Self/less – Der Fremde in mir

    USA 2015 (Selfless)
    Spielfilm (117 Min.)
    Der milliardenschwere Unternehmer Damian (Ben Kingsley) erfährt, daß er unheilbar krank ist.. – Bild: RTL II
    Der milliardenschwere Unternehmer Damian (Ben Kingsley) erfährt, daß er unheilbar krank ist.. – Bild: RTL II
    Bauunternehmer Damian Hale ist alt und krebskrank. Um dem Tod von der Schippe zu springen, sucht er die Hilfe der geheimnisumwitterten Organisation „Phoenix“. Die transferiert sein Bewusstsein in einen jungen Körper. Als Damian wissen will, in wessen Körper er jetzt lebt, gerät er in Lebensgefahr. Regisseur Tarsem Singh verpackte den alten Menschheitstraum von der Unsterblichkeit in einen packenden Thriller. New York. Bau-Tycoon Damian Hale (Ben Kingsley) ist alt und krebskrank. Es bleiben ihm noch knapp sechs Monate zu leben. Doch er hat Geld und eine Visitenkarte: Die geheimnisvolle Organisation „Phoenix“ verspricht skrupellosen und zahlungskräftigen Kunden ein neues Leben in einem jungen Körper mittels eines Bewusstseins-Transfers in einer MRT-artigen Maschine. Das Verfahren nennt „Phoenix“ „shedding“. Um den Transfer machen zu können, simuliert Damian in einem New Yorker Restaurant öffentlichkeitswirksam und ohne Rücksicht auf seine erwachsene Tochter Claire (Michelle Dockery) den eigenen Tod. Danach reist er im Privatjet nach New Orleans, wo er Dr. Albright (Matthew Goode), Chef von „Phoenix“, trifft, der den ungewöhnlichen Eingriff vornimmt. Damian (jetzt: Ryan Reynolds) glaubt, sein neuer Körper sei in einem Genlabor gezüchtet worden. „Phoenix“ versieht Damian mit einer neuen Identität. Nach dem gelungenen Eingriff ist er nicht mehr der sieche Baulöwe, sondern der 1980 geborene Edward (Eddy) Kidner. Damian alias Edward bleibt zunächst in New Orleans, wo er auf der Straße scheinbar zufällig die Bekanntschaft Antons (Derek Luke) beim Baseball macht. Einmal die Woche muss Damian/Edward eine rote Tablette schlucken. Denn der Transfer hat Nebenwirkungen der unangenehmen Sorte: In ruckartigen Flashbacks sieht sich Damian/Edward mit Szenen aus einer Vergangenheit konfrontiert, die nicht Teil seines Lebens war. Das Bewusstsein des Menschen, der dem Körper natürlich innewohnte, versucht, sich seine Behausung zurückzuerobern. Mit gutem Grund: Der Körper wurde nicht im Labor gezüchtet, sondern einem lebenden Menschen unter Druck von „Phoenix“ „abgekauft“. Was Damian/Edward außerdem nicht ahnt: Anton ist ein Mitarbeiter von „Phoenix“. „Phoenix“ kontrolliert seine Kunden, um die illegalen Vorgänge unter Dr. Albrights Ägide geheim zu halten und das elitäre Unternehmen nicht in Gefahr zu bringen. Damian/Edward stellt zu viele Fragen: Dr. Albright verordnet ihm einen Urlaub auf Hawaii. In seinen Halluzinationen hatte Damian/Edward eine junge Frau und ein Kind, ein kleines Mädchen, gesehen. Ein deutlich sichtbarer Wasserturm im Hintergrund der Flashbacks hatte ihn auf die richtige Spur geführt. Von Hawaii reist Damian/Edward ohne Aufenthalt in eine Kleinstadt namens Brighton in der Nähe von St. Louis, Missouri. Hier ist der Ort, aus dem sein Körper stammt. Der Körper gehörte einem Mann namens Mark. Mark lebte in Brighton mit seiner Frau Madeline (Natalie Martinez) und seiner sechsjährigen Tochter Anna (Jaynee-Lynne Kinchen). Mark hatte seinen Körper an „Phoenix“ verkauft, um den teuren Krankenhausaufenthalt seines Kindes finanzieren zu können. Das Programm von „Phoenix“ sieht vor, dass niemand, der den Transfer macht, erfährt, woher sein neuer Körper kam. Die Häscher von „Phoenix“ verfolgen Damian/Edward bis nach Brighton. Nach einer wilden Schießerei, bei der Madelines Haus in Flammen aufgeht, flieht Damian/Edward mit Madeline und Anna vor dem langen Arm von „Phoenix“. Ryan Reynolds wurde 2009 an der Seite von Sandra Bullock mit dem Film „Selbst ist die Braut“ weltberühmt. Er war außerdem der erste Ehemann von Kollegin Scarlett Johansson. Nacktfotos, die Johansson Reynolds per Handy sandte, gerieten vor ein paar Jahren ins Netz, weil ihr Handy gehackt wurde. Mittlerweile ist Ryan Reynolds mit Kollegin Blake Lively verheiratet, mit der er zwei kleine Töchter hat. Tarsem Singh, in Indien geborener Hollywood-Regisseur, sagt über den Film: „Die Menschheit verschiebt pausenlos die Grenzen der Wissenschaft, sei es durch Fortschritte beim Klonen, bei animatronischen Prothesen und durch die Philosophie des Transhumanismus. Bewusstseinsverpflanzung ist gar nicht so weit hergeholt. Wir präsentieren diese Story-Elemente in einem realistischen Rahmen, sodass es glaubwürdig genug wirkt, um damit die Zuschauer zum Nachdenken zu bringen. Nach dem Motto: ‚Falls ich es noch erleben sollte, dass es so was gibt, und ich das nötige Kleingeld hätte, dann würde ich vielleicht … ‘“. Zit. aus dem dt. Presseheft zum Film Ben Kingsley, 2001 von Königin Elizabeth II. von England zum „Sir“ geadelt, über Singh: „Tarsem Singh war der perfekte Regisseur für diese Story. Er hat indische Wurzeln, und wir haben viel über Indiens Kulturreichtum gesprochen. Besonders über den Glauben an Reinkarnation, die in der Vorstellung der Menschen dort einen großen Raum einnimmt, auf uns im Westen aber eher befremdlich wirkt.“ Wer umsonst einen Blick in den New Yorker Wohnsitz von US-Präsident Donald Trump werfen möchte – hier ist es möglich: Laut Danksagung im Abspann wurden die Szenen, die Ben Kingsley in seinen vorwiegend prunkvoll in Gold gestalteten Privaträumen zu Beginn des Filmes zeigen, im New Yorker „Trump Tower“ gedreht. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere: 15.10.2016 Sky Cinema
    Originalsprache: Englisch
    1. DVD und Blu-ray
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