bisher 297 Folgen, Folge 278–297
278. Weniger Steuern, kaum Bürokratie: Liberland am Donaustrand
Folge 278 (45 Min.)Samuela Davidova, Influencerin und Krypto-Enthusiastin, reist um die Welt – für ein Land, das es offiziell nicht gibt: Liberland. Die junge Tschechin hatte genug von Bürokratie und Abgaben in ihrer Heimat. Liberland dagegen verspricht freiwillige Steuern und einen schlanken Staat. Eine libertäre Utopie, wie sie weltweit immer mehr Anhänger findet. Nach dem Jugoslawienkrieg blieb die Grenze zwischen Serbien und Kroatien entlang der Donau ungeklärt. Vit Jedlička, ein Ex-Politiker aus Tschechien, nutzte das und rief 2015 auf einem sieben Quadratkilometer großen Landstück die „Freie Republik Liberland“ aus.International nicht anerkannt, feiert die Mikronation nun ihr 10-jähriges Bestehen. Doch betreten darf der Präsident den Boden seiner Republik nicht. Kroatien sieht die Gründung als Angriff auf seine territoriale Integrität. Der Film begleitet Samuela Davidova, die Sprecherin von Liberland, und ihren Präsidenten in zwei gegensätzliche Welten. Es geht zum einen nach Dubai, Glitzermetropole und Treffpunkt für Krypto-begeisterte Eliten. Hier wollen sie Investoren und Neubürger anwerben. Und zum anderen zum ‚Ark Village‘, dem Basis-Camp der Liberland-Community auf serbischem Boden. Hier feiern sie den Jahrestag. Als Höhepunkt ist ein Bootsausflug an die Ufer von Liberland geplant. Liberland ist eine Meritokratie: Steuern sind freiwillig, aber wer mehr investiert, erhält mehr Mitspracherecht. Das Liberland-Experiment erscheint kurios, doch dahinter stehen ernste Fragen: Kryptowährungen und dezentrale Netzwerke untergraben klassische Staatsgrenzen, marktradikale Ideen gewinnen an Einfluss. Parallelstrukturen entstehen. Kritiker sehen sie als Gefahr für die Demokratie. (Text: tagesschau24) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 06.08.2025 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Mi. 24.09.2025 BR Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 30.07.2025279. Was Bayern zusammenhält – Neue Regierung, neues Glück?
Folge 279 (45 Min.)Auf seiner Reise durch den Alltag der Bayern, besucht der Korrespondent Julian von Löwis alte Bekannte: Tom, der in Niederbayern ehrenamtlich aktiv ist, und den Münchner Bäcker Ludwig Neulinger und seinen syrischen Konditormeister Mohamad Al Masri. An der tschechischen Grenze erfährt Julian von Löwis, ob die Grenzkontrollen wirklich ihren Zweck erfüllen. Neben der inneren Sicherheit geht es auch um die äußere Sicherheit. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 01.10.2025 BR 280. Muren und Sturzfluten – Alpenorte kämpfen um ihre Zukunft
Folge 280 (45 Min.)Murenaufräumen in Cogne.Bild: BR/Dr. Georg BayerleÜberall in den Alpen bedrohen Sturzfluten, Muren und Schlammlawinen die Menschen und ihre Heimat und richten gewaltige Schäden an. Das geht nicht erst seit den dramatischen Bildern aus dem Schweizer Lötschental durch die Schlagzeilen, wo im Mai 2025 das Bergdorf Blatten von einer Mure verschüttet wurde. Doch wie können sich die Orte besser schützen? Im Oktober 2025 wurde in Garmisch-Partenkirchen ein neuartiges Schutzbauwerk oberhalb der berühmten Partnachklamm eingeweiht. Das Auffangbecken mit Rechen soll den Alpenort besser vor Ereignissen wie im Sommer 2018 schützen, als eine Sturzflut aus der Partnachklamm ein Todesopfer und große Schäden verursacht hat.Es brauche eine „schnelle Lernkurve“, sagt der Münchner Geologieprofessor Michael Krautblatter, der Forschungen zu den Naturereignissen betreibt. Mit besonderen seismischen Methoden und Bohrungen weist er in großen Schuttrinnen am Tiroler Plansee nach, dass in den vergangenen Jahrzehnten die Zahl und Größe der Muren um ein Mehrfaches zugenommen hat. Ausgelöst werden die Hangrutsche vor allem durch häufigere und stärkere Unwetter wie Starkregen, die sich schwer vorhersagen lassen. Im Aostatal haben das die