2026 (Folge 3796⁠–⁠3820)

  • Folge 3796 (43 Min.)
    Bild: Arte
    Deutsche TV-Premiere Do. 30.04.2026 arte
  • Folge 3797 (46 Min.)
    (1): Als anonym Geborener sucht er seine leibliche Mutter – und findet sie! In „Rien de caché“ (Nichts zu verbergen, Bayard) erzählt Anthony Feneuil, der anonym geboren wurde, von der Suche nach seiner leiblichen Mutter. Seine Nachforschungen, die er vor fünf Jahren nach einem behördlichen Hinweis begann, führten ihn schließlich zu ihr. Seine Erzählung wirft Fragen nach dem Recht auf Kenntnis der eigenen Herkunft und nach dem Schweigen rund um Adoption auf. Anthony Feneuil ist zu Gast bei „28 Minuten“. (2): Trotz des Krieges: Sollten die Europäer den EU-Beitritt der Ukraine vorantreiben? Während der Krieg in der Ukraine andauert, wurde die Frage ihres EU-Beitritts beim Gipfel in Zypern am 23. und 24. April erneut diskutiert. Der ukrainische Präsident Volodymyr Selenskyj, der nach der Zusage eines Darlehens über 90 Milliarden Euro auf rasche Beitrittsverhandlungen und einen konkreten Zeitplan drängt, war ebenfalls anwesend. Die Ukraine ist seit 2022 Beitrittskandidat, doch Ungarn blockierte bislang den Prozess. Der jüngste Regierungswechsel in Budapest könnte dieses Veto aufheben. Ein Beitritt stellt jedoch erhebliche Herausforderungen dar: Die Ukraine ist ein großes Agrar- und Militärland mit 30 Millionen Einwohnern und anhaltenden Korruptionsproblemen. Für Selenskyj wäre ein schneller Beitritt zugleich Anerkennung und politisches Druckmittel gegenüber Moskau. Außerdem: Xavier Mauduit berichtet über die Evakuierung von Donald Trump nach Schüssen während eines Dinners der Korrespondenten des Weißen Hauses. Marie Bonnisseau erzählt die Geschichte des „Rauchersalons im Élysée“, eines Designklassikers der 70er Jahre von Pierre Paulin. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 01.05.2026 arte
  • Folge 3798 (46 Min.)
    (1): 300 Persönlichkeiten unterzeichnen einen Aufruf zur Verteidigung der Impfung gegen „Anti-Impf-Rhetorik“ Anlässlich der Impfwoche haben fast 300 Persönlichkeiten – darunter Ärzte, Wissenschaftler und ehemalige Gesundheitsminister – einen vom Institut Pasteur initiierten offenen Brief in „Le Parisien“ unterzeichnet. Darin wird vor „Ideologien, die Ängste manipulieren“ gewarnt. Die Unterzeichner sehen die Infragestellung von Impfprogrammen mit Sorge. Zu Gast ist Jean-Daniel Lelièvre, Professor für Immunologie. (2): Mali: mehr denn je unter dem Druck der dschihadistischer Gruppen? Am 25. April führten Dschihadisten der Al-Qaida nahestehenden Gruppe für die Unterstützung des Islams und der Muslime (JNIM) gemeinsam mit Tuareg-Rebellen der Befreiungsfront von Azawad koordinierte Angriffe in mehreren Städten Malis durch. Am Tag darauf eroberten sie die strategisch wichtige Stadt Kidal von der seit 2020 regierenden malischen Junta, die von russischen Söldnern des Africa Corps unterstützt wird. Der malische Verteidigungsminister wurde laut Angaben der Behörden am Samstag bei einem Angriff auf seine Residenz getötet. In den vergangenen Jahren hat die JNIM ihren Aufstand gegen den Staat ausgeweitet, insbesondere durch Angriffe auf dessen Militärstellungen. Seit der Machtübernahme durch die Junta haben die dschihadistischen Angriffe stark zugenommen. Außerdem: Xavier Mauduit berichtet über den Marathon-Weltrekord des Kenianers Sabastian Sawe, der als erster unter zwei Stunden blieb. Marie Bonnisseau befasst sich mit der Sterilisierung von Möweneiern in der Bretagne und der Normandie – vor dem Hintergrund rückläufiger Möwenbestände. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 02.05.2026 arte
  • Folge 3799 (46 Min.)
