Warum fühlen sich so viele Menschen der Politik nicht mehr vertreten? Viele Menschen haben den Eindruck, dass ihre Stimme kaum noch etwas verändert. Die Debatten in Deutschland wirken festgefahren, Kompromisse wie faule Deals und Parteien weit entfernt vom Alltag der Menschen. Besonders in Ostdeutschland ist das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie erschreckend niedrig. Doch woher kommt diese Entwicklung? Sind es die Erfahrungen der Nachwendezeit, wirtschaftliche Unsicherheit und das Gefühl, bis heute nicht wirklich gehört zu werden? Haben Politik und Medien zu lange über den Osten gesprochen, statt mit den Menschen dort? Oder wurden berechtigte Enttäuschungen längst von Kräften vereinnahmt, die nicht nur einzelne Entscheidungen, sondern die Demokratie selbst infrage stellen? Nimmt der Osten die Entwicklung im Westen vielleicht nur vorweg? Was muss sich ändern, damit die Menschen in Deutschland wieder daran glauben, dass Mitreden, Wählen und Kompromisse etwas bewirken? (Text: SWR)