2026

  • Folge 1 (52 Min.)
    (1) Venezuela: Pro-Maduro und nun Trump? Venezuela steckte schon vor der Festnahme seines Präsidenten tief in der Krise, die Wirtschaft ist ruiniert. Die Menschen sind in Not, sie wurden regiert von einem Präsidenten, der seine Wahlniederlage leugnete und sich weigerte abzutreten. Gut ein Viertel der Bevölkerung Venezuelas floh in den letzten Jahren ins Exil. Das autoritäre Regime klammerte sich mit der Hilfe seiner bolivarischen Milizen an die Macht, es zensierte die Medien, in den Vierteln wachten die Anhänger der Regierungspartei über die Bürgerinnen und Bürger. Die Propaganda unter Maduro bezeichnete dieses System als Bollwerk gegen die drohende nordamerikanische Invasion, damit rechtfertigten sie die systematische Überwachung und die Mobilisierung von Zivilisten mit Waffen. Das ARTE-Team sprach mit Menschen, die die Bolivarische Revolution weiterhin verteidigen, manchmal aus Treue zum Erbe von Chávez, manchmal aus Angst, oft aus Mangel an Alternativen. Das Regime hatte sich eingebunkert mit dem Volk, gestützt von einer Ideologie, die allmählich rissig wurde. Eine exklusive Reportage über Venezuela am Rande des Abgrunds. (2) Somalia: Der IS tötet weiter In Somalia kämpft die Armee gegen den Islamischen Staat, der das Land zu seiner neuen Hochburg erklärte. Von seinem neuen Rückzugsort aus organisiert und finanziert der IS Aktionen auf der ganzen Welt. Bis Dezember 2024 verübte er auch in Somalia Anschläge, eroberte Dörfer, versklavte die Bevölkerung und erpresste die Händler, ehe die Regierung der halbautonomen Region Puntland eine Großoffensive gegen die Terroristen befahl. Innerhalb weniger Monate gelang es der Armee, sie aus den besetzten Dörfern zu vertreiben. Die Überlebenden flüchteten in die Höhlen des Bergmassivs. Noch immer sterben Menschen durch den IS, doch die Armee rückt weiter vor und hofft, die radikalislamistische Terrorgruppe bald besiegen zu können. Sie wollen Somalia und den Rest der Welt vor dem IS schützen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 09.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 10.01.2026 arte
  • Folge 2 (52 Min.)
    (1) USA: Das Anti-Impf-Fieber Angeregt von einer Anti-Impf-Stimmung, die seit der Covid-19-Pandemie in seiner Wählerschaft immer weiter um sich greift, beauftragte Donald Trump Robert Kennedy jr. mit der Reform der Impfpolitik der USA. Seit einem Jahr reduziert er die Impfempfehlungen und die Forschungsprogramme für neue Impfstoffe. Zudem begann er innerhalb der Gesundheitsbehörden „aufzuräumen“. Für ihn sind die neuen RNA-Messenger-Impfstoffe gesundheitsschädlich und somit nicht förderungsfähig. Die MAHA-Revolution beunruhigt viele renommierte Wissenschaftler, die vom neuen US-Gesundheitsminister an den Rand gedrängt wurden. Sie fürchten die Rückkehr tödlicher ansteckender Krankheiten, die seit Jahrzehnten ausgestorben sind. Vor allem die Menschen in republikanischen Staaten wie Florida sind gefährdet. Florida versteht sich als MAHA-Labor, angefeuert von einer Anti-Impf-Rhetorik, die im Weiße Haus hochwillkommen ist. (2) Mexiko-USA: Wenn kein Geld mehr kommt Seit Jahrzehnten unterstützen die in den USA lebenden mexikanischen Migranten ihr Land aus der Ferne. Jeden Monat warten ihre Familien auf die Überweisung von Geld, Remesas genannt. Diese finanzieren den Hausbau im Dorf, die Geschäfte und die gesamte lokale Wirtschaft. Für Millionen Mexikaner sind diese Dollars aus dem Norden eine essenzielle Hilfe gegen den Teufelskreis der Armut. Doch im Jahr 2025 bricht alles zusammen, wegen Donald Trumps Politik gegen Migranten, seiner Massenabschiebungen und dem Plan, eine Steuer auf die Geldüberweisungen, die Remesas, zu erheben. Das ist hart für die Menschen in Oaxaca, einem der ärmsten Bundesstaaten Mexikos, die mit am stärksten von diesen Überweisungen abhängig sind: Geschätzt zehn Prozent des BIP stammen aus Remesas, auch in San Juan Mixtepec, einem abgelegenen Dorf mit 6.000 Einwohnern, wo die wenigen Arbeitsplätze auf dem Feld und am Bau nur einen kargen Lebensunterhalt ermöglichen. In San Juan Mixtepec gehen 90 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Leben zum Arbeiten in die USA, um Geld an die Familie zu schicken oder für den Hausbau im Dorf zu sparen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 16.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 17.01.2026 arte
  • Folge 3 (52 Min.)
