2026 (Folge 3816⁠–⁠3839)

  • Folge 3816 (46 Min.)
    Bild: Arte
    Géraldine Nakache: Mechanismen der Kontrolle filmen, das Schweigen brechen In ihrem neuen Film „Si tu penses bien“ (Wenn du nur richtig denkst) beschäftigt sich die Regisseurin und Schauspielerin Géraldine Nakache mit psychischer Kontrolle und narzisstischem Missbrauch. Gil (Monia Chokri) und Jacques (Niels Schneider) sind unsterblich ineinander verliebt. Doch nach und nach gerät ihre Beziehung unter den Einfluss des Mannes: Seine Beleidigungen und Drohungen nehmen zu, ebenso wie seine psychische Kontrolle. Er isoliert Gil zunehmend von ihrem Umfeld und instrumentalisiert ihre jüdische Religion, um sie weiter einzuschränken. Nakache stellte den Film am vergangenen Wochenende außerhalb des Wettbewerbs in Cannes vor. Kinostart ist am 16. September 2026. Ebola, Hantavirus … Ist die Welt auf neue Viren ausreichend vorbereitet? Am 17. Mai erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgrund der neuen Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo den internationalen Gesundheitsnotstand – die zweithöchste Alarmstufe. Bereits zwei Tage zuvor hatten afrikanische Gesundheitsbehörden erste Fälle in der Provinz Ituri bestätigt, die an Uganda und den Südsudan grenzt. Bislang wurden über 130 Todesfälle registriert. Zudem sorgten in den vergangenen Wochen Hantavirus-Infektionen an Bord des Kreuzfahrtschiffs „MV Hondius“ für internationale Aufmerksamkeit: Elf Fälle wurden nachgewiesen, drei davon verliefen tödlich. Am 19. Mai beginnt in Genf der jährliche WHO-Gipfel. Ein vor einem Jahr beschlossener internationaler Pandemie-Vertrag, der unter anderem den Austausch von Erregerdaten regeln sollte, ist aufgrund anhaltender Spannungen bisher nicht in Kraft getreten. Außerdem: Der Historiker Xavier Mauduit berichtet anlässlich der Suche nach einer Brillenschlange im Département Haute-Garonne von einer Frau aus Toulouse, die im 13. Jahrhundert als eines der ersten Opfer der Hexenverfolgung galt. Der Vorwurf: Sie habe ein Wesen mit Schlangenschwanz zur Welt gebracht. Marie Bonnisseau stellt „Halupedia“ vor – eine gefälschte Version der Wikipedia, die ausschließlich auf KI-generierten Halluzinationen beruht. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 23.05.2026 arte
  • Folge 3817 (46 Min.)
    Bis dass der Tod uns scheidet: Siri Hustvedts Liebeslied auf Paul Auster Mehr als vierzig Jahre lebte Siri Hustvedt an der Seite des amerikanischen Schriftstellers Paul Auster, weltberühmt für seine New-York-Trilogie. In Ghost Stories. Ein Buch der Erinnerung (Rowohlt) erzählt die Schriftstellerin und Essayistin von ihrer besonderen Beziehung zu Auster, der im April 2024 an Lungenkrebs starb. Hustvedt begann nur wenige Tage nach seinem Tod mit dem Schreiben dieses Buches. Für sie waren die Worte eine Notwendigkeit, um Schmerz und Verlust zu begegnen: „Es war ein Versuch der Wiedergeburt.“ Trump und Putin in Peking: Ist China wieder das Zentrum der Welt? Nach Donald Trump ist nun Wladimir Putin an der Reihe. Für den US-Präsidenten war der Besuch hochsymbolisch: Seit neun Jahren hatte kein amtierender amerikanischer Präsident mehr China besucht. Für den russischen Präsidenten ist es bereits der 25. Besuch bei seinem chinesischen Amtskollegen. Xi Jinping pries die „strategische Koordination“ mit Russland und sprach von „unerschütterlicher Beharrlichkeit“. Binnen weniger Monate empfing er zahlreiche Staats- und Regierungschefs, darunter EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und den indischen Premierminister Narendra Modi. Welche Rolle spielt China in einer von zahlreichen Krisen geprägten Welt? Außerdem: Zum 50. Geburtstag des französischen Loto blickt Xavier Mauduit auf die Geschichte der staatlichen Zahlenlotterie. Marie Bonnisseau befasst sich mit dem Vorstoß von Bildungsminister Édouard Geffray, ein Mindestalter für die Teilnahme am Abitur festzulegen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 25.05.2026 arte
  • Folge 3818 (46 Min.)