    (1): Der Künstler, der Schwarz-Weiß-Zeichnungen zum Sprechen bringt „Zeichnen ist die erste Kunstform der Kindheit. Es war an der Zeit, dieser Kunst ihre volle Dimension zu geben“, erklärt Frédéric Pajak, Zeichner und Schriftsteller sowie Mitbegründer und künstlerischer Leiter des „Festival du dessin d’Arles“ (Zeichnungsfestival in Arles). Die vierte Ausgabe findet vom 18. April bis zum 17. Mai 2026 statt. Ehrenpräsident ist der Fußballstar Éric Cantona. In diesem Jahr steht Italien im Mittelpunkt, mit Werken von Piranesi, Dino Buzzati und Pier Paolo Pasolini. (2): Attentatsversuch: Ist Donald Trump einfach nur ein Opfer politischer Gewalt in seinem Land? Am 25. April entging Donald Trump in Washington einem neuen Attentatsversuch. Es ist das zweite Mal seit seiner Wiederwahl, dass der US-Präsident ins Visier genommen wurde. Politische Gewalt hat in den Vereinigten Staaten eine lange Geschichte – doch wie ist der aktuelle Anstieg zu bewerten? (3): 1. Mai: Tabu brechen um mehr zu arbeiten – oder Errungenschaft bewahren? Sollte es Einzelhändlern erlaubt werden, am 1. Mai zu arbeiten? Gabriel Attal, Vorsitzender der Fraktion Renaissance in der Nationalversammlung, hatte einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt. Nach Protesten der Gewerkschaften wurde dieser jedoch verworfen und durch einen anderen Entwurf ersetzt. Bis zu dessen Prüfung gilt für dieses Jahr die Anweisung, Händler nicht zu bestrafen – „vorausgesetzt, dass die Freiwilligkeit und doppelte Vergütung gewährleistet sind“. Außerdem: Wie die Zeitschrift Nature berichtet, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Kenia ein neues, potenziell auf den Menschen übertragbares Coronavirus bei Fledermäusen identifiziert. Vor diesem Hintergrund erläutert Xavier Mauduit die Herkunft des Begriffs. Marie Bonnisseau berichtet über die Rettung eines im Norden Deutschlands gestrandeten Buckelwals namens Timmy. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 04.05.2026 arte
  • Folge 3800 (46 Min.)
    (1): Eine Schäferin und ihre Herde: jeden Sommer eine pastorale Symphonie Florence Debove ist seit rund zehn Jahren Schäferin. Zur Landwirtschaft fand sie, als ihre Eltern einen Bauernhof im Département Lot übernahmen. Danach arbeitete sie als Ziegenhirtin in der Ardèche sowie als Schäferin in den Alpen und Pyrenäen. Seither verbringt sie jeden Sommer bei ihren Schafen. In ihrem neuesten Buch „Sur tes pentes. Carnets d’estive“ (Auf deinen Hängen. Almtagebuch, Arthaud), das sie selbst illustriert hat, erzählt sie in Form eines intimen Tagebuchs von ihrem Alltag. (2): Verändert künstliche Intelligenz gerade die „Kunst des Krieges“ grundlegend? In den vergangenen Jahren hat sich der Einsatz von KI auf nahezu alle Bereiche der Kriegsführung ausgeweitet. Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite verdeutlicht die Leistungsfähigkeit dieser Technologien. Sie ermöglichten es unter anderem, den streng bewachten Ayatollah Ali Khamenei außer Gefecht zu setzen. Zugleich birgt ihr militärischer Einsatz erhebliche Risiken, besonders bei Fehlidentifikationen. So wurde im Februar ein Schule in Minab im Iran bombardiert, wobei 168 Menschen ums Leben kamen. Viele Experten vermuten einen Zielfehler der KI. Zudem stellt sich die Frage nach der Verantwortung, da einige Systeme auch ohne menschliches Eingreifen agieren können. Außerdem: Am Vorabend des 1. Mai erläutert Xavier Mauduit die Herkunft des Wortes „travail“, das vom lateinischen „tripalium“, einem Folterinstrument, abgeleitet ist. Marie Bonnisseau berichtet über eine neue Empfehlung der Stadtverwaltung von Tokio zur Senkung der Energiekosten: In diesem Sommer sollen die Mitarbeitenden in Shorts zur Arbeit erscheinen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 05.05.2026 arte
  • Folge 3801 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 06.05.2026 arte
  • Folge 3802 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 07.05.2026 arte
  • Folge 3803 (46 Min.)
    (1): Landwirte, Rechenzentren, Abfüller … wer eignet sich das Wasser an? In ihrem Buch „Les Assoiffeus“ (Die Durstmacher, erschienen bei „Les Liens qui Libèrent“) kritisieren Fabien Benoit und Nicolas Celnik, dass sich profitorientierte Akteure die Wasserressourcen aneignen, während Wasser immer knapper wird und Frankreich immer häufiger unter Dürren leidet. Sie benennen vier Hauptverantwortliche: die Agrarindustrie, Mineralwasserabfüller, Digitalkonzerne und Unternehmen der Wasseraufbereitung. Fabien Benoit ist unser Gast. (2): Extraprofite bei Total: Sollten „Kriegsprofiteure“ besteuert werden? TotalEnergies hat am Mittwoch, dem 29. April 2026, einen Rekordgewinn von fast fünf Milliarden Euro für das erste Quartal gemeldet – 51 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dies ist auf den Ölpreisschub infolge des Krieges im Nahen Osten zurückzuführen. Die Sozialistische Partei will diese „Extraprofite“ besteuern. La France insoumise spricht sogar von einem „Kriegsprofiteur“. Sébastien Lecornu hält eine solche Steuer hingegen für einen „etwas pawlowschen“ Reflex und ruft TotalEnergies stattdessen zu einer „großzügigen Preisdeckelung“ auf, die „für französische Verbraucher wieder attraktiv werden könnte“. Außerdem: Xavier Mauduit berichtet über die Einführung einer Drei-Millionen-Euro-Hilfe in Frankreich im Kampf gegen die Asiatische Hornisse. Dieser Bienenfeind erinnert an die historische Bekämpfung des Maikäfers, einer Agrarplage des 19. Jahrhunderts. Marie Bonnisseau erläutert, dass autonome Autos in Kalifornien dank einer neuartigen Regelung künftig bei Verkehrsverstößen mit einem Bußgeld belangt werden können. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 08.05.2026 arte
  • Folge 3804 (46 Min.)