    (1) Russland-Ukraine: Mariupol, russifiziert Gut zehn Jahre nach dem Beginn des Konflikts im Donbass setzen die Russen unter Putins Führung alles daran, in der Stadt Mariupol sämtliche Spuren der Ukraine im Alltag und im Stadtbild verschwinden zu lassen. Sie zwingen den Bewohnern russische Pässe auf, verbieten ihnen Ukrainisch zu sprechen, und der Rubel ist zur offiziellen Währung in allen annektierten Gebieten im Donbass geworden. Wer hier überleben will, der muss sich die Russifizierung gefallen lassen. In der Schule wird nun die Liebe zu „Väterchen Russland“ und der Respekt für die russischen Traditionen gelehrt – natürlich auf Russisch. Alles mit dem Ziel, die ukrainische Kultur im Donbass auszulöschen. (2) Gaza: Sie suchen 11.000 Vermisste Die Reportage wurde im November und Dezember 2025 gedreht, als offiziell ein Waffenstillstand in Kraft trat. Sie zeigt Menschen, denen es gelungen ist, ihre Angehörigen zwei Jahre nach ihrem Tod zu finden, zu identifizieren und in Würde zu beerdigen. Anderen ist dies nicht gelungen. Sie fürchten, niemals eine Antwort über das Schicksal ihrer Angehörigen zu erhalten. Die nicht identifizierten Leichen werden nummeriert in Massengräbern auf dem „Friedhof der Unbekannten“ in Deir Al Balah beerdigt. In Krankenhäusern, Leichenhallen und Ruinen versuchen Familien, die Toten zu identifizieren, die in manchen Fällen von der israelischen Armee gemäß dem Waffenstillstandsabkommen vom Oktober 2025 zurückgegeben oder aus den Trümmern geborgen wurden. Eine DNA-Identifizierung ist in Gaza zurzeit unmöglich, weil kein Labor funktionsfähig ist. Die Identifizierung stützt sich auf die visuelle Wiedererkennung: ein Kleidungsstück, eine Narbe, ein Schmuckstück oder ein Zopf. Von 11.000 Palästinenserinnen und Palästinensern fehlt bis heute jede Spur … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 23.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 24.01.2026 arte
  • Folge 4 (55 Min.)
    (1) Iran: Zehn Tage im Widerstand Zehn Tage filmte Kajin Azadi im Iran eine persönliche Chronik der Revolte und die Menschen dahinter. Er erzählt, was er bei der Reise durch sein Land im Aufruhr erlebt hat, und er lässt die Menschen zu Wort kommen, denen er begegnete. Aus Sicherheitsgründen wird die Anonymität der Personen, die vor Kajins Kamera aussagten, gewahrt: Ein Soldat spricht sich gegen die Anwendung von unverhältnismäßiger Gewalt aus. Er weigerte sich, an der Unterdrückung mitzuwirken. Die Leiterin eines Gesundheitszentrums in Teheran erzählt von Tausenden Verletzten und Leichen, die sich in den Fluren mancher Krankenhäuser stapeln. Eine Studentin berichtet von den Demonstrationen, dem totalen Internet-Blackout und wie sich die Krise im Iran auf ihren Alltag auswirkt. Ein junger Kurde erzählt von seinen Träumen eines Regimewechsels, der Freiheit in einem Iran, der endlich alle Kulturen respektiert. (2) Iran: Nicht mehr schweigen Die Behörden verhängten die längste Internetsperre der Geschichte. Sie schließen die Grenzen, kein westliches Filmteam darf einreisen. Gleichzeitig gehen Iranerinnen und Iraner jedes Risiko ein, um Zeugnis abzulegen: versteckte Telefone, heimliche Verbindungen, verschlüsselte Nachrichten. Trotz der Überwachung und der ständigen Bedrohung beschließen sie, selbst zu erzählen, was sie erleben. Die Reportage entstand aus ihren Stimmen. Sie berichten von den Demonstrationen, von der Angst vor nächtlichen Razzien, vom Gefängnis, von der Folter. Sie erzählen auch von der großen Hoffnung, die sie auf die Straße trieb, von der Solidarität, dem flüchtigen Gefühl einer möglichen Wende. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 30.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 31.01.2026 arte
  • Folge 5 (52 Min.)
