Staffel 1, Folge 1–7

    • Staffel 1, Folge 1
      Bild: SRF/RTS/Nicolas Bordard
      Die Dorfmusik von Onnens – © SRF/RTS/Nicolas Bordard

      Den Anfang machen drei Lehrerinnen und ein Lehrer. Einerseits wird der Beruf des Dorflehrers in den vier Dörfern unterschiedlich interpretiert. Andererseits prägen regionale Gepflogenheiten und Mentalitäten massgebend den Alltag. Eines aber haben alle vier Lehrpersonen gemein: ihre Liebe zu ihren Schülerinnen und Schülern und das Bewusstsein, diese kleinen Menschen in einer der schönsten und wichtigsten Phasen ihres Lebens begleitet zu haben.

      In Luthern LU ist Pius Häfliger seit gut 30 Jahren Sekundarlehrer – er unterrichtet Mathematik und Werken – mit Leib und Seele. Sein Engagement für die Gemeinde ist dabei nicht nur auf die Schule beschränkt – genau wie auch bei seiner Kollegin in Graubünden, Isabella Demarmels aus Salouf. Sie schmückt zum Beispiel in ihrer Freizeit den Leiterwagen für den jährlichen Calandamarz-Umzug. In Salouf selber gibt es heute keinen Schulunterricht mehr. Seit der Fusion der Schulen im Tal unterrichtet Isabella in Savognin Zeichnen und Turnen.

      Cédrine Jaccard ist seit 24 Jahren in Onnens im Kanton Waadt die einzige Lehrerin im Dorf. Sie unterrichtet die Schüler und die Schülerinnen des ersten und zweiten Kindergartens. Auch wenn sie selber nicht im Dorf wohnt, so lernt sie doch durch ihre Arbeit alle Kinder vom Dorf sehr gut kennen. In Vira Gambarogno unterrichtet Simona Arigoni in einem der ältesten Kindergärten vom Tessin. Schon als Kind wusste sie, dass sie Lehrerin werden möchte – und noch heute liebt sie diese Arbeit mit den Kleinsten im Dorf über alles. (Text: SRF)

      Original-Erstausstrahlung: Fr 06.07.2018 SRF 1
    • Staffel 1, Folge 2
      Bild: SRF/RTS/Nicolas Brodard
      Gemeindeammann von Onnens: Alain Portner – © SRF/RTS/Nicolas Brodard

      Die zweite Folge von «Vier Dörfer – Ein Land» erzählt die Geschichten der Gemeindepräsidenten und Gemeinderäte. In vielen Dörfern werden Aufgaben der Verwaltung oft von jenen Bürgern übernommen, die der Dorfgemeinschaft etwas zurückgeben wollen. Solche Leute machen diese Arbeit freiwillig, engagiert und ohne riesigen Lohn.

      Im luzernischen Luthern zum Beispiel wurde Alois Huber vor zwei Jahren zum Präsidenten gewählt. Eigentlich ist er Förster von Beruf, hat ein eigenes Holzfachgeschäft und einen Bauernbetrieb. Er geniesst die Ruhe beim Füttern des Viehs am frühen Morgen sehr – gleichzeitig fühlt er sich pudelwohl in der Hektik und Dynamik des Präsidentenjobs.

      Der Saloufer Vizegemeindepräsident Gian Sonder ist auch Bauer. Vor der Fusion der Gemeinden im Oberhalbstein war er sogar Präsident im eigenen Dorf. Jetzt, mit der Fusion von neun Dörfern, sei «alles anonymer geworden».

      Daniela Pampuri ist seit vielen Jahren in Vira Gambarogno TI im Gemeinderat. Sie ist pensioniert und investiert viel Zeit für verschiedene kulturelle Bereiche wie das grosse Orgelkonzert-Festival oder den Botanischen Garten Eisenhut.

      Seit 17 Jahren wohnt Alain Portner in Onnens VD. Er arbeitet in Yverdon und ist dort zuständig für die Unternehmenssteuer im ganzen Kanton Waadt. Somit ist der zusätzliche Job des Gemeindepräsidenten für ihn eine angenehme Abwechslung. (Text: SRF)

      Original-Erstausstrahlung: Fr 13.07.2018 SRF 1
    • Staffel 1, Folge 3
      Bild: SRF
      Im Dorfladen von Salouf: Rita Brunett an der Kasse – © SRF

      In jedem Dorf gibt es jeweils einen Laden, der für das Dorf und für die Region einen besonderen Wert hat. Ob als Lieferant von wichtigen Esswaren und Alltagsgegenständen oder als Zentrum für den Informationsaustausch – an diesem Ort kommt früher oder später jeder Dorfbewohner vorbei.

      Vira Gambarogno TI wäre ohne seinen Fischer Walter Branca kaum vorstellbar. Jeden Tag fährt er mit seinem Boot auf den See, um Fische zu fangen. Mit diesem frischen Produkt beeinflusst er massgebend das Kochen und die Menüpläne der Dorfbewohner von Vira und der ganzen Umgebung.

