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    • 16. Ein mexikanischer Traum

      Folge 16

      Er ist der neue Shootingstar der Klassikszene – und spätestens seit der Salzburger «Traviata» mit Anna Netrebko gilt er als der zeitgenössische Tenorstar schlechthin. Und doch ist Rolando Villazón bei allem internationalen Glamour als Mensch und Künstler durch und durch Mexikaner geblieben, tief geprägt von der Kultur seiner Heimat. Die Dokumentation begleitet ihn auf den Spuren seiner Kindheit und Jugend in Mexiko. In Mexiko findet man die Wurzeln des Weltklassetenors Rolando Villazón. Und dieser lässt eine Unterscheidung zwischen privat und beruflich, zwischen Leben auf und hinter der Bühne nicht zu: «Wenn ich auf der Bühne stehe, bin ich auch der Vater meiner Kinder und der Mann meiner Frau, und wenn ich zu Hause mit meinen Kindern spiele, dann bin ich auch der Tenor«, sagt er. Villazón ist eben durch und durch Sänger und Bühnenmensch. Schon als Kind hat er sich stundenlang in sein Zimmer eingeschlossen und zu allen möglichen Schallplatten sein Gesangstalent ausprobiert. Unter seinen Favoriten damals und heute: Plácido Domingo. Um seinem Idol näher zu sein, hat er früher gelegentlich mit gewagten Täuschungsmanövern die Sicherheitsdienste ausgetrickst. Und heute gilt er als würdiger Nachfolger Domingos. Der Film begleitet Rolando Villazón auf einer Erinnerungsreise auf den Spuren seiner Kindheit und Jugend in Mexiko. In seiner früheren Schule gibt es ein herzliches Wiedersehen mit seiner ehemaligen Lehrerin. Und im Priesterkonvent erzählt Villazón von dem Moment, als ihm klar wurde, dass seine Bühne die Oper und nicht die Kirche werden würde. In diesen Momenten zeigt der Film auch eine sehr nachdenkliche Seite des Weltstars, der eher für seine umwerfenden Clownerien bekannt ist. Die Reise in die Vergangenheit kombiniert die Dokumentation mit Einblicken in die Karriere des berühmten Tenors, auf und hinter der Bühne: Beim umjubelten Debüt am Gran Teatro del Liceu von Barcelona in Donizettis Oper «Der Liebestrank», bei den Proben mit Anna Netrebko für die Salzburger «Traviata» und als Don José in «Carmen» an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Und natürlich trifft er Plácido Domingo: Bei der Aufnahme einer CD mit Zarzuela-Arien, die von Domingo dirigiert werden. Das Finale des Films führt Villazón wieder zu den Anfängen zurück, wenn er auf einem öffentlichen Platz, mitten in Mexiko-Stadt, spontan mit einer Mariachi-Kapelle Volkslieder singt – eben einfach ein mexikanischer Traum. (Text: SRF)

      Original-Erstausstrahlung: Sa 05.06.2010 SF 1
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      Sendetermine

       So 06.06.2010
      05:40–06:30
      05:40–SF 1
      evt. ältere Sendetermine sind noch nicht erfasst

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