    (1) Sudan: Dem Tod knapp entronnen Das ganze Land ist in der schlimmsten humanitären Krise weltweit. Kaum jemand berichtet von diesem Bürgerkrieg: 14 Millionen Vertriebene; die Hälfte der Bevölkerung, 21 Millionen, ist unterernährt; Brücken, Straßen, Schulen, Krankenhäuser, die Infrastruktur ist zerstört. In der von den Kämpfen versehrten Hauptstadt Khartum nimmt das Leben langsam wieder seinen Lauf. Die Armee rekrutiert weiterhin fleißig Menschen für große patriotische Versammlungen. Die Totengräber des Gesundheitsministeriums graben die Leichen aus, die während der Kämpfe eilig in den Gärten verscharrt wurden. Von Darfur zog der Krieg nach Kordofan, einer Region im Zentrum des Landes, die von den FSR-Milizen umzingelt ist. In El Obeid, einer Stadt, die von der regulären Armee geschützt, aber von der FSR umzingelt wird, scheint sich das Szenario von Darfur zu wiederholen. Eine Million Vertriebene flohen in die Stadt, während die Kämpfe immer näher rücken. Wer irgendwie kann, flieht in die Hauptstadt, mit wenig Hoffnung auf internationale Hilfe: Der Sudan zählt zu den Ländern, die mit am stärksten von Donald Trumps Streichung von US-AID betroffen sind. (2) Russland: Die Generation Z In Moskau feiert die Jugend weiter, die es sich leisten kann. Sie registriert zwar die veränderte Lage, aber sie schweigt lieber. In Kostroma, weiter nördlich, läuft Putins Propaganda auf Hochtouren, um dort die Jugend zu militarisieren, die die alte Größe und Macht Russlands wieder neu erringen soll. In St. Petersburg leben die Studierenden an der Kunstakademie in ihrer Blase, während draußen die jungen Straßensänger ihre Lieder sorgfältig auswählen. Spätestens die Verhaftung der jungen Naoko schreckte sie auf. Sie hatte Titel von Sängern interpretiert, die als „Agenten des Auslands“ gebrandmarkt waren. Naoko hat der Druck ins Exil gezwungen. Die jungen Leute in Russland passen sich seit 2022 an die Zeitläufte an. Sie haben gelernt, nicht zu viel zu sagen, vor allem nicht zu einem Journalisten aus dem Westen. Einem Westen, dem die Machthaber den Rücken gekehrt haben, in Richtung Asien, auch wenn sich viele junge Russinnen und Russen eher als Europäer, denn als Asiaten sehen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 06.02.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 07.02.2026 arte
  • Folge 6 (52 Min.)
    (1) China – Philippinen: Die Schlacht ums Meer Seit zehn Jahren bedrängt Chinas Marine vor allem philippinische Schiffe im Südchinesischen Meer: Peking beansprucht es für sich, aufgrund „historischer Rechte“. Im Jahr 2016 gab der Ständige Schiedsgerichtshof in Den Haag allerdings den Philippinen Recht, was den Verlauf der Seegrenzen betrifft. China lehnt das Urteil jedoch ab und handelt auf seine Weise, mit Gewalt. Nun stehen die philippinischen Fischer an vorderster Front. Das ARTE Reportage Team schiffte sich ein an der Seite von Kapitän Dodong und seiner Crew, um das Scarborough-Riff zu erreichen, einen der fischreichsten Fischgründe der Welt. Doch je weiter das Boot vorankommt, desto deutlicher wird die Bedrohung durch paramilitärische Trawler, die chinesische Küstenwache und Kriegsschiffe. An Bord eines Patrouillenflugzeugs der philippinischen Armee werden die chinesischen Einschüchterungen aus der Luft beobachtet. Überall verwandelt China Riffe in Militärstützpunkte. Auf der strategisch gelegenen Insel Pag Asa, dem philippinischen Außenposten in der Region, leben Zivilisten und Soldaten unter ständiger Bedrohung. (2) Japan: Yakuza-Gangster in Rente Ein Ex-Mitglied der japanischen Mafia gründete im Ruhestand eine Softballmannschaft, um jungen Kriminellen zu helfen, ins normale Leben zu finden. Auf dem Papier ist das Team der Ryuyukai, der „Drachen“, das furchterregendste: Sie haben zusammengerechnet mehr als 100 Jahre Gefängnis hinter sich. Doch wenn sie erst einmal auf dem Spielfeld sind, unterscheidet die Ex-Kriminellen nichts mehr von den anderen Spielenden. In Japan sind die Yakuza von heute nur noch ein Schatten dessen, was sie einmal waren, denn die japanischen Strafverfolger verfolgen die Yakuza-Banden schon lange sehr konsequent und erfolgreich: Seit dem Ende der 1990er Jahre sind die Gangs der organisierten Kriminalität, die damals über 100.000 Mitglieder zählten, auf nur noch 18.000 geschrumpft. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 13.02.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 14.02.2026 arte
  • Folge 7 (52 Min.)