    Willkommen im Jahr 2055: Ein Blick in eine klimaneutrale Welt „Wenn ich doch nur 25 Jahre zurückreisen könnte, um all jenen zu sagen, die für diese neue Welt gekämpft haben, dass ihr Einsatz Früchte getragen hat“, schreibt die Geografin Magali Reghezza-Zitt in Bienvenue en 2055. Dans un monde neutre en carbone (Willkommen im Jahr 2055. In einer klimaneutralen Welt). Das als Science-Fiction-Erzählung angelegte Buch, in dem die Autorin 77 Jahre alt ist, führt in eine Zukunft, in der die Gesellschaft Lösungen gefunden hat, um dem Klimawandel zu begegnen. CO₂-Neutralität, weniger Plastik, ein geringerer Konsum tierischer Produkte und die Elektrifizierung des Verkehrs zählen zu den Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die Katastrophe abzuwenden. Agrar-Notstandsgesetz: Kann Frankreich seine Landwirtschaft nachhaltig umbauen? Es ist der dritte Agrargesetzentwurf in weniger als drei Jahren – und wohl der letzte dieser Legislaturperiode. Am 19. Mai begannen die Abgeordneten der Nationalversammlung mit der Prüfung des Notstandsgesetzes zum Schutz und zur Souveränität der Landwirtschaft. Dabei geht es unter anderem um Ernährungssouveränität, das Einkommen der Landwirte, Wasserwirtschaft, ein Ende von Lebensmittelimporten mit in der EU verbotenen Pestizidrückständen und um Schäden durch Wölfe. Landwirtschaftsministerin Annie Genevard spricht von einem „Gesetz der Versöhnung“ zwischen „ökologischer Dringlichkeit“ und „Produktionsnotwendigkeit“. Doch sowohl im Parlament als auch bei den Gewerkschaften stößt der Entwurf in zentralen Punkten auf Kritik. Außerdem: Während gegen Dominique de Villepin im Zusammenhang mit Napoleon-Statuetten wegen des Verdachts der Hehlerei bei der Veruntreuung öffentlicher Gelder ermittelt wird, erzählt Xavier Mauduit, wie der Kaiser in Stein verewigt wurde. Marie Bonnisseau befasst sich mit der Chelsea Flower Show, Großbritanniens größter Gartenschau, auf der Gartenzwerge ihr Comeback feiern. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 26.05.2026 arte
  • Folge 3819 (46 Min.)
    Am Freitag entschlüsselt Renaud Dély die Ereignisse der Woche mit unseren Clubmitgliedern. Heute dabei: Thomas Porcher (Ökonom, Mitglied der Économistes Atterrés), Isabelle Saporta (Publizistin und Leitartiklerin) und Julie Graziani (Publizistin) sowie der Pressezeichner Thibaut Soulcié. Frankreich: Land in der Krise oder Eldorado für Investoren? Laut dem am 21. Mai veröffentlichten Barometer der Unternehmensberatung EY bleibt Frankreich für ausländische Investitionen das attraktivste Land Europas. Trotz dieses Spitzenplatzes ist die Zahl der Industrieprojekte rückläufig: Für 2025 verzeichnet Frankreich einen stärkeren Rückgang als seine europäischen Nachbarn. Kino und Verlagswesen: Rückt der „Kulturkampf“ ins Zentrum der Präsidentschaftswahl 2027? Die Canal+-Affäre und die Drohung von Canal+-Vorstandschef Maxime Saada, eine „schwarze Liste“ der Unterzeichner des offenen Briefs gegen Bolloré anzulegen, sorgen in Politik und Kulturwelt für Aufruhr. Jean-Luc Mélenchon wirft Vincent Bolloré vor, „das Filmschaffen kontrollieren“ zu wollen, während der RN die „sprachlichen Auswüchse“ der Gegner anprangert. Zu Gast ist Didier Wampas, Singer-Songwriter und Sänger der Alternative-Rock-Band Les Wampas. Die Band hat im Februar ihr 15. Album „Où va nous ?“ veröffentlicht. Am 20. Mai hat sich eine Mehrheit der Abgeordneten, darunter der LFI-Abgeordnete Éric Coquerel, gegen die Ernennung von Emmanuel Moulin zum Chef der Banque de France ausgesprochen. Der derzeitige Generalsekretär des Élysée-Palasts und Vertraute von Emmanuel Macron soll Ende Juni die Nachfolge von François Villeroy de Galhau antreten – das Duell der Woche von Frédéric Says. Die Vorstellung der neuen Swatch-Uhr „Royal Pop“ am vergangenen Samstag war so erfolgreich, dass es zu chaotischen Szenen kam. Swatch hatte sich mit dem Schweizer Luxusuhrenhersteller Audemars Piguet zusammengetan, um eine Uhr zum Preis von 400 Euro auf den Markt zu bringen. Marjorie Adelson berichtet im Point Com. Außerdem: David Castello-Lopes’ „Welt der Dinge“ – diesmal zum Thema Büromöbel. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 27.05.2026 arte
  • Folge 3820 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 28.05.2026 arte
  • Folge 3821 (46 Min.)
    Lorenzaccio: Alfred de Musset, „König der Punchline““ und George Sand, „Königin des Politthrillers“ David Bobée inszeniert „Lorenzaccio“ bis zum 5. Juni im Théâtre du Nord in Lille; ab November 2026 geht das Stück auf Tournee. In seiner Inszenierung verbindet Bobée Alfred de Mussets berühmtes romantisches Drama Lorenzaccio mit „Une conspiration en 1537“ (Eine Verschwörung im Jahr 1537), einem Text von George Sand, der Musset zu „Lorenzaccio“ inspiriert haben soll. Was kann politisches Handeln gegen Tyrannei ausrichten? Das Stück zeigt ein Volk, dessen Aufstände im Keim erstickt werden – eine Darstellung, die bis heute nachhallt. Drei Monate Konflikt im Nahen Osten: Wer geht wirklich gestärkt daraus hervor? Seit dem 8. April gilt ein Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Die beiden Länder stehen offenbar kurz vor einer Einigung, um den Krieg im Nahen Osten dauerhaft zu beenden. Im Zentrum steht die Wiedereröffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt. Washington könnte bestimmte Sanktionen aufheben und iranische Vermögenswerte freigeben. Doch die Atomfrage bleibt offenbar ein Streitpunkt: Marco Rubio sprach von einer Frist von „60 Tagen“ für Verhandlungen, während die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, „alle Fragen bezüglich des Atomprogramms“ seien „auf später verschoben“ worden. Zugleich greift das iranische Regime zunehmend zu Hinrichtungen. So wurde Mojtaba Kian am Sonntag wegen Spionage hingerichtet. Außerdem: 18 Départements wurden wegen der Hitzewelle und eines rekordverdächtigen UV-Index auf die gelbe Warnstufe gesetzt – Anlass für Xavier Mauduit, die Geschichte der Sonnencreme zu erzählen. Marie Bonnisseau erklärt, warum die Platanen bis 2037 aus den Straßen Barcelonas verschwinden werden. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 29.05.2026 arte
  • Folge 3822 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 30.05.2026 arte
  • Folge 3823 (46 Min.)
