• Folge 101 (60 Min.)
    Markus Feldenkirchen (l.) trifft Bärbel Bas im Bundestag in Berlin – Bild: WDR/​Denise Jacobs/​beckground tv
    Markus Feldenkirchen (l.) trifft Bärbel Bas im Bundestag in Berlin
    Als Bundesarbeitsministerin steht sie vor einer der größten sozialen und po-litischen Herausforderungen der Gegenwart. Der Reformstreit um die Rente droht im Herbst 2025, die Koalition zu zerreißen. Im Zentrum des Sturms: Bärbel Bas. Als Ministerin soll sie den Sozialstaat reformieren, als SPD-Co-Chefin die um ihren Markenkern ringende SPD vor dem Untergang retten. Mit ihrem eindrucksvollen sozialen Aufstieg aus einfachen Verhältnissen verkörpert Bärbel Bas einen Typus, der in der Spitzenpolitik selten ist. Aufgewachsen in Duisburg-Walsum kennt sie das Leben der Menschen, über deren soziale Absicherung sie heute entscheidet, aus eigener Erfahrung. Ihre Herkunft hat sie geprägt. Auch ihre Leidenschaft für den Fußball gehört dazu: Im Stadion ihres Lieblingsvereins MSV Duisburg erlebt Markus Feldenkirchen mit ihr das wichtigste Spiel der Saison. An wen denkt Bärbel Bas, wenn sie beim Machtpoker am Koalitionstisch Friedrich Merz gegenübersitzt? Ärgert sie sich über das Image der sturen, ideologischen Reformbremse? Und kann Bas die SPD noch in bessere Zeiten führen? Oder steht sie als Parteivorsitzende kurz vor dem Endspiel? Für das ARD-Format „Konfrontation“ hat der renommierte Journalist Markus Feldenkirchen Bärbel Bas über mehrere Monate begleitet – in ihrem Alltag als Arbeitsministerin, im politischen Berlin und in ihrer Heimat Duisburg, Bas’ Rückzugs- und Zufluchtsort. Das Ergebnis ist ein persönliches Doku-Portrait über eine Politikerin, deren eigener Lebensweg eng mit den Themen verbunden ist, über die sie heute entscheidet. Feldenkirchen trifft Menschen aus ihrem Umfeld und begleitet sie dorthin, wo sie herkommt und wo sie sich bis heute zu Hause fühlt. Am Ende konfrontiert Feldenkirchen Bärbel Bas mit seinen Einschätzungen und Beobachtungen. (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 28.09.2026 Das Erste
  • Folge 102 (45 Min.)
    Sabine Heinrich möchte wissen, warum Frauen in den Wechseljahren so oft unsichtbar bleiben – im Job, in der Medizin und in der Gesellschaft generell.
    „Bin ich schon in den Wechseljahren – und wenn ja, was heißt das eigentlich?“ Moderatorin Sabine Heinrich ist 49 und merkt: Da verändert sich etwas. Körperlich, emotional, hormonell. Und sie ist damit nicht allein. Neun bis elf Millionen Frauen in Deutschland befinden sich derzeit in den Wechseljahren – oft einhergehend mit Hitzewallungen, Schlafproblemen, Erschöpfung oder Konzentrationsstörungen. Trotzdem wird über die Wechseljahre noch immer nicht genug gesprochen. Das ist nicht nur für Frauen ein Problem. Eine Studie der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin beziffert die volkswirtschaftlichen Kosten durch Wechseljahresbeschwerden auf rund 9,4 Milliarden Euro im Jahr. Und viele betroffene Frauen arbeiten in Branchen, in denen Fachkräfte dringend gebraucht werden. In der ARD Story „Die Wechseljahre: Zu heiß für Deutschland?“ fragt Sabine Heinrich nach: Warum bleiben die Bedürfnisse von Frauen in dieser Lebensphase so oft unsichtbar – im Job, in der Medizin und in der Gesellschaft generell? Obwohl zwei Drittel der Betroffenen Beschwerden haben, fehlt es vielerorts an guter Aufklärung, passender medizinischer Versorgung und echter Anerkennung. Sabine Heinrich spricht mit Frauen, die offen erzählen, was die Wechseljahre mit ihnen machen. Sie trifft Ärztinnen, Forscherinnen, Aktivistinnen, Unternehmerinnen, Polizistinnen und Politikerinnen. Außerdem reist sie nach England, wo ein neues Gesetz Arbeitgeber dazu verpflichtet, Frauen am Arbeitsplatz konkret zu unterstützen. Die ARD Story zeigt: Die Wechseljahre sind kein privates Problem von Frauen. Sie betreffen Gesundheit, Arbeit, Gleichberechtigung – und die Frage, wie ernst unsere Gesellschaft Frauen in dieser Phase nimmt. (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 12.10.2026 Das Erste
  • Folge 103 (45 Min.)
