Biologie

    DDR 1990 (86 Min.)
    • Liebesfilm
    Über den Naturschutz geraten Ulla (Stefanie Stappenbeck) und Winfried in Streit (Cornelius Schulz). – Bild: MDR/​DEFA-Stiftung/​Dieter Jaeger
    Über den Naturschutz geraten Ulla (Stefanie Stappenbeck) und Winfried in Streit (Cornelius Schulz).

    1990 in einer Kleinstadt in der DDR. Die 15-jährige Ulla entdeckt bei einer Exkursion ins Landschaftsschutzgebiet, dass jemand illegal eine Datsche baut. Sie organisiert einen Protest. Doch es ist der Vater ihres Schwarms Winfried, der hier sein Wochenendhaus errichtet. Ulla kämpft für ihre Ideale und setzt ihre eigene Zukunft aus Spiel. 1990. Die 15-jährige Ulla (Stefanie Stappenbeck) lebt mit ihrer Mutter (Katrin Klein) und deren Freund Erich (Peter Prager) in einer Kleinstadt in der DDR. Der Altbau hat keinen Stromanschluss, und Taubendreck sorgt für Ungeziefer und Hautinfektionen. Nach einem Badeausflug mit ihrer Freundin Birgit (Uta Reckzeh) lernt sie Winfried (Cornelius Schulz) kennen.
    Er ist der Sohn eines einflussreichen Generaldirektors (Horst Rehberg) und hat all die Dinge, von denen die meisten nur träumen: einen Computer, eine Spielekonsole, einen Walkman, ein Motorrad. Die Beiden verlieben sich. Bei einer Exkursion mit ihrem Biologiekurs entdecken die Jugendlichen, dass mitten im Landschaftsschutzgebiet eine Datsche gebaut wird. Bald finden sie heraus, dass auch der kleine Bach, der dort fließt, zur Forellenzucht aufgestaut werden soll. Alles scheint vom Bürgermeister (Axel Werner) höchstpersönlich genehmigt worden zu sein. Ulla und ihre Freundinnen wollen das nicht hinnehmen und organisieren einen Protest. Als sich aber herausstellt, dass der Bauherr Winfrieds Vater höchstpersönlich ist, der sich hier seinen Traum von Ruhe erfüllen möchte, droht Ullas und Winfried Beziehung zu scheitern.
    Auch um den Kampf gegen den Bau im Landschaftsschutzgebiet steht es nicht gut. Ulla aber steht für ihre Ideale ein, selbst wenn sie damit ihre Zukunft aufs Spiel setzt. Die einzige Chance, die die Schülerinnen haben, ist, zu beweisen, dass hier eine bedrohte Vogelart lebt. Doch die Wasseramsel ist sehr selten und schwer zu fotografieren. Da bietet plötzlich Winfried an, die Bilder mit seinem Computer zu fälschen. „Biologie“ basiert auf dem Roman „Die Wasseramsel“ des Schriftstellers und Naturfotografen Wolf Spillner. Eine Verfilmung wurde bereits 1982 diskutiert, aber mehrfach abgelehnt und kam erst im Sommer 1989, wenige Monate vor dem Mauerfall, zustande. Es ist nicht nur einer der wenigen DEFA-Filme, die sich mit dem Umweltschutz beschäftigen, sondern zeigt auch eine ungewöhnlich harte Kritik am sozialistischen System.
    Genau wie Greta Thunberg heute, setzt sich Ulla für den Schutz der Umwelt ein, ganz gleich was die Erwachsenen davon halten oder welche Konsequenzen auf sie warten. Ulla glaubt an ihre Ideale. „Biologie“ ist gleichzeitig auch ein Blick auf eine ganz besondere Generation von Jugendlichen. Eine Generation voller Träume und Tatendrang. Eine Jugendkultur kurz vor dem Umbruch, die sich nichts mehr von einem angestaubten System vorschreiben lassen will und, die doch einfach nur Teenager sein möchten. In der Hauptrolle glänzt die damals 15-jährige Stefanie Stappenbeck.
    Ulla: Stefanie Stappenbeck Winfried: Cornelius Schulz Birgit: Uta Reckzeh Ralph: Robert Arnold Lehrer Hansen: Carl Heinz Choynski Ullas Mutter: Katrin Klein Erich: Peter Prager Frau Tübner: Heide Kipp Generaldirektor Tübner: Horst Rehberg Bürgermeister Künzel: Axel Werner und andere (VPS-Datum: 02.11.2021) (Text: MDR)

    DVD & Blu-ray

    Sendetermine

    Mo 01.11.2021
    23:10–00:35
    23:10–
    So 09.05.2021
    05:55–07:25
    05:55–
    Sa 08.05.2021
    00:00–01:30
    00:00–

    Cast & Crew

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