    Enzyklika von Papst Leo XIV.: Ist KI eine neue Form der Sklaverei? Leo XIV. stellte seine erste Enzyklika „Magnifica Humanitas“, die sich der KI widmet, selbst vor. Der Text wurde am 25. Mai veröffentlicht. Eine Enzyklika hat in der Regel lehrenden Charakter und formuliert die Position der Kirche zu einem aktuellen Thema. Der Papst vergleicht künstliche Intelligenz mit „neuen Formen der Sklaverei“ und fordert eine Regulierung von Algorithmen, damit sie nicht über den Menschen herrschen. Zu diesem Thema begrüßt „28 Minuten“ den Schriftsteller Gaultier Bès, der das Buch „La vie machinale: Pourquoi et comment résister à l’IA?“ (Das maschinelle Leben: Warum und wie wir der KI widerstehen sollten) veröffentlicht hat. Unterdrückte Homosexualität, zugespitzte politische Krise: Versinkt Senegal im Chaos? Senegal galt lange als Insel der Stabilität in Westafrika, wird derzeit aber von einer politischen und gesellschaftlichen Krise erschüttert. Präsident Bassirou Diomaye Faye hat sich am 22. Mai von seinem Premierminister und früheren Mitstreiter Ousmane Sonko getrennt. Am 26. Mai wurde Sonko zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt. Die beiden Männer sind vor allem in der Wirtschaftspolitik uneins: Der populäre Ousmane Sonko befürwortet einen souveränistischen Ansatz, während Bassirou Diomaye Faye auf Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds setzt. Zugleich verabschiedete das Land im März 2026 ein Gesetz, das die Repression von Homosexualität erheblich verschärft – obwohl Senegal bis dahin als eines der tolerantesten Länder Afrikas galt. Die Zahl der Verhaftungen von Personen, denen gleichgeschlechtliche Beziehungen vorgeworfen werden, nimmt zu. Außerdem: Die Monnaie de Paris bringt die „Marianne Or“ auf den Markt, eine Münze aus reinem Gold mit dem Bildnis der Marianne – Anlass für Xavier Mauduit, auf die Geschichte dieses Symbols zurückzublicken. Marie Bonnisseau erklärt, warum sich junge Briten verstärkt handwerklichen Berufen zuwenden, insbesondere dem Klempnerhandwerk. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 01.06.2026 arte
  • Folge 3824 (46 Min.)
    Psychedelika als Therapieoption? Die belgische Psychiaterin Caroline Depuydt hat das Buch „La promesse des psychédéliques : Révolutionner la psychothérapie !“ (Das Versprechen der Psychedelika. Die Psychotherapie revolutionieren!) veröffentlicht. Darin plädiert sie für den medizinischen Einsatz von Psychedelika bei therapieresistenten Depressionen oder schweren Angstzuständen, insbesondere bei Menschen, bei denen die in Frankreich zugelassenen Medikamente nicht wirken. Psychedelika sind in Frankreich seit 1966 verboten. Depuydt betont, wie wichtig ein strenges Protokoll aus Vorbereitung, Begleitung und Integration für die Einführung dieser Behandlungsform ist. Nur wenige Länder erlauben solche psychedelisch unterstützten Therapien. Frankreich ächzt unter der Hitze: Trifft uns die Hitzewelle alle gleich? Frankreich erlebt eine für Mai außergewöhnliche Hitzewelle: 13 Départements stehen unter orangefarbener Hitzewarnung, für diese Woche sind Höchstwerte von 38 bis 39°C angekündigt. Kein Gebiet bleibt verschont, selbst für das Département Finistère gilt Warnstufe Gelb. Die Hitzewelle trifft nicht alle gleich: Laut einer Studie der Agentur für Umwelt und Energie aus dem Jahr 2025 leiden 37 Prozent der einkommensschwachen Haushalte unter Hitze in ihren Wohnungen, bei wohlhabenderen Haushalten sind es nur 20 Prozent. Angesichts der Lage beruft Sébastien Lecornu für den 28. Mai eine interministerielle Sitzung ein, um die Vorbereitungen der staatlichen Stellen auf die aktuelle Hitzewelle zu überprüfen und Vorkehrungen für künftige Hitzewellen zu treffen. Außerdem: Das französische Außenministerium hat den russischen Botschafter in Frankreich einbestellt, nachdem Moskau ausländische Diplomaten aufgefordert hatte, Kiew vor neuen Angriffen zu verlassen – Anlass für Xavier Mauduit, die Geschichte der russischen Botschafter in Frankreich zu erzählen. Marie Bonnisseau erklärt, was „Catnomics“ ist: eine japanische Milliardenindustrie, die auf der Liebe zu Katzen basiert. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 02.06.2026 arte
  • Folge 3825 (46 Min.)
