2026
Venezuela: Pro-Maduro und nun Trump? / Somalia: Der IS tötet weiter
Folge 1 (52 Min.)(1) Venezuela: Pro-Maduro und nun Trump? Venezuela steckte schon vor der Festnahme seines Präsidenten tief in der Krise, die Wirtschaft ist ruiniert. Die Menschen sind in Not, sie wurden regiert von einem Präsidenten, der seine Wahlniederlage leugnete und sich weigerte abzutreten. Gut ein Viertel der Bevölkerung Venezuelas floh in den letzten Jahren ins Exil. Das autoritäre Regime klammerte sich mit der Hilfe seiner bolivarischen Milizen an die Macht, es zensierte die Medien, in den Vierteln wachten die Anhänger der Regierungspartei über die Bürgerinnen und Bürger. Die Propaganda unter Maduro bezeichnete dieses System als Bollwerk gegen die drohende nordamerikanische Invasion, damit rechtfertigten sie die systematische Überwachung und die Mobilisierung von Zivilisten mit Waffen.Das ARTE-Team sprach mit Menschen, die die Bolivarische Revolution weiterhin verteidigen, manchmal aus Treue zum Erbe von Chávez, manchmal aus Angst, oft aus Mangel an Alternativen. Das Regime hatte sich eingebunkert mit dem Volk, gestützt von einer Ideologie, die allmählich rissig wurde. Eine exklusive Reportage über Venezuela am Rande des Abgrunds. (2) Somalia: Der IS tötet weiter In Somalia kämpft die Armee gegen den Islamischen Staat, der das Land zu seiner neuen Hochburg erklärte. Von seinem neuen Rückzugsort aus organisiert und finanziert der IS Aktionen auf der ganzen Welt. Bis Dezember 2024 verübte er auch in Somalia Anschläge, eroberte Dörfer, versklavte die Bevölkerung und erpresste die Händler, ehe die Regierung der halbautonomen Region Puntland eine Großoffensive gegen die Terroristen befahl. Innerhalb weniger Monate gelang es der Armee, sie aus den besetzten Dörfern zu vertreiben. Die Überlebenden flüchteten in die Höhlen des Bergmassivs. Noch immer sterben Menschen durch den IS, doch die Armee rückt weiter vor und hofft, die radikalislamistische Terrorgruppe bald besiegen zu können. Sie wollen Somalia und den Rest der Welt vor dem IS schützen. (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 09.01.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Sa. 10.01.2026 arte USA: Das Anti-Impf-Fieber / Mexiko-USA: Wenn kein Geld mehr kommt
Folge 2 (52 Min.)(1) USA: Das Anti-Impf-Fieber Angeregt von einer Anti-Impf-Stimmung, die seit der Covid-19-Pandemie in seiner Wählerschaft immer weiter um sich greift, beauftragte Donald Trump Robert Kennedy jr. mit der Reform der Impfpolitik der USA. Seit einem Jahr reduziert er die Impfempfehlungen und die Forschungsprogramme für neue Impfstoffe. Zudem begann er innerhalb der Gesundheitsbehörden „aufzuräumen“. Für ihn sind die neuen RNA-Messenger-Impfstoffe gesundheitsschädlich und somit nicht förderungsfähig. Die MAHA-Revolution beunruhigt viele renommierte Wissenschaftler, die vom neuen US-Gesundheitsminister an den Rand gedrängt wurden. Sie fürchten die Rückkehr tödlicher ansteckender Krankheiten, die seit Jahrzehnten ausgestorben sind. Vor allem die Menschen in republikanischen Staaten wie Florida sind gefährdet. Florida versteht sich als MAHA-Labor, angefeuert von einer Anti-Impf-Rhetorik, die im Weiße Haus hochwillkommen ist.(2) Mexiko-USA: Wenn kein Geld mehr kommt Seit Jahrzehnten unterstützen die in den USA lebenden mexikanischen Migranten ihr Land aus der Ferne. Jeden Monat warten ihre Familien auf die Überweisung von Geld, Remesas genannt. Diese finanzieren den Hausbau im Dorf, die Geschäfte und die gesamte lokale Wirtschaft. Für Millionen Mexikaner sind diese Dollars aus dem Norden eine essenzielle Hilfe gegen den Teufelskreis der Armut. Doch im Jahr 2025 bricht alles zusammen, wegen Donald Trumps Politik gegen Migranten, seiner Massenabschiebungen und dem Plan, eine Steuer auf die Geldüberweisungen, die Remesas, zu erheben. Das ist hart für die Menschen in Oaxaca, einem der ärmsten Bundesstaaten Mexikos, die mit am stärksten von diesen Überweisungen abhängig sind: Geschätzt zehn Prozent des BIP stammen aus Remesas, auch in San Juan Mixtepec, einem abgelegenen Dorf mit 6.000 Einwohnern, wo die wenigen Arbeitsplätze auf dem Feld und am Bau nur einen kargen Lebensunterhalt ermöglichen. In San Juan Mixtepec gehen 90 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Leben zum Arbeiten in die USA, um Geld an die Familie zu schicken oder für den Hausbau im Dorf zu sparen. (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 16.01.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Sa. 17.01.2026 arte Russland-Ukraine: Mariupol, russifiziert / Gaza: Sie suchen 11 000 Vermisste
