• Wer Grenzen überwindet …

    25 Min.
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    Vertrauen Seit knapp eineinhalb Jahren lebt Nashornbulle Ndugu schon in der Kiwara Kopje – hell, modern und mit eigenem Garten. Doch bislang diente der grüne Austritt vor allem seinen Gesellschafterinnen als Spazierrevier, den Gepardendamen. Verantwortlich dafür sind nicht die Katzen, sondern die den Nashörnern eigene Sensibilität und Vorsicht. Kurzum: Eineinhalb Jahre lang stand Ndugu lieber wie angewurzelt vor seinem Schieber, als sich hinaus in die Natur zu wagen. Seit einigen Wochen jedoch zeigen die steten und geduldigen Bemühungen der Nashornpfleger Wirkung: Ndugu bewegt sich. Nach dem Motto „10 cm am Tag sind irgendwann auch ein Meter“ versüßen Frank Meyer und seine Kollegen dem Nashornbullen Schritt für Schritt die Überwindung der eigenen Angstgrenzen.
    Wie weit ist es noch bis zum Ziel? Forscherdrang Manche Bewohner der Kiwara Kopje verzichten auf persönliche Einladungen, sie machen sich einfach auf den Weg. Nicht immer auf den für sie vorgesehenen. Und so kommt es vor, dass morgens, bevor der Zoo so richtig zum Leben erwacht und die ersten Besucher eintreffen, auf den Überwachungsbildern im Pflegerraum ein pelziger Wanderer zu sehen ist, der dort eigentlich nichts zu suchen hat.
    Genauer gesagt ist es eine Wanderin, ein Klippschliefer-Weibchen, das sich gern die Welt außerhalb seines Geheges betrachtet. Trotz guter Fütterung – das Gras auf der anderen Seite ist scheinbar immer grüner: Zu appetitlich all der üppige Bewuchs jenseits der Geheges, zu spannend die Wesen, die dort ihres Weges gehen. Doch wann und wo setzt man der Neugier hier die Grenze? Mut Seit fünf Wochen leben sich die beiden jungen Etosha-Löwen Motshegetsi und Majo in Leipzig ein. Das Kennenlernen der hinteren Gehege, der Geräusche, Gerüche, Wege und Nischen, Vertrauen fassen zum Pfleger, Sicherheit gewinnen.
    All das hat bisher fabelhaft und nahezu störungsfrei funktioniert, dank professioneller Arbeit des Zoos und der Erfahrung und Hingabe des Tierpfleger-Teams. Nun folgt der nächste große Schritt: Motshegetsi und Majo sollen ihre Außenanlage kennenlernen. Hier, wo der stattliche Matadi jahrelang seine Duftmarken auf jedem Quadratzentimeter hinterlassen hat, und wo alles noch so fremd ist. Eine große Herausforderung für die jungen Löwenkater. Werden sie die genug Mut und Neugierde aufbringen, um die Grenze zwischen geschützter Rückzugsmöglichkeit und dem Licht der Öffentlichkeit zu überschreiten? (Text: MDR)

    Cast & Crew

    Schnitt: Michael Wolf
    Kamera: Alex Foster, Stefan Wachner, Götz Walter
    Produktion: Udo Egelkraut, Matthias Waizmann, Mitteldeutscher Rundfunk (MDR), Christina Herßebroick
    Produktionsauftrag: Das Erste
    Drehbuch: Kerstin Holl, Jan Tenhaven, Axel Friedrich

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