    (1) Ukraine: Überleben im Schutzraum Der Alltag wurde in der Ukraine wegen der Raketen und Drohnen vielerorts in den Untergrund verlegt. Die Reportage begleitet Menschen in unterirdischen Schutzräumen, dazu zählen in Kiew auch die U-Bahn-Stationen. In Cherson, einer der am häufigsten von Drohnen angegriffenen Städte, haben sich die wenigen noch verbliebenen Zivilisten an die ständige Bedrohung aus der Luft gewöhnt. In Großstädten wie Charkiw oder Mykolajiw werden Kinder in Schutzräumen unterrichtet, auch Jugendclubs und Radiosender zogen, wenn möglich, in sichere Keller. An der Front baute die Armee in Schützengräben Erste-Hilfe-Krankenhäuser mit allen notwendigen Geräten zur Stabilisierung von Verwundeten. (2) Indien: Rekruten für Putins Krieg Um seine Kriegsmaschinerie zu füttern, rekrutiert Wladimir Putin ausländische Soldaten: Tausende Nepalesen, Kubaner, Nordkoreaner und Inder kämpfen für Russland seit dem Einmarsch in die Ukraine. Die Reportage erzählt von den Schicksalen junger Inder, die von Vermittlern im Auftrag Moskaus angeworben wurden. Manche unter ihnen wurden getäuscht: Den jungen Männern aus den ärmsten Schichten Indiens wurde viel Geld für einen Job im Sicherheitsdienst versprochen, doch viele von ihnen schickten die Russen nach ein paar Wochen Ausbildung direkt an die Front. Indische Soldaten, die von der Front zurückkehrten, berichten über die Methoden der russischen Werber der Armee. Offiziell steht Indien neutral zwischen Russland und der Ukraine und muss doch feststellen, dass seine Bürger ohne diplomatischen Schutz unter der russischen Flagge sterben. Die Familien der indischen Soldaten in Russland warten oft lange auf Nachrichten von ihren Vermissten. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 20.02.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 21.02.2026 arte
  • Folge 8 (52 Min.)
    (1) USA: Minneapolis im Widerstand Die Tötung von Renée Good und Alex Pretti durch ICE-Beamte wirkte für viele Menschen in Minneapolis wie ein brutaler Weckruf. Ihr Tod löste Wut aus und führte zu einer neuen großen Widerstandsbewegung gegen die repressive Politik der Trump-Regierung. (2) Gaza: Der Horror der israelischen Gefängnisse Die Reportage liefert einen Einblick in israelische Gefängnisse, in denen Palästinenser unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten werden. [ARTE LANG] (1) USA: Minneapolis im Widerstand Die ICE-Todesschüsse lösten in Minneapolis eine ungeheure Wut und neuen Widerstand gegen Trumps Politik aus. In Minnesota bauten alarmierte Bürgerinnen und Bürger Überwachungsnetzwerke auf. Es entstanden Nachrichtengruppen, die die Einwohner innerhalb weniger Minuten mit Trillerpfeifen zusammenriefen. Sie meldeten die Einsätze von ICE-Teams direkt vor Ort, störten den Ablauf der Operationen, dokumentierten sie und schützten potenzielle Opfer vor der Einwanderungspolizei. Die Reportage begleitet drei Menschen in Minneapolis: Eine junge Frau, die zu den „Watchers“ gehört, einen „Bürgerjournalisten“, der die Polizeigewalt dokumentiert, sowie einen spanischsprachigen Pastor, der den Familien seiner Gemeinde hilft, die von den ICE-Patrouillen verfolgt werden. Es ist ein Schlüsselmoment in der zweiten Amtszeit von Donald Trump. Zum ersten Mal seit seiner Wahl musste der amerikanische Präsident einen herben Rückschlag hinnehmen – ausgerechnet bei einem zentralen Thema seiner politischen Kampagne, dem Kampf gegen die Einwanderung. (2) Gaza: Der Horror der israelischen Gefängnisse Während des Gaza-Krieges gab es mehrere Gefangenenaustausche – den letzten am 13. Oktober 2025 im Kontext des Friedensplans von Donald Trump. Dabei wurden die letzten 20 lebenden israelischen Geiseln sowie fast 2.000 palästinensische Gefangene freigelassen. Mindestens 1.200 Bewohner des Gazastreifens werden jedoch bis heute willkürlich in Israel festgehalten. Zahlreiche internationale Organisationen, darunter verschiedene UN-Agenturen und zahlreiche NGOs, dokumentieren die unmenschlichen Bedingungen für palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen seit dem 7. Oktober 2023. Die Berichte handeln von Massenverhaftungen, Folter, willkürlichen Inhaftierungen ohne Anklage oder Gerichtsverfahren, Isolationshaft sowie erniedrigende Behandlung. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 27.02.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 28.02.2026 arte
  • Folge 9 (52 Min.)
