Anpfiff

    Anpfiff

    D 1988–1992
    Deutsche Erstausstrahlung: 13.02.1988 RTLplus

    „Die Fußball-Show“ am frühen Samstagabend mit Berichten vom Bundesliga-Spieltag.

    Ende der 80er Jahre sicherte sich RTL überraschend die Ausstrahlungsrechte an der Fußballbundesliga. Mit der Bundesliga erstmals im Privatfernsehen begann eine neue Fußballepoche, oder wie es Moderator Ulli Potofski zu Beginn der ersten Sendung formulierte: „Herzlich willkommen zu Anpfiff. Beginnt jetzt eine neue Fußballepoche? Ich weiß es nicht!“

    Tatsächlich dämmerte sie allenfalls. Zwar machte RTL eine große Show, die in der Regel 90 Minuten, zu besonderen Anlässen aber gern auch mal drei Stunden lang war, und motzte die klassische Berichterstattung mit humoristischen Einlagen, Gewinnspielen für die Fernsehzuschauer, Talk und Showeffekten auf, doch langfristig konnte sich Anpfiff nicht durchsetzen.

    Das Problem waren die Rechte. Die genauen Modalitäten änderten sich im Lauf der vier Jahre mehrmals, doch das Ergebnis blieb immer das gleiche: Auch die ARD durfte weiterhin Ausschnitte aus den Spielen zeigen. RTL hatte nur einen Teil der Erstverwertungsrechte erworben, der Rest blieb bei der ARD. Da RTL 1988 terrestrisch bei weitem noch nicht überall zu empfangen war und nicht jeder einen Satelliten- oder Kabelanschluss hatte, und da die Sportschau auch bisher immer nur Ausschnitte aus drei oder vier Spielen gezeigt hatte, blieb für viele alles beim Alten. Finanzierbar war die Sendung nicht. 40 Millionen DM flossen in der ersten Saison der RTL-Ära an den DFB, im Jahr zuvor waren es noch 12 Millionen gewesen. Die Kosten explodierten weiter, und als sich 1992 Sat.1 den Fußball holte, kostete das bereits 150 Millionen.

    Hauptmoderator war RTL-Sportchef Ulli Potofski, außer ihm moderierten u. a. Burkhard Weber und Wilfried Mohren. Dauerexperte im Studio war Günter Netzer.

    Neben der Samstagsausgabe gab es freitags und in den „englischen Wochen“ der Bundesliga auch dienstags und mittwochs einstündige Anpfiff-Ausgaben um 22.00 Uhr. Auch später noch hießen Live-Übertragungen besonderer Spiele „Anpfiff extra“. (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)

    Anpfiff – Kauftipps

    Anpfiff – Community

    hot (geb. 1979) am 01.08.2008: @Ulli: Du hast das damals ganz schön geil gemacht. War ein Fan der ersten Stunde. Schade, dass du nicht mehr so oft im TV bist. Vor allem die Hintergrundberichte waren witzig, z.B. das mit dem goldenen Schuss (Jupp Tenhagen läßt grüßen) oder das im FKK-Bad in Dortmund
    Roman (geb. 1984) am 13.07.2007: sennsation perfect!msv duisburg holt ailton!!!!!! und ailton steht im aufgebot von brasilien erstmals:es toll das ich für brasilien spielen darf
    voyager am 05.07.2007: War doch eine nette Sportsendung, für die damalige Zeit wirklich gut gemacht. Wer Fußball als bierernste Sache sieht, der wird logischerweise Ulli Potofski & Co. mit Sicherheit nicht sonderlich gut finden. Immerhin waren sie mit ihrer Sendung "Anpfiff" die ersten, die gezeigt haben, das die Bundesliga eine teilweise doch recht lustige Angelegenheit ist.
    Renè (geb. 1958) am 29.03.2006: Lieber Ulli Potofski: Nicht so bescheiden sein! Ihr wart schon wirklich gut. Wenn man sich heute einmal die Fußbalberichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Sendern anschaut, dann habt ihr mit eurem Format damals gar nicht mal so falsch gelegen.
    Ulli Potofski (geb. 1952) am 23.12.2005: Na , man muss nur etwas betteln - und schon kommen auch einige nette Kommentare . D A N K E ! Wir wollen auch nicht gleich übertreieben , von wegen B E S T E und so . Wir sind nur A N D E R S gewesen . Und was mich angeht : Ich habe den Fußball nie ganz ernst genommen , dafür werde ich heute noch beschimpft . Aber : Ich "liebe" ihn trotzdem . Dennoch : Es gibt so viele wichtigere Dinge als Fußball im Leben und eine WISSENSCHAFT ist er sowieso nicht...

    Cast & Crew