bisher 33 Folgen, Folge 1–17

    • Folge 1 (20 Min.)

      Tag für Tag weitet sich die Coronakrise in einem Tempo aus, das es den Menschen schwer macht, noch Schritt zu halten mit der Informationsflut zu den Geschehnissen. Der NDR präsentiert mit dem „After Corona Club“ jetzt ein Gesprächsformat mit Anja Reschke, das auf Entschleunigung setzt und zum Nachdenken anregen will. Was macht das Virus mit einem persönlich, mit der Gesellschaft insgesamt, mit der Politik? Und: Wie wird die Welt nach Corona aussehen? Werden alle so weitermachen wie vorher oder wird die Gesellschaft eine ganz andere sein? Darüber, über Einschätzungen und auch Forderungen für die Zeit nach der Krise, spricht Anja Reschke mit Fachleuten aus Psychologie, Wirtschaft, Soziologie und Politik, Wissenschaft und Medizin, unter anderem mit dem Soziologen Harald Welzer, dem Ökonomen Thomas Straubhaar, der Klimaexpertin Claudia Kemfert oder dem Zukunftsforscher Matthias Horx.

      In der Auftaktfolge ist der Soziologe Harald Welzer der Interviewpartner im Gespräch mit Anja Reschke. (Text: NDR)

      Deutsche ErstausstrahlungMo 06.04.2020NDRDeutsche Online-PremiereMo 06.04.2020NDR Mediathek
    • Folge 2 (15 Min.)

      Darüber spricht Anja Reschke in dieser Folge mit dem Ökonomen Thomas Straubhaar. (Text: NDR)

      Deutsche ErstausstrahlungDi 07.04.2020NDRDeutsche Online-PremiereMo 06.04.2020NDR Mediathek
    • Folge 3 (15 Min.)

      In diesem „After Corona Club“ spricht Anja Reschke mit dem Zukunftswissenschaftler Ulrich Reinhardt aus Hamburg-Rissen über die Zeit nach Corona. (Text: NDR)

      Deutsche ErstausstrahlungMi 08.04.2020NDR
    • Folge 4 (20 Min.)

      In diesem „After Corona Club“ spricht Anja Reschke mit der Klimaexpertin Claudia Kemfert über die Zeit nach Corona. (Text: NDR)

      Deutsche ErstausstrahlungDo 09.04.2020tagesschau24
    • Folge 5 (15 Min.)

      In diesem „After Corona Club“ spricht Anja Reschke mit Susanne Steffes, ZEW (Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) über die Zeit nach Corona. (Text: NDR)

      Deutsche ErstausstrahlungFr 10.04.2020tagesschau24
    • Folge 10 (15 Min.)

      Anja Reschke spricht mit Fachleuten aus Psychologie und Wirtschaft, Soziologie und Politik, Wissenschaft und Medizin. Heute mit Klimaforscher Mojib Latif.

      Städte melden bessere Luft, der Smog lichtet sich, Stickoxid-Belastungen gehen nach unten und in italienischen Häfen sollen Delfine gesichtet worden sein. Retten wir gerade das Klima? „Man muss schon sehen, dass man das Klima nicht retten kann, indem man kurzfristig irgendwelche Dinge tut“, sagt Mojib Latif, Klimaforscher vom Geomar in Kiel. „Das Klima ist wie ein träger Tanker. Das reagiert nur auf die langfristige Strategie.“Für den Klimaschutz müssten wir zum Beispiel das Pariser Klimaabkommen einhalten und den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 oder spätestens 2060 auf Null senken. Aber wird noch Geld für Klimaschutz da sein, wenn nach der Corona-Krise die Wirtschaft wieder angekurbelt werden muss? „2007 gab es schon mal einen riesen Klima-Hype“, erinnert sich Latif, „und dann kam die Finanzkrise und die Weltwirtschaftskrise. Dann war das Thema weg und die Treibhausgas-Emissionen sind immer weiter angestiegen. In dieser Situation befinden wir uns jetzt auch wieder. Die öffentliche Aufmerksamkeit war extrem hoch durch Greta Thunberg, die ‚Fridays for Future‘-Bewegung und natürlich auch aufgrund des extrem heißen Sommers 2018. Jetzt haben wir wieder so eine enorme Krise, die wir zu bewältigen haben.“ Es dürfe nicht sein, dass nach der überstandenen Coronavirus-Krise alles so weitergehe wie bisher. Gemeinsame Lösung globaler Krisen Mojib Latif sieht Parallelen zwischen der Corona-Krise und der Klimakrise, trotz der großen Unterschiede: Die eine geht sehr schnell, die andere sehr langsam – vom Virus sind wir direkt betroffen, während der Klimawandel für viele abstrakt ist. Doch lösbar sind solche großen Krisen nur gemeinsam. „Hätte China gleich die Weltgesundheitsorganisation informiert, hätte die Welt sich gleich gemeinsam vorbereitet. Dann wäre die Lage nicht so eskaliert, wie es jetzt der Fall ist“, meint Latif. Und bei der Klimakrise ärgert er sich: „Es geht um internationale Kooperation, aber die findet nicht statt, weil solche Vollidioten – Entschuldigung, dass ich das sage – wie Donald Trump und Jair Bolsonaro der Wissenschaft einfach nicht zuhören und glauben, alles besser zu wissen.“ (Text: 3sat)