    Hat Frankreich seine koloniale Vergangenheit aufgearbeitet? Am 28. Mai stimmten die Abgeordneten für die Aufhebung des Code Noir. Der 1685 verfasste Kodex regelte den Status der Sklaven, die als „bewegliches Eigentum“ galten, und schrieb die Macht ihrer Herren rechtlich fest. Die Frage finanzieller Entschädigungen für die Opfer der Sklaverei und des Sklavenhandels muss jedoch noch diskutiert werden. Skandal um die außerschulische Betreuung: Braucht es „schwarze Listen“ zum Schutz der Kinder? Bildungsminister Édouard Geffray fordert die Einrichtung einer „schwarzen Liste“ für pädagogische Kräfte in der außerschulischen Betreuung, die „aufgrund ihres Verhaltens gegenüber Minderjährigen entlassen wurden, selbst wenn sie nicht verurteilt worden sind“. Der Vorstoß folgt auf zahlreiche Skandale um sexuellen Missbrauch von Minderjährigen, die in den vergangenen Monaten die französischen Vorschulen erschüttert haben. Zu Gast ist die Journalistin und Gartenexpertin Catherine Delvaux, die ihr Buch „La belle histoire des jardins“ (Die schöne Geschichte der Gärten) vorstellt. Gemeinsam mit dem Zeichner Simon Hureau erzählt sie die Geschichte der Gärten in Comicform. Am 28. Mai fand nach einer für Mai beispiellosen einwöchigen Hitzewelle eine interministerielle Sitzung statt. Marine Tondelier, die Vorsitzende der Écologistes, zeigte sich „entsetzt über den Grad der Unvorbereitetheit“ der Regierung. Laut Matignon seien „alle Maßnahmen ergriffen worden“ und die Krise sei unter Kontrolle – das Duell der Woche von Frédéric Says. Influencer haben ihre neue Marotte entdeckt: Sardinen. Mit hohem Nährwert, erschwinglichem Preis und ansprechender Verpackung haben sie alles, um zum Starprodukt der Saison zu werden – ihr Verbrauch steigt bereits stark an. Marjorie Adelson berichtet. Außerdem: die Internationale Schlagzeile über die Enzyklika von Leo XIV, die der Gäste ausgewählten Fotos der Woche sowie David Castello-Lopes’ Welt der Dinge über aufblasbare Fahrräder. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 03.06.2026 arte
  • Folge 3826 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 04.06.2026 arte
  • Folge 3827 (46 Min.)
    Der Film, der de Gaulle vom Sockel holt Nach dem Erfolg von „Le Chant du loup“ (deutscher Titel: The Wolf’s Call – Entscheidung in der Tiefe) kehrt Regisseur, Autor und Ex-Diplomat Antonin Baudry mit „La Bataille de Gaulle“ zurück – einer zweiteiligen Filmbiografie über Charles de Gaulle. Der erste Teil, „L’âge de fer“ (Das eiserne Zeitalter), startet am 3. Juni in den Kinos, der zweite Teil, „J’écris ton nom“ (Ich schreibe deinen Namen), folgt am 3. Juli. Der in Cannes außer Konkurrenz gezeigte Auftaktfilm beleuchtet die prägenden Jahre 1940 bis 1942, in denen sich das Leben des späteren Generals grundlegend verändert. Baudry porträtiert de Gaulle – gespielt von Simon Abkarian – als nahbaren, aber angespannten Charakter, eingebettet in intime Szenen und historische Schlachten wie Bir Hakeim und Dakar. Rekord bei ausländischen Investitionen in Frankreich: Trügt der Schein? Frankreich hat sich zum siebten Mal in Folge als Europas attraktivstes Land für ausländische Investitionen behauptet: Im Jahr 2025 wurden 852 Projekte verzeichnet – vor dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Beim „Choose France“-Gipfel am 1. Juni im Schloss Versailles verkündete Präsident Emmanuel Macron ausländische Investitionszusagen in Höhe von über 93 Milliarden Euro. Doch das wirtschaftliche Gesamtbild fällt weniger positiv aus: Im ersten Quartal 2026 schrumpfte das BIP um 0,1 Prozent, die Inflation bleibt hoch, die Staatsverschuldung steigt weiter – und die angestrebte Reindustrialisierung kommt nur schleppend voran. Außerdem: Am 1. Juni 2026 wäre Marilyn Monroe 100 Jahre alt geworden. Der Historiker Xavier Mauduit wirft einen Blick auf die Frau hinter der Ikone – und die Geschichte, die den Mythos prägte. Belgien, der weltweit größte Exporteur von Tiefkühlpommes, steht vor einem historischen Problem: Massive Überproduktion an Kartoffeln. Marie Bonnisseau erklärt die Hintergründe. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 05.06.2026 arte
  • Folge 3828 (46 Min.)