Einwohner und Touristen im Juni 2024 erlebt. Vier Wochen war der Ort Cogne von der Außenwelt abgeschnitten, weil die Straße ins Tal weggerissen wurde. Nathalie Fattore hat am Fenster ihres kleinen Traditionshotels beobachten müssen, wie eine Schlammlawine vom Berg nur um Haaresbreite das Gebäude verfehlte. Jetzt suchen die Menschen dort nach Lösungen, um den Ort widerstandsfähiger zu machen. „Mehr Freiraum für die Bergbäche“ ist eine der Strategien. In Garmisch-Partenkirchen wacht man nun noch strenger über die Bauleitplanung der Gemeinde, damit Rückhalteflächen nicht versiegelt werden. Zugleich werden in der Schweiz und in Bayern neue Frühwarnsysteme entwickelt. Denn Schutzbauten allein, die teuer sind und einen großen Eingriff in die Natur bedeuten, reichen nicht aus, um mit den immer größeren Risiken umzugehen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Mi. 08.10.2025 BR 281. Kritisch reisen: Die Schattenseite der Sonneninseln – Massentourismus in Griechenland
Folge 281 (45 Min.)Massentourismus in Griechenland. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 40 Millionen Touristen.Bild: SWR / SWR Presse/BildkommunikationDie Inseln in der griechischen Ägäis stehen in diesem Sommer vor dem Kollaps. Mykonos und Santorini, Traumziele vieler Deutscher, werden von Touristenmassen regelrecht überrannt. Mit fatalen Folgen: Wassermangel, Müllprobleme, explodierende Preise und eine immer brutaler agierende Bau Mafia. Die SWR-Story begibt sich auf Spurensuche. Die Autoren sprechen mit deutschen Urlaubern und genervten Einheimischen. Ihre Recherche liefert brisante Einblicke, die Urlaubern normalerweise verborgen bleiben. So wurde in Athen ein Landvermesser aus Mykonos mit 15 Schüssen aus einer Pistole regelrecht hingerichtet.Wurde er Opfer der Baumafia, die laut griechischer Staatsanwaltschaft große Teile der Luxus-Insel unter Kontrolle hat? Und: während in den noblen Party-Clubs von Mykonos der Jet-Set feiert, hat sich ein gnadenloses System der Schutzgelderpressung ausgebreitet. Gibt es Alternativen zum zerstörerischen Massentourismus? Die Autoren besuchen die kleine Insel Astypalea, die ganz bewusst auf sanften Tourismus setzt. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 15.10.2025 BR 282. Die Netanjahus – Eine Familie im Krieg
Folge 282 (45 Min.)Wie wird man der am längsten amtierende Ministerpräsident Israels – und warum spaltet kaum ein Politiker das Land so sehr wie Benjamin Netanjahu? Die Dokumentation „Die Netanjahus – Eine Familie im Krieg“ beleuchtet die Geschichte und den Einfluss der Familie Netanjahu auf die israelische Politik. Im Mittelpunkt steht Benjamin Netanjahu, der als langjähriger Ministerpräsident Israels das Land geprägt hat. Die Doku zeichnet seine politische Laufbahn nach, thematisiert die Herausforderungen seiner Amtszeiten und geht auf die aktuellen Entwicklungen rund um den Gaza-Krieg und die internationalen Ermittlungen gegen ihn ein. Ein besonderes Augenmerk gilt dem familiären Umfeld: Ehefrau Sara Netanjahu und Sohn Yair sind nicht nur enge Vertraute, sondern nehmen aktiv Einfluss auf politische Entscheidungen.Wie prägt die Familie Netanjahu das politische Geschehen? Welche Rolle spielt Sara Netanjahu, die sich sowohl in sozialen als auch diplomatischen Fragen öffentlich engagiert? Und wie wirken sich die laufenden Ermittlungen und Vorwürfe gegen Mitglieder der Familie auf das öffentliche Bild und die politische Zukunft aus? „Die Netanjahus – Eine Familie im Krieg“ bietet einen aktuellen und umfassenden Einblick in das Zusammenspiel von persönlicher Geschichte, Macht und Krise – und stellt die Frage, wie sehr Israels Politik von einer einzigen Familie geprägt wird. Wie viel Israel steckt noch in Netanjahu – und wie viel Netanjahu in Israel? (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 22.10.2025 BR 283. Mein Bunker, meine Waffe, mein Misstrauen – Wie ernst nimmt uns der Staat?
