The Whale

USA 2022 (117 Min.)
  • Drama
Plakat – 270 Kilo: Der Literaturdozent Charlie (Brendan Fraser) ist stark übergewichtig. – Bild: Courtesy of A24
Plakat – 270 Kilo: Der Literaturdozent Charlie (Brendan Fraser) ist stark übergewichtig.

In „The Whale“ verkörpert Brendan Fraser den zurückgezogenen Englischlehrer Charlie, der stark fettleibig ist und seine Wohnung kaum noch verlässt. Im Angesicht seiner schwindenden Zeit versucht er, die Beziehung zu seiner entfremdeten Tochter Ellie (Sadie Sink) zu retten. Regisseur Darren Aronofsky inszeniert ein intensives Kammerspiel über Schuld, Scham, Selbstzerstörung und die verzweifelte Sehnsucht nach Vergebung. Charlie unterrichtet als Online-Dozent für kreatives Schreiben – doch seine Kamera lässt er stets ausgeschaltet.

Schwer fettleibig und von gesundheitlichen Problemen gezeichnet, hat er sich in seine kleine Wohnung zurückgezogen. Essen ist sein Trost, sein Schutzschild – und zugleich die Ursache seines körperlichen Verfalls. Als seine Erkrankung sich dramatisch verschlimmert, bleibt ihm nur wenig Zeit. In dieser Zuspitzung beschließt Charlie, das Unmögliche zu versuchen: Er will die Beziehung zu seiner jugendlichen Tochter Ellie wiederherstellen, die ihn für sein Verschwinden aus ihrem Leben zutiefst verachtet.

Zwischen Wut, Verletzung und zarten Momenten der Nähe entspinnt sich eine intensive, schmerzhafte Annäherung. Unterstützt wird Charlie von seiner einzigen Freundin Liz, einer Krankenschwester, die ihn versorgt – hin- und hergerissen zwischen Fürsorge und stiller Verzweiflung. Brendan Fraser liefert eine tief berührende, physisch wie emotional radikale Darstellung, die den inneren Schmerz hinter Charlies Körper sichtbar macht. „The Whale“ ist ein unerschrocken intimes Drama über Selbsthass, Mitgefühl und die Frage, ob Menschen am Ende ihres Lebens noch Erlösung finden können.

„The Whale“ basiert auf dem gleichnamigen Bühnenstück von Samuel D. Hunter, der auch das Drehbuch für die Verfilmung schrieb. Die Theaterherkunft bleibt spürbar: Der Film spielt fast ausschließlich in Charlies Wohnung, setzt auf lange Dialogszenen und eine dichte, nahezu beklemmende Atmosphäre. Darren Aronofsky nutzt diese Enge, um die emotionale Intensität zu steigern und den Fokus ganz auf seine Figuren zu legen. (Text: BR)

Deutscher Kinostart 27.04.2023Deutsche TV-Premiere 26.01.2025 Das ErsteInternationaler Kinostart 09.12.2022 (Englisch)Original-Kinostart 21.12.2022 (USA)

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Cast & Crew

Reviews & Kommentare

  • (geb. 2000) am

    Schlecht, schlechter... umgeschaltet UND warum in 4:3 auf ARDHD gesendet wird, kann nur aufgrund eines Stoneage ARD Direktors zurückzuführen sein. Besser nicht ansehen!

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