    (1): Etty Hillesum, Jüdin, Intellektuelle, Mystikerin: ohne Hass in Auschwitz sterben Der israelische Drehbuchautor Hagai Levi, dem wir die Originalfassung der Serie „In Therapie“ verdanken, verfilmte die zwischen 1941 und 1943 entstandenen Tagebücher von Etty Hillesum und schuf zwei eigenständige Formate: eine Serie und einen Film. Im Mittelpunkt steht das Schicksal der niederländisch-jüdischen Intellektuellen, die sich 1941 entschließt, in das Durchgangslager Westerbork zu gehen, um den dort internierten Jüdinnen und Juden beizustehen. 1943 wird sie im Alter von nur 29 Jahren in Auschwitz ermordet. Die Serie ist ab dem 13. Mai auf arte.tv verfügbar, der Film kommt am 6. Mai in die Kinos. (2): Abzug amerikanischer Truppen aus Europa: Chance oder erhöhtes Sicherheitsrisiko? Am Freitag, dem 1. Mai, kündigte der US- Präsident den Abzug von mindestens 5.000 der 40.000 in Deutschland stationierten US-Militärangehörigen an. Die Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender diplomatischer Spannungen. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte die amerikanische Linie jüngst scharf kritisiert und den USA vorgeworfen, im Iran-Konflikt offensichtlich ohne klare Strategie zu agieren und sich demütigen zu lassen. Donald Trump wiederum wirft den Europäern vor, Washington im Krieg gegen den Iran nicht ausreichend zu unterstützen. Zugleich droht er mit einem weiteren Rückzug der US-Truppen aus Europa, insbesondere aus Italien und Spanien. Xavier Mauduit geht der Geschichte von „Sophie la girafe“ nach. Das Kultspielzeug aus Naturkautschuk, das aus der Grundausstattung Neugeborener kaum wegzudenken ist, wird entgegen der landläufigen Meinung in China hergestellt. Marie Bonnisseau verrät uns, dass wir immer weniger sprechen. Laut Untersuchungen amerikanischer Forscher verwenden wir im Alltag 338 Wörter weniger als noch vor fünfzehn Jahren. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 09.05.2026 arte
  • Folge 3805 (46 Min.)
    (1): Der Roman als Prisma der Wirklichkeit Mit „La lentille et le roman“ (Die Linse und der Roman) veröffentlicht Maylis de Kerangal einen Text, in dem sie die Verbindungen zwischen Optik und Literatur erkundet. Das Buch greift die Gedanken einer Konferenz auf, die sie 2024 gehalten hat, und verwebt sie mit Auszügen aus ihren Romanen – von „Corniche Kennedy“ über „Die Brücke von Coca“ bis hin zu „Jour de ressac“. Da sie selbst von mehreren Sehproblemen betroffen ist, ist der Roman für sie ein Instrument, durch das sich die Wirklichkeit offenbart, verzerrt und neu erfindet. (2): Präsidentschaftswahl 2027: Warum die Einheit der Linken auf dem Weg ins Elysée unerreichbar scheint Am Dienstag, dem 5. Mai, kamen die Befürworter einer Vorwahl, die einen gemeinsamen Kandidaten der Linken bestimmen soll, zu einem Meeting in der Bellevilloise in Paris zusammen – anlässlich des 90. Jahrestags des Sieges der Volksfront von 1936. Zu ihnen gehörten Clémentine Autain, Marine Tondelier, François Ruffin und Olivier Faure. Während die Teilnahme der Sozialistischen Partei weiter ungewiss ist, hat Raphaël Glucksmann, Co-Vorsitzender von Place Publique, bereits angekündigt, daran nicht teilzunehmen. Jean-Luc Mélenchon hat vergangene Woche seine Kandidatur für 2027 offiziell bekanntgegeben und damit die Aussicht auf eine gemeinsame linke Kandidatur weiter schwinden lassen. Xavier Mauduit erzählt die Geschichte des Schatzes der Banque de France und ihrer Goldreserven. Emmanuel Macron hat angekündigt, mit Emmanuel Moulin einen engen Vertrauten und ehemaligen Direktor des französischen Schatzamts zum nächsten Gouverneur der Banque de France ernennen zu wollen. Marie Bonnisseau stellt einen neuen Trend aus Brasilien vor: WhatsApp-Gruppen, in denen ausschließlich gepfiffen wird. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 11.05.2026 arte
  • Folge 3806 (46 Min.)