    Erlebt der Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs gerade eine Revolution? Das am 31. Mai in Chicago vorgestellte Medikament Daraxonrasib bietet neue Hoffnung bei der Behandlung von metastasierendem Bauchspeicheldrüsenkrebs – der vierthäufigsten Krebsart in Frankreich und zugleich einer der tödlichsten: Die Überlebenserwartung bei metastasierendem Krebs beträgt lediglich 6,7 Monate. Zwar ermöglicht Daraxonrasib keine Heilung, doch es verdoppelt die Lebenserwartung von Patienten, die bereits eine Chemotherapie erhalten haben. Zu Gast ist Pascal Hammel, Leiter der Abteilung für gastrointestinale und medizinische Onkologie am Hôpital Paul-Brousse in Villejuif und Koordinator des französischen Teils der Studie zu Daraxonrasib. Libanon: Gefangen im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah? Trotz eines am 17. April in Kraft getretenen Waffenstillstands spitzt sich der Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah weiter zu. Am 1. Juni drang die israelische Armee tiefer in den Südlibanon vor, während die israelische Regierung die Bevölkerung aufforderte, den Süden Beiruts – ein Machtzentrum der Hisbollah – zu verlassen. Die Evakuierungsorder löste in der Hauptstadt Panik aus, viele Einwohner flohen. Die libanesische Regierung meldet seit dem 2. März mehr als eine Million Vertriebene und 3.412 Tote. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz kündigte seinerseits an, in Beirut werde es „keine Ruhe“ geben, solange die Hisbollah den Norden Israels angreife. Der UN-Sicherheitsrat kam am Montag auf Antrag Frankreichs zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Außerdem: Xavier Mauduit befasst sich mit der Geschichte des Beichtgeheimnisses, das im Rahmen der Verabschiedung des „Post-Bétharram“-Gesetzes zur Bekämpfung sexueller Gewalt an Schulen nicht aufgehoben wurde. Marie Bonnisseau berichtet über den Kampf der Schauspielerin Nastassja Kinski, Nacktaufnahmen aus ihrer Jugend aus einem Film von Wim Wenders entfernen zu lassen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 06.06.2026 arte
  • Folge 3829 (46 Min.)
    Jamie Hewlett: Trauerarbeit à la Gorillaz Die Alternative-Rock-Band Gorillaz tritt am 5. Juni beim We Love Green Festival in Paris und am 11. Juli beim Musilac in Aix-les-Bains auf. Gorillaz wurde 1998 von Damon Albarn, Mitbegründer der Band Blur, und Jamie Hewlett gegründet. Die virtuelle Band beruht auf einem Universum aus Hewletts Zeichnungen und vier Charakteren. Ihr neuntes Album „The Mountain“ erschien im Februar 2026. Begleitend dazu hat Jamie Hewlett einen kurzen Animationsfilm entworfen, inspiriert von den Lebenszyklen im Hinduismus und den Ghibli-Studios. Migration: Schützt die EU ihre Grenzen oder verrät sie ihre Werte? Die Europaabgeordneten und die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich am 1. Juni auf einen Text geeinigt, der es jedem Staat ermöglichen soll, sogenannte „Rückkehrzentren außerhalb der EU“ einzurichten. Diese Zentren könnten vorübergehend Migranten aufnehmen, die das europäische Territorium trotz Ausreiseaufforderung nicht verlassen. Sie würden dorthin weitergeleitet, bis ihr Herkunftsland grünes Licht für ihre Rückkehr gibt. In Europa sehen einige darin eine radikale Lösung, um irreguläre Ankünfte abzuschrecken, während NGOs vor Menschenrechtsverletzungen warnen. Der Text muss noch vom Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten endgültig verabschiedet werden. Außerdem: Xavier Mauduit berichtet über die Geschichte von Stalins Weinsammlung, die derzeit in Georgien versteigert wird. Marie Bonnisseau blickt zurück auf die Restaurierung des Mosaiks mit dem berühmten Stier in Mailand. Millionen von Touristen treten jedes Jahr auf den Stier, weil er der Legende nach Glück bringen soll. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 08.06.2026 arte
  • Folge 3830 (46 Min.)
    Halten unsere Demokratien dem Informationskrieg stand? Die Historikerin Marie Peltier sieht in den Anschlägen vom 11. September 2001 den Beginn einer Verschwörungsspirale, die die westlichen Demokratien nicht aufzuhalten vermochten. In ihrem neuen Buch „La bataille des récits. Comment la propagande antidémocratique a mis à mal nos sociétés“ („Der Kampf der Narrative. Wie die antidemokratische Propaganda unsere Gesellschaften erschüttert hat“) analysiert sie die Instrumentalisierung von Verschwörungen durch politische Akteure und zeigt Wege auf, wie sich das Vertrauen in die Demokratie wiederherstellen lässt. Boom bei E-Autos in Frankreich: Auf, Kinder der Batterie! In Frankreich war im Mai fast jedes dritte verkaufte Neufahrzeug rein elektrisch. Der Anstieg ist vor allem auf die höheren Kraftstoffpreise infolge des Kriegs im Nahen Osten zurückzuführen. Diese Dynamik kommt vor allem neuen Branchenakteuren zugute, allen voran chinesischen Herstellern. Angesichts dieser Konkurrenz investiert die europäische Automobilindustrie, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Stellantis kündigte am 2. Juni Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro in Frankreich an, um dort ab 2029 neue Elektromodelle zu produzieren. Außerdem kündigte der Automobilkonzern die Rückkehr des legendären Citroën 2CV in einer Elektroversion für 2028 an. Außerdem: „La Caverne du Pont-Neuf“, das monumentale Werk des Künstlers JR, das seit mehreren Wochen in Paris zu sehen ist, wurde durch Wind und Regen beschädigt. Xavier Mauduit blickt auf die Geschichte der ältesten Brücke von Paris zurück. Marie Bonnisseau beschäftigt sich mit der Entwicklung von Liebesbotschaften: In Deutschland wurden mehr als 60.000 Briefe aus der Zeit vom 18. Jahrhundert bis heute digitalisiert. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 09.06.2026 arte
  • Folge 3831 (46 Min.)
