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    Bonner Runde – Bild: ARD

    Bonner Runde

    D 1972–1999

    Diskussionsrunden mit den Partei- und Fraktionsvorsitzenden der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien, vor Wahlen oder am Wahlabend, auch „Elefantenrunden“ genannt.

    Die erste Sendung fand drei Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg statt. Legendär waren zwei Sendungen jeweils drei Tage vor den Wahlen 1976 und 1980. Die Sendung 1976 war vier Stunden lang. ZDF-Chefredakteur Reinhard Appel sagte hinterher: „Vier Stunden lang ohne Unterbrechung kann sich nach meiner Erfahrung niemand in Positur setzen, auch der größte Schauspieler nicht. Und so war es in der genannten Sendung auch. Sie stellte eine interessante Charakterstudie dar.“ Die entsprechende Gesprächsrunde mit Genscher, Kohl, Schmidt und Strauß vor der Bundestagswahl 1980 sahen 84 % aller erwachsenen Bundesbürger – über 30 Millionen Wahlberechtigte.

    Auch an Wahlabenden strahlten ARD und ZDF, zunächst gemeinsam, später im Wechsel, unter dem Titel Bonner Runde halbstündige Diskussionen mit Repräsentanten der Parteien aus. Mit dem Regierungsumzug von Bonn nach Berlin wurde die Reihe 1999 in Berliner Runde umbenannt. (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)

    Fortsetzung als Berliner Runde