    (1): Sinkende Geburtenzahlen in Frankreich: Sind finanzielle Anreize der falsche Weg? Im Jahr 2025 lag die Zahl der Geburten in Frankreich bei rund 645.000 Kindern, die zusammengefasste Geburtenziffer wurde auf 1,56 Kinder pro Frau geschätzt. Wie andere europäische Länder verzeichnet auch Frankreich einen starken Rückgang der Geburtenrate. Am 5. Mai unterbreitete das Hochkommissariat für Strategie und Planung mehrere Vorschläge, um die Geburtenrate im Land wieder anzukurbeln. Unser Gast ist der Ökonom Thibault Prébay, Autor von Démographie, la bombe tranquille („Demografie: ein stiller Wandel mit großen Folgen“, Éditions du Rocher). Er analysiert die Ursachen und Folgen des demografischen Rückgangs. (2): Eine kleinere Siegesparade am 9. Mai und Gebietsverluste in der Ukraine: Steht Wladimir Putin unter Druck? Erstmals seit dem Sommer 2023 hat die russische Armee in der Ukraine wieder Gelände verloren. Nach Angaben des Institute for the Study of War (ISW) schrumpfte das vom Kreml kontrollierte Gebiet im April um fast 120 Quadratkilometer. Zurückgeführt wird das auf ukrainische Gegenangriffe am Boden, Angriffe mit Waffen mittlerer Reichweite und auf Störungen der russischen Kommunikationssysteme, die laut derselben Quelle seit Februar nicht mehr auf Starlinksysteme zurückgreifen können. Trotz dieser Rückschläge setzt Russland seine massiven Angriffe auf die Ukraine fort: So kamen bei russischen Bombenangriffen am 5. Mai mehr als 20 Menschen ums Leben. Auch die russischen Feierlichkeiten zum 9. Mai fielen deutlich bescheidener aus als im Vorjahr, als die Parade einer großen Machtdemonstration glich. Außerdem hat die NASA 12.000 bislang unveröffentlichte Bilder der Artemis-II- Mission präsentiert. Xavier Mauduit nutzt die Gelegenheit, um auf Artemis zurückzublicken, eine der Mondgöttinnen der griechischen Mythologie. Marie Bonnisseau befasst sich mit den Äußerungen des Ryanair-Chefs, der ein Alkoholverbot am frühen Morgen auf Flughäfen fordert. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 12.05.2026 arte
  • Folge 3807 (58 Min.)
    (1): Seltene Erden: Kann Frankreich aus seiner Abhängigkeit von China ausbrechen? Die Regierung hat in dieser Woche einen nationalen Resilienzplan „Seltene Erden und Permanentmagnete“ vorgestellt, um die Abhängigkeit von China zu verringern. Diese strategischen Metalle werden für Smartphones, Elektroautos, Windkraftanlagen und die Verteidigungsindustrie benötigt. (2): Alloncle-Bericht: Rettung oder Schwächung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks? Der UDR-Abgeordnete Charles Alloncle hat am 5. Mai seinen Bericht über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorgelegt. Darin beschreibt er den öffentlichen Rundfunk als „in der Krise“ und wirft ihm vor, den „Erwartungen der Französinnen und Franzosen“ nicht mehr zu entsprechen. Zudem schlägt er Einsparungen von einer Milliarde Euro bei einem Gesamtbudget von vier Milliarden vor. Premierminister Sébastien Lecornu hält dem entgegen, der Bericht gehe „leider am Wesentlichen vorbei“. Zu Gast ist der Regisseur Jean-Philippe Daguerre. Er stellt sein Stück „Die Frau, die Rabbi Jacob nicht liebte“. Es wird bis zum 20. Dezember im Théâtre Montparnasse in Paris zu sehen sein und wurde von der wahren Geschichte Danielle Cravennes inspiriert. Der Erste Sekretär der Sozialistischen Partei, Olivier Faure, lehnt unterdessen jede Allianz mit La France insoumise ab, nachdem Jean-Luc Mélenchon seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2027 offiziell angekündigt hat. Gleichzeitig kamen in dieser Woche die Befürworter einer Vorwahl der Linken zusammen. Darüber diskutiert Frédéric Says im Duell der Woche. In New York hat die Met Gala wegen des Sponsorings durch Jeff Bezos eine Kontroverse ausgelöst. Ein Boykottaufruf prangerte sowohl die Nähe des Amazon-Chefs zu Donald Trump als auch die Arbeitsbedingungen seiner Beschäftigten an. Das ist der „Point com“ von Marjorie Adelson. Zum Abschluss werfen wir einen Blick auf die internationale Schlagzeile über Assimi Goïta, den Chef der Militärjunta in Mali, auf die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche und auf David Castello-Lopes’ „Welt der Dinge“, diesmal über Wettbewerbe im Becherstapeln. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 13.05.2026 arte
  • Folge 3808 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 14.05.2026 arte
  • Folge 3809 (46 Min.)