    Am Freitag entschlüsselt Renaud Dély mit unseren Clubmitgliedern das aktuelle Geschehen. Heute dabei: Jean Quatremer (Journalist, Spezialist für europäische Themen), Catherine Tricot (Leiterin der Zeitschrift Regards), Blanche Léridon (Leiterin der Frankreichstudien am Institut Montaigne) sowie der Pressezeichner Pascal Gros. Ungarn und die EU: Auf dem Weg in eine „neue Ära“? Péter Magyar, der nach den Parlamentswahlen im April ins Amt gekommene ungarische Ministerpräsident, beginnt seine Amtszeit mit zwei Gesten an seine „wichtigen Partner in Westeuropa“, darunter die Aufhebung des ungarischen Vetos gegen den EU-Beitritt der Ukraine. Lyhanna: Ist das Justizsystem gescheitert? Am Freitag, 5. Juni, kam Sébastien Lecornu mit den Ministern für Inneres und Justiz zusammen, um über mögliche Versäumnisse im Fall Lyhanna zu sprechen. Das Mädchen war am 29. Mai in Fleurance im Département Gers verschwunden; 15 Kilometer entfernt wurde eine Leiche gefunden, bei der es sich um Lyhanna handeln könnte. Gegen den inzwischen angeklagten Hauptverdächtigen waren bereits mehrere Meldungen und Anzeigen wegen Vergewaltigung und sexueller Gewalt an Minderjährigen eingegangen. Wir begrüßen die Schriftstellerin, Dichterin und Fotografin Manal Salamé. In ihrem Roman Habibi Beyrouth (Habibi Beirut, La Tribu) zeichnet sie die Reise ihres Alter Ego Amal durch den Libanon nach. Die Feierlichkeiten zum Sieg von PSG im Champions-League-Finale waren von Sachbeschädigungen und Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften geprägt. Jordan Bardella sprach von „bürgerkriegsähnlichen“ Szenen, während Laurent Nuñez seine Sicherheitsvorkehrungen verteidigte – das Duell der Woche von Frédéric Says. Am 2. Juni trat in der M6-Sendung Appel à témoins (Zeugenaufruf) ein Mann auf, der behauptete, als Priester die Beichte von Xavier Dupont de Ligonnès gehört zu haben. Später stellte sich heraus: Der Mann war kein Priester, die Beichte frei erfunden. Marjorie Adelson berichtet im Point Com. Außerdem: die Internationale Schlagzeile über fremdenfeindliche Gewalt in Südafrika, die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche sowie David Castello-Lopes’ Welt der Dinge über die Herstellung von Cannelés. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 10.06.2026 arte
  • Folge 3832 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 11.06.2026 arte
  • Folge 3833 (46 Min.)
    (La)Horde: Politischer Tanz im Zentrum der Kämpfe unserer Zeit Marine Brutti, Jonathan Debrouwer und Arthur Harel lernten sich 2011 in Pariser Queer-Clubs kennen. Daraufhin gründeten sie das Kollektiv (La)Horde. 15 Jahre später leiten sie das Ballett der Stadt Marseille. In ihren Kreationen erforschen sie digitale Kulturen und Formen kollektiver Mobilisierung, die unsere Zeit prägen. Die drei Künstler haben bereits mit Madonna, Rosalía und Angèle zusammengearbeitet. Am 30. Juni und 1. Juli präsentieren sie in der Cité de la Danse in Montpellier ihre neue Kreation Après moi, le déluge (Nach mir die Sintflut), die anschließend in Marseille und dann im Théâtre de la Ville in Paris zu sehen sein wird. Der Fall Lyhanna: Welchen Maßnahmen braucht es zum besseren Schutz von Kindern? Die Leiche der am 29. Mai im Département Gers verschwundenen elfjährigen Lyhanna wurde am 4. Juni gefunden. Der Hauptverdächtige, Jérôme B., wurde wegen Entführung, Freiheitsberaubung und Mordes an einem Kind unter 15 Jahren angeklagt. Gegen ihn lagen bereits mehrere Anzeigen und Meldungen wegen Vergewaltigung vor, darunter eine aus dem Jahr 2025, zu der er nie vernommen worden war. Im Anschluss an einen Schweigemarsch prangerte der Bürgermeister von Fleurance „ein Versagen bei unserer wichtigsten Aufgabe als gewählte Vertreter, als Nation“ an. Am 8. Juni berief Justizminister Gérald Darmanin die Generalstaatsanwälte der 36 Berufungsgerichte ein und forderte sie auf, bis zum 14. Juli „alle Anzeigen, die Kinder betreffen“ – rund 70.000 Fälle – erneut zu prüfen. Für diesen Montag rufen mehrere Persönlichkeiten und Kinderschutzverbände zu Kundgebungen vor den Gerichten und dem Justizministerium auf. Außerdem: Zum 150. Jahrestag des Todes von George Sand erzählt Xavier Mauduit, wie sich die Schriftstellerin für den Erhalt des Waldes von Fontainebleau einsetzte. Marie Bonnisseau berichtet aus Minneapolis, wo die Einwohner jedes Jahr zusammenkommen, um einen riesigen Bleistift anzuspitzen, der aus dem Stamm einer hundertjährigen Eiche gefertigt wurde. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 12.06.2026 arte
  • Folge 3834 (46 Min.)
