bisher 42 Folgen, Folge 22–42
22. Vogelgrippe – Helfer am Limit?
Folge 22 (15 Min.)
Kranichschützerin Beate Blahy auf der Suche.Bild: rbb/Riccardo WittigKranichexpertin Beate Blahy kämpft im Nationalpark Unteres Odertal gegen eine stille Katastrophe: Die Vogelgrippe hat die Kranichschlafplätze erreicht – dort, wo sonst hunderte Tiere friedlich rasten, sucht sie jetzt kranke und tote Tiere. Seit Jahrzehnten schützt sie diese Vögel, doch so viele Verluste hat sie noch nie erlebt. Die Seuche trifft nicht nur Kraniche, sondern bedroht auch andere Arten – sogar Seeadler könnten sich anstecken. Täglich fährt Beate Blahy von einem Rastplatz zum nächsten und fürchtet um die Zukunft ganzer Bestände – ein Wettlauf gegen die Zeit, bevor das Virus weiterzieht.Hunderte Kraniche verenden Tag für Tag – besonders im Linumer Teichland. Jedes Jahr im Herbst machen hier über 100.000 Großvögel Rast: ein wichtiger Zwischenstopp für die Zugvögel auf dem Weg nach Süden. Ein Schauspiel, das sonst viele Besucher anlockte. Bisher gab es hier nie Verluste. Doch dieses Jahr stellt die Naturschützer in Linum und Umgebung vor ganz neue Herausforderungen. Norbert Schneeweiß, Leiter des Artenschutzzentrums in Linum, koordiniert den Einsatz von Helfern, die seit Tagen Kranich-Kadaver einsammeln. Aus schwer zugänglichen Teichen wollen sie nun weitere tote Tiere bergen. Doch nicht nur Wildvögel sind in Gefahr. Bei Bio-Landwirt Gernot Engelmann herrscht Stallpflicht, wie inzwischen fast überall im Land. In seinen mobilen Ställen mit insgesamt sechstausend Hühnern müssen die Tiere nun beschäftigt werden, damit sie sich nicht gegenseitig bepicken. Auch Vogelschauen sind in den meisten Landkreisen längst verboten: In Groß Rietz im Landkreis Oder-Spree aber dürfen Hobbyzüchter noch einmal ihre Hähne und Hühner präsentieren und verkaufen. Die Hygiene-Auflagen sind streng: Besucher aus den aktuellen Vogelgrippe-Sperrbereichen dürfen die Schau nicht betreten. Sollte die Vogelgrippe auch hier auftreten, wäre das für die Hobbyzüchter eine Katastrophe. In Neuhardenberg hat sich der Virus bereits breit gemacht. Einige wenige Enten in einer Massentierhaltungsanlage am Mühlenberg sind erkrankt. Da beide Stallanlagen betroffen sind, müssen alle 85.000 Tiere getötet werden. Die rbb24 Reportage begleitet Naturschützer, freiwillige Helfer, Geflügelhalter und -händler in Brandenburg. Alle eint, dass die Bilder der vergangenen Tage sich tief eingebrannt haben und die Angst, dass sich die Seuche weiter ausbreitet. (Text: rbb) Deutsche TV-Premiere Do. 30.10.2025 rbb 23. Der Berlin-Blackout – Die langen Tage ohne Strom
Folge 23 (20 Min.)Seit Sonnabend ist für tausende Menschen im Südwesten Berlins alles anders. Nach einem Brandanschlag an einer Kabelbrücke in Steglitz-Zehlendorf ist der Strom weg. Betroffen sind zunächst 45.000 Haushalte, auch Geschäfte und Betriebe. Stromnetz Berlin versucht, die Versorgung schnell wieder herzustellen. Denn ohne Strom wird es nachts sehr kalt in vielen Wohnungen. Menschen ziehen zu Verwandten, viele Berliner bieten ein Bett an. Notunterkünfte werden eingerichtet. Aber viele fragen sich, warum die Stadt nicht besser vorbereitet ist? In unserer rbb24 Reportage „Der Berlin-Blackout – die langen Tage ohne Strom“ blicken wir auf mittlerweile vier Tage Ausnahmezustand in Teilen der deutschen Hauptstadt. (Text: rbb)Deutsche TV-Premiere Di. 06.01.2026 rbb 24. Kampf um jeden Gast – Gastro in der Krise
Folge 24 (30 Min.)Steigende Preise, hohe Mieten, Personalmangel – und Gäste, die immer genauer rechnen: Die Gastronomie in Berlin und Brandenburg steht unter massivem Druck. Während Fastfood und Take-away boomen, kämpfen Inhaber von klassischen Restaurants, Kneipen und Gasthöfen ums Überleben. Was bedeutet dieser Wandel für Esskultur, Nachbarschaft und regionale Identität? Die Reportage blickt auf mutige Erfolgsgeschichten, boomende Nachbarkneipen wie den „Tresentreff“ in Wilmersdorf und erzählt vom harten Kampf von Traditionshäusern wie dem „Hotel Fliegerheim“ in Borkheide und dem leisen Verschwinden jahrhundertealter Gasthöfe in Brandenburg. Sie zeigt, warum einige Konzepte derzeit noch funktionieren – und andere trotz großer Anstrengungen scheitern. Am Ende steht eine zentrale Frage: Welche Zukunft hat die Branche – und was muss sich ändern. (Text: rbb)Deutsche Streaming-Premiere Mo. 26.01.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 27.01.2026 rbb 25. Hauptstadt ohne Hype – Wo bleiben die Touristen?