    Ein Forscher ruft dazu auf, unseren Urin zu recyceln, um die „Kackastrophe“ zu vermeiden In „Une autre histoire des excréments“ („Eine andere Geschichte der Exkremente“, Actes Sud) warnt der Experte für Wasser- und Abwasserentsorgung Fabien Esculier vor der Verschwendung von Urin und Fäkalien, obwohl diese reich an für den Boden essenziellen Nährstoffen sind. Weil wir sie um jeden Preis über die Kanalisation entsorgen wollen, haben wir vergessen, dass sie auf natürliche Weise Teil des Lebenskreislaufs sind. Der Autor plädiert daher für ressourcenschonendere Praktiken: Ausscheidungen sollten vom Wasser getrennt werden, organische Stoffe kompostiert und das, was heute als Abfall gilt, wiederverwertet werden. Frittiert, gebacken oder als Nuggets: Leben wir im Hähnchen-Zeitalter? Hähnchen ist zum Lieblingsfleisch der Franzosen geworden. Hinter dieser Begeisterung verbirgt sich jedoch eine wachsende Abhängigkeit von Importen: Mehr als jedes zweite in Frankreich konsumierte Hähnchen stammt inzwischen aus dem Ausland. Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend am Erfolg von frittiertem Hähnchen. Neben der Fast-Food-Kette KFC, die seit 1991 in Frankreich vertreten ist, drängen inzwischen zahlreiche Marken wie Chicken Street, Tasty Crousty oder Master Poulet auf den Markt. In den vergangenen Wochen geriet Letztere sogar in eine politische Kontroverse: Der sozialistische Bürgermeister von Saint-Ouen-sur-Seine, Karim Bouamrane, lehnte die Eröffnung einer Filiale in seiner Gemeinde ab und kritisierte die damit verbundenen Belästigungen sowie die schlechte Qualität der angebotenen Produkte. Außerdem: Das Pentagon hat mehr als 160 bislang geheime Dokumente zu „nicht identifizierten Luftphänomenen“ veröffentlicht – Anlass für Xavier Mauduit, auf die Geschichte von „Project Sign“ zurückzublicken, einem 1947 gestarteten Programms zur Beobachtung fliegender Untertassen. Marie Bonnisseau befasst sich mit dem Trend zu Arbeitskleidung „Made in France“. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 15.05.2026 arte
  • Folge 3810 (46 Min.)
    Monatelang lebte sie im engsten Familienkreis eines Taliban in Afghanistan Die mit dem World Press Photo Award 2026 ausgezeichnete Fotojournalistin Élise Blanchard veröffentlicht mit „Im Haus eines Taliban“ („Dans la maison d’un taliban“, Le Cherche Midi) ein Buch über ihre Aufenthalte in Afghanistan nach dem Abzug der US-Streitkräfte 2021. Über mehrere Jahre hinweg lebte sie dort wiederholt bei der Familie eines Taliban, den sie während einer Reportage kennengelernt hatte. Anhand ihres Alltags schildert Blanchard die Widerstandskraft, den Humor und die Unterwerfung der Frauen in einem von Unterdrückung geprägten System. Schluss mit der „Françafrique“: Hat Emmanuel Macron sein Versprechen gehalten? Mit dem gemeinsam mit Kenia ausgerichteten Gipfel „Africa Forward“, der am 11. und 12. Mai 2026 in Nairobi stattfindet, setzt Emmanuel Macron auf einen symbolischen Bruch mit der „Françafrique“. Erstmals ist mit Kenia ein englischsprachiges afrikanisches Land Gastgeber eines solchen Treffens. Bereits 2017 hatte Macron in einer Rede in Ouagadougou erklärt: „Es gibt keine afrikanische Politik Frankreichs mehr.“ Seither hat sich die Lage in der Sahelzone jedoch deutlich verschärft, insbesondere nach dem überstürzten Abzug der französischen Armee aus Mali, Burkina Faso und Niger zwischen 2020 und 2023. Zugleich brachte Macron mehrere Initiativen zur Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit Frankreichs auf den Weg. Nun will er Afrika als zentralen Finanzpartner positionieren und kündigte öffentliche und private Investitionen in Höhe von 14 Milliarden Euro an. Außerdem: Nachdem in Frankreich der erste positive Fall des Hantavirus festgestellt wurde, beleuchtet Xavier Mauduit die Geschichte dieser von Nagetieren übertragenen Krankheiten. Marie Bonnisseau berichtet über einen deutschen Touristen, der tausend Euro Entschädigung erhielt, weil ihm während seines Aufenthalts in einem griechischen Hotel kein Liegestuhl zur Verfügung stand. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 16.05.2026 arte
  • Folge 3811 (58 Min.)
    (1): Vom Wald zum Sessel: die Geschichte eines Baumes In dem Bildband „Histoires d’un arbre“ („Geschichten eines Baumes“, Éditions du Seuil) erzählt der Holzfäller Mathias Bonneau von dem Projekt vierer holzbegeisterter Freunde: eines Holzfällers, eines Sägewerksbetreibers, eines Designers und eines Tischlers. Gemeinsam begleiten sie alle Etappen der Verwandlung einer Buche aus dem Département Tarn in einen Sessel. Mit erklärenden Texten, Zeichnungen, Schemata und praktischen Tipps zeichnet das Buch den Weg des Holzes nach – vom Fällen des Baumes über das Sägen der Bretter bis hin zur Verarbeitung zu Möbeln. (2): Hantavirus: Übertreiben die Behörden? Droht der Welt erneut eine Pandemie? Nach der Evakuierung der Passagiere des Kreuzfahrtschiffs „MV Hondius“, auf dem in den vergangenen Wochen drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Hantavirus registriert wurden, erklärte der WHO-Chef, er nehme die Situation „sehr ernst“. Fast 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder verschiedener Nationalitäten kehrten unter strengen Gesundheitsauflagen in ihre Heimatländer zurück. (3): Donald Trump in China: Ist der US-Präsident Xi Jinping mehr denn je unterlegen? Donald Trump war zu einem viertägigen Staatsbesuch in China – dem ersten eines US-Präsidenten seit 2017. Auf dem Programm standen Handel, Zölle und künstliche Intelligenz. Washington will die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern wieder ins Gleichgewicht bringen. Begleitet wurde Trump von siebzehn führenden US-Unternehmern, darunter Elon Musk. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt die Geschichte der ersten Bewohner Australiens, der Aborigines, die vor mehr als 40.000 Jahren aus Südostasien kamen. Marie Bonnisseau berichtet über eine Chipsmarke, die wegen des Krieges im Nahen Osten auf Schwarz-Weiß-Verpackungen umstellt. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 18.05.2026 arte
  • Folge 3812 (58 Min.)