    William Irigoyen und Andrea Fies, ARTE-ModeratorInnen (ARTE Reportage)
    (1) Iran: Die ersten Tage dieses Krieges In den ersten Tagen dieses Krieges schwanken Iranerinnen und Iraner zwischen Angst und Hoffnung. Seit Wochen rechneten sie mit einem Krieg, und die meisten hofften, dass er zu einem Regimewechsel führen würde. Nach den ersten Bombenangriffen waren überall im Land Freudenschreie zu hören; manche wagten auch Tänze auf der Straße – allerdings mit Vorsicht. Denn Polizei und Milizen des Regimes patrouillieren wachsam durch Städte und Dörfer. Die Straße bleibt im Iran ein gefährlicher Ort – nun zusätzlich wegen der Bomben. Das Regime orchestriert seine Propaganda mit großen Versammlungen zum Gedenken an den toten Führer Chamenei. ARTE Reportage zeigt die ersten Tage des Krieges in Teheran, und auf der anderen Seite der Grenze, im irakischen Kurdistan. Dort warten Tausende Exil-Iranerinnen und -Iraner darauf, endlich in ihre Heimat zurückkehren zu können. Sie wollen mit dazu beitragen, das Mullah-Regime endlich abzusetzen. (2) Indien – China: Revanche für Mädchen In Indien und China bekommen Eltern wieder gerne Mädchen; anders als früher werden sie nicht mehr abgetrieben. Laxmi wurde am 21. Dezember 2025 in einem indischen Dorf geboren. Die Teams von ARTE Reportage filmten sie ab der achten Sekunde ihres Lebens. Sie erzählen von Laxmis ersten Tagen und vom Leben anderer Mädchen in indischen Dörfern und chinesischen Metropolen. Sie berichten auch über die Tabuthemen in beiden Ländern: gezielte Abtreibungen von Mädchen, Kindstötungen, ausgesetzte Mädchen sowie Mädchen in China, die nach der Geburt verkauft wurden. Bereits 1990 warnte der indische spätere Wirtschaftsnobelpreisträger Amartya Sen, dass in Asien seiner Meinung nach bald 100 Millionen Frauen im Verhältnis zu den Männern fehlen würden. Heute finden viele Männer in China und in Indien keine Ehefrauen mehr. Wohl auch deshalb begannen die Menschen dort endlich umzudenken – und durch Aktivisten, die aufklärten und halfen, diese Wende in den Köpfen anzuregen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 06.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 07.03.2026 arte
  • Folge 10 (52 Min.)
    (1) Kolumbien: Kinder als Auftragsmörder Der Mord an Miguel Uribe Turbay durch einen Teenager erschütterte 2025 Kolumbien. Er erinnerte viele an die Zeit, als Pablo Escobar Straßenkinder für seine Verbrechen rekrutieren ließ. 2024 standen in Kolumbien mehr als 200 Minderjährige wegen Mordes vor Gericht. Und das ist wohl nur die Spitze des Eisbergs, denn die meisten jungen Auftragsmörder entkommen. Die Jugendlichen der Oasis-Bande leben in Moravia, einem der ärmsten Barrios, errichtet auf einer ehemaligen Müllhalde der Vororte von Medellín. Sie verkaufen die synthetische Droge 2CB, stehlen Taschen, rauben Autos aus und kämpfen mit bloßen Händen, Macheten oder Messern. Angelica ist 19 Jahre alt. Sie verbrachte drei Jahre wegen Beihilfe zum Mord in einer Jugendstrafanstalt. Kurz nach ihrer Entlassung ersticht sie den Mörder ihres Bruders. Die zunehmende Gewaltbereitschaft der kolumbianischen Jugend steht in direktem Zusammenhang mit dem Kokainhandel. Seit mehreren Jahren explodiert die Produktion. Drei Minderjährige werden laut einem von der Regierung in Auftrag gegebenen Bericht täglich von Drogenbanden rekrutiert. (2) Argentinien: Milei kürzt Fluss-Sanierung Budgetkürzungen und Personalabbau unter dem ultraliberalen argentinischen Präsidenten Milei gefährden die Rettung des Flusses Riachuelo in Buenos Aires. Lange Zeit galt er als einer der am stärksten verschmutzten Flüsse der Welt. Der Riachuelo war eigentlich nur noch ein mehr als 60 Kilometer langer, offener Abwasserkanal, an dessen Ufern fünf Millionen Menschen leben. 2008 zwang die argentinische Justiz die Behörden, einen umfassenden Sanierungsplan zu starten. Die unter der Aufsicht des Obersten Gerichtshofs durchgeführten Arbeiten erbrachten eine spektakuläre Verbesserung. Seit dem Amtsantritt des klimaskeptischen Milei im Dezember 2023 und der von ihm angeordneten Senkung der öffentlichen Ausgaben sind viele Teile des Sanierungsplans auf Eis gelegt. Das beunruhigt die Anwohner – vor allem, seit die Justizbehörde die richterliche Kontrolle aufgehoben hat. Der Riachuelo ist noch nicht gerettet. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 13.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 14.03.2026 arte
  • Folge 11 (52 Min.)
