bisher 35 Folgen, Folge 19–35
19. Wut, Ohnmacht, Schulden – Unterwegs mit Gerichtsvollziehern
Folge 19 (30 Min.)
Bild: rbbMartin Graetz und Djamila Lüdke arbeiten als Gerichtsvollzieher in Berlin. Sie müssen Menschen aus ihren Wohnungen „räumen“ oder offene Rechnungen eintreiben. Häufig besteht ihre Klientel aus sozial schwachen Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben und oft hilflos kapitulieren. Aber sie treffen auch auf Reichsbürger, die sich dem Staat verweigern, und andere gewalttätige Extremisten. Wenn Graetz und Lüdke ihre Arbeit machen, sind Vorsicht, ständige Alarmbereitschaft und Ungewissheit ihre Begleiter. Manchmal haben die beiden Beamten Polizeischutz, aber oft stehen sie allein vor der Wohnung, ohne zu wissen, wer oder was dahinter auf sie wartet, bevor ein Schlosser die Tür öffnet.Obergerichtsvollzieher Martin Graetz fällt es immer noch schwer, über das Ereignis zu sprechen, das ihn beinahe aus der Bahn warf: ein plötzlicher Axtangriff, bei dem es zu einer schweren Verletzung seines Armes kam. Anders als Polizisten haben die Gerichtsvollzieher kaum Schutzkleidung, jahrelang haben sie für kugel- und stichfeste Westen kämpfen müssen. Nach Großeinsätzen steht immer wieder die Frage im Raum: War es das jetzt oder kommt vielleicht ein aggressives Mitglied einer Clanfamilie, um spontan Rache zu üben? So wie die Reichsbürger, die in das Büro von Djamila Lüdke stürmten, sie filmten und ihre Daten ins Netz stellten. Die Reporter Sascha Adamek und Jo Goll von rbb24 Recherche haben die beiden Berliner Gerichtsvollzieher über Monate begleitet. Ihr Film zeigt, wie gefährlich der Berufsalltag der beiden Beamten ist und warum sie dennoch weitermachen. (Text: rbb) Deutsche TV-Premiere Di. 16.09.2025 rbb 20. Trockenes Land – Brandenburg zwischen Dürre und Starkregen
Folge 20 (30 Min.)Im Frühjahr 2025 hat es in Brandenburg so wenig geregnet wie lange nicht. Was noch an Feuchtigkeit im Boden ist, verdunstet durch Sonne und Wind. Der Wassermangel trocknet kleine Fließgewässer aus, lässt Pflanzen und Tiere verdursten und die Ernte auf den Feldern verdorren. Ab Juni verhängen fast alle Landkreise Entnahmeverbote für Wasser aus Oberflächengewässern. Als es Ende Juni immer noch nicht nennenswert geregnet hat, wird auch auf den Äckern von Johann Gerdes in Beerfelde das Getreide notreif. Eigentlich müsste es jetzt geerntet werden. Doch dann kommt der Regen und beschert Brandenburg einen sehr nassen Juli.So nass, dass die Mähdrescher nicht fahren können. Die Einbußen bei der Ernte drohen noch größer zu werden. Die Regenmengen reichen jedoch auch nicht aus, um den Wassermangel auszugleichen. Das sieht Förster Michael Rippl-Bauermeister am Zustand des Waldes, um den er sich für die Stiftung „Wälder für morgen“ kümmert. Im Schöbendorfer Busch bei Baruth/Mark sterben immer mehr alte Bäume ab, weil die Böden immer tiefer austrocknen. Wo früher Fichten wuchsen, versucht er Mischwald aufzuforsten. Doch weil das schützende Dach der Bäume fehlt, haben es junge Pflänzchen schwer. Auch den Karpfen in den Teichen der Lausitz geht es bei Dürre an den Kragen. Teichwirt Karl Winkelgrund aus Stradow ist bei der Bewirtschaftung der Teiche abhängig von einem kleinen Fließ. Wenn der Wasserstand sinkt, sind seine Karpfen leichte Beute für Reiher, Kormorane und Co. Bei extremer Trockenheit müssen die Teiche vorzeitig geopfert und abgefischt werden. Messungen sollen nun zeigen, wie wichtig die Teiche für den Wasserrückhalt in der Landschaft sind. Die „rbb24 Reportage“ hat Menschen begleitet, die zunehmend verzweifeln, weil durch die Folgen der Klimakrise das Wetter unkalkulierbar geworden ist. (Text: rbb) Deutsche TV-Premiere Mi. 17.09.2025 rbb 21. Bürgermeisterwahlen: Wohin steuern Brandenburgs Städte?