    (1): Long Covid: Eingebildete Kranke oder Opfer eines Gesundheitsskandals? In ihrer investigativen Reportage „Les Oubliés du Covid („Die Vergessenen von Covid“, HarperCollins) beschäftigt sich die ehemalige Krankenschwester und Gesundheitsjournalistin Nora Sahara anhand von Patientenberichten mit Long Covid. Nach ihren Angaben sind in Frankreich fast zwei Millionen Menschen betroffen. Die WHO definiert Long Covid als Symptome, die mehr als drei Monate nach der Erstinfektion auftreten und mindestens zwei Monate andauern. Die Krankheit ist in Frankreich seit dem 2022 verabschiedeten und 2023 in Kraft getretenen Zumkeller-Gesetz offiziell anerkannt. Dennoch wird Long Covid bis heute teilweise infrage gestellt, und der Weg durch das Gesundheitssystem gleicht für Betroffene oft einem Hindernislauf – insbesondere in medizinisch unterversorgten Regionen. (2): Kann man angesichts geopolitischer, gesundheitlicher und ökologischer Krisen überhaupt noch reisen? Laut UNO wurden 2025 mehr als 1,5 Milliarden international Reisende gezählt – ein historischer Rekord. Der Tourismus macht inzwischen fast 10 % des globalen BIP aus. Entgegen der landläufigen Meinung scheinen geopolitische Spannungen die Reiselust kaum zu bremsen, obwohl Reisen immer teurer wird. Zu den wirtschaftlichen und geopolitischen Zwängen kommen zudem ökologische Herausforderungen hinzu. Müssen angesichts dessen neue, verantwortungsbewusstere und nachhaltigere Formen des Reisens entwickelt werden? Außerdem: Xavier Mauduit erzählt die Geschichte von Mexiko-Stadt, das ursprünglich auf einer Insel mitten in einem See gegründet wurde. Marie Bonnisseau berichtet darüber, dass Wildschweine in Polen – insbesondere in Warschau – immer häufiger in städtischen Gebieten auftauchen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 19.05.2026 arte
  • Folge 3813 (46 Min.)
    Auf dem Programm: die Massenabwanderung von Schriftstellern nach der Grasset-Affäre, die Anklagen gegen Marine Le Pen im Zusammenhang mit den parlamentarischen Assistenten der FN-Europaabgeordneten, der Wunsch des Elsass, aus der Region Grand Est auszutreten, sowie Big Macs und eiskalte Cola für Donald Trump. Anschließend diskutieren vier Gäste mit unseren Clubmitgliedern: Die Illustratorin Lucie Morel stellt ihren Comic Toc Toc (Zwangsstörungen, Verlag Même pas mal) vor; die Tierärztin und engagierte Fürsprecherin von Spinnen Jessica Jousse-Baudonnet veröffentlicht Ce que les araignées m’ont appris (Was ich von Spinnen gelernt habe, Verlag Tana); André Manoukian, mit seinem neuen Album La Sultane sowie Vincent Duluc, Sportjournalist bei L’Équipe seit 1995 – die Zeitung feiert in diesem Jahr ihr 80-jähriges Bestehen. Außerdem: David Castello-Lopes’ Welt der Dinge über die Herstellung von Maronencreme sowie Theoretisch von Aurore Vincenti über die Frage, ob man die Chinesische Mauer vom Weltraum aus sehen kann. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 20.05.2026 arte
  • Folge 3814 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 21.05.2026 arte
  • Folge 3815 (46 Min.)
    Was unser Körper über die Gesellschaft verrät, in der wir leben Lange Zeit galt der Körper lediglich als biologische Hülle. Im Laufe der Jahrhunderte wurde er jedoch zu einem Spiegel der Gesellschaft. Der auf Hygiene, Gesundheit und Körperpraktiken spezialisierte Historiker Georges Vigarello veröffentlicht sein neues Buch „Les logiques du corps : une autre manière de penser le temps“ (Die Logiken des Körpers: Eine andere Art, die Zeit zu denken, Seuil). Anhand wissenschaftlicher und philosophischer Überlegungen zeigt er, wie sich unsere Wahrnehmung des Körpers und unser Umgang mit ihm im Laufe der Epochen tiefgreifend verändert haben. Kann Wladimir Putin wegen des „Verbrechens der Aggression“ gegen die Ukraine vor Gericht gestellt werden? Am 15. Mai haben 34 Mitglieder des Europarats sowie die Europäische Union, Australien und Costa Rica die Einrichtung eines Sondergerichtshofs beschlossen, der das „Verbrechen der Aggression“ gegen die Ukraine verfolgen soll. Damit soll eine Lücke im Zuständigkeitsbereich des Internationalen Strafgerichtshofs geschlossen werden. Das Tribunal soll in der Lage sein, Russlands Präsidenten Wladimir Putin sowie die politischen und militärischen Führungskräfte, die für die Invasion der Ukraine 2022 verantwortlich sind, strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen. Russland lehnt internationale Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem Krieg seit Beginn der Invasion ab und hat bereits angekündigt, mögliche Urteile eines solchen Sondergerichts als „null und nichtig“ zu betrachten. Die Befürworter des Projekts sehen darin dennoch einen bedeutenden Schritt zur Stärkung des Völkerrechts. Außerdem: Tausende Bergleute legen La Paz in Bolivien lahm – Anlass für Xavier Mauduit, die Geschichte der Silberminen zu erzählen, die im 16. Jahrhundert von den spanischen Konquistadoren entdeckt wurden. Marjorie Adelson berichtet über Unternehmen, die künstliche Intelligenzen entwickeln, welche die Emotionen von Hunden und Katzen in menschliche Sprache übersetzen sollen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 22.05.2026 arte
  • Folge 3816 (46 Min.)