Folge 25 (30 Min.)Berlin galt lange als Magnet für Millionen Gäste aus aller Welt: Mauerfall, Clubszene, Opernhäuser und Museen, kreativ und günstig. Doch diese Versprechen scheinen nicht mehr zu ziehen. Berlin braucht eine neue Verheißung. Die Reportage geht der Frage nach, warum Hotels schließen, Übernachtungszahlen sinken, zentrale Lagen an Strahlkraft verlieren und der internationale Tourismus abnimmt – während andere europäische Metropolen weiter boomen. Wir fragen, warum der Hauptstadt-Tourismus ins Stocken geraten ist und welche Perspektiven Berlin in Zukunft hat. Was muss sich ändern, damit Berlin als Reiseziel wieder überzeugt? (Text: rbb)Deutsche Streaming-Premiere Mo. 02.02.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 03.02.2026 rbb 26. Schüsse auf offener Straße – Banden-Kriminalität in Berlin
Folge 26 (30 Min.)Schutzgelderpressungen, bewaffnete Gruppen, immer wieder Schüsse auf Geschäfte und Menschen: In der Hauptstadt eskaliert die Gewalt zwischen rivalisierenden Banden. Junge türkisch geprägte Gruppierungen mit niedlich klingenden Namen wie Daltons, Casper oder Schlümpfe fordern die alten Machtstrukturen heraus – mit brutaler Konsequenz. Ihr Markenzeichen: offene Gewalt. Die Polizei reagiert mit einer BAO (Besonderen Aufbauorganisation) – der Ermittlergruppe FERRUM – und schlägt Alarm. Die Szene gilt als hochgradig bewaffnet, die Eskalationsspirale dreht sich weiter. Die 30-minütige Reportage begleitet Ermittler bei ihren Einsätzen, blickt auf die neue Dynamik im Berliner Milieu und fragt: Hat die Polizei noch Kontrolle über Berlins Straßen – oder sind bewaffnete Banden dem Staat einen Schritt voraus? (Text: rbb)Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.02.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 10.02.2026 rbb 27. Zerstörungswut – Wie Vandalismus den Bahnverkehr stört
Folge 27 (30 Min.)Zugbegleiterin Lucyna Jablonski wird häufiger Ziel von verbalen und auch körperlichen Attacken.Bild: rbbImmer wieder sorgt Vandalismus in Berlin und Brandenburg dafür, dass Züge nicht fahren, Pendler längere Wege haben und Bahnhöfe in Mitleidenschaft gezogen werden. So wie am S-Bahnhof Wedding, an dem in der Silvesternacht das Abfertigungshäuschen in Brand gesetzt wurde und deshalb fünf Wochen lang keine Züge halten konnten. Oder auch am Regionalbahnhof Zehdenick, an dem regelmäßig ein Fahrkartenautomat mutwillig beschädigt wird. Und die Zerstörungswut richtet sich nicht nur gegen Züge und Stationen. Auch Zugbegleiter werden bepöbelt und angegriffen. Die rbb24 Reportage von Helena Daehler und David Donschen begleitet Fahrgäste und Bahnpersonal, trifft Graffiti-Sprayer und Ermittler. (Text: rbb)Deutsche Streaming-Premiere Mo. 16.02.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 17.02.2026 rbb 28. Jetzt geht’s um die Wurst – Fabrik-Aus in Eberswalde
Folge 28 (30 Min.)Die Wurstfabrik in Britz bei Eberswalde schließt Ende Februar 2026 ihre Werkstore. 