Folge 21 (15 Min.)Brandenburg steht vor einem Herbst der Wahlen. In vielen Städten werden in den kommenden Wochen neue Bürgermeister bestimmt, auch in der Landeshauptstadt Potsdam und in Frankfurt (Oder). Doch was sind die zentralen Themen bei den Bürgermeisterwahlen? Wohin steuern Brandenburgs Städte? In unserer rbb24 Reportage begleiten wir Menschen aus Potsdam und Frankfurt (Oder) wenige Tage vor der Wahl. Wir lassen uns erzählen, was die Menschen hier am meisten bewegt, und wo aus ihrer Sicht die künftigen Bürgermeister anpacken müssen. (Text: rbb)Deutsche TV-Premiere Do. 18.09.2025 rbb 22. Vogelgrippe – Helfer am Limit?
Folge 22 (15 Min.)Kranichschützerin Beate Blahy auf der Suche.Bild: rbb/Riccardo WittigKranichexpertin Beate Blahy kämpft im Nationalpark Unteres Odertal gegen eine stille Katastrophe: Die Vogelgrippe hat die Kranichschlafplätze erreicht – dort, wo sonst hunderte Tiere friedlich rasten, sucht sie jetzt kranke und tote Tiere. Seit Jahrzehnten schützt sie diese Vögel, doch so viele Verluste hat sie noch nie erlebt. Die Seuche trifft nicht nur Kraniche, sondern bedroht auch andere Arten – sogar Seeadler könnten sich anstecken. Täglich fährt Beate Blahy von einem Rastplatz zum nächsten und fürchtet um die Zukunft ganzer Bestände – ein Wettlauf gegen die Zeit, bevor das Virus weiterzieht.Hunderte Kraniche verenden Tag für Tag – besonders im Linumer Teichland. Jedes Jahr im Herbst machen hier über 100.000 Großvögel Rast: ein wichtiger Zwischenstopp für die Zugvögel auf dem Weg nach Süden. Ein Schauspiel, das sonst viele Besucher anlockte. Bisher gab es hier nie Verluste. Doch dieses Jahr stellt die Naturschützer in Linum und Umgebung vor ganz neue Herausforderungen. Norbert Schneeweiß, Leiter des Artenschutzzentrums in Linum, koordiniert den Einsatz von Helfern, die seit Tagen Kranich-Kadaver einsammeln. Aus schwer zugänglichen Teichen wollen sie nun weitere tote Tiere bergen. Doch nicht nur Wildvögel sind in Gefahr. Bei Bio-Landwirt Gernot Engelmann herrscht Stallpflicht, wie inzwischen fast überall im Land. In seinen mobilen Ställen mit insgesamt sechstausend Hühnern müssen die Tiere nun beschäftigt werden, damit sie sich nicht gegenseitig bepicken. Auch Vogelschauen sind in den meisten Landkreisen längst verboten: In Groß Rietz im Landkreis Oder-Spree aber dürfen Hobbyzüchter noch einmal ihre Hähne und Hühner präsentieren und verkaufen. Die Hygiene-Auflagen sind streng: Besucher aus den aktuellen Vogelgrippe-Sperrbereichen dürfen die Schau nicht betreten. Sollte die Vogelgrippe auch hier auftreten, wäre das für die Hobbyzüchter eine Katastrophe. In Neuhardenberg hat sich der Virus bereits breit gemacht. Einige wenige Enten in einer Massentierhaltungsanlage am Mühlenberg sind erkrankt. Da beide Stallanlagen betroffen sind, müssen alle 85.000 Tiere getötet werden. Die rbb24 Reportage begleitet Naturschützer, freiwillige Helfer, Geflügelhalter und -händler in Brandenburg. Alle eint, dass die Bilder der vergangenen Tage sich tief eingebrannt haben und die Angst, dass sich die Seuche weiter ausbreitet. (Text: rbb) Deutsche TV-Premiere Do. 30.10.2025 rbb 23. Der Berlin-Blackout – Die langen Tage ohne Strom