    Géraldine Nakache: Mechanismen der Kontrolle filmen, das Schweigen brechen In ihrem neuen Film „Si tu penses bien“ (Wenn du nur richtig denkst) beschäftigt sich die Regisseurin und Schauspielerin Géraldine Nakache mit psychischer Kontrolle und narzisstischem Missbrauch. Gil (Monia Chokri) und Jacques (Niels Schneider) sind unsterblich ineinander verliebt. Doch nach und nach gerät ihre Beziehung unter den Einfluss des Mannes: Seine Beleidigungen und Drohungen nehmen zu, ebenso wie seine psychische Kontrolle. Er isoliert Gil zunehmend von ihrem Umfeld und instrumentalisiert ihre jüdische Religion, um sie weiter einzuschränken. Nakache stellte den Film am vergangenen Wochenende außerhalb des Wettbewerbs in Cannes vor. Kinostart ist am 16. September 2026. Ebola, Hantavirus … Ist die Welt auf neue Viren ausreichend vorbereitet? Am 17. Mai erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgrund der neuen Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo den internationalen Gesundheitsnotstand – die zweithöchste Alarmstufe. Bereits zwei Tage zuvor hatten afrikanische Gesundheitsbehörden erste Fälle in der Provinz Ituri bestätigt, die an Uganda und den Südsudan grenzt. Bislang wurden über 130 Todesfälle registriert. Zudem sorgten in den vergangenen Wochen Hantavirus-Infektionen an Bord des Kreuzfahrtschiffs „MV Hondius“ für internationale Aufmerksamkeit: Elf Fälle wurden nachgewiesen, drei davon verliefen tödlich. Am 19. Mai beginnt in Genf der jährliche WHO-Gipfel. Ein vor einem Jahr beschlossener internationaler Pandemie-Vertrag, der unter anderem den Austausch von Erregerdaten regeln sollte, ist aufgrund anhaltender Spannungen bisher nicht in Kraft getreten. Außerdem: Der Historiker Xavier Mauduit berichtet anlässlich der Suche nach einer Brillenschlange im Département Haute-Garonne von einer Frau aus Toulouse, die im 13. Jahrhundert als eines der ersten Opfer der Hexenverfolgung galt. Der Vorwurf: Sie habe ein Wesen mit Schlangenschwanz zur Welt gebracht. Marie Bonnisseau stellt „Halupedia“ vor – eine gefälschte Version der Wikipedia, die ausschließlich auf KI-generierten Halluzinationen beruht. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 23.05.2026 arte
  • Folge 3817 (46 Min.)
    Bis dass der Tod uns scheidet: Siri Hustvedts Liebeslied auf Paul Auster Mehr als vierzig Jahre lebte Siri Hustvedt an der Seite des amerikanischen Schriftstellers Paul Auster, weltberühmt für seine New-York-Trilogie. In Ghost Stories. Ein Buch der Erinnerung (Rowohlt) erzählt die Schriftstellerin und Essayistin von ihrer besonderen Beziehung zu Auster, der im April 2024 an Lungenkrebs starb. Hustvedt begann nur wenige Tage nach seinem Tod mit dem Schreiben dieses Buches. Für sie waren die Worte eine Notwendigkeit, um Schmerz und Verlust zu begegnen: „Es war ein Versuch der Wiedergeburt.“ Trump und Putin in Peking: Ist China wieder das Zentrum der Welt? Nach Donald Trump ist nun Wladimir Putin an der Reihe. Für den US-Präsidenten war der Besuch hochsymbolisch: Seit neun Jahren hatte kein amtierender amerikanischer Präsident mehr China besucht. Für den russischen Präsidenten ist es bereits der 25. Besuch bei seinem chinesischen Amtskollegen. Xi Jinping pries die „strategische Koordination“ mit Russland und sprach von „unerschütterlicher Beharrlichkeit“. Binnen weniger Monate empfing er zahlreiche Staats- und Regierungschefs, darunter EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und den indischen Premierminister Narendra Modi. Welche Rolle spielt China in einer von zahlreichen Krisen geprägten Welt? Außerdem: Zum 50. Geburtstag des französischen Loto blickt Xavier Mauduit auf die Geschichte der staatlichen Zahlenlotterie. Marie Bonnisseau befasst sich mit dem Vorstoß von Bildungsminister Édouard Geffray, ein Mindestalter für die Teilnahme am Abitur festzulegen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 25.05.2026 arte
  • Folge 3818 (46 Min.)