500 Menschen verlieren ihre Arbeit. Fast 50 Jahre nach Gründung des einstigen Schlacht- und Verarbeitungskombinates geht damit eine Tradition zu Ende. In den 80er Jahren war Eberswalde Europas größte Fleisch- und Wurstfabrik. In der Stadt entstanden ganze Neubauviertel, Schulen und sogar eine Schwimmhalle für die damals 3000 Beschäftigten und deren Familien. Die beliebten Würstchen und andere Eberswalder Fleischprodukte sollen zukünftig in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen produziert werden – so entschieden es die Eigentümer der zum Tönnings-Konzern gehörenden Zur-Mühlen-Gruppe, die das Werk erst 2023 übernommen hatte.Die rbb-Reporter Andreas Jacob und Fred Pilarski begleiten die letzten Tage des Werks. Und geben seltene Einblicke in die noch laufende Produktion und das 65Hektar große Betriebsgelände, mit Ecken und Hallen, die schon seit Jahren nicht mehr genutzt werden. Die Reporter waren im Gespräch mit ehemaligen und aktuell noch Beschäftigten, dem Management, der Gewerkschaft und der Kundschaft. Warum ist das Werk nicht mehr rentabel? Warum haben die wechselnden Eigentümer nicht genügend investiert? Wollte der Tönnies- Konzern nur die Marke „Eberswalder“ und war eine Marktbereinigung in der Branche das Übernahme-Ziel? Und es gibt erste Antworten, wie es mit den Beschäftigten und dem Fabrikgelände weitergehen könnte. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 23.02.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 24.02.2026 rbb 29. Was will die denn hier? Frauen in Männerjobs
Folge 29 (30 Min.)Wie fühlt es sich an, jeden Tag in einer Arbeitswelt zu bestehen, in der man auffällt, bevor man überhaupt etwas sagt? Die Reportage erzählt von Frauen, die Jobs haben, die auch 2026 fest in männlicher Hand sind – Frauen aus der Region, die sich bewusst gegen immer noch existierende Rollenbilder entschieden haben. – Gewichtheberin Antonia Ackermann beim Training.Bild: rbb/Stefanie StoyeEine davon ist Kathleen Andersohn aus Nudow in Potsdam-Mittelmark. Seit fast 15 Jahren arbeitet die KFZ-Meisterin beim ADAC in der Pannenhilfe. Ein Job, der sie glücklich macht – auch, wenn sie fast nur mit Männern arbeitet. Früher wurde sie häufig von Kunden gefragt, ob sie überhaupt wisse, was sie da tue – inzwischen freuen sich vor allem Kundinnen, wenn Kathleen Andersohn als gelber Engel zur Hilfe kommt. „Baubabe“ Vanessa Albrecht ist Handwerkerin und damit auch in den sozialen Medien erfolgreich. Gerade macht sie eine Ausbildung zur Anlagenmechanikerin im SHK-Handwerk. Hätte es früher weibliche Vorbilder im Handwerk für sie gegeben, hätte sie anstelle ihres Studiums gleich eine handwerkliche Ausbildung gemacht, sagt sie.Umso mehr will sie heute Vorreiterin sein und Vorurteilen gegenüber Frauen entgegentreten. Für Antonia Ackermann muss eine starke Frau nicht unbedingt körperlich stark sein. Aber sie kann! Die 23jährige Berlinerin war Junioren-Europameisterin im Gewichtheben und trainiert gerade für die Olympischen Spiele 2028. Ihr Trainer ist ein Mann – weibliche Trainerinnen gibt es in dem Sport kaum. Und während die Anzahl der Athletinnen wächst, verändert sich das Image des „Männersports“ nur langsam. Zwischen Stolz, Zweifel, Rollenbildern und dem Wunsch nach Anerkennung zeigt die Reportage, wie es sich anfühlt, immer wieder beweisen zu müssen, dass Kompetenz kein Geschlecht hat. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 02.03.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 03.03.2026 rbb 30. Mit 18 an die Waffe. Der neue Wehrdienst