Folge 23 (20 Min.)Seit Sonnabend ist für tausende Menschen im Südwesten Berlins alles anders. Nach einem Brandanschlag an einer Kabelbrücke in Steglitz-Zehlendorf ist der Strom weg. Betroffen sind zunächst 45.000 Haushalte, auch Geschäfte und Betriebe. Stromnetz Berlin versucht, die Versorgung schnell wieder herzustellen. Denn ohne Strom wird es nachts sehr kalt in vielen Wohnungen. Menschen ziehen zu Verwandten, viele Berliner bieten ein Bett an. Notunterkünfte werden eingerichtet. Aber viele fragen sich, warum die Stadt nicht besser vorbereitet ist? In unserer rbb24 Reportage „Der Berlin-Blackout – die langen Tage ohne Strom“ blicken wir auf mittlerweile vier Tage Ausnahmezustand in Teilen der deutschen Hauptstadt. (Text: rbb)Deutsche TV-Premiere Di. 06.01.2026 rbb 24. Kampf um jeden Gast – Gastro in der Krise
Folge 24 (30 Min.)Steigende Preise, hohe Mieten, Personalmangel – und Gäste, die immer genauer rechnen: Die Gastronomie in Berlin und Brandenburg steht unter massivem Druck. Während Fastfood und Take-away boomen, kämpfen Inhaber von klassischen Restaurants, Kneipen und Gasthöfen ums Überleben. Was bedeutet dieser Wandel für Esskultur, Nachbarschaft und regionale Identität? Die Reportage blickt auf mutige Erfolgsgeschichten, boomende Nachbarkneipen wie den „Tresentreff“ in Wilmersdorf und erzählt vom harten Kampf von Traditionshäusern wie dem „Hotel Fliegerheim“ in Borkheide und dem leisen Verschwinden jahrhundertealter Gasthöfe in Brandenburg. Sie zeigt, warum einige Konzepte derzeit noch funktionieren – und andere trotz großer Anstrengungen scheitern. Am Ende steht eine zentrale Frage: Welche Zukunft hat die Branche – und was muss sich ändern. (Text: rbb)Deutsche Streaming-Premiere Mo. 26.01.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 27.01.2026 rbb 25. Hauptstadt ohne Hype – Wo bleiben die Touristen?
Folge 25 (30 Min.)Berlin galt lange als Magnet für Millionen Gäste aus aller Welt: Mauerfall, Clubszene, Opernhäuser und Museen, kreativ und günstig. Doch diese Versprechen scheinen nicht mehr zu ziehen. Berlin braucht eine neue Verheißung. Die Reportage geht der Frage nach, warum Hotels schließen, Übernachtungszahlen sinken, zentrale Lagen an Strahlkraft verlieren und der internationale Tourismus abnimmt – während andere europäische Metropolen weiter boomen. Wir fragen, warum der Hauptstadt-Tourismus ins Stocken geraten ist und welche Perspektiven Berlin in Zukunft hat. Was muss sich ändern, damit Berlin als Reiseziel wieder überzeugt? (Text: rbb)Deutsche Streaming-Premiere Mo. 02.02.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 03.02.2026 rbb 26. Schüsse auf offener Straße – Banden-Kriminalität in Berlin
Folge 26 (30 Min.)Schutzgelderpressungen, bewaffnete Gruppen, immer wieder Schüsse auf Geschäfte und Menschen: In der Hauptstadt eskaliert die Gewalt zwischen rivalisierenden Banden. Junge türkisch geprägte Gruppierungen mit niedlich klingenden Namen wie Daltons, Casper oder Schlümpfe fordern die alten Machtstrukturen heraus – mit brutaler Konsequenz. Ihr Markenzeichen: offene Gewalt. Die Polizei reagiert mit einer BAO (Besonderen Aufbauorganisation) – der Ermittlergruppe FERRUM – und schlägt Alarm. Die Szene gilt als hochgradig bewaffnet, die Eskalationsspirale dreht sich weiter. Die 30-minütige Reportage begleitet Ermittler bei ihren Einsätzen, blickt auf die neue Dynamik im Berliner Milieu und fragt: Hat die Polizei noch Kontrolle über Berlins Straßen – oder sind bewaffnete Banden dem Staat einen Schritt voraus? (Text: rbb)Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.02.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 10.02.2026 rbb 27. Zerstörungswut – Wie Vandalismus den Bahnverkehr stört
