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    • Verzaubert und verdrängt – Die Karriere des Magiers Kalanag

      Mit einer Truppe von bis zu 80 Mitwirkenden bereiste Kalanag die Welt. – Bild: SWR / Siftung Zauberkunst
      Mit einer Truppe von bis zu 80 Mitwirkenden bereiste Kalanag die Welt.

      Er war eine der schillerndsten Figuren der deutschen Unterhaltungsbranche: Der Magier und Filmproduzent Helmut Schreiber, alias Kalanag. Er verantwortete antisemitische Propagandafilme für die Nationalsozialisten und galt als „Hofmagier“ von Hitler, Goebbels und Göring. Nach 1945 begeisterte er ein internationales Publikum mit aufregend exotischen Zaubershows und wurde als Unterhaltungsdirektor des von Adenauer geplanten privatrechtlichen Fernsehsenders verpflichtet. Der Film schildert die Karriere eines Zauberkünstlers, dem es von der Weimarer Republik über den Nationalsozialismus bis zur Bundesrepublik gelang, mit Tricks, Täuschung und Tücke immer wieder aufs Neue zu den Gewinnern zu gehören. Er war eine der schillerndsten Figuren der deutschen Film- und Unterhaltungsbranche. Ein Mensch, für den Täuschung, Tarnung und Trickserei stets Karriere- und Lebensprinzip war: der Zauberkünstler und Filmproduzent Helmut Schreiber, alias Kalanag. Als „Hofmagier der Nazis“ tritt Schreiber mehrfach vor Hitler auf dem Obersalzberg auf und zaubert vor Goebbels’ Tischgesellschaften. Gleichzeitig verantwortet er hauptberuflich nationalsozialistische Propaganda- und Durchhaltefilme, zunächst bei der Tobis, ab 1938 dann bei der Bavaria, wo er 1942 sogar zum Produktionschef und Mitglied der Geschäftsführung aufsteigt. Nach 1945 – als die Amerikaner ihm untersagen, weiter im Filmgeschäft zu arbeiten – macht er kurzerhand sein Hobby zum Beruf und startet unter dem Künstlernamen Kalanag eine internationale Karriere als weltweit größter Magier der Nachkriegszeit. In einer Zeit, in der noch nicht in jedem Wohnzimmer ein Fernseher steht, ist Schreiber ein Star. Mit seiner Gattin Gloria und einer Truppe von 70 Künstlern, Musikern und Tänzerinnen bereist er die Welt. In perfekt inszenierten Revuen mit exotischen Kulissen lässt er in aufwendigen Großillusionen Autos verschwinden, Mädchen dreiteilen und endlos Bier, Wein und Champagner aus gläsernen Karaffen fließen. Als Ende der 1950er Jahre die Regierung Adenauer die „Freies Fernsehen GmbH“ als regierungsnahes privatrechtliches Gegengewicht zur ARD gründet, wird Helmut Schreiber schließlich für den Posten des künftigen Unterhaltungsdirektors verpflichtet. Hätte das Bundesverfassungsgericht nicht Adenauers Projekt gestoppt, wäre es eine letzte erstaunliche Wendung im Leben des Helmut Schreiber gewesen. Die Dokumentation, in der Historiker und Weggefährt (Text: ARD)

      Deutsche ErstausstrahlungMo 22.03.2021Das Erste

    Cast & Crew

    Sendetermine

    So 04.04.2021
    09:15–10:00
    09:15–
    Do 01.04.2021
    19:15–20:00
    19:15–
    Sa 27.03.2021
    13:15–14:00
    13:15–
    Fr 26.03.2021
    21:30–22:15
    21:30–
    Di 23.03.2021
    03:45–04:30
    03:45–
    Mo 22.03.2021
    23:50–00:35
    23:50–
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