Die rote Optik

    Die rote Optik

    Das Fernsehen in der sowjetisch besetzten Zone

    D 1958–1964

    Die Sendereihe mit Thilo Koch befasste sich mit der Film- und Fernsehberichterstattung der damals nicht nur von ihm so genannten „sowjetisch besetzten Zone“ und zeigte Ausschnitte aus politischen Sendungen des Ost-Fernsehens. Die viermal im Jahr gezeigte Sendung diente Karl-Eduard von Schnitzler als Vorbild des „schwarzen Kanals“ im DDR-Fernsehen.

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Politische Sendereihe von und mit Thilo Koch, die sich kritisch mit dem DDR-Fernsehen auseinander setzt.

    Koch wollte einen Eindruck von Absicht und Methode der Propaganda im ostzonalen Fernsehen vermitteln. Er zeigte einen Überblick über die Programme vom Kinderprogramm am Nachmittag über politische Magazine bis hin zu Unterhaltungssendungen, in denen er gleichfalls kommunistische Propaganda fand. Die Agitation des mit viel Geld und technischen Mitteln ausgestatteten Deutschen Fernsehfunks richte sich nicht nur an die Ostdeutschen, sondern gezielt auch an die Bewohner der Bundesrepublik. Ihr müsse man im westdeutschen Fernsehen entgegenwirken, forderte Koch.

    Um die Lügen des SED-Staats aufzudecken, hatte sich Koch viel Mühe gegeben. Da es noch keine Videoaufzeichnungen gab, ließ er sich 1958 einen riesigen Apparat bauen, um DDR-Fernsehensendungen aufzeichnen und dann Ausschnitte daraus zeigen zu können. Die Methode kopierte kurz darauf Karl-Eduard Schnitzler in seiner DFF-Sendung Der schwarze Kanal. Koch moderierte seine letzte Sendung im Dezember 1960, Peter Schultze und Hans-Ulrich Barth übernahmen.