
Jede Folge widmet sich einem Prototyp der architektonischen Moderne. Das jeweilige Bauwerk wird „vom Keller bis zum First“ unter technischen, ästhetischen, aber auch ökonomischen Gesichtspunkten analysiert. Außerdem zeigen die Filme, wie sich die einzelnen Gebäude in ihre Umgebung einfügen. Was dabei dennoch unsichtbar bleibt – wie etwa die Planungsetappen und die Raumorganisation – wird an einem Modell verdeutlicht, das besser als einfache Pläne die Einsicht zu vermitteln vermag, dass „die Großartigkeit der Architektur in Einfachheit und Klarheit liegt“. (Text: arte)
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Anfang der 70er Jahre strandete am Ufer des „Canal de l’Ourcq“, im „roten Gürtel“ nordöstlich von Paris, ein gigantisches Schiff aus Rohbeton: das Verwaltungszentrum Pantin. Jacques Kalisz, damals noch Architekturstudent, gehörte einem sozial engagierten Arbeitskreis aus Stadtplanern an, den einige kommunistisch regierte Kommunen um Paris ins Leben gerufen hatten. Ihn beauftragte der Bürgermeister von Pantin mit einem Baukomplex, der sämtliche kommunalen Einrichtungen – etwa ein Gericht, eine Polizei, ein Finanzamt, ein Gewerkschaftshaus, ein Arbeitsamt und vieles anderes – unter einem Dach vereinen sollte – ein damals völlig neuartiges Konzept und ein aufwendiges Bauvorhaben. 20 Jahre später stand das Verwaltungszentrum jedoch leer. Was als utopisches Flaggschiff gedacht war, wurde zum Symbol des Niedergangs einer Gesellschaftsutopie. Da der Abriss jedoch mit sehr hohen Kosten verbunden gewesen wäre, wurde beschlossen, es für andere Zwecke zu nutzen. 2004 wurde das Gebäude saniert und als „Centre National de la Danse“ wiedereröffnet. Anstelle der Angestellten und ihrer Büros zogen Tanzkompanien und Ballettstudios ein. Das neu entstandene „Centre National de la Danse“ war das erste große Projekt der beiden jungen Architektinnen Antoinette Robain und Claire Guieysse, die dafür mit dem französischen Architekturpreis „Prix de l’Equerre d’Argent“ ausgezeichnet wurden. (Text: arte)
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