      Das luzernische Luthern liegt in einer Gegend mit viel Holzwirtschaft. Aus diesem Grund ist der Kettensägen-Laden von Gerhard Wechsler wichtig für die Region. Und wenn an der Fasnacht die traditionelle Tanneschleipfete durchgeführt wird, ist Geri als OK-Präsident jeweils ganz vorne mit dabei.

      Für die 500 Einwohner von Onnens VD ist die Tankstelle von Annik Chiri viel mehr als nur ein Ort für Benzin und Diesel. Hierher kommt man, um Fleisch und Brot zu kaufen, um Kaffee zu trinken oder um Pakete zu verschicken. Sein Laden ist ein fester Bestandteil vom Dorf geworden.

      Auch im bündnerischen Salouf ist der Laden die Informationszentrale des Dorfes. Darum hat die Verkäuferin Rita Brunett neben der eigenen noch eine zweite Familie: das ganze Dorf. (Text: SRF)

      Original-Erstausstrahlung: Fr 20.07.2018 SRF 1
    • Staffel 1, Folge 4
      Bild: SF
      Bei der Arbeit: Dietegen Demarmels in Salouf (Copyrigth SRF) – © SF

      Die Jugendlichen werden oft als Gradmesser für die Zukunft eines Dorfes gesehen. In der vierten Folge von «Vier Dörfer – Ein Land» erzählen wir in die Geschichte von Jugendlichen, die zum Teil noch nie richtig in der Fremde waren oder nach der Ausbildung sofort wieder ins Heimatdorf zurückgekehrt sind.

      Wie zum Beispiel Dietegen Demarmels. Er ist nach seiner Lehre zum Lastwagenmechaniker nach Salouf GR zurückgekommen, um das Geschäft der Familie zu übernehmen. Im Winter ist er mit dem Schneepflug im Dorf unterwegs. Er sorgt dafür, dass das Leben der Bewohner trotz der Schneemassen seinen normalen Gang nehmen kann.

      Joël Morotti schliesst in Vira Gambarogno TI bald schon seine Lehre zum Hochbauzeichner ab. Daneben spielt er Hockey bei den Junioren von Ambri Piotta. Glücklicherweise gelingt es ihm sehr gut, die beiden Welten vom Spitzensport und von der Lehre unter einen Hut zu bringen.

      Als sein Vater jung starb, hat Camilien in Onnens VD das Geschäft mit dem Rebberg sofort übernommen. Jetzt möchte gar nicht mehr weg von hier, denn ist mit seiner Ernte und seinem Wein ziemlich erfolgreich.

      Im luzernischen Luthern ist Lars Birrer ein ausserordentlich arbeitsamer junger Mann. Er unterstützt seinen Vater daheim auf dem Bauernbetrieb und hilft nebenbei auch noch auf einem zweiten Betrieb aus. Bei seiner Arbeit im Leitungsbau kommt er ziemlich in der Gegend um Luthern herum. Auch mit seinem Hobby, dem Seilziehen, kommt er viel herum – in der Region für die kleinen Tourniere, und in der ganzen Welt für die Weltmeisterschaften. (Text: SRF)

      Original-Erstausstrahlung: Fr 27.07.2018 SRF 1
    • Staffel 1, Folge 5
      Bild: SRF
      Passionierter Koch: Klaus Riedl in der Küche – © SRF

      In jedem Dorf gib es Leute, die ursprünglich an einem ganz anderen Ort aufgewachsen sind. Erst in einer späteren Phase ihres Lebens sind sie dann in diese Dorfgemeinschaft gezogen. Die Gründe dafür können sehr verschieden sein: In der fünften Folge von «Vier Dörfer – Ein Land» erzählen wir die Geschichte von vier «Zuezogne» und zeigen, warum sie gerade in diesem Dorf leben.

      In Onnens VD lebt Renatur Njohole mit seiner Familie. Er ist mit 19 Jahren als Fussballprofi aus Tansania in die Schweiz gekommen. Inzwischen hat er eine Familie gegründet und fühlt sich in seiner neuen Heimat sehr wohl.

      Im rätoromanischen Salouf lebt der Bayer Klaus Riedl. Er war in der Gastronomie auf der ganzen Welt tätig, zuletzt in einem Nachbarsdorf von Salouf GR. Nach seiner Pensionierung entschied er, mit seiner Frau in der Region zu bleiben.

      Mir Ahmad Shir Ahmad musste aus Afghanistan flüchten. Seit zwei Jahren lebt er mit seiner Familie im luzernischen Luthern. Er verrichtet einfache Arbeiten beim Pastoralassistenten Jules Rampini. Sein Ziel ist es, möglichst schnell Deutsch zu lernen, um sich noch besser in die Dorfgemeinschaft integrieren zu können.