Folge 27 (30 Min.)Zugbegleiterin Lucyna Jablonski wird häufiger Ziel von verbalen und auch körperlichen Attacken.Bild: rbbImmer wieder sorgt Vandalismus in Berlin und Brandenburg dafür, dass Züge nicht fahren, Pendler längere Wege haben und Bahnhöfe in Mitleidenschaft gezogen werden. So wie am S-Bahnhof Wedding, an dem in der Silvesternacht das Abfertigungshäuschen in Brand gesetzt wurde und deshalb fünf Wochen lang keine Züge halten konnten. Oder auch am Regionalbahnhof Zehdenick, an dem regelmäßig ein Fahrkartenautomat mutwillig beschädigt wird. Und die Zerstörungswut richtet sich nicht nur gegen Züge und Stationen. Auch Zugbegleiter werden bepöbelt und angegriffen. Die rbb24 Reportage von Helena Daehler und David Donschen begleitet Fahrgäste und Bahnpersonal, trifft Graffiti-Sprayer und Ermittler. (Text: rbb)Deutsche Streaming-Premiere Mo. 16.02.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 17.02.2026 rbb 28. Jetzt geht’s um die Wurst – Fabrik-Aus in Eberswalde
Folge 28 (30 Min.)Die Wurstfabrik in Britz bei Eberswalde schließt Ende Februar 2026 ihre Werkstore. 500 Menschen verlieren ihre Arbeit. Fast 50 Jahre nach Gründung des einstigen Schlacht- und Verarbeitungskombinates geht damit eine Tradition zu Ende. In den 80er Jahren war Eberswalde Europas größte Fleisch- und Wurstfabrik. In der Stadt entstanden ganze Neubauviertel, Schulen und sogar eine Schwimmhalle für die damals 3000 Beschäftigten und deren Familien. Die beliebten Würstchen und andere Eberswalder Fleischprodukte sollen zukünftig in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen produziert werden – so entschieden es die Eigentümer der zum Tönnings-Konzern gehörenden Zur-Mühlen-Gruppe, die das Werk erst 2023 übernommen hatte.Die rbb-Reporter Andreas Jacob und Fred Pilarski begleiten die letzten Tage des Werks. Und geben seltene Einblicke in die noch laufende Produktion und das 65Hektar große Betriebsgelände, mit Ecken und Hallen, die schon seit Jahren nicht mehr genutzt werden. Die Reporter waren im Gespräch mit ehemaligen und aktuell noch Beschäftigten, dem Management, der Gewerkschaft und der Kundschaft. Warum ist das Werk nicht mehr rentabel? Warum haben die wechselnden Eigentümer nicht genügend investiert? Wollte der Tönnies- Konzern nur die Marke „Eberswalder“ und war eine Marktbereinigung in der Branche das Übernahme-Ziel? Und es gibt erste Antworten, wie es mit den Beschäftigten und dem Fabrikgelände weitergehen könnte. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 23.02.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 24.02.2026 rbb 29. Was will die denn hier? Frauen in Männerjobs
Folge 29 (30 Min.)Die rbb24 Reportage mit dem aktuell wichtigsten Thema aus Berlin und Brandenburg. Brisant, schnell und fesselnd. Immer dienstags um 20:15 Uhr. – Logo der SendungBild: rbbEine davon ist Kathleen Andersohn aus Nudow in Potsdam-Mittelmark. Seit fast 15 Jahren arbeitet die KFZ-Meisterin beim ADAC in der Pannenhilfe. Ein Job, der sie glücklich macht – auch, wenn sie fast nur mit Männern arbeitet. Früher wurde sie häufig von Kunden gefragt, ob sie überhaupt wisse, was sie da tue – inzwischen freuen sich vor allem Kundinnen, wenn Kathleen Andersohn als gelber Engel zur Hilfe kommt. „Baubabe“ Vanessa Albrecht ist Handwerkerin und damit auch in den sozialen Medien erfolgreich. Gerade macht sie eine Ausbildung zur Anlagenmechanikerin im SHK-Handwerk. Hätte es früher weibliche Vorbilder im Handwerk für sie gegeben, hätte sie anstelle ihres Studiums gleich eine handwerkliche Ausbildung gemacht, sagt sie.Umso mehr will sie heute Vorreiterin sein und Vorurteilen gegenüber Frauen entgegentreten. Für Antonia Ackermann muss eine starke Frau nicht unbedingt körperlich stark sein. Aber sie kann! Die 23jährige Berlinerin war Junioren-Europameisterin im Gewichtheben und trainiert gerade für die Olympischen Spiele 2028. Ihr Trainer ist ein Mann – weibliche Trainerinnen gibt es in dem Sport kaum. Und während die Anzahl der Athletinnen wächst, verändert sich das Image des „Männersports“ nur langsam. Zwischen Stolz, Zweifel, Rollenbildern und dem Wunsch nach Anerkennung zeigt die Reportage, wie es sich anfühlt, immer wieder beweisen zu müssen, dass Kompetenz kein Geschlecht hat. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 02.03.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 03.03.2026 rbb 30. Mit 18 an die Waffe. Der neue Wehrdienst
Folge 30 (30 Min.)Elias ist 18, gerade geworden – für die große Geburtstagsparty hat er sich mitten in Potsdam eine Location gemietet. Über hundert junge Erwachsene feiern mit ihm das Leben. Wenige Tage später hat er die sogenannte „Bereitschaftserklärung“ im Briefkasten. Und jetzt? Zwar befürwortet er grundsätzlich die Aufstockung der Bundeswehr, um Deutschland verteidigungsfähig zu machen – für sich selbst schließt er den Dienst an der Waffe jedoch aus. Auch Max und Johann wollen nicht zur Bundeswehr. Sie lehnen die Aufrüstung und den damit verbundenen Wehrdienst entschieden ab. Deshalb organisieren sie den bundesweiten Schulstreik am 5. März 2026 mit. Deutschland müsse in Schulen statt in Rüstung investieren.Gleichzeitig wirbt die Bundeswehr auf der größten Jobmesse in Brandenburg Jugendliche an. Einer von ihnen ist Tom. Er ist 16, ehrenamtlich beim DRK und will Notfallsanitäter werden. Und die Bundeswehr? Lockt mit überdurchschnittlich gutem Ausbildungsgehalt, einem Führerschein und kostenlosem Bahnfahren in Uniform. Die rbb24-Reportage zeigt junge Erwachsene, für die die sicherheitspolitische Debatte nun persönlich wird. Sie bekommen Post von der Bundeswehr, organisieren in Potsdam einen Schulstreik oder posieren mit Waffen auf einer Jobmesse in Cottbus. Die Reportage zeichnet das Porträt einer Generation zwischen Protest, Zweifel und konkreter Karriereplanung. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.03.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 10.03.2026 rbb 31. Prügeln in der Pause – Gewalt an Cottbuser Grundschule
Folge 31 (30 Min.)Bild: Public DomainDie Reportage will die Hintergründe der Eskalation verstehen: Wie spiegeln sich soziale Spannungen, sprachliche Hürden und möglicherweise mangelnde Unterstützung außerhalb des Schullebens im Schulalltag wider? Neben Interviews mit betroffenen Eltern und der Schulleitung kommen auch Vertreter der Stadtverwaltung, Schulsozialarbeit und Bildungsforschung zu Wort. Die Autoren wollen die Beteiligten bei dem Versuch begleiten, wieder ein Klima von Vertrauen und Gemeinschaft zu schaffen. (Text: rbb)Deutsche Streaming-Premiere Mo. 16.03.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 17.03.2026 rbb 32. Obdachlos in Berlin – Nachbarn ohne Wohnung
