In drei Tagen tagt die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York, um über das Weltdrogenproblem zu diskutieren. Warum? Weil mittlerweile klar zu sein scheint, dass der einst von US-Präsident Richard Nixon ausgerufene „War on Drugs“ gescheitert ist. Laut dem letzten Weltdrogenbericht der UN nehmen 246 Millionen Menschen illegale Drogen, das sind etwas mehr als fünf Prozent der 15- bis 64-Jährigen. Damit konsumieren zwar nicht mehr Menschen Drogen als in den vergangenen Jahren, aber auch nicht weniger. Millionen Menschen nehmen illegale Drogen, weil sie es wollen. Und die sollte man nicht länger kriminalisieren, darin sind sich mittlerweile sogar prominente Ex-Politiker und der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan
einig. Statt den Gebrauch von Drogen rigoros zu verbieten, sollte die Weltgemeinschaft lieber die Gewinne der Händler beschneiden und verstärkt auf Prävention setzen. Cannabis, Kokain und Meth – alles also bald ganz legal? Wie steht Europa dazu? Wo ist was und wie viel schon erlaubt? Portugal zum Beispiel gilt als das liberalste Land, wenn es um Marihuana, Kokain oder Heroin geht – wer damit erwischt wird, begeht lediglich eine Ordnungswidrigkeit. Andere Länder dagegen kämpfen gegen neue illegale Substanzen. Sisa – eine gefährliche Billigdroge kursiert derzeit in Griechenland. Wie kann man dem Einhalt gebieten? „Yourope“ über Europas Drogenpolitik und die schwierige Frage, welcher Umgang mit Drogen der richtige ist. (Text: arte)