    Vanille: Die abenteuerliche Geschichte eines unbezähmbaren Gewürzes, das die Welt eroberte Vanille ist aus unserer Ernährung nicht mehr wegzudenken – von Joghurt bis hin zu aromatisiertem Kaffee. Ihre Geschichte ist jedoch weitgehend unbekannt, angefangen bei ihrer mexikanischen und nicht madagassischen Herkunft. Seit Jahrzehnten verwendet die Industrie synthetisches Vanillearoma in großem Umfang. 2007 gelang es einem japanischen Forscher sogar, es aus Kuhdung herzustellen. Der französisch-kanadische Historiker Éric Jennings erzählt in seinem Buch „Une histoire globale de la vanille“ (Eine globale Geschichte der Vanille, CNRS) die Geschichte dieses Gewürzes, das die Welt eroberte. Hat Donald Trump im Nahen Osten und in den USA die Kontrolle verloren? Donald Trump feiert am 14. Juni im Weißen Haus seinen 80. Geburtstag. Zu diesem Anlass findet eine MMA-Gala statt – ein Kampfsportspektakel ganz nach seinem Geschmack. Für Trump ist dies eine Gelegenheit, zu zeigen, dass er nichts von seiner Schlagkraft eingebüßt hat – obwohl seine Zustimmungswerte sowohl in Wirtschaftsfragen als auch mit Blick auf seine internationale Politik deutlich gesunken sind. Hundert Tage nach Beginn des Krieges mit dem Iran hat die US-Armee ihre erklärten Ziele bislang nicht erreicht. Vergangene Woche verabschiedete das Repräsentantenhaus mit den Stimmen von vier republikanischen Abgeordneten eine Resolution, die Trumps militärischen Handlungsspielraum gegenüber dem Iran begrenzen soll. Auch wenn Donald Trump ein Vetorecht hat, zeugt diese Resolution von wachsender Uneinigkeit in seiner Partei – fünf Monate vor den Zwischenwahlen. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt die Geschichte von Sijilmassa, einer der bedeutendsten mittelalterlichen Städte Marokkos, die derzeit im Zentrum einer Kontroverse steht. Marie Bonnisseau befasst sich mit der Bewegung „Stop Killing Games“, die sich dafür einsetzt, dass Videospiele auch nach der Abschaltung ihrer Server spielbar bleiben. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 13.06.2026 arte
  • Folge 3835 (46 Min.)
    Moira Millán: Die Mapuche-Kämpferin, die den Mächtigen die Stirn bietet Moira Millán gehört dem Volk der Mapuche an, einer von rund vierzig indigenen Gemeinschaften Argentiniens. Nach Ansicht der 54-jährigen Schriftstellerin leugnet das argentinische Regime deren Existenz und Rechte. In ihrem neuen Buch Le Train de l’oubli (Der Zug des Vergessens, Actes-Sud) greift sie ihre Familiengeschichte auf, um von der „Eroberung der Wüste“ Ende des 19. Jahrhunderts zu erzählen: einer Kampagne der argentinischen Regierung in den Gebieten der Mapuche und Tehuelche in Patagonien. Anfang des 20. Jahrhunderts bauten die Briten dort Eisenbahnstrecken. Bedroht die alternde Bevölkerung unser Sozialmodell? Der Bevölkerungsrückgang in Frankreich bestätigt sich laut einer am 8. Juni veröffentlichten Studie des INSEE. Nach einem erwarteten Höchststand von fast 70 Millionen Einwohnern im Jahr 2037 dürfte das Land bis 2070 rund vier Millionen Einwohner verlieren. Der Anteil der über 65-Jährigen würde zugleich von 22 auf 32 % steigen. Auch wenn Rentner durch ehrenamtliches Engagement oder die Betreuung ihrer Enkel zum Funktionieren der Gesellschaft beitragen, wird diese demografische Entwicklung Folgen für die Finanzierung der Renten haben. In einem Bericht, der offiziell am Donnerstag vorgestellt werden soll, dessen Daten jedoch bereits durchgesickert sind, korrigiert der Rentenbeirat COR das erwartete Defizit des Rentensystems nach oben. Die einfachste Lösung, ohne eine Rezession auszulösen, wäre dem Beirat zufolge eine Anhebung des Renteneintrittsalters bis 2070 auf 67,6 Jahre. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt die Geschichte der Abtei Mont-Saint-Michel und ihrer Hochzeiten, nachdem dort erstmals seit 1000 Jahren wieder eine Hochzeit stattfand. Marie Bonnisseau geht der rätselhaften Benachrichtigung „Test Cédric“ nach, die Kunden von Crédit Agricole am Dienstag erhielten und die zum Ausfall der App führte. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 15.06.2026 arte
  • Folge 3836 (46 Min.)
    Fußball-WM: Ein Pokal für Donald Trump? Die WM 2026 beginnt Mitte Juni in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko und dauert einen Monat. Während die FIFA einen Fußball propagiert, der die Welt vereinen soll, bleibt die Einreise in die USA von Visa und Sicherheitsentscheidungen Washingtons abhängig. So warten mehrere Mitglieder der iranischen Delegation noch immer auf ihre Einreisegenehmigung. Vor diesem Hintergrund erscheint die WM 2026 als Schaufenster amerikanischer Macht und als politischer Test in großem Maßstab. Darüber sprechen wir mit Lukas Aubin, Forschungsdirektor am IRIS und Leiter des Programms „Sport und Geopolitik“. Rekordfinanzierungen, Staatenrivalität: Muss das Wettrennen um KI gebremst werden? Eines der Unternehmen von Elon Musk, SpaceX, soll am 12. Juni an die Börse gehen. Der Unternehmer erhofft sich, 75 Milliarden Dollar aufzubringen, um KI-Infrastrukturen – darunter sogar Rechenzentren im Weltraum – zu entwickeln. Auch die beiden anderen KI-Giganten OpenAI und Anthropic, beide ebenfalls aus den USA, bereiten Berichten zufolge Börsengänge vor. Diese Expansion geht jedoch mit ökologischen und sozialen Bedenken einher: Der hohe Wasser- und Stromverbrauch der Rechenzentren belastet die Umwelt und es drohen Arbeitsplatzverluste. Laut einer Studie von Coface und der französischen Beobachtungsstelle für gefährdete und neu entstehende Berufe könnten bis zum Ende des Jahrzehnts 16 Prozent der Arbeitsplätze gefährdet sein. Außerdem: Anlässlich des Besuchs von Papst Leo XIV. in Spanien blickt Xavier Mauduit auf den Vertrag von Tordesillas zurück, mit dem Spanien und Portugal die Welt unter sich aufteilten. Marie Bonnisseau berichtet von Tausenden Japanern, die empört darüber sind, dass Donald Trump in den sozialen Netzwerken als Manga-Figur Naruto auftritt. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 16.06.2026 arte
  • Folge 3837 (46 Min.)