    Willkommen im Jahr 2055: Ein Blick in eine klimaneutrale Welt „Wenn ich doch nur 25 Jahre zurückreisen könnte, um all jenen zu sagen, die für diese neue Welt gekämpft haben, dass ihr Einsatz Früchte getragen hat“, schreibt die Geografin Magali Reghezza-Zitt in Bienvenue en 2055. Dans un monde neutre en carbone (Willkommen im Jahr 2055. In einer klimaneutralen Welt). Das als Science-Fiction-Erzählung angelegte Buch, in dem die Autorin 77 Jahre alt ist, führt in eine Zukunft, in der die Gesellschaft Lösungen gefunden hat, um dem Klimawandel zu begegnen. CO₂-Neutralität, weniger Plastik, ein geringerer Konsum tierischer Produkte und die Elektrifizierung des Verkehrs zählen zu den Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die Katastrophe abzuwenden. Agrar-Notstandsgesetz: Kann Frankreich seine Landwirtschaft nachhaltig umbauen? Es ist der dritte Agrargesetzentwurf in weniger als drei Jahren – und wohl der letzte dieser Legislaturperiode. Am 19. Mai begannen die Abgeordneten der Nationalversammlung mit der Prüfung des Notstandsgesetzes zum Schutz und zur Souveränität der Landwirtschaft. Dabei geht es unter anderem um Ernährungssouveränität, das Einkommen der Landwirte, Wasserwirtschaft, ein Ende von Lebensmittelimporten mit in der EU verbotenen Pestizidrückständen und um Schäden durch Wölfe. Landwirtschaftsministerin Annie Genevard spricht von einem „Gesetz der Versöhnung“ zwischen „ökologischer Dringlichkeit“ und „Produktionsnotwendigkeit“. Doch sowohl im Parlament als auch bei den Gewerkschaften stößt der Entwurf in zentralen Punkten auf Kritik. Außerdem: Während gegen Dominique de Villepin im Zusammenhang mit Napoleon-Statuetten wegen des Verdachts der Hehlerei bei der Veruntreuung öffentlicher Gelder ermittelt wird, erzählt Xavier Mauduit, wie der Kaiser in Stein verewigt wurde. Marie Bonnisseau befasst sich mit der Chelsea Flower Show, Großbritanniens größter Gartenschau, auf der Gartenzwerge ihr Comeback feiern. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 26.05.2026 arte
  • Folge 3819 (46 Min.)
    Am Freitag entschlüsselt Renaud Dély die Ereignisse der Woche mit unseren Clubmitgliedern. Heute dabei: Thomas Porcher (Ökonom, Mitglied der Économistes Atterrés), Isabelle Saporta (Publizistin und Leitartiklerin) und Julie Graziani (Publizistin) sowie der Pressezeichner Thibaut Soulcié. Frankreich: Land in der Krise oder Eldorado für Investoren? Laut dem am 21. Mai veröffentlichten Barometer der Unternehmensberatung EY bleibt Frankreich für ausländische Investitionen das attraktivste Land Europas. Trotz dieses Spitzenplatzes ist die Zahl der Industrieprojekte rückläufig: Für 2025 verzeichnet Frankreich einen stärkeren Rückgang als seine europäischen Nachbarn. Kino und Verlagswesen: Rückt der „Kulturkampf“ ins Zentrum der Präsidentschaftswahl 2027? Die Canal+-Affäre und die Drohung von Canal+-Vorstandschef Maxime Saada, eine „schwarze Liste“ der Unterzeichner des offenen Briefs gegen Bolloré anzulegen, sorgen in Politik und Kulturwelt für Aufruhr. Jean-Luc Mélenchon wirft Vincent Bolloré vor, „das Filmschaffen kontrollieren“ zu wollen, während der RN die „sprachlichen Auswüchse“ der Gegner anprangert. Zu Gast ist Didier Wampas, Singer-Songwriter und Sänger der Alternative-Rock-Band Les Wampas. Die Band hat im Februar ihr 15. Album „Où va nous ?“ veröffentlicht. Am 20. Mai hat sich eine Mehrheit der Abgeordneten, darunter der LFI-Abgeordnete Éric Coquerel, gegen die Ernennung von Emmanuel Moulin zum Chef der Banque de France ausgesprochen. Der derzeitige Generalsekretär des Élysée-Palasts und Vertraute von Emmanuel Macron soll Ende Juni die Nachfolge von François Villeroy de Galhau antreten – das Duell der Woche von Frédéric Says. Die Vorstellung der neuen Swatch-Uhr „Royal Pop“ am vergangenen Samstag war so erfolgreich, dass es zu chaotischen Szenen kam. Swatch hatte sich mit dem Schweizer Luxusuhrenhersteller Audemars Piguet zusammengetan, um eine Uhr zum Preis von 400 Euro auf den Markt zu bringen. Marjorie Adelson berichtet im Point Com. Außerdem: David Castello-Lopes’ „Welt der Dinge“ – diesmal zum Thema Büromöbel. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 27.05.2026 arte
  • Folge 3820 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 28.05.2026 arte

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