      Jorge Chaves lebt mit seiner Familie in Vira Gambarogno TI. Er ist vor fast 30 Jahren in die Schweiz gekommen und hat heute mitten im Dorf eine Autogarage. Voraussichtlich wird sein Sohn später mal das Geschäft übernehmen. (Text: SRF)

      Original-Erstausstrahlung: Fr 03.08.2018 SRF 1
    • Staffel 1, Folge 6
      Bild: SRF
      Pfarrer Adam Pradela (l.) bei einem Hausbesuch in Salouf – © SRF

      Früher gehörte der Pfarrer – neben dem Gemeindepräsidenten, dem Lehrer und dem Gemeindeschreiber – zu den wichtigsten Personen eines Dorfes. Heute hat sich die Rolle und die Stellung der Pfarrer grundlegend verändert. Wir zeigen in der sechsten Folge von «Vier Dörfer – Ein Land» die Geschichte von vier Pfarrern – und wie diese Männer im heutigen Dorfleben ihre Rolle als Seelsorger definieren.

      Pfarrer Adam Pradela stammt ursprünglich aus Polen und hat vor einem halben Jahr seine Arbeitsstelle im mittelbündnerischen Oberhalbstein aufgenommen. Er wohnt im schönen Pfarrhaus von Salouf GR und betreut nicht weniger als neun Dörfer in der fusionierten Pfarrgemeinde Sursés.

      Im Vira Gambarogno TI lebt der katholischer Priester Don Stanislaw Kilar, der ebenfalls aus Polen in die Schweiz gekommen ist. Er unterrichtet die Kinder des Dorfes in Religion. Mit den Gläubigen hat Don Stanislaw eine gute Beziehung, die er bei der Einsegnung der Häuser immer wieder vertiefen kann.

      Samuel Gabrieli ist der evangelische Pfarrer von Onnens und vier weiteren Gemeinden im Kanton Waadt, weshalb er oft mit dem Auto von einem Ort zum anderen unterwegs ist. In der Kirche nimmt Samuel Gabrieli gerne aktuelle Werkzeuge zur Hilfe: Mit Videobeamer und Tablet gestaltet er die Gottesdienste auf modernste Art und Weise.

      Jules Rampini ist im luzernischen Luthern Pastoralassistent. Er kombiniert diese Aufgabe mit der Arbeit im Stall und auf dem Feld, denn Jules Rampini ist nebenbei auch noch Bauer. So kann er auf seinem Hof die frisch ausgesäten Felder gleich selber einsegnen. (Text: SRF)

      Original-Erstausstrahlung: Fr 10.08.2018 SRF 1
    • Staffel 1, Folge 7
      Bild: SRF/RTS/Nicolas Brodard
      Besitzer der Galerie d'art du Vieux-Pressoir: Michel Kunz – © SRF/RTS/Nicolas Brodard

      In einem Dorf sind viele der älteren Bewohner noch lange aktiv im Alltag der Gemeinde integriert. Man kennt sich und man weiss vieles voneinander. Ob frisch pensioniert oder bereits über 90 Jahre alt – mit ihren persönlichen Erlebnissen verkörpern sie immer auch ein Stück der vergangenen Dorfgeschichte, wie die siebte und letzte Folge von «Vier Dörfer – Ein Land» zeigt.

      Im luzernischen Luthern leitet Hedy Purtschert mit ihren 82 Jahren immer noch das Gesundheitsturnen, das sie vor über 40 Jahren selber gegründet hat. Und sie ist nach wie vor fit genug, um an der traditionellen Tanneschleipfete als böse Hexe verkleidet durchs Dorf zu ziehen.

      Michel Kunz führte früher ein Restaurant im Dorf, heute leitet er eine Galerie. Mit viel Liebe zum Detail veranstaltet er Kunstausstellungen in seiner Galerie zur Presse. Er liebt es, zuerst die Ausstellungen einzurichten, und dann die vielen Gäste bei der Vernissage begrüssen zu dürfen.

      In Salouf GR ist Margarita Demarmels mit ihren 76 Jahren noch lange nicht die Älteste. Und so hilft sie immer noch bei der Pro Senectute mit beim Organisieren von diversen Anlässen. Sie fotografiert die verschiedensten Ereignisse im Dorf und wird so mit ihrem Fotoalbum zur liebevollen Dorfchronistin.

      Der Künstler Edgardo Ratti ist 92 Jahre alt. Sein ganzes Leben hat er der Kunst gewidmet. Er war in den verschiedensten Arbeitsfeldern tätig: Malerei, Skulptur, Glasfenster. Dieses Jahr hat er bereits zum 13. Mal die grosse Skulpturenausstellung in den Strassen von Vira organisiert. (Text: SRF)

      Original-Erstausstrahlung: Fr 17.08.2018 SRF 1

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