    Wie kann der öffentliche Nahverkehr wieder ein sicherer Ort für alle werden.
    Viele Menschen fühlen sich in Bus und Bahn nicht mehr sicher. Die „ARD Story“ fragt, wie es um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr steht und was nötig ist, damit Fahrgäste sowie Fahrerinnen und Fahrer sich wieder geschützt fühlen. Die Doku begleitet Beschäftigte und Fahrgäste im Nahverkehr und zeigt, wie sie mit Gewalt, Bedrohungen und Angst umgehen. Fahrerinnen und Fahrer der Rheinbahn in Düsseldorf berichten von Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffen. „Wenn Männer aggressiv und laut werden, hat man immer ein mulmiges Gefühl“, sagt Straßenbahnfahrerin Sabine Weigle. Die Rheinbahn reagiert mit neuen Sicherheitskonzepten. Dazu gehören KI-gestützte Kameras, Bodycams und zusätzliche Sicherheitskräfte. „Ich möchte, dass die Menschen – sowohl die Fahrgäste als auch die Mitarbeiter – spüren, dass wir ihre Ängste und Sorgen ernst nehmen, handeln und dass wir darauf einzahlen wollen, jeden Tag besser zu werden“, sagt Vorstandsvorsitzende Anette Grabbe. Die Doku nimmt auch die Perspektive der Fahrgäste in den Blick und fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen von Zivilcourage. Ein Dresdener Fahrgast berichtet, wie er in einen Streit in der Bahn verwickelt war: „Da haben die Leute weggeguckt. Ich würde sagen aus Angst. Aus Angst nicht zu wissen, was vielleicht als nächstes passiert“. „Nächster Halt: Auf die Fresse? Angst in Bus und Bahn“ sucht Antworten auf die Frage, wie der öffentliche Nahverkehr wieder ein sicherer Ort für alle werden kann. (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 19.10.2026 Das Erste
  • Folge 104 (45 Min.)
