerung erkannte, was sie zu verlieren hatte, wurden die Inseln zum Meeresschutzgebiet erklärt. Dank diesem Umdenken entstand hier ein Wasserparadies mit einer weltweit einmaligen Artenvielfalt. Die Fischer sind zu Rangern geworden und patrouillieren mit Tauchern auf der Suche nach fünf Meter langen Mantarochen. In Idaho holte sich ein Viehzüchter, dem auf seiner Farm das Wasser ausging, einen ungewöhnlichen Verbündeten zur Hilfe: den Biber.
    Biberdämme halten das Wasser länger in der Erde – die positiven Auswirkungen der Wiederansiedlung von Bibern auf dem Farmland sind erheblich. Das brasilianische Pantanal ist das größte tropische Feuchtgebiet der Welt – und die Heimat eines ungewöhnlichen Wasserraubtiers: des Jaguars. Lokale Viehzüchter sahen den Jaguar lange Zeit als Bedrohung für ihre Betriebe. Doch dank neuer Initiativen – darunter ein boomender Ökotourismus – können sich die Jaguare nun das Land mit den Nutztieren teilen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 07.10.2025 arteDeutsche Streaming-Premiere Di. 30.09.2025 arte.tvOriginal-TV-Premiere Fr. 07.02.2025
  • Folge 4 (43 Min.)
    Jedes Jahr gehen Millionen Hektar lebensspendender Waldflächen verloren. Ihre Abholzung zugunsten von Landwirtschaft und Papierproduktion hat verheerende Folgen für die Tierwelt und bringt nur einer kleinen Gruppe von Menschen kurzfristige wirtschaftliche Vorteile. Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung. In Borneo wurden die heimischen Regenwälder durch Palmölplantagen verdrängt, wodurch der Wildbestand zurückging. Örtliche Aktivisten legten deshalb innerhalb der Plantagen Baum-Korridore an, wodurch die Wildtiere wieder einen Lebensraum erhalten haben. In Guatemala, wo sogar Nationalparks gerodet werden, betreibt eine kommunale Forstorganisation eine der nachhaltigsten Baumerntebetriebe der Welt.
    Sie schützt das Habitat von Tieren, etwa dem vom Aussterben bedrohten Hellroten Ara, einem Vogel aus der Familie der Papageien, und sichert zugleich die wirtschaftliche Zukunft der Gemeinschaft. Im Südwesten Spaniens wechselte ein alter Bauernhof den Besitzer. Der neue Eigentümer arbeitet unermüdlich daran, sein mit invasiven Kiefern überwuchertes Grundstück wieder in den Ursprungszustand zu versetzen. In der von Waldbränden heimgesuchten Region tragen seine Bemühungen dazu bei, die Zukunft seiner Familie zu sichern und gleichzeitig neue Lebensräume für selten gewordene Wildtiere wie den Iberischen Luchs zu schaffen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 06.10.2025 arteDeutsche Streaming-Premiere Mo. 29.09.2025 arte.tvOriginal-TV-Premiere Do. 13.02.2025
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