Folge 283 (45 Min.)Die Deutschen haben gerade ganz unterschiedliche Ängste und Sorgen: vor Naturkatastrophen, dem Konflikt mit Russland, Angriffen auf die Infrastruktur, Kriminalität bis hin zu den Veränderungen in den USA. So unterschiedlich die Sorgen und Nöte auch sind – viele Menschen fühlen sich nicht ausreichend geschützt – auch nicht vom Staat. Manche nehmen den Schutz deshalb selbst in die Hand, besuchen Kampfsportkurse, packen Notfallrucksäcke oder bauen sich einen atomwaffensicheren Bunker. Christian Klaus (46) aus der Nähe von Kaufbeuren sagt: „Wenn jetzt hinten am Berg, hier um die Ecke, 500 Meter entfernt eine Atombombe explodieren würde, würden wir es auch dort überleben.“ Was machen die Menschen noch? Und wohin führt das? Der Film erzählt, wie es um den Katastrophenschutz in Deutschland wirklich steht.Diese „ARD Story“ legt den Fokus auf die Menschen und ihre Angst vor möglichen kriegerischen Konflikten und anderen Krisen. Das Schutzbedürfnis der Menschen in Deutschland ist relativ hoch. Nach aktuellen Umfragen fürchten sich 41 Prozent vor einem Krieg mit deutscher Beteiligung. Bund und Kommunen haben schwierige Aufgaben zu bewältigen: Seit Anfang der Neunzigerjahre wurde der Zivilschutz massiv zurückgefahren; das ausgedünnte Sirenennetz ist da nur ein Beispiel. 2007 hat der Bund beschlossen, Schutzräume und Bunker zu veräußern oder nicht länger instand zu halten. Diese Infrastruktur muss jetzt in kürzester Zeit wieder hochgefahren werden. Und die Bevölkerung soll möglichst umfassend darüber informiert werden, was Stadt und Kommunen schon auf den Weg gebracht haben, wie die Warn-App NINA oder die Katastrophenschutz-Leuchttürme. Entwickeln, bauen und gleichzeitig kommunizieren, das ist die schwierige Aufgabe, bei der die Kommunikation häufig zu kurz kommt. Christian Hochgrebe, Staatssekretär für Inneres des Landes Berlin, erklärt im Film eindrücklich, mit welchen Hindernissen man zu kämpfen hat und welche Erfolge es bereits gibt. Der Staat nimmt die Ängste der Bürgerinnen und Bürger auf jeden Fall ernst und handelt. Wie und warum – das versucht der Film herauszuarbeiten. Gleichzeitig will die Dokumentation zeigen, wie wichtig es ist, dass unsere Gesellschaft aktiv wird und nicht alle Schutzaufgaben an die Politik delegiert. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 29.10.2025 BR 284. Deutsches Geld für den Terror
Folge 284 (45 Min.)Kurdische Patrouille: YPG-Einheiten sollen verhindern, dass IS-Kämpfer aus dem Lager in Syrien fliehen.Bild: BR/Alan ReberAnschläge wie die des sogenannten Islamischen Staates oder der Hamas zeigen mit brutaler Härte: Terror ist jederzeit und überall möglich. Doch wie werden diese Anschläge finanziert? Die erschütternde Antwort: auch aus Deutschland. Über ganz normale Banküberweisungen, Spendenvereine, Online-Bezahldienste oder Kryptowährungen fließt regelmäßig Geld aus Deutschland in die Kassen islamistischer Terrorgruppen. Viele kleine Spenden summieren sich zu großen Beträgen. Oft bleiben die Geldflüsse unbemerkt, weil die deutschen Gesetze Ermittlungen schwerer machen als in anderen Ländern. Die Dokumentation verfolgt die Spur des Geldes – von Deutschland bis nach Syrien. Sie erzählt die Geschichte einer jungen deutschen IS-Rückkehrerin, die Einblicke gibt: wie Geld gesammelt, weitergeleitet und wofür es genutzt wird.Der Film rekonstruiert, wie über Mittelsmänner in Deutschland und Österreich Geld gesammelt wird – teils auch für die Hamas. Gleichzeitig geht das Autorenteam der Frage nach, warum deutsche Behörden so wenig davon mitbekommen und warum Ermittler in anderen Ländern offenbar erfolgreicher darin sind, die Finanzströme der Extremisten auszutrocknen. Eine investigative Spurensuche mit exklusiven Aktenfunden und eindrücklichen Interviews. Ein Film, der deutlich macht, wie nah das Thema Terrorfinanzierung an unserem Alltag ist – und dass auch kleine Spenden aus Deutschland am Ende tödliche Folgen haben können. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 05.11.2025 BR 285. Ware Frau – die Lateinamerika-Connection
Folge 285 (45 Min.)Film beleuchtet Menschenhandel nach Europa, brutale Methoden der Täter, Überlebenskampf der Opfer und Einsatz von Sozialarbeiterinnen und Polizei.Bild: Ulrich Hagmann / BRMit welchen brutalen Methoden Frauen in Lateinamerika angeworben und dann in Europa versklavt werden, erzählt eine Überlebende. Häufig aber schweigen die Frauen aus Angst, denn die Täter setzen nicht nur die Frauen unter Druck, sondern drohen auch mit Gewalttaten gegen die Angehörigen in der Heimat. Menschenrechtsorganisationen und Strafverfolgungsbehörden vermuten, dass mittlerweile die Narcos, die kolumbianischen Drogenkartelle, ins Geschäft eingestiegen sind. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 19.11.2025 BR 286. Aufstieg trotz Hürden – Wie junge Menschen Armut überwinden
Folge 286 (45 Min.)Ceyda mit ihrer pflegebedürftigen Mutter.Bild: BR/Christine Walter2021 waren Ceyda und Aicha mitten in ihrer Ausbildung. Hilfe von zuhause bekamen sie nicht. Mit hohem persönlichem Einsatz gelang es ihnen dennoch, auf eigenen Beinen zu stehen. Die Sozialeinrichtung „Lichtblick Hasenbergl“ in München hatte sie dabei unterstützt. Auch das „Aelius Förderwerk“ in Nürnberg setzt sich für mehr Chancengleichheit in Deutschland ein. Der Verein hilft Schülern aus benachteiligten Familien bei Bewerbungen und bei der Berufs- und Studienorientierung. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 26.11.2025 BR 287. Die hippen Missionare – mit Jesus gegen die Freiheit?
Folge 287 (45 Min.)Zu der Mehrkonferenz im Jahr 2024, einer Veranstaltung des „Gebetshauses Augsburg“, kamen mehrere Tausend Menschen. Weiteres Bildmaterial finden Sie unter www.br-foto.de.Bild: BR/Ralph GladitzSie füllen Messehallen mit Popmusik und perfekt inszenierten Bühnenshows. Und Hunderttausende liken ihre Posts: sogenannte charismatische Erneuerungsbewegungen, die gezielt junge Menschen ansprechen. Doch hinter der hippen Instagram-Fassade zeigen sich auch erzkonservative bis reaktionäre Botschaften. Über zwei Jahre haben die Autoren Andreas Herz und Ralph Gladitz in der Szene der charismatischen Erneuerungsbewegungen recherchiert. Dabei haben sie exklusive Einblicke gewonnen. So beispielsweise in die „Jüngerschaftsschulen“, wo junge Menschen zu Missionaren und „Lobpreisern“ ausgebildet werden.Ein Star der Szene: Johannes Hartl, Gründer des Augsburger Gebetshauses, Bestseller-Autor und europaweit als Speaker gebucht. Er will der Jugend in einer Zeit großer Verunsicherungen wieder Orientierung bieten und sie zur Umkehr zu Gott bewegen. Sein besonderes Anliegen: Ehe und Familie. Frauen sollen wieder mehr Kinder bekommen, Männer wieder Führungsstärke zeigen. Queere Beziehungen passen nicht in sein Familienbild. Dass diese neuen eher fundamentalistisch ausgerichteten christlichen Bewegungen keine Randerscheinungen sind, sondern sogar von der Amtskirche unterstützt werden, zeigt das Beispiel Passau: Dort hat Bischof Stefan Oster der Loretto Gemeinschaft ein Gebäude am Domplatz bereitgestellt und sie bei der Renovierung finanziell großzügig unterstützt. Zudem hat er die amerikanischen FOCUS-Missionare an die Universität geholt, wo sie Bibelkurse geben. Doch das trifft nicht nur auf ein positives Echo. Die Dokumentation taucht tief ein: Aussteiger und Insider aus der Szene der charismatischen Erneuerungsbewegungen berichten von ihren kontroversen Erfahrungen. Die Autoren beleuchten Hintergründe zur Finanzierung und zu den Netzwerken, die bis hinein in die USA und deren Administration reichen. Und sie konfrontieren Vertreter der Amtskirche, die diese Bewegungen nicht nur finanziell fördern, sondern ganz offen als die „neue Kirche“ feiern. Wissen diese vom polarisierenden Wirken ihrer neuen Propheten? (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 14.01.2026 BR 288. Morgen muss ich sterben – Tödlicher Hass gegen Frauen
Folge 288 (45 Min.)Iris Brand, Gründerin von #DieNächste. Weiteres Bildmaterial finden Sie unter www.br-foto.de.Bild: Bayerisches Fernsehen / BRIn der investigativen Dokumentation über Gewalt gegen Frauen begleiten die Filmautorinnen Kira Lorenz und Lisa Wreschniok den Fall der 20-jährigen Anna-Lena aus Stendal. Ihr Ex-Freund verfolgte und belästigte sie immer wieder, griff sie körperlich an. Anna-Lena suchte Schutz und Unterstützung bei Polizei und Gerichten. Zwei Monate später, im Januar 2025, bringt sie ihr Ex-Freund um. Im Exklusiv-Interview sagt Anna-Lenas Familie: Ihr Tod hätte verhindert werden können. Aktuelle Zahlen des Bundeskriminalamtes lassen aufschrecken: Immer mehr Frauen werden Opfer von sogenannter häuslicher Gewalt. Von Schlägen, über Vergewaltigungen bis hin zu Tötungen. Im Jahr 2024 gab es 187.128 Fälle, in denen Frauen von häuslicher Gewalt betroffen waren, 301 dieser Frauen wurden von ihrem (Ex-)Partner getötet. Somit stirbt in Deutschland fast jeden Tag eine Frau oder ein Mädchen durch die Hände des eigenen Lebensgefährten. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 21.01.2026 BR 289. Felix Neureuther – Olympia im Wandel?
Folge 289 (45 Min.)Die Olympischen Winterspiele kehren im Februar 2026 in die Alpen zurück. Nach den Spielen in Südkorea und China finden die bedeutendsten Wintersportwettbewerbe wieder dort statt, wo die Geschichte der Olympischen Winterspiele 1924 in den Alpen von Chamonix begonnen hat. Felix Neureuther, selbst Olympiateilnehmer in den italienischen Alpen vor 20 Jahren, reist zu Orten mit klingenden Namen: Cortina d’Ampezzo, Livigno, Antholz – traditionsreiche Sportstätten mit bestehenden Anlagen. Sie sollen die Spiele nachhaltig machen und den Sport in den Mittelpunkt stellen. Gleichzeitig entstehen aber somit auch weite Wege zwischen den unterschiedlichen Sportstätten und trotzdem Eingriffe in die Natur und neue Baustellen. Gebaut wird an den Skisprunganlagen, es entsteht ein neues Biathlonzentrum und vor allem eine umstrittene neue Bobbahn in Cortina.Drei Jahre hat Felix Neureuther die Entwicklung hin zu den Spielen 2026 beobachtet, Menschen vor Ort und Sportlerinnen und Sportler getroffen, die sich auf die Jagd nach den Medaillen machen wollen: US-Superstar Lindsey Vonn, Skispringer Andreas Wellinger, das Rodelduo Wendl/Arlt und die Freestylerin Sabrina Cakmali. Neben der gespannten Erwartung ihrer sportlichen Höhepunkte steht die Frage im Raum, ob es gelungen ist, den Sport und die Nachhaltigkeit ins Zentrum dieser Olympischen Winterspiele zu stellen. Findet Olympia im Wandel bei diesen Spielen in den Alpen die richtigen Lösungen für die Zukunft? (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 04.02.2026 BR 290. Multitalent Hanf – Hosen und Baustoffe vom Feld
Folge 290 (45 Min.)Robert Hertel ist Hanfexperte und Unternehmer. Er leitet ein Bekleidungs- und Versandunternehmen für Hanftextilien im fränkischen Adelsdorf und steht hier in der Hanffabrik La Chanvrière in Troyes, Champagne, Frankreich.Bild: BR/Sabine LindlbauerFaserhanf ist die Zukunftspflanze auf den Feldern von Landwirt Schönleber. Er will daraus Naturfasern gewinnen, die nicht nur in der Textilindustrie gebraucht werden. Doch das Wissen um die Hanffaserproduktion, das es jahrhundertelang auch in Deutschland gab, ist verloren gegangen. Wird es gelingen, den Hanf wieder zu etablieren? Hanf ist schnell wachsend, äußerst schädlingsresistent, zufrieden mit wenig Wasser und fast jedem Boden. Mit unter 0,3 Prozent THC-Gehalt hat er keine berauschende Wirkung. Doch seine zähen Fasern fordern von Landwirt Heinz Schönleber viel Geduld und Kreativität.Die Spezial-Erntemaschine, die er gemeinsam mit pensionierten Ingenieuren gerade entwickelt, soll den Bast schon beim Mähen vom holzigen Kern trennen. Sein Ziel: feine Fasern, aus denen einmal Jeans entstehen können. Denn die Textilindustrie sucht nachhaltige Naturfasern als Alternative zu Polyester und Baumwolle. Einer von wenigen Unternehmern, der seit fast 30 Jahren auf Mode aus Faserhanf setzt, ist Robert Hertel aus Franken. Er würde sich über die Rückkehr von Produktion und Verarbeitung freuen. Bisher lässt er T-Shirts und Hosen in China produzieren. In Frankreich gibt es noch große Agrarkooperativen, die Faserhanf produzieren. Hier gab es keine Verbote, als der Anbau anderswo in Europa wegen der möglichen Rauschwirkung untersagt war. Auch Hertels chinesischer Geschäftspartner kauft in Frankreich den Rohstoff. An neuen Einsatzmöglichkeiten für die Hanffaser tüfteln auch Unternehmer in Niederbayern und im Allgäu. Sie verstehen sich als Bindeglieder zwischen Landwirtschaft und der Textil-, Bau- und Autoindustrie. Genau wie Pionier Heinz Schönleber glauben sie an die Vielseitigkeit dieses Rohstoffes. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 11.02.2026 BR 291. Alkoholfrei aus der Weinkrise – die neuen Wege der Winzer
Folge 291 (45 Min.)Weil viele Menschen gesünder leben wollen, nimmt der Alkoholkonsum in Europa ab – in den letzten zwei Jahrzehnten um rund 20 Prozent. Auch Wein ist von diesem Trend betroffen. Besonders in Gefahr sind die arbeitsintensiven Steillagen, die nicht nur charaktervollen Wein hervorbringen, sondern auch die Kulturlandschaft prägen. In der spanischen Weinregion Toro wagt der Winzer Iván Alonso Gil ein Experiment: Er lässt einige Flaschen seines Weins in Deutschland entalkoholisieren. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 18.02.2026 BR 292. Tabuthema Periodenarmut – Wenn das Geld für Monatshygiene fehlt
Folge 292 (45 Min.)Maxi Bethge-Lewandowski des Vereins Periodensystem e.V. in Berlin. Weiteres Bildmaterial finden Sie unter www.br-foto.de.Bild: BR/Anna BachnerAm Berliner Alexanderplatz leben viele Frauen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind, und für die ihre Monatsblutung schnell zum Problem wird. Nach Angaben der Hilfsorganisation „Plan International“ ist rund ein Viertel aller Mädchen und Frauen in Deutschland von Periodenarmut betroffen. In Polen ist das Thema Menstruation noch immer stark schambehaftet, deshalb setzt sich die Künstlerin Martyna Baranowicz mit ihrer „Pink Box Foundation“ für kostenlose Periodenprodukte ein. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 11.03.2026 BR 293. Gefährliche Intelligenz – Kindesmissbrauch mit KI
Folge 293 (45 Min.)Täter generieren mithilfe von KI Abbildungen von sexualisierter Gewalt an Kindern und tauschen online Anleitungen aus, wie man dieses Material am besten herstellen kann.Bild: Lisa-Marie Schnell / BR/Spiegel TVKI-generierte Darstellungen sexualisierter Gewalt an Kindern verbreiten sich online rasant. Mithilfe von frei verfügbaren KI-Modellen entstehen in Sekunden täuschend echte Bilder. Täter trainieren Modelle gezielt mit echter Kinderpornographie und manipulieren harmlose Kinderfotos. Sie tauschen Anleitungen aus und bestärken sich gegenseitig im Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die Bilder sind kein harmloses Spiel: Sie normalisieren Täterverhalten, befeuern die Nachfrage und gefährden Kinder weltweit. Der Film fragt, warum die Herstellung solcher Abbildungen so einfach ist. Was bedeutet diese Entwicklung für die Opfer, die heute längst erwachsen sind? Und wie wappnen sich Ermittlungsbehörden, Strafverfolgerinnen und Strafverfolger und Meldestellen für das technische Wettrüsten mit den Kriminellen? (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 25.03.2026 BR 294. Pendler-Stress – Eine Nation auf Achse
Folge 294 (45 Min.)Morgens früh um fünf in Wittenberge (Brandenburg). Stefan Hoch verlässt sein Einfamilienhaus und steigt ins Auto. Vor ihm liegt der tägliche Arbeitsweg. Wenn er gegen acht Uhr auf der Arbeit ankommt, hat er schon eine dreistündige Reise hinter sich. Nach dem Arbeitstag macht er sich wieder auf diesen Weg, nur in entgegengesetzter Richtung. Vierzehn Stunden nach seinem Aufbrechen ist er wieder zuhause, und am nächsten Morgen geht es wieder los. Fünf Tage die Woche – ein Leben auf Achse. Stefan ist einer von mehr als 20 Millionen Menschen, die in Deutschland täglich für den Beruf pendeln. Längst nicht alle haben so weite Wege zu fahren wie er, aber die meisten können dennoch ein Lied singen von langen Tagen und nervenaufreibenden Unwägbarkeiten, mit denen sie konfrontiert sind, bevor sie auch nur eine Minute auf der Arbeit verbracht haben.Und zum Pendel-Stress wird die Fahrt, wenn Langzeitbaustellen, marode Brücken oder die schiere Menge an Autos zu unvermeidlichen Stausituationen führen, oder wenn Züge der Deutschen Bahn entweder verspätet kommen oder ganz ausfallen. Nach dem Motto: das einzig Zuverlässige ist die Unplanbarkeit. Täglich pendeln tausende Menschen in die großen Städte ein; eine enorme Belastung für die Metropolen, die tagsüber eine Vielzahl von Menschen, aber auch von Autos aufnehmen müssen. Von Verkehrswende ist da kaum etwas zu spüren. Zwei Drittel der Pendler benutzen das Auto, die allermeisten sitzen allein in ihrem Fahrzeug. Mit welchen Maßnahmen könnte Abhilfe geschaffen werden? Wie können Verkehrssysteme noch resilienter und Städte noch nachhaltiger gestaltet werden, wie Verkehrsmittel noch umweltfreundlicher, um auch in Zukunft den riesigen Pendlerströmen standzuhalten? Denn klar ist, dass es eine absehbare Zukunft ohne Pendeln wohl kaum geben wird. In der ARD Story „Pendler-Stress. Nation auf Achse“, begleitet Autor Kristof Kannegießer Menschen in ihrem Alltag und auf den Arbeitswegen. Welche Probleme erleben sie und welche Vorteile erkaufen sie sich durch das Pendeln? Wie wirkt sich das Pendeln auf das Leben der Betroffenen aus – auf ihre Gesundheit, auf die Leistungsfähigkeit im Beruf, auf soziale Beziehungen und die Partnerschaft? Und welche Träume können sie dadurch auch verwirklichen? Und er spricht mit Experten und Wissenschaftlern darüber, wie sich das Pendeln auf die Einzelnen und die Gesellschaft auswirkt und was unternommen werden könnte, um die Situation zu verbessern. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 01.04.2026 BR 295. Gefährliche Raben – Schützen oder abschießen?
Folge 295 (45 Min.)Töten Raben Lämmer oder Kälber? Darüber streiten Tierhalter:innen und Naturschützer:innen seit Jahren. Schafe, Rinder, Gänse und Schweine würden von Raben attackiert, sagen Landwirt:innen. Wissenschaftler:innen widersprechen: Raben fressen Aas, töten keine gesunden Tiere. Die Dokumentation sucht nach Antworten und zeigt seltene Jagdszenen. Sind Raben gefährlich für Nutztiere? Töten Raben Nutztiere wie Lämmer oder Kälber? Um diese Frage tobt seit Jahren ein emotionaler Streit zwischen Tierhalter:innen und Naturschützer:innen. Raben seien schlimmer als der Wolf, sagen Landwirt:innen. Andere reden von der „Mär vom Lämmerkiller“. Fest steht: Der Rabe ist streng geschützt, darf nicht bejagt werden.Doch Tiere in der Freilandhaltung wie Lämmer, Ferkel und Kälber würden auf Weiden attackiert und getötet, so berichten es viele Freilandhalter:innen bundesweit. Nur es glaubt ihnen keiner, sie fühlen sich mit dem Thema seit Jahren allein gelassen. Wissenschaftler:innen bestreiten Attacken auf gesunde Weidetiere, dafür fehle die Evidenz: Der Rabe sei ein Aasfresser, der Tiere nur testweise attackiere und höchstens Kranke ausmerze. Die Dokumentation sucht Antworten mithilfe einer bundesweiten Umfrage und versucht, tödliche Attacken zu dokumentieren. Dabei gelingen seltene Aufnahmen von Raben, die Tiere jagen. Was stimmt nun? Sind Raben gefährlich für Nutztiere? (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 15.04.2026 BR 296. GenZ und die Buchparty – wie junge Frauen New Adult feiern
Folge 296 (45 Min.)Mit Beginn der Pandemie 2020 startete der digitale Buchclub BookTok seine Erfolgsgeschichte. Ihn nutzen auch junge Frauen, die sich für New-Adult-Bücher begeistern. Aber nicht nur online kultivieren die Leserinnen den leidenschaftlichen Austausch über ihre Lieblingsbücher. Die Buchbloggerin Jess trifft ihre Follower auf Events wie dem Buchball auf Burg Namedy; und auch die Autorin Kim Leopold aus Rheine ist oft unterwegs, um ihren Fans nahe zu sein. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 22.04.2026 BR 297. Kritisch Reisen: Gardasee: Wo ALLE Urlaub machen
Folge 297 (45 Min.)Der 73-jährige Raffaello Boni engagiert sich in der Umweltorganisation Legambiente. Er will das Gewässer und die Region vor dem Tourismus retten und fordert ein Umdenken der Behörden. Der Journalist Paolo Biondani war vor 15 Jahren einer der ersten, der auf die Gefahr von Bauspekulationen, Geldwäsche und den Einfluss der Mafia am Gardasee hingewiesen hat. Die Urlauber, die durch historische Orte wie Sirmione schlendern, bekommen davon nichts mit. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 29.04.2026 BR
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