Dokumentation in 4 Teilen

  • Folge 1 (45 Min.)
    Die Potsdamer Straße, das sind mehr als zwei Kilometer Berlin: vom Potsdamer Platz in Mitte bis zum Kleistpark in Schöneberg. Die „Potse“, wie sie ihre Bewohnerinnen und Bewohner liebevoll nennen, ist nicht nur eine vielbefahrene Innenstadtmagistrale. Sie lebt mit großer Selbstverständlichkeit die Widersprüche und Diversität Berlins: Schäbiges und Chic, Ost und West, Trends und Tradition. Der Potsdamer Platz als urbaner Knotenpunkt, das Kulturforum mit Philharmonie und Neuer Nationalgalerie, die schicke Galerienmeile samt Edelboutiquen, der Straßenstrich Ecke Kurfürstenstraße und ab Höhe Bülowstraße das Miteinander von Döner-Imbissen und feministischen Projekten. Der Film trifft Menschen dort, wo sie leben, in ihrem Alltag: Die bekannte Drag-Queen Margot Schlönzke ist hier aufgewachsen, kennt die Straße noch als Sackgasse an der Berliner Mauer und beobachtet nun seit Jahren fasziniert ihre Veränderungen bzw. ihre Beharrlichkeit, einfach eine Straße mit viel Verkehr und Toleranz zu bleiben. Jonathan Kartenberg, Betreiber des Sterne-Restaurants „Irma la Douce“, erzählt, wie sehr er bei der Eröffnung in der Potsdamer Straße die gewachsene Nachbarschaft unterschätzte und wie glücklich er ist, endlich angekommen zu sein. Direkt am Pallasseum wohnt Gunter Kluth, der sich leidenschaftlich einem immateriellen Weltkulturerbe widmet: dem Papiertheater. Und permanent mit seinen Gefühlen für die Straße kämpft. Studentin Anna Raab lebt auch hier und entdeckt fasziniert die literarische Tradition und Gegenwart der Potsdamer; Marie-Christine Molitor von Mühlfeld gewährt Einblicke in die Galerieszene, und der ehemalige Boxer Izzet Mafratoglu öffnet die Türen seines Boxstudios – für sein Engagement hat er das Bundesverdienstkreuz bekommen. Streets of Berlin erzählt von den Straßen der Stadt und den Menschen, die in ihnen wohnen, leben und lieben. Es sind Alltagsbeobachtungen, persönliche Geschichten und der Blick auf die Veränderungen der Straßen in den vergangenen Jahrzehnten. Eine Hommage an die Stadt und die Menschen, die sie ausmachen und prägen. (Text: rbb)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 21.01.2026 rbb
  • Folge 2 (45 Min.)
    Sanierte und verkommene Altbauten, sozialer Wohnungsbau und spektakuläre ArchitekturIkonen: Die Chausseestraße in BerlinMitte erzählt auf ihren gut zwei Kilometern vom Wachstum der Metropole, von Kontrasten und von so viel Berliner Geschichte wie kaum eine andere. Hier schlug einst das industrielle Herz der Stadt, trafen Ost und West aufeinander. Heute ist sie ein Mikrokosmos des neuen Berlins: Geheimdienst und Galerie, Luxushotel und besetztes Haus, alteingesessene Mieter:innen und Zugezogene aus aller Welt. Thomas Rieser, Inhaber von NouTango, öffnet Woche für Woche die Türen seines Tanzstudios für die FreitagsMilonga – eine Tanzparty für argentinischen Tango. Es geht hoch her – bis spät in die Nacht. Nur wenige Häuser weiter steht ein massiver Betonblock mit schmalen Fenstern: der Hauptsitz des Bundesnachrichtendienstes. Hier arbeitet Julia Linner, Pressesprecherin des BND – eine Frau, die gern von ihrer Arbeit erzählt, aber über vieles schweigen muss. Student Elias Nuriel Kohl bereitet sich an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ auf sein Absolventenvorspiel vor – ein entscheidender Moment für seine Zukunft. Er ist hier im Kiez aufgewachsen, sein Weg zur Uni fast derselbe wie früher zur Grundschule. Doch die Straße seiner Kindheit hat sich rasant verändert. Aytaç Aygün, Geschäftsführer der Titanic Hotels, steht für das neue Gesicht der Chausseestraße: internationale Gäste, luxuriöse Architektur, edle Inneneinrichtung. Der Wandel der Chausseestraße lässt sich hier ebenso beobachten wie an der Habersaathstraße, wo Daniel Diekmann seit zwanzig Jahren Mieter ist – gemeinsam mit Miriam Ramberg, die nach Jahren auf der Straße nun in einer besetzten Wohnung lebt und um den Erhalt bezahlbaren Wohnraums kämpft. Um die Ecke feiert Kuratorin Mathilde Leroy das zehnjährige Jubiläum der Fotogalerie Chaussee 36 Photography. Das Haus der Galerie wirkt wie eine eingefrorene Momentaufnahme der Straße: Der Sammler Renaud Vercouter hat es vor dem Verfall bewahrt und behutsam saniert. So blieb hier ein Stück Geschichte erhalten. Die Kanadierin Hoi Ying lebt nach Stationen in Vancouver, Singapur und Melbourne nun in einer Wohnung im spektakulären Sapphire von Daniel Libeskind – eine ArchitekturIkone aus Beton, Glas und Titanzink. Für sie ist die Chausseestraße ein Zuhause geworden, das Globalität und Berliner Eigenwilligkeit vereint. Streets of Berlin erzählt von den Straßen der Stadt und den Menschen, die in ihnen wohnen und arbeiten, leben und lieben. Es sind Alltagsbeobachtung, persönliche Geschichten und der Blick auf die Veränderungen der Straßen in den vergangenen Jahrzehnten. Eine Hommage an die Stadt und die Menschen, die sie ausmachen und prägen. (Text: rbb)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 28.01.2026 rbb
  • Folge 3 (45 Min.)
    Die Kantstraße im Westen Berlins ist bekannt für ihre vielfältige asiatische Küche. Ob chinesisch, japanisch, thailändisch, kantonesisch, vietnamesisch – auf mehreren hundert Metern findet sich eine riesige Auswahl asiatischer Restaurants und Imbisse. Aber nicht nur: Hier treffen Traditionsorte wie das Theater des Westens oder das Kant-Kino auf eine lange gewachsene Kneipenkultur. Die Paris Bar, das Schwarze Café oder der Zwiebelfisch erzählen Geschichten einer lebendigen Szene. Vom Breitscheidplatz bis zum Charlottenburger Amtsgericht ist die Kantstraße auf ihren 2,5 Kilometern ein Mikrokosmos der Großstadt. Marie Philipp hat lange in der Kantstraße gewohnt. Neben dem Kant-Kino. Dort arbeitet die ausgebildete Schauspielerin heute als Eventmanagerin und organisiert jeden Montag die beliebte Sneak Preview. Eine Überraschungsvorstellung, bei der das Publikum vorher nicht weiß, welcher Film gezeigt wird. Das Kant-Kino ist eines der ältesten Kinos der Stadt. 1912 wurde es als „Kant-Lichtspiele“ eröffnet. Einen genauso traditionsreichen Laden haben Vianney Lancres und Jannis Lucian Groh wiederbelebt: Die Parfümerie Harry Lehmann. „Parfüm nach Gewicht“ hieß früher der Werbeslogan. Heute werden die selbst kreierten Düfte nicht mehr abgewogen, sondern in Millilitern abgefüllt. Wenn die Nacht kommt, ändert sich der Rhythmus der Kantstraße: Für Antonia Henkemeier geht dann das Leben erst richtig los – sie ist im Nebenjob Kellnerin im Schwarzen Café, einer Institution in der Kantstraße. Streets of Berlin erzählt von den Straßen der Stadt und den Menschen, die in ihnen wohnen, leben und lieben. Es sind Alltagsbeobachtungen, persönliche Geschichten und der Blick auf die Veränderungen der Straßen in den vergangenen Jahrzehnten. Eine Hommage an Stadt und die Menschen, die sie ausmachen und prägen. Ein manchmal auch nostalgischer Streifzug durch die Straßen der Großstadt. (Text: rbb)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 04.02.2026 rbb
  • Folge 4 (45 Min.)
    Nur wenige Straßen in Berlin sind so bekannt, beliebt und belebt wie die Schönhauser Allee: Einkaufsstraße, Fressmeile, Kulturhotspot und Partylocation. Die Schönhauser ist angesagt, ein Ort zum Shoppen und fürs Nachtleben. Eine Straße, die eigentlich nie zur Ruhe kommt. Beständig lärmend fließt der Verkehr: Fahrräder, Autos, Straßenbahnen – und oben donnert die Untergrundbahn. Die Bahnhöfe „Eberswalder Straße“ und „Schönhauser Allee“ kennt nahezu jeder Tourist, kennt jede Nachteule. Drei Kilometer Prenzlauer Berg, drei Kilometer pulsierendes Leben. Wir begegnen im Film u.a. Lillemor Mallau, Eventmanagerin, Aktivistin und Networkerin. Sie verbindet Geschäftsleute, Kulturschaffende und Anwohner und versucht Projekte anzuschieben, die die Schönhauser noch schöner machen. Der Musiker und Kulturmanager Sören Birke kommt Ende der 80er in den Prenzlauer Berg und besetzt eine Wohnung in der Schönhauser Allee. Seit über zwei Jahrzehnten managt er das „Kesselhaus“ und die „Alte Kantine“ in der Kulturbrauerei. Svetlana Müller, geboren in St. Petersburg, ist Vorsitzende der „PANDA Platforma“, einem Verein für politische Diskussion und kulturellem Austausch für viele Menschen mit Osteuropa-Bezug. Sie und ihr Team organisieren Ausstellungen, Kunstevents, Theateraufführungen, Lesungen und Konzerte. Die Reihe „Streets of Berlin“ erzählt von den Straßen der Stadt und den Menschen, die in ihnen arbeiten, wohnen und leben. Es sind Alltagsbeobachtungen, persönliche Geschichten und der Blick auf die Veränderungen der Straßen in den vergangenen Jahrzehnten. Eine Hommage an die Stadt und die Menschen, die sie ausmachen und prägen. (Text: rbb)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 11.02.2026 rbb
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