bisher 29 Folgen, Folge 16–29
16. Jung.Rechts.Radikal – Neonazis in der Lausitz
Folge 16 (20 Min.)Sie sind gewaltbereit und tragen ihre Ideologie offen nach außen – junge Rechtsextreme werden in der Lausitz immer mehr zum Problem. Zu spüren bekommen das vor allem diejenigen, die nicht in das Weltbild der neuen Generation von Neonazis passen: Homo- oder Transsexuelle oder Demokraten, die sich nicht einschüchtern lassen wollen. Die Reportage von Jo Goll und Sebastian Schiller zeigt anhand von Menschen in Cottbus und Spremberg, wie die Zivilgesellschaft dort zunehmend unter Druck gerät und wie junge Rechtsextreme unser Land verändern wollen. (Text: rbb)Deutsche TV-Premiere Mi. 23.07.2025 rbb 17. Bootsalarm – Chaos auf Havel und Spree
Folge 17 (30 Min.)Christiane Radatz ist Leiterin der Wasserwacht des Kreisverbands Berlin-Nord e.V. vom DRK.Bild: rbb/Joachim RüetschiWenn es um Wassertourismus geht, macht Berlin eine Riesenwelle. Immer mehr Leute zieht es aufs Wasser: Partyflösse, Paddel- und Tretboote, Charterboote, Jetskis. Mathis Richter vom Tourismusverein Treptow-Köpenick schwärmt von den Möglichkeiten, die sich durch den Wassertourismus ergeben. Und die Zahlen geben ihm Recht. In keinem anderen Bezirk wächst die Zahl der Übernachtungsgäste so rasant wie am südöstlichen Stadtrand. „Ich denke, dass wir viel Wassertourismus vertragen“, sagt der Marketing-Profi. Aber: Die Entwicklung gefällt nicht jedem. Von einer „Vergewaltigung der Gewässer“ spricht der Segler Michael Sasse, seit 69 Jahren auf Müggelsee und Müggelspree unterwegs.Die Menge an Mietbooten mit ihren unerfahrenen Eintags-Kapitänen setzt vor allem den traditionellen Wassersportarten zu. „Während der Rush-Hour am Samstag- und Sonntagnachmittag geht bei uns keiner mehr aufs Wasser“, sagt Ruderer Erik Haase von der Treptower Rudergemeinschaft. Er sorgt sich um die Sicherheit seiner Sportkameraden und fürchtet um den Nachwuchs. Missachtung von Vorfahrtsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen sind genauso an der Tagesordnung wie Verstöße gegen Lärm- und Schallschutz-Vorschriften. Die Wasserschutzpolizei mit ihren in die Jahre gekommenen Booten und knappem Personal hat der teilweise herrschenden Wild-West-Kultur wenig entgegenzusetzen. Auch unterwegs mit der DRK-Ärztin Christiane Radatz wird schnell deutlich, dass die Sitten auf dem Wasser rau geworden sind. Inzwischen ist vor allem Alkohol ein großes Thema: „Erst wenn was passiert, ist hinterher der Schreck groß.“ Nun haben sich Initiativen gegründet mit dem Ziel, die Ordnung auf dem Wasser wiederherzustellen. Mit der Kampagne: „Du bist nicht allein auf dem Wasser“ möchten die Berliner Bezirke zurückrudern und für mehr Rücksicht auf dem Wasser sorgen. Gleichzeitig aber treibt die gut geölte Marketingmaschine die fortschreitende Kommerzialisierung der Gewässer in der Region weiter an. (Text: tagesschau24) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 30.06.2025 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Mi. 06.08.2025 rbb 18. Wildnis statt Spreewald? – Widerstand gegen neue Naturschutzgebiete
Folge 18 (30 Min.)Der Spreewald gilt als Naturparadies und ist bekannt für seine reiche Artenvielfalt. Doch inmitten dieser Idylle brodelt ein Konflikt: Es geht um die Ausweisung neuer Wildnisgebiete und die Zukunft des Waldes. Im Kern steht die Frage: Wie viel Wildnis ist zu viel? – Renaturierung der Spree.Bild: rbb/Wolfgang AlbusDer Spreewald gilt als Naturparadies und ist bekannt für seine reiche Artenvielfalt. Doch inmitten dieser Idylle brodelt ein Konflikt: Es geht um die Ausweisung neuer Wildnisgebiete und die Zukunft des Waldes. Im Kern steht die Frage: Wie viel Wildnis ist zu viel? Der Spreewald, ein UNESCO-Biosphärenreservat, bietet mehr als nur Natur. Er ist vor allem eine Kulturlandschaft, die bewirtschaftet und vielfältig genutzt wird. Eine Bürgerinitiative, „Wald statt Wildnis“, bekämpft deshalb energisch die Ausweisung neuer Naturschutzflächen. Sie wollen weiterhin einen Wald, der für den Menschen zugänglich und erlebbar bleibt. Die Entscheidung, 233 Hektar als Wildnisgebiet auszuweisen, halten sie für einen Schritt in die falsche Richtung.Sie sagen: „Holz ist unsere Zukunft, und wir wollen nicht, dass die Grünen oder irgendwelche Biber und Wölfe unsere Steuergelder auffressen.“ Kern des Streits ist die Absicht der Landesregierung, zehn Prozent des Landeswaldes als Wildnis auszuweisen, um EU-Vorgaben zu erfüllen. Kritiker der Wildnispläne verweisen darauf, dass der Spreewald seit Jahrhunderten von Menschenhand gestaltet und bewirtschaftet wird. Und: Das Labyrinth der Fließe ist das Werk von Generationen, die hier Wasserbau betrieben haben. Seit der Wende gibt es immer wieder Konflikte um die Zukunft dieser Landschaft. Die Fronten haben sich verhärtet. Ein Film von Wolfgang Albus (Text: rbb) Deutsche TV-Premiere Di. 02.09.2025 rbb 19. Wut, Ohnmacht, Schulden – Unterwegs mit Gerichtsvollziehern
Folge 19 (30 Min.)Bild: rbbMartin Graetz und Djamila Lüdke arbeiten als Gerichtsvollzieher in Berlin. Sie müssen Menschen aus ihren Wohnungen „räumen“ oder offene Rechnungen eintreiben. Häufig besteht ihre Klientel aus sozial schwachen Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben und oft hilflos kapitulieren. Aber sie treffen auch auf Reichsbürger, die sich dem Staat verweigern, und andere gewalttätige Extremisten. Wenn Graetz und Lüdke ihre Arbeit machen, sind Vorsicht, ständige Alarmbereitschaft und Ungewissheit ihre Begleiter. Manchmal haben die beiden Beamten Polizeischutz, aber oft stehen sie allein vor der Wohnung, ohne zu wissen, wer oder was dahinter auf sie wartet, bevor ein Schlosser die Tür öffnet.Obergerichtsvollzieher Martin Graetz fällt es immer noch schwer, über das Ereignis zu sprechen, das ihn beinahe aus der Bahn warf: ein plötzlicher Axtangriff, bei dem es zu einer schweren Verletzung seines Armes kam. Anders als Polizisten haben die Gerichtsvollzieher kaum Schutzkleidung, jahrelang haben sie für kugel- und stichfeste Westen kämpfen müssen. Nach Großeinsätzen steht immer wieder die Frage im Raum: War es das jetzt oder kommt vielleicht ein aggressives Mitglied einer Clanfamilie, um spontan Rache zu üben? So wie die Reichsbürger, