Folge 5

  • Sudan: Dem Tod knapp entronnen /​ Russland: Die Generation Z

    Folge 5 (52 Min.)
    (1) Sudan: Dem Tod knapp entronnen Das ganze Land ist in der schlimmsten humanitären Krise weltweit. Kaum jemand berichtet von diesem Bürgerkrieg: 14 Millionen Vertriebene; die Hälfte der Bevölkerung, 21 Millionen, ist unterernährt; Brücken, Straßen, Schulen, Krankenhäuser, die Infrastruktur ist zerstört. In der von den Kämpfen versehrten Hauptstadt Khartum nimmt das Leben langsam wieder seinen Lauf. Die Armee rekrutiert weiterhin fleißig Menschen für große patriotische Versammlungen. Die Totengräber des Gesundheitsministeriums graben die Leichen aus, die während der Kämpfe eilig in den Gärten verscharrt wurden. Von Darfur zog der Krieg nach Kordofan, einer Region im Zentrum des Landes, die von den FSR-Milizen umzingelt ist. In El Obeid, einer Stadt, die von der regulären Armee geschützt, aber von der FSR umzingelt wird, scheint sich das Szenario von Darfur zu wiederholen. Eine Million Vertriebene flohen in die Stadt, während die Kämpfe immer näher rücken. Wer irgendwie kann, flieht in die Hauptstadt, mit wenig Hoffnung auf internationale Hilfe: Der Sudan zählt zu den Ländern,
    die mit am stärksten von Donald Trumps Streichung von US-AID betroffen sind. (2) Russland: Die Generation Z In Moskau feiert die Jugend weiter, die es sich leisten kann. Sie registriert zwar die veränderte Lage, aber sie schweigt lieber. In Kostroma, weiter nördlich, läuft Putins Propaganda auf Hochtouren, um dort die Jugend zu militarisieren, die die alte Größe und Macht Russlands wieder neu erringen soll. In St. Petersburg leben die Studierenden an der Kunstakademie in ihrer Blase, während draußen die jungen Straßensänger ihre Lieder sorgfältig auswählen. Spätestens die Verhaftung der jungen Naoko schreckte sie auf. Sie hatte Titel von Sängern interpretiert, die als „Agenten des Auslands“ gebrandmarkt waren. Naoko hat der Druck ins Exil gezwungen. Die jungen Leute in Russland passen sich seit 2022 an die Zeitläufte an. Sie haben gelernt, nicht zu viel zu sagen, vor allem nicht zu einem Journalisten aus dem Westen. Einem Westen, dem die Machthaber den Rücken gekehrt haben, in Richtung Asien, auch wenn sich viele junge Russinnen und Russen eher als Europäer, denn als Asiaten sehen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 06.02.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 07.02.2026 arte

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Sa. 07.02.2026
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