    (1) Iran: Hoffen im Schatten des Krieges In den leeren Wohnungen und Straßen Teherans leben die Iranerinnen und Iraner mit den Bombenangriffen, hin und hergerissen zwischen Hoffnung und Schrecken. Im Süden feiern regimekritische Aktivisten bereits das, was sie für das Ende des Regimes der Mullahs halten. In einer anderen Stadt, deren Namen aus Sicherheitsgründen nicht genannt wird, berichtet eine Radiologin, wie sie verletzte Demonstranten in ihrem Krankenhaus trotz ständiger Überwachung der Sicherheitskräfte behandelt. Unter Einsatz ihres Lebens dokumentiert sie die Massaker der Islamischen Republik. Sie erzählt von Knochenbrüchen und Schussverletzungen, sowie von den geheimen Netzwerken, die aufgebaut wurden, um den Opfern zu helfen. In Teheran wie auch im Rest des Landes vertieft der Krieg die Brüche in einer Gesellschaft, die seit Jahrzehnten vom Regime der Mullahs unterdrückt wird. (2) Libanon: Das Ende der Hisbollah? Hunderttausende Anhänger der schiitischen Bewegung empfanden sich als „Waisen“, als ihr Führer Nasrallah bei israelischen Luftangriffen getötet wurde. In der arabischen Welt war er 33 Jahre lang die letzte große Figur des Widerstands gegen den „israelischen Feind“. Bereits eine Woche vor den tödlichen Luftangriffen wurde die Hisbollah schwer erschüttert: Durch mit Sprengstoff präparierte Pager und Walkie-Talkies wurden Hunderte ihrer Mitglieder getötet und verletzt. Das ARTE-Team traf sich mit verschiedenen Akteuren, die mit der Frage der Entwaffnung konfrontiert sind. Auf der einen Seite Aktivisten, Verletzte und Vertreter der Hisbollah. Der Zugang zu ihnen ist streng geregelt und erwies sich aufgrund des Misstrauens der Partei gegenüber ausländischen Medien als besonders schwierig. Und andererseits mit den UN-Blauhelmen, den Bewohnern des Südlibanons und den politischen Gegnern der schiitischen Partei, die auf eine friedliche Lösung des Konflikts hoffen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 20.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 21.03.2026 arte
  • Folge 12 (52 Min.)
    (1) Ukraine: Tschernobyl im Krieg Die Explosion des Reaktors Nummer 4 löste 1986 in Tschernobyl den schwersten zivilen Atomunfall der Geschichte aus. Am 14. Februar 2025 hielt die Welt erneut den Atem an: Um 02:02 Uhr morgens explodierte eine russische Drohne mit einem Sprengkopf in 87 Meter Höhe auf der Stahlbetonhülle des stillgelegten Reaktors, sie beschädigte den Sarkophag, ein Feuer brach aus. Für die Löscharbeiten musste die Feuerwehr die Hülle durchbohren und seitdem ist der Reaktor nicht mehr perfekt abgedichtet. Die Behörden meldeten, es würden keine größeren radioaktiven Spitzenwerte verzeichnet. Die Ingenieure, die das alte Atomkraftwerk bewachen, wissen aber, dass wiederholte Angriffe den Sarkophag zerstören könnten, denn er soll nur dem Wetter standhalten können, für Angriffe im Krieg ist er nicht ausgelegt. „Wenn die Drohne nur fünfzehn Meter weiter links eingeschlagen wäre, hätte das nicht nur für die Ukraine, sondern für ganz Europa katastrophale Folgen haben können“, sagt ein Beamter. (2) Chile: Dürre wegen Datacenter Die Server der Datacenter in Chile, die weltweit auch die künstliche Intelligenz verwalten, brauchen dringend Kühlung. Google, Amazon und Microsoft pumpen deshalb jeden Tag Millionen Liter Wasser ab – in einem Land, das schon seit über einem Jahrzehnt von der Dürre auch durch den Klimawandel heimgesucht wird. Und das ist erst der Anfang: Die chilenische Regierung hat 2025 einen nationalen Plan für Datacenter verabschiedet, der ihre Verdreifachung im ganzen Land vorsieht. Von derzeit 33 Datacentern wird Chile in wenigen Jahren auf 100 anwachsen und damit zum dichtesten digitalen Knotenpunkt in Lateinamerika werden. Die negativen Auswirkungen des digitalen Wandels spürt die lokale Bevölkerung, etwa die Menschen, die von den Ressourcen des Quilicura-Sumpfes bei der Hauptstadt Santiago leben, denn der trocknet aus. Neue Technologien sollen Arbeitsplätze und Wohlstand für arme Regionen versprechen – jedoch oft auf Kosten der lokalen Bevölkerung und des ökologischen Gleichgewichts. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 27.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 28.03.2026 arte
  • Folge 13 (52 Min.)