    Am Freitag entschlüsselt Renaud Dély mit unseren Clubmitgliedern das aktuelle Geschehen. Heute dabei: Antoine Bueno (Publizist), Rokhaya Diallo (Journalistin, Autorin und Regisseurin), Julie Graziani (Publizistin) sowie der Pressezeichner Eric Truant. Boykott gegen Nadav Lapid in Marseille: Ein „intellektueller Bankrott“? Nach dem Boykottaufruf von rund einem Dutzend Regisseuren, die seine Anwesenheit kritisierten, verzichtete Nadav Lapid schließlich auf seine Teilnahme am Internationalen Dokumentarfilmfestival in Marseille. Der israelische Filmemacher ist ein entschiedener Gegner der Regierung von Benjamin Netanjahu und prangerte in seinem letzten Film Yes die Radikalisierung der israelischen Gesellschaft an. Die Künstler, die zum Boykott aufgerufen hatten, werfen ihm vor, öffentliche Fördermittel aus Israel angenommen zu haben. Nadav Lapid erklärte, diese stammten aus einem „Fonds für unabhängiges Kino“. Sexualstraftaten an Minderjährigen: Braucht es eine neue Debatte über Verjährung? Sébastien Lecornu kündigte an, die Debatte über die Verjährungsfristen für Straftaten an Minderjährigen wieder aufleben zu lassen – vor dem Hintergrund der Emotionen und Empörung, die der Fall Lyhanna ausgelöst hat. Zu Gast ist Charles Berling. Der Schauspieler und Regisseur präsentiert Lost and Found, ein Stück des schwedischen Dramatikers Lars Norén über den Zerfall einer bürgerlichen Familie. Es ist bis zum 28. Juni im Théâtre de l’Atelier zu sehen. Während US-Präsident Donald Trump eine Einigung mit dem Iran anstrebt, hält der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an seiner Konfrontationsstrategie fest – das Duell der Woche von Valérie Brochard. Die Sportministerin Marina Ferrari hat der französischen Fußballnationalmannschaft, den „Bleus“, mit Blick auf die Fußball-WM Glückssteine geschenkt, die sie in ihre Socken stecken sollen. Marjorie Adelson berichtet im Point Com. Außerdem: die Internationale Schlagzeile über Nächte voller rassistischer und fremdenfeindlicher Ausschreitungen in Belfast, die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche und David Castello-Lopes’ Welt der Dinge über unsere Verbundenheit mit Bratpfannen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 17.06.2026 arte
  • Folge 3838 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 18.06.2026 arte
  • Folge 3839 (58 Min.)
    Die Comédie Française zeigt sich mit Jacques Offenbachs „La Vie parisienne“ von ihrer frivolen Seite „La Vie parisienne“, eine Operette von Jacques Offenbach mit einem Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy, wurde 1866 uraufgeführt und ist bis zum 11. Juli 2026 im Théâtre du Châtelet zu sehen. Regie führt Valérie Lesort, in den Hauptrollen sind herausragende Schauspieler der Comédie-Française wie Benjamin Lavernhe und Elsa Lepoivre zu sehen. Die 1997 ins Repertoire der Comédie-Française aufgenommene Operette zeichnet ein Bild von Paris und seinen Sitten während des Zweiten Kaiserreichs. Valérie Lesort und Elsa Lepoivre sind zu Gast bei „28 Minuten“. Bestrafen, vorbeugen, resozialisieren: Wie mit Sexualstraftätern umgehen, die sich an Kindern vergangen haben? Laut dem französischen Justizminister warten derzeit 70.000 Anzeigen wegen Vergewaltigung oder sexueller Übergriffe auf Minderjährige auf ihre gerichtliche Bearbeitung. Der Mord an der elfjährigen Lyhanna hat die Mängel im Umgang mit solchen Fällen erneut in den Fokus gerückt. Am 8. Juni forderte die Präsidentin der Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet, die Regierung auf, den Vorschlag für ein „umfassendes Gesetz“ gegen geschlechtsspezifische und sexuelle Gewalt vordringlich auf die Tagesordnung zu setzen. Bruno Retailleau sprach sich seinerseits für eine „obligatorische“ chemische Kastration aus. Neben der strafrechtlichen Verfolgung geht es auch um Prävention und die Resozialisierung von Sexualstraftätern, die sich an Kindern vergangen haben. Außerdem: Vom 15. bis 17. Juni wird der Kurort Évian-les-Bains im Rahmen des G7-Gipfels zum Zentrum der Weltdiplomatie – Anlass für Xavier Mauduit, auf die Geschichte der Stadt zurückzublicken. Marie Bonnisseau berichtet über das Sterben von Tsitakakantsa, einem über tausend Jahre alten Affenbrotbaum auf Madagaskar, der dem Klimawandel zum Opfer fällt. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 19.06.2026 arte

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