Folge 30 (30 Min.)Schüler Elias an seinem 18. Geburtstag.Bild: rbb/Elias FrankeElias ist 18, gerade geworden – für die große Geburtstagsparty hat er sich mitten in Potsdam eine Location gemietet. Über hundert junge Erwachsene feiern mit ihm das Leben. Wenige Tage später hat er die sogenannte „Bereitschaftserklärung“ im Briefkasten. Und jetzt? Zwar befürwortet er grundsätzlich die Aufstockung der Bundeswehr, um Deutschland verteidigungsfähig zu machen – für sich selbst schließt er den Dienst an der Waffe jedoch aus. Auch Max und Johann wollen nicht zur Bundeswehr. Sie lehnen die Aufrüstung und den damit verbundenen Wehrdienst entschieden ab. Deshalb organisieren sie den bundesweiten Schulstreik am 5. März 2026 mit. Deutschland müsse in Schulen statt in Rüstung investieren.Gleichzeitig wirbt die Bundeswehr auf der größten Jobmesse in Brandenburg Jugendliche an. Einer von ihnen ist Tom. Er ist 16, ehrenamtlich beim DRK und will Notfallsanitäter werden. Und die Bundeswehr? Lockt mit überdurchschnittlich gutem Ausbildungsgehalt, einem Führerschein und kostenlosem Bahnfahren in Uniform. Die rbb24-Reportage zeigt junge Erwachsene, für die die sicherheitspolitische Debatte nun persönlich wird. Sie bekommen Post von der Bundeswehr, organisieren in Potsdam einen Schulstreik oder posieren mit Waffen auf einer Jobmesse in Cottbus. Die Reportage zeichnet das Porträt einer Generation zwischen Protest, Zweifel und konkreter Karriereplanung. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.03.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 10.03.2026 rbb 31. Prügeln in der Pause – Gewalt an Cottbuser Grundschule
Folge 31 (30 Min.)Bild: Public DomainDie Reportage will die Hintergründe der Eskalation verstehen: Wie spiegeln sich soziale Spannungen, sprachliche Hürden und möglicherweise mangelnde Unterstützung außerhalb des Schullebens im Schulalltag wider? Neben Interviews mit betroffenen Eltern und der Schulleitung kommen auch Vertreter der Stadtverwaltung, Schulsozialarbeit und Bildungsforschung zu Wort. Die Autoren wollen die Beteiligten bei dem Versuch begleiten, wieder ein Klima von Vertrauen und Gemeinschaft zu schaffen. (Text: rbb)Deutsche Streaming-Premiere Mo. 16.03.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 17.03.2026 rbb 32. Obdachlos in Berlin – Nachbarn ohne Wohnung
Folge 32 (30 Min.)Manni lebt seit Jahren auf dem Helmholtzplatz in Berlin-Prenzlauer Berg.Bild: rbb/Johanna SagmeisterWer durch Berlins Straßen läuft, begegnet ihnen: Menschen wie Bülent, Daniel oder Manni. Menschen ohne Wohnung, die immer wieder neue Orte finden müssen, wo sie schlafen können: in einer Notunterkunft, in Hauseingängen oder auf provisorischen Lagern aus Schlafsäcken und Pritschen. Manche versuchen, mit dem Verkauf von Straßenzeitungen über die Runden zu kommen. Andere leben seit Jahren an denselben Orten im öffentlichen Raum, sind im Kiez längst bekannt und nicht von allen gern gesehen. Berlin ist die Stadt in Deutschland mit den wohl meisten wohnungslosen Menschen, geschätzt sind es mehr als 50.000. Nach dem letzten aktuellen Wohnungslosenbericht von 2025 leben außerdem rund 6.000 Personen dauerhaft auf der Straße, sie gelten als obdachlos.Die Gründe, warum Menschen wohnungslos oder obdachlos werden, sind vielfältig. Persönliche Schicksalsschläge gehören genauso dazu wie Armut. Manchmal beginnt das Leben auf der Straße mit einer Kündigung oder Schulden; manchmal sind es die Folgen von Sucht und Kriminalität, die Menschen aus der Bahn werfen und den Weg zurück in ein stabiles Leben erschweren. Die Reportage begleitet drei Berliner, die alle in dieser Stadt aufgewachsen sind und heute ohne eigene Wohnung leben. Bülent verkauft sechs Tage die Woche Straßenzeitungen vor einem Einkaufszentrum in Moabit. Alles, was er besitzt, passt in einen