      Deutsche ErstausstrahlungFr 17.04.2020tagesschau24
    • Folge 11
      Deutsche ErstausstrahlungMo 20.04.2020NDR
    • Folge 12
      Deutsche ErstausstrahlungDi 21.04.2020NDR
    • Folge 13

      Kontaktverbot, Ausgangssperren, Geschäftsschließungen – solche massiven Grundrechtseinschränkungen hätte sich bei uns bis vor Kurzem keiner vorstellen können. Für Prognosen, Einschätzungen und auch Forderungen gibt es den „After Corona Club“ – den Debattierclub unserer Zeit: Anja Reschke spricht in dieser Sendung mit der Verfassungsrechtlerin Sophie Schönberger.

      „Wenn Sie mich vor zwei Monaten gefragt hätten, ob solche Einschränkungen vorstellbar sind, hätte ich wahrscheinlich den Kopf geschüttelt und gesagt: ‚Ich kann mir keine Situation vorstellen, in der solche massiven Eingriffe in die Freiheitsrechte praktisch aller Bürger gerechtfertigt sein könnten.‘ Jetzt hat sich alles geändert, und wir haben eine Situation, in der genau das passiert“, sagt Verfassungsrechtlerin Sophie Schönberger. „Das ist etwas, was wir entweder aus Kriegszeiten oder aus Militärdiktaturen kennen. Das hat keine Vorbilder in unserer Nachkriegsgesellschaft.“ Es ist ein Abwägen zwischen den Einschränkungen von Freiheiten und dem Schutz eines höheren Ziels: dem Leben und der Gesundheit der Menschen. Im Föderalismus darf jedes Bundesland selbst entscheiden: In Nordrhein-Westfalen ist Picknick im Park erlaubt, in Sachsen verboten. In Bayern darf man nicht mal allein auf einer Bank ein Buch lesen. Angela Merkel darf nicht durchgreifen, nur Empfehlungen abgeben. „Der Bund hat ja gar keine Kompetenzen. Das müssen die Länder machen“, erklärt Sophie Schönberger. So sei die verfassungsrechtliche Lage. Aber man würde jetzt den ganz typischen Fall sehen, dass man zwar rechtlich gesehen mit dem Föderalismus arbeite, doch in der Praxis „die meisten Leute eigentlich eine einheitliche Regelung wollen“. Keine „Notstandsgesetze“ Das Land ist im Krisenmodus, viele Maßnahmen werden unter Zeitdruck beschlossen. Doch juristisch kann man nicht von „Notstandsgesetzen“ sprechen: Das Parlament hat bei uns nach wie vor eine wichtige Kontrollfunktion. Und auch wenn viele Maßnahmen überraschend einstimmig und schnell beschlossen werden, funktioniert auch die Opposition. Das demokratische System bewährt sich, glaubt die Verfassungsrechtlerin Sophie Schönberger: „Solche Krisen sind natürlich immer großartige Zeiten für Freunde von autoritären Systemen, die sagen: ‚Ach, dieses Gelaber in der Demokratie, alles ist schwierig, und es dauert immer länger. Durchregieren ist doch viel besser.‘ In jeder Krise bekommen autoritäre Strukturen Aufwind. Aber der Preis, wenn man auf diese Weise eine Krise bewältigen will, ist natürlich extrem hoch. Als überzeugte Demokratin sage ich natürlich: Wir sehen doch gerade im Moment, dass es funktioniert, dass unsere Institutionen, dass unser ganzes Verfassungssystem krisenfest ist, hurra, das ist doch ein wunderbares Zeichen.“ Was macht die Corona-Krise mit uns? Mit unserer Gesellschaft? Mit unserer Welt? Noch stecken wir mittendrin – aber viele fragen sich inzwischen: Wie sieht die Zeit nach Corona aus? (Text: 3sat)

      Deutsche ErstausstrahlungMi 22.04.2020tagesschau24
    • Folge 14
      Deutsche ErstausstrahlungDo 23.04.2020NDR
    • Folge 15
      Deutsche ErstausstrahlungFr 24.04.2020tagesschau24
    • Folge 16
      Deutsche ErstausstrahlungMo 27.04.2020NDR

    weiter

    Erinnerungs-Service per E-Mail

    TV Wunschliste informiert Sie kostenlos, wenn After Corona Club im Fernsehen läuft.

    Auch interessant…