Folge 32 (30 Min.)Manni lebt seit Jahren auf dem Helmholtzplatz in Berlin-Prenzlauer Berg.Bild: rbb/Johanna SagmeisterWer durch Berlins Straßen läuft, begegnet ihnen: Menschen wie Bülent, Daniel oder Manni. Menschen ohne Wohnung, die immer wieder neue Orte finden müssen, wo sie schlafen können: in einer Notunterkunft, in Hauseingängen oder auf provisorischen Lagern aus Schlafsäcken und Pritschen. Manche versuchen, mit dem Verkauf von Straßenzeitungen über die Runden zu kommen. Andere leben seit Jahren an denselben Orten im öffentlichen Raum, sind im Kiez längst bekannt und nicht von allen gern gesehen. Berlin ist die Stadt in Deutschland mit den wohl meisten wohnungslosen Menschen, geschätzt sind es mehr als 50.000. Nach dem letzten aktuellen Wohnungslosenbericht von 2025 leben außerdem rund 6.000 Personen dauerhaft auf der Straße, sie gelten als obdachlos.Die Gründe, warum Menschen wohnungslos oder obdachlos werden, sind vielfältig. Persönliche Schicksalsschläge gehören genauso dazu wie Armut. Manchmal beginnt das Leben auf der Straße mit einer Kündigung oder Schulden; manchmal sind es die Folgen von Sucht und Kriminalität, die Menschen aus der Bahn werfen und den Weg zurück in ein stabiles Leben erschweren. Die Reportage begleitet drei Berliner, die alle in dieser Stadt aufgewachsen sind und heute ohne eigene Wohnung leben. Bülent verkauft sechs Tage die Woche Straßenzeitungen vor einem Einkaufszentrum in Moabit. Alles, was er besitzt, passt in einen Rucksack. Ohne gültige Papiere hat er keinen Anspruch auf Sozialleistungen und lebt von Spenden und dem Zeitungsverkauf. Manni dagegen hat sein Zelt seit Jahren auf dem Helmholtzplatz im Prenzlauer Berg aufgeschlagen. Der Park ist für ihn sein Zuhause, auch wenn das Ordnungsamt sein Lager immer wieder räumt. Daniel verlor vor sechs Jahren durch eine Zwangsräumung seine Wohnung. Heute lebt er in einer geförderten Übergangswohnung und engagiert sich politisch gegen Obdachlosigkeit. In der Reportage begleiten die Autorinnen die drei Männer durch ihren Alltag. Sie zeigen Begegnungen mit Menschen, die helfen und mit solchen, die sich abwenden. Und sie erzählen von drei Berlinern, deren Lebenswege sehr unterschiedlich verlaufen sind und die den Wunsch nach Normalität nicht aufgegeben haben. (Text: rbb) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 23.03.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 24.03.2026 rbb Folge 33
30 Min.Berlin hat ein massives Müllproblem. In vielen Kiezen türmen sich Sperrmüll, Möbel, Bauschutt, Farbeimer und Elektroschrott – oft illegal abgeladen, besonders nachts. Parks und Grünflächen leiden unter Müllbergen und mangelnder Pflege, weil Bezirke zu wenig Geld und Personal haben. Inzwischen gibt das Land Berlin weit mehr als zehn Millionen Euro im Jahr für die Beseitigung und Entsorgung von illegalem Müll, Sperrmüll, Bauschutt und Autowracks an Straßen und in Parks aus. Doch das Müllproblem ist nicht auf Berlin beschränkt. Müll und Bauschutt aus der Hauptstadt landet häufig in Brandenburgs Wäldern nahe der Autobahn und wird dort zu einer versteckten Umweltlast. (Text: rbb)Deutsche TV-Premiere Di. 14.04.2026 rbb Folge 34
30 Min.Deutsche TV-Premiere Di. 28.04.2026 rbb Folge 35
30 Min.Deutsche TV-Premiere Mi. 29.04.2026 rbb
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