    Krankenhäuser müssen heute auf Krisen vorbereitet sein, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar schienen. Flut und Hitze, Hackerangriffe, Terror, Sabotage und Krieg sind längst keine abstrakten Szenarien mehr. Wie gut ist das deutsche Gesundheitssystem auf diese neue Realität vorbereitet? Und was ist uns eine verlässliche medizinische Versorgung in einer zunehmend unsicheren Welt wert? Unsere Krankenhäuser müssen heute auf Krisen vorbereitet sein, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar schienen. Die Covid-19-Pandemie wurde zum Härtetest: Sie zeigte, was unsere Kliniken leisten können, aber auch, wie sie an ihre Belastungsgrenzen geraten. Flut und Hitze, Hackerangriffe, Terror, Sabotage und Krieg sind längst keine abstrakten Szenarien mehr. Für den möglichen NATO-Bündnisfall wird mit täglich rund 1.000 zusätzlichen Patientinnen und Patienten gerechnet, die versorgt werden müssten. Sind die Kliniken auf diese neue Realität vorbereitet? Diese Sicherheitslage trifft auf ein ohnehin belastetes System im Umbruch: Krankenhausreform und wirtschaftlicher Druck, Investitionsstau, Personalmangel und der demografische Wandel erschweren es den Kliniken, ihren Versorgungsauftrag zu erfüllen. Und was im Normalbetrieb als effizient gilt, kann in der Krise zum Sicherheitsrisiko werden: Wo Reserven fehlen, wird es schwieriger, außergewöhnliche Belastungen abzufangen. Krankenhäuser müssen auch dann funktionieren, wenn zentrale Versorgungsstrukturen ausfallen. Das ist besonders herausfordernd, weil alles zusammenhängt: Strom, Wasser, IT, Logistik, Kommunikation und medizinische Versorgung greifen ineinander. Fällt ein Bereich aus, kann das den gesamten Betrieb gefährden. Das St.-Antonius-Hospital in Eschweiler hat vor fünf Jahren erlebt, wie schnell ein Krankenhaus selbst zum Krisenort werden kann. Als das Hochwasser kam, fiel nach und nach die Infrastruktur aus. Schließlich trat der äußerste Krisenfall ein: die Evakuierung von rund 300 Patientinnen und Patienten. Unter höchstem Druck mussten die Verantwortlichen improvisieren und auf eine Lage reagieren, die sich immer wieder veränderte. Bis heute lässt sie die Flutnacht nicht los. Gerade angesichts zunehmender Extremwetter-Ereignisse wird deutlich, wie wichtig es ist, die eigenen Risiken zu kennen und Vorsorge zu treffen. Das Universitätsklinikum Frankfurt am Main traf es im Oktober 2023: Nach einem Hackerangriff war es gezwungen, sein internes Netzwerk vom Internet zu trennen. Was als Angriff auf die digitale Infrastruktur begann, wurde innerhalb kürzester Zeit zu einer Krise für den gesamten Betrieb. Die medizinische Versorgung lief weiter, aber eine der größten Kliniken Deutschlands musste plötzlich ohne digitale Vernetzung funktionieren. Der Vorfall hat gezeigt, wie abhängig ein modernes Krankenhaus von funktionierender Informationstechnik ist. In einer Zeit, in der Krankenhäuser zunehmend Ziel von Cyberkriminellen sind, ist IT-Sicherheit eine Voraussetzung für eine sichere Patientenversorgung. An der Berliner Charité richtet sich der Blick nach vorn: Das größte Universitätsklinikum Europas bereitet sich auf mögliche Krisenlagen vor, die über den klassischen Katastrophenschutz hinausgehen. In Übungen mit der Bundeswehr wird der Ernstfall trainiert, die eigene Infrastruktur auf ihre Krisenfestigkeit geprüft und das Personal für die veränderte Sicherheitslage sensibilisiert. Dabei rücken auch Szenarien in den Fokus, auf die sich Krankenhäuser lange kaum vorbereiten mussten. Ein Blick nach Schweden zeigt, wie andere Länder diese Herausforderung angehen. Die Verantwortlichen in allen drei Häusern ringen mit grundlegenden Fragen: Wie viel Vorsorge braucht ein Krankenhaus, um auch in einer schweren Krise handlungsfähig zu bleiben? Und wo liegen die Grenzen dessen, was eine einzelne Klinik leisten kann? Wie krisenfest unsere Krankenhäuser sind, entscheidet sich nicht allein vor Ort. Es braucht politische Entscheidungen, klare Strukturen und Zusammenarbeit – aber auch den Mut, Schwachstellen offen zu benennen und aus Krisen zu lernen. Nur wer die eigenen Verwundbarkeiten kennt, kann sich entsprechend vorbereiten. Damit stellt sich auch die gesellschaftliche Frage: Was ist uns eine verlässliche medizinische Versorgung in einer zunehmend unsicheren Welt wert? Diese „ARD Story“ ist eine Produktion von DOCDAYS Productions im Auftrag von rbb und HR. (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 21.10.2026 Das Erste

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