Rucksack. Ohne gültige Papiere hat er keinen Anspruch auf Sozialleistungen und lebt von Spenden und dem Zeitungsverkauf. Manni dagegen hat sein Zelt seit Jahren auf dem Helmholtzplatz im Prenzlauer Berg aufgeschlagen. Der Park ist für ihn sein Zuhause, auch wenn das Ordnungsamt sein Lager immer wieder räumt. Daniel verlor vor sechs Jahren durch eine Zwangsräumung seine Wohnung. Heute lebt er in einer geförderten Übergangswohnung und engagiert sich politisch gegen Obdachlosigkeit. In der Reportage begleiten die Autorinnen die drei Männer durch ihren Alltag. Sie zeigen Begegnungen mit Menschen, die helfen und mit solchen, die sich abwenden. Und sie erzählen von drei Berlinern, deren Lebenswege sehr unterschiedlich verlaufen sind und die den Wunsch nach Normalität nicht aufgegeben haben. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 23.03.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 24.03.2026 rbb 33. Müll überall – Kampf gegen den Dreck
Folge 33 (30 Min.)Aufräumaktion im Wald.Bild: rbb/Roman GarthoffBerlin hat ein massives Müllproblem. In vielen Kiezen türmen sich Sperrmüll, Möbel, Bauschutt, Farbeimer und Elektroschrott – oft illegal abgeladen, besonders nachts. Parks und Grünflächen leiden unter Müllbergen und mangelnder Pflege, weil Bezirke zu wenig Geld und Personal haben. Inzwischen gibt das Land Berlin weit mehr als zehn Millionen Euro im Jahr für die Beseitigung und Entsorgung von illegalem Müll, Sperrmüll, Bauschutt und Autowracks an Straßen und in Parks aus. Doch das Müllproblem ist nicht auf Berlin beschränkt. Müll und Bauschutt aus der Hauptstadt landet häufig in Brandenburgs Wäldern nahe der Autobahn und wird dort zu einer versteckten Umweltlast. (Text: rbb)Deutsche Streaming-Premiere Mo. 13.04.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 14.04.2026 rbb 34. Krank auf dem Land – Was führt aus der Gesundheitskrise?
Folge 34 (30 Min.)Wie kommt man raus aus der Gesundheitsfalle? Die Reportage begleitet Menschen, die die Situation bessern wollen, in einem kleinen Krankenhaus in Prenzlau, einem mobilen Schwesternmodell in Elsterwerda und einer digitalisierten Poliklinik in Lauchhammer. – Notfallversorgung im Krankenhaus.Bild: rbb/Riccardo WittigViel Geld steckt im Gesundheitssystem. Und trotzdem mangelt es an Ärzten und guter Versorgung. Besonders auf dem Land, wo Mobilität schwer ist und der nächste Arzt weit. Wie kommt man raus aus der Gesundheitsfalle? Die Reportage begleitet Menschen, die die Situation bessern wollen, in einem kleinen Krankenhaus in Prenzlau, einem mobilen Schwesternmodell in Elsterwerda und einer digitalisierten Poliklinik in Lauchhammer. (Text: rbb)Deutsche TV-Premiere Di. 28.04.2026 rbb 35. Krieg und Spritpreise – Brandenburger unter Druck
Folge 35 (30 Min.)Nach fast genau zwei Monaten macht sich der Irankrieg längst in den Portemonnaies der Brandenburger und Berliner bemerkbar. Vor allem beim Tanken werden alle deutlich mehr zur Kasse gebeten. Pendler, Handwerk und Unternehmen sind besonders hart getroffen. Manche fürchten mittlerweile um ihre Existenz. Im Fokus der Kritik steht die Mineralölindustrie. Der RBB begleitet in einer Reportage unter anderem einen Mineralölhändler aus Beeskow im Spagat zwischen steigenden Einkaufspreisen und dem Frust seiner Kunden. Und welche Alternativen gibt es zu immer weiter steigenden Kosten? (Text: rbb)Deutsche TV-Premiere Mi. 29.04.2026 rbb 36. Fürs Schwarzfahren ins Gefängnis?
