1946 in London geboren, 3 Jahre später gemeinsam mit seinen Eltern in deren einstige sächsische Heimat zurückgekehrt, ist Herbert Lappe heute eines der ältesten und zugleich aktivsten Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Dresdens. „Was ist das Jüdische in mir und wie kann ich es fördern und bewahren?“ – Diese Fragen haben den einstigen Kommunisten zeitlebens um- und angetrieben. Und sie tun es noch. Dass sich Jüdisches Leben
in Dresden aktuell noch einmal neu erfindet, gleichwohl auch die Bedrohung durch neuen Antisemitismus wächst – all das ruft in Herbert Lappe eher neue Lebensgeister wach, als dass es ihn schreckt. Trotz seiner 80 Jahre. „Wie hier eine neue Art von Judentum entsteht, das hätte meinen Eltern sehr gefallen“, davon ist der Sohn zweier Menschen, die einst von hier vor dem Holocaust flohen, zutiefst überzeugt. (Text: MDR)