Folge 3 (52 Min.)(1) Russland-Ukraine: Mariupol, russifiziert Gut zehn Jahre nach dem Beginn des Konflikts im Donbass setzen die Russen unter Putins Führung alles daran, in der Stadt Mariupol sämtliche Spuren der Ukraine im Alltag und im Stadtbild verschwinden zu lassen. Sie zwingen den Bewohnern russische Pässe auf, verbieten ihnen Ukrainisch zu sprechen, und der Rubel ist zur offiziellen Währung in allen annektierten Gebieten im Donbass geworden. Wer hier überleben will, der muss sich die Russifizierung gefallen lassen. In der Schule wird nun die Liebe zu „Väterchen Russland“ und der Respekt für die russischen Traditionen gelehrt – natürlich auf Russisch. Alles mit dem Ziel, die ukrainische Kultur im Donbass auszulöschen.(2) Gaza: Sie suchen 11.000 Vermisste Die Reportage wurde im November und Dezember 2025 gedreht, als offiziell ein Waffenstillstand in Kraft trat. Sie zeigt Menschen, denen es gelungen ist, ihre Angehörigen zwei Jahre nach ihrem Tod zu finden, zu identifizieren und in Würde zu beerdigen. Anderen ist dies nicht gelungen. Sie fürchten, niemals eine Antwort über das Schicksal ihrer Angehörigen zu erhalten. Die nicht identifizierten Leichen werden nummeriert in Massengräbern auf dem „Friedhof der Unbekannten“ in Deir Al Balah beerdigt. In Krankenhäusern, Leichenhallen und Ruinen versuchen Familien, die Toten zu identifizieren, die in manchen Fällen von der israelischen Armee gemäß dem Waffenstillstandsabkommen vom Oktober 2025 zurückgegeben oder aus den Trümmern geborgen wurden. Eine DNA-Identifizierung ist in Gaza zurzeit unmöglich, weil kein Labor funktionsfähig ist. Die Identifizierung stützt sich auf die visuelle Wiedererkennung: ein Kleidungsstück, eine Narbe, ein Schmuckstück oder ein Zopf. Von 11.000 Palästinenserinnen und Palästinensern fehlt bis heute jede Spur … (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 23.01.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Sa. 24.01.2026 arte Iran: 10 Tage im Widerstand / Iran: Nicht mehr schweigen
Folge 4 (55 Min.)Bild: Arte(1) Zehn Tage im Widerstand Zehn Tage filmte Kajin Azadi im Iran eine persönliche Chronik der Revolte und die Menschen dahinter. Er erzählt, was er bei der Reise durch sein Land im Aufruhr erlebt hat, und er lässt die Menschen zu Wort kommen, denen er begegnete. Aus Sicherheitsgründen wird die Anonymität der Personen, die vor Kajins Kamera aussagten, gewahrt: Ein Soldat spricht sich gegen die Anwendung von unverhältnismäßiger Gewalt aus. Er weigerte sich, an der Unterdrückung mitzuwirken. Die Leiterin eines Gesundheitszentrums in Teheran erzählt von Tausenden Verletzten und Leichen, die sich in den Fluren mancher Krankenhäuser stapeln. Eine Studentin berichtet von den Demonstrationen, dem totalen Internet-Blackout und wie sich die Krise im Iran auf ihren Alltag auswirkt. Ein junger Kurde erzählt von seinen Träumen eines Regimewechsels, der Freiheit in einem Iran, der endlich alle Kulturen respektiert.(2) Nicht mehr schweigen Die Behörden verhängten die längste Internetsperre der Geschichte. Sie schließen die Grenzen, kein westliches Filmteam darf einreisen. Gleichzeitig gehen Iranerinnen und Iraner jedes Risiko ein, um Zeugnis abzulegen: versteckte Telefone, heimliche Verbindungen, verschlüsselte Nachrichten. Trotz der Überwachung und der ständigen Bedrohung beschließen sie, selbst zu erzählen, was sie erleben. Die Reportage entstand aus ihren Stimmen. Sie berichten von den Demonstrationen, von der Angst vor nächtlichen Razzien, vom Gefängnis, von der Folter. Sie erzählen auch von der großen Hoffnung, die sie auf die Straße trieb, von der Solidarität, dem flüchtigen Gefühl einer möglichen Wende. (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 30.01.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Sa. 31.01.2026 arte
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