    (1) Venezuela: Auf Maduro folgte der Deal Nicolás Maduros wurde im Januar 2026 durch US-Spezialeinheiten gefangen genommen. Drei Monate später ist Venezuela für ausländische Journalisten noch immer ein verschlossenes Land. Die Zivilgesellschaft fasste trotzdem neuen Mut. Zum ersten Mal seit Jahren wagen es Demonstranten, das Regime offen zu kritisieren und die Freilassung politischer Gefangener zu fordern. Doch hinter der Hoffnung auf eine politische Wende verbirgt sich ein weiterer Konflikt: der um das Öl. Die USA entschieden, das alte Regime nach der Verhaftung Maduros weiter an der Macht zu lassen, solange sie im Gegenzug Zugang zu den riesigen venezolanischen Ölreserven erhalten. (2) Libanon: Wieder fliehen vor den Bomben Nahida Choobi, ihr Mann Ahmad und ihre Kinder Mohamed und Mariam sind schon wieder auf der Flucht vor dem Krieg: Ihr Dorf Naqoura wurde erneut evakuiert, es liegt nur zwei Kilometer von Israels Grenze entfernt. Schon im Oktober 2023 wurde es als eines der ersten Dörfer von Israels Armee bombardiert, und dann im Krieg von 2024 zerstört. (3) Libanon: Zurück in die Trümmer Das Dorf Naqoura, nahe an Israels Grenze, wurde im Oktober 2023 von Israels Armee im Kampf gegen die Hisbollah bombardiert und besetzt. 90 Prozent der Gebäude wurden zerstört, die meisten davon während des Waffenstillstands durch Bulldozer der israelischen Armee. Sie kappten die Wasser- und Stromversorgung, zerstörten Straßen, die Schule, Geschäfte, die Moschee und sogar den Friedhof. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 03.04.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 04.04.2026 arte
  • Folge 14 (52 Min.)
    (1) Russland: Putin will Kinder Russlands Fertilitätsraten waren schon vor der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine niedrig. Nun sind die Geburtenraten auf 1,41 Kinder pro Frau (2023) gesunken. Ein alarmierendes Signal für den Kreml, der auf traditionelle Familienwerte pocht und vor knapp einem Jahr sogar das Werben für ein kinderfreies Leben unter Strafe stellen ließ. Bei der siebenköpfigen Familie Zaretskij im Dorf Lichuny kommt außer der Propaganda wenig an. Zwar erhielten sie vor einigen Jahren ein kostenloses Grundstück vom russischen Staat – doch dieses lag irgendwo im Nirgendwo. Kein Einzelfall. Tausende Großfamilien werden unter falschen Versprechungen in die trostlose Provinz gelockt, wo es weder Arbeit noch Infrastruktur oder Perspektiven gibt. Für Wladimir Putin ergibt sich daraus ein perfider Vorteil: Je mehr perspektivlose Jugendliche in Russland aufwachsen, desto einfacher können Soldatinnen und Soldaten für den Krieg rekrutiert werden. (2) Syrien: Die gestohlenen Kinder Was wurde aus den Tausenden Kindern, die der Geheimdienst des Assad-Regimes verschwinden ließ? Auf den Straßen Syriens hört man Gerüchte, sie seien ins Ausland gebracht, an Bettel- oder Prostitutionsringe verkauft, an die Front geschickt worden … Was ist wirklich aus ihnen geworden? Nach dem Sturz des Regimes sind einige wieder aufgetaucht, sie erzählen von ihrem Schicksal. Gleichzeitig wissen Tausende von Familien bis heute nichts über den Verbleib ihrer Kinder. Eine Untersuchungskommission soll Aufklärung leisten. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 10.04.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 11.04.2026 arte
  • Folge 15 (52 Min.)
    (1) Brasilien: Mütter gegen Polizeigewalt Hunderte Mütter fordern in Brasilien Gerechtigkeit für ihre Kinder, die Opfer von Polizeigewalt wurden. Die Todesfälle werden fast immer mit der notwendigen Selbstverteidigung der Einsatzkräfte begründet, gleichzeitig prangern NGOs eine exzessive Gewaltanwendung der Polizei an und werfen ihr sogar Hinrichtungen auf offener Straße vor. Brasilien wurde dafür mehrfach vom Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt. Am 6. Mai 2021 wurden bei einem Einsatz in Jacarezinho 27 Menschen getötet, das war für viele ein großer Schock. Mütter, Anwälte und Aktivisten gründeten daraufhin die NGO RAAVE, um die Opfer der Polizeigewalt zu begleiten. Fatima Pinho, die Gründerin des Netzwerks, setzt sich dafür ein, gegen die augenscheinliche Straflosigkeit der Täter in Uniform vorzugehen, denn in neun von zehn angezeigten Fällen werden die Verfahren gegen Polizisten eingestellt. (2) Irak: Kehren Christen heim nach Mossul? In Mossul läuten für die verbliebenen Christen wieder Kirchenglocken. Viele sind es nicht, die zum Gottesdienst erscheinen: Vor 2003 lebten in Mossul fast 50.000 Christen, 2026 sind es nur noch gut 30 Familien. Alle anderen flohen vor dem Terror des IS nach Irakisch-Kurdistan oder in den Westen. ARTE-Reporter sprachen mit den Christen, die in Mossul blieben, und mit denen im Exil in der nahe gelegenen autonomen Region Kurdistan. Viele stellen sich dieselben Fragen: Kündigen die wiederaufgebauten Kirchen die Rückkehr der christlichen Gemeinden in Mossul an? Oder sind sie nur eine Art museales Symbol der Vergangenheit, ein Zeichen des endgültigen Abschieds der Christen von ihrer Stadt? (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 17.04.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 18.04.2026 arte
  • Folge 16 (52 Min.)
