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      Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo begrüßen folgende Gäste:

      Annalena Baerbock
      Ein aufregendes Jahr liegt hinter Annalena Baerbock: Im April wurde sie die erste Kanzlerkandidatin von Bündnis 90/​Die Grünen. Sie bescherte ihrer Partei ein Umfragehoch, musste sich persönlich aber auch mit Plagiatsvorwürfen rund um die Veröffentlichung ihres Buches auseinandersetzen und räumte schließlich Fehler ein. Kanzlerin ist die gebürtige Niedersächsin nach der Bundestagswahl zwar nicht geworden, holte aber das beste Ergebnis der Parteigeschichte. Welche Bilanz die zweifache Mutter über die letzten zwölf Monate zieht, welche nächsten Ziele sie hat und warum sie gern in die Kirche geht, sich aber trotzdem als „nicht ganz gläubig“ bezeichnet, erzählt die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/​Die Grünen bei „3nach9“.

      Richard Oetker
      In bestimmt jedem Haushalt findet sich ein Produkt wie Backmischung, Tiefkühlpizza, Puddingpulver aus der Familiendynastie wieder, aus der Richard Oetker stammt. Der Urenkel des Unternehmensgründers und heutige Beiratsvorsitzende erlangte jedoch auch traurige Bekanntheit: Vor genau 45 Jahren wurde er entführt und von den Tätern schwer mit Stromstößen misshandelt. Die Tat habe ihn einsam gemacht, sagte er einmal, weil Menschen mit „anderen, die einen Schicksalsschlag erlitten haben, nicht umgehen können“. Auch deshalb engagiert sich der heute 70-Jährige intensiv in der Opferorganisation Weißer Ring. Bei „3nach9“ erklärt Richard Oetker, wie es ihm gelungen ist, noch nie jemandem gegenüber, auch nicht dem Entführer, Hass zu empfinden.

      Petra Gerster und Christian Nürnberger
      In den letzten Monaten hört und liest man es immer häufiger: Menschen gendern Substantive und achten vermehrt darauf, niemanden mit ihrer Sprache auszuschließen. Die Diskussion über die sogenannte Identitätspolitik greift auf den Alltag über, stiftet mancherorts Chaos, bisweilen Protest, findet aber auch Zustimmung. Ist diese neu gewonnene Sprache eher als Stillstand oder als Chance zu begreifen, fragt sich das preisgekrönte Journalisten-Ehepaar Petra Gerster und Christian Nürnberger. Über die gemeinsame Arbeit an ihrem Buch, 36 Jahre Eheleben und wie es sich für Petra Gerster anfühlt, seit ein paar Wochen nicht mehr um 19:00 Uhr die Nachrichten im ZDF zu präsentieren, berichten beide bei „3nach9“.

      Dar Salim
      Die Lebensgeschichte dieses Mannes ist hollywoodreif. Aber im Hollywood war er ja schon. Als Kind floh der dänische Schauspieler Dar Salim mit seiner Familie aus dem Irak über Syrien und Bulgarien bis nach Dänemark. Nach dem Abitur wurde er Soldat bei der Königlichen Leibgarde, später arbeitete er jahrelang als Pilot, nahm parallel Schauspielunterricht und landete schließlich im international erfolgreichen Fantasy-Epos „Game of Thrones“. Für seine Rolle als Kommissar Mads Andersen, „Angestellter im bremischen Polizeidienst“, im Bremer „Tatort“-Trio musste er ordentlich Deutsch pauken. Die Moderatoren freuen sich, dass er kurz vor der Ausstrahlung seines zweiten „Tatort“ bei „3nach9“ seine Talkshow-Premiere in Deutschland feiert.

      Cassandra Steen
      Wenn Cassandra Steen zu singen beginnt, gibt es wohl kaum eine Person, die die Intensität ihrer Stimme nicht am ganzen Körper wahrnimmt. Eine langanhaltende Musikkarriere, Duette mit namhaften Künstler*innen und zuletzt ihre erfolgreiche Teilnahme bei „The Masked Singer“ bezeugen dies. Privat ist von der Sängerin, die bei ihren Großeltern in der Nähe von Stuttgart aufgewachsen ist, eher wenig bekannt. Warum ihre schwäbische Großmutter amerikanische Staatsbürgerin wurde und wie Cassandra Steen erst kürzlich und rein zufällig ihren leiblichen Vater ausfindig machte, berichtet die Sängerin, inklusive weihnachtlich musikalischer Kostprobe, bei „3nach9“.

      Jonas Deichmann
      Seinen Beruf bei einer IT-Firma gab Jonas Deichmann auf, Extremsportler zu sein, erschien ihm die spannendere Alternative. Mit dem Fahrrad bezwang der 34-Jährige die Panamericana in Rekordzeit und benötigte nur 72 Tage, um auf zwei Rädern vom Nordkap bis nach Kapstadt zu fahren. Das alles war für ihn nur eine Art Trainingslager. Der gebürtige Stuttgarter ging 2020 auf außergewöhnliche Mission: im Triathlon die Welt umrunden. In 117 Tagen absolvierte er 120 Marathons, durchschwamm die Adria und fuhr mit dem Rad durch Europa und Asien bis nach Wladiwostok. In Mexiko trägt der Mann mit dem Rauschebart und der roten Kappe mittlerweile den Spitznamen „Forrest Gump alemán“. Die Moderatoren hoffen sehr, dass er es noch rechtzeitig ins „3nach9“-Studio nach Bremen schafft, um von seinen Reiseabenteuern zu berichten. (Text: NDR)
      Deutsche ErstausstrahlungFr 03.12.2021NDR

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