Folge 36 (30 Min.)Schwarzfahrer büßt seine Geldstrafe im Gefängnis abBild: rbb/Henno Osberghaus / rbb Presse & InformationOhne Ticket in Bus und Bahn unterwegs. Das ist schon vielen passiert, unbeabsichtigt oder beabsichtigt. Doch wer schwarzfährt, begeht eine Straftat. Und so landen jedes Jahr tausende Menschen im Gefängnis, oftmals über mehrere Monate: weil sie ihre Strafe für einige Fahrten ohne Ticket nicht bezahlen können. Strafe muss sein, finden die einen, für die das eine Frage von Wertschätzung, Lastenverteilung und Gerechtigkeit ist. Ungerecht finden das die anderen, weil es fast immer die Schwächsten trifft, etwa weil sie süchtig oder psychisch krank sind und ihr Leben nicht ausreichend im Griff haben.Gefängnis hilft vielen nicht weiter, doch umso teurer wird es dadurch für uns alle. Denn jeder Haft-Tag kostet den Staat um die 200 Euro. Bundesjustizministerin Hubig hat Anfang April 2026 vorgeschlagen, das Delikt aus dem Strafgesetzbuch zu streichen. Seitdem gibt es eine breite gesellschaftliche Debatte über das Für und Wider. Die rbb24 Reporter treffen Menschen, die in der JVA Plötzensee ihre Strafe verbüßen und solche, die im wahrsten Sinne des Wortes freigekauft werden – von Aktivisten, die sich für die Entkriminalisierung von Schwarzfahren einsetzen. Sie sind in Brandenburg unterwegs mit einer Zugbegleiterin, die täglich mit Kunden ohne Fahrkarte zu kämpfen hat und sprechen mit einem Ex-Gefängnisdirektor, der eine klare Meinung dazu hat. Und sie beobachten Guerilla-Aktionen für ein 0-Euro-Ticket. Immer auf der Suche nach der Antwort auf die Frage: Ist das Gefängnis für eine „unbezahlte Freifahrt“ die richtige Lösung? (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 04.05.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 05.05.2026 rbb 37. Prostitution unterm Penthouse – Leben am Straßenstrich
Folge 37 (30 Min.)Im Berliner Kiez an der Kurfürstenstraße prallen zwei Realitäten aufeinander: Der Wunsch nach einem sicheren Zuhause – und eine Situation rund um den Straßenstrich, die sich zuspitzt. Die Reportage „Prostitution unterm Penthouse – Leben am Straßenstrich“ erzählt nah, direkt und beobachtend von einem Ort mit wachsender gesellschaftlicher Sprengkraft. Rund um die Kurfürstenstraße an der Bezirksgrenze von Mitte und Schöneberg sind in den vergangenen Jahren moderne Wohnhäuser entstanden. Neue, zahlungskräftige Mieter und Eigentümer sind eingezogen – viele in der Erwartung, dass sich das Milieu mit der Gentrifizierung zurückziehen würde.Doch das Gegenteil ist eingetreten: Drogenkonsum, Gewalt und Verwahrlosung prägen zunehmend das Straßenbild. Für die Anwohnenden bedeutet das einen Alltag zwischen Verunsicherung und Ohnmacht. Die Kamera begleitet Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem direkten Lebensumfeld. Viele von ihnen möchten aus Angst anonym bleiben. Sie berichten von Einbrüchen, beschädigtem Eigentum und fremden Personen im Haus. Einige sprechen offen von Angst, andere von Frustration – und davon, sich von Politik und Behörden im Stich gelassen zu fühlen. Gleichzeitig blickt die Reportage auf die Entwicklung eines Kiezes im Wandel. Prostitution gehört hier seit Jahrzehnten zum Alltag. Doch was früher zumindest teilweise von Austausch und gewachsenen Strukturen geprägt war, ist heute zunehmend von Anonymität und Härte bestimmt. Der evangelische Pfarrer Burkhard Bornemann, der lange als Vermittler im Kiez aktiv war, beschreibt eine spürbare Verschärfung der Lage in den vergangenen Jahren. Stationäre Hilfsangebote mussten sogar eingestellt werden, nachdem selbst diese Räume vom Milieu vereinnahmt wurden. „Prostitution unterm Penthouse – Leben am Straßenstrich“ führt diese Perspektiven zusammen, ohne einfache Antworten zu liefern. Die Reportage zeigt einen Kiez am Kipppunkt: zwischen Aufwertung und Verdrängung, zwischen Sicherheitsbedürfnis und sozialer Realität. Ein System aus Armut, Abhängigkeit und Gewalt lässt sich nicht wegmodernisieren – und stellt Politik, Gesellschaft und Anwohner gleichermaßen vor Herausforderungen. (Text: rbb) Deutsche TV-Premiere Di. 12.05.2026 rbb Folge 38
30 Min.Deutsche TV-Premiere Di. 19.05.2026 rbb Folge 39
30 Min.Deutsche TV-Premiere Di. 26.05.2026 rbb Folge 40
30 Min.Deutsche TV-Premiere Di. 02.06.2026 rbb Folge 41
30 Min.Deutsche TV-Premiere Di. 09.06.2026 rbb Folge 42
30 Min.Deutsche TV-Premiere Mi. 10.06.2026 rbb
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