Deutschland ist Mieter:innen-Land: Mehr als 50 Prozent der Menschen wohnen zur Miete. Der Wohnungsbau stockt, Spekulant:innen treiben die Preise nach oben, bezahlbare Wohnungen verschwinden vom Markt. Was muss sich ändern, um aus der Mietkrise herauszukommen? Die ARD-Mitmachaktion sammelt Erfahrungen von Mietenden in Deutschland. Wie könnte es besser laufen? Die „ARD Story“ dokumentiert die Aktion. Eine junge Familie verdient gut und trotzdem ist das Geld immer knapp, weil sie fast die Hälfte ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben muss. Ein Paar kurz vor der Rente würde sich gern verkleinern, doch weniger Quadratmeter würden viel mehr kosten, als sie im Moment zahlen, weil die Angebotsmieten durch die Decke gehen.
Nur zwei der vielen Rückmeldungen aus der ARD-Mitmachaktion „#besserwohnen“. Deutschland steckt in einer Mietkrise. Betroffene berichten von unberechtigten Eigenbedarfskündigungen und Mietwucher. Gleichzeitig steigt die Rendite von börsennotierten Wohnungsgesellschaften, weil die ihre Profite ausschütten, statt in den Erhalt ihrer Objekte oder gar den Neubau von Wohnungen zu investieren. Wie wohnt Deutschland? Was sind die drängendsten Probleme? Und mit welchen Konzepten findet man den Weg aus der Misere? Die ARD Story begleitet die Mitmachaktion „#besserwohnen“ über Monate und stellt die neuen Erkenntnisse vor, sowie Modellprojekte, mit denen die Mietkrise zu stoppen wäre. (Text: ARD)
Für bedrohte Personen, wie die ägyptische Exiljournalistin Basma Mostafa, birgt der kommerzielle Handel mit Standortdaten erhebliche Risiken.
Bild: BR/Stefanie Barnes
Was viele Smartphone-Nutzer wissen: Die Apps auf ihren Handys sammeln detaillierte Standortdaten. Was den meisten jedoch nicht bewusst ist: Die Informationen landen oft in einem undurchsichtigen, weltweiten Netzwerk aus Datenhändlern und Werbefirmen. Es geht um vermeintlich anonyme Daten, die aber Wohnorte und Arbeitsplätze offenbaren – bis hin zu Bordellbesuchen oder Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken. Dieser Film zeigt, wie leicht ahnungslose Nutzer ins Visier von Stalkern, Kriminellen oder Geheimdiensten geraten können.
Er macht deutlich, wie harmlos erscheinende Apps zum Sicherheitsrisiko werden – für Regierungen und selbst für Soldaten im Krieg. Grundlage dieser ARD Story ist eine der bislang größten Recherchen dieser Art: Ein Team aus Bayerischem Rundfunk, netzpolitik.org, Le Monde und weiteren Partnermedien hat rund zehn Milliarden Standortdaten ausgewertet. Eine Spurensuche, die um die halbe Welt führt. Zu einer ägyptischen Exiljournalistin in Berlin, die bedroht wird. Nach Brüssel, wo hochrangige Mitarbeiter der EU-Kommission betroffen sind.
Nach Washington, wo Politiker ein Sicherheitsrisiko für US-Agenten in Europa sehen. Oder an die ukrainische Front, wo Soldaten in den Datensätzen ihre eigenen Stellungen wiedererkennen. Schließlich führt die Recherche zu einem Händler in Florida, der die Standortdaten deutscher und französischer Smartphone-Nutzer verkauft hat. So entsteht ein Film, der deutlich macht, welch immense Risiken dieses Milliardengeschäft mit sich bringt – auch für Menschen in der Europäischen Union mit ihren vermeintlich strengen Datenschutzregeln. (Text: ARD)