    (1) Kuba: Insel unter Schock Im letzten Quartal 2025 lieferte Caracas täglich noch zwischen 30.000 und 35.000 Barrel Öl an Havanna, 50 Prozent des Bedarfs. Ohne Maduro und mit dem verschärften Embargo der USA herrscht auf Kuba nun eine Energieknappheit, die die Wirtschaft ruiniert. Der Alltag der Kubaner wird täglich schwieriger. Viele erinnern sich noch an die „Sonderperiode“ der 1990er Jahre, nach dem Zusammenbruch der UdSSR. Damals kollabierte Kubas Wirtschaft. Das Fehlen des Verbündeten Venezuela und die US-Sanktionen verschärfen heute die Isolation des Landes und schüren eine wachsende Wut in der Bevölkerung. ARTE-Reporter recherchierten, wie Exil-Kubaner in Florida eine politische Wende Kubas in Richtung USA vorbereiten. Und sie filmten auf Kuba, wie die Bevölkerung von der neuen Krise mit voller Wucht getroffen wird. (2) Argentinien: Rettet den Kondor Luis und sein Team kämpfen täglich darum, den Andenkondor vor dem Aussterben zu bewahren. Sie retten verletzte oder vergiftete Kondore, züchten sie in Gefangenschaft und wildern sie wieder aus. Zusätzlich klären sie auch die Menschen in den Dörfern der Anden über den großen Raubvogel auf. ARTE-Reporter durften sie dabei begleiten. Das sogenannte Rewilding ist zu einer internationalen Disziplin geworden. Angesichts des Verlusts der biologischen Vielfalt versuchen Wissenschaftler weltweit, Ökosysteme durch die Ansiedlung bedrohter Arten wiederherzustellen. In Argentinien leiden die Umweltschützer unter dem Misstrauen des neuen Präsidenten Javier Milei. Die Naturschutzgesetze stehen auf der Kippe, das Geld für den Naturschutz wird immer knapper und die Umweltschützer fühlen sich zunehmend alleingelassen. Doch Luis Jácome gibt nicht auf. Er hat bereits 500 Kondore in 14 Provinzen ausgewildert und dabei auch die spirituellen und kulturellen Traditionen der indigenen Andenvölker wiederbelebt. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 24.04.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 25.04.2026 arte
  • Folge 17 (52 Min.)
    (1) Japan: Giftwasser aus Fukushima In Fukushima lagern Hunderte Tonnen radioaktiver Trümmer. Unter welchen Bedingungen ist es möglich in dieser Region zu leben? Die Straße 114 war wegen der Verstrahlung lange Zeit gesperrt. An ihr liegen verlassene Dörfer, tausende Säcke mit kontaminierter Erde lagern dort, sie führt vorbei an Wäldern, deren Böden noch für Jahrhunderte Radionuklide wie Cäsium 137 enthalten werden. Seit dem GAU kämpfen dort Menschen gegen die Desinformation durch die Regierung. Die Reise endet am Pazifischen Ozean in der Nähe des Kraftwerks Fukushima Daichi. Dort werden die alten Tanks mit dem radioaktiv verstrahlten Kühlwasser der Reaktoren in den Ozean geleert, gegen den Widerstand von Fischern und Nachbarländern. (2) Bhutan: Gefahr im grünen Königreich In Bhutan wird der Strom zu 100 Prozent aus Wasserkraft gewonnen, mithilfe von fünf Staudämmen, die das Wasser aus den Gletschern des Himalajas aufhalten. Das Land leidet allerdings unter den Folgen des Klimawandels. Unterhalb der bis zu 7.500 Meter hohen Gipfel liegen 700 Gletscher und fast ebenso viele Gletscherseen. Die füllen sich immer mehr durch den Klimawandel, so sehr, dass Wissenschaftler vor „Berg-Tsunamis“ warnen. Die Reportage begleitetet bhutanische Wissenschaftler mit einer Ausnahmegenehmigung zu einem dieser Seen. In einer Höhe von fast 5.000 Metern wird die Gefahr sichtbar: Würde der See überlaufen, dann flössen Millionen Kubikmeter Wasser in das darunter liegende Tal, tausende Menschen könnten ertrinken. Bhutan sucht nach Lösungen, um diese Gefahr abzuwenden. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 01.05.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 02.05.2026 arte
  • Folge 18 (52 Min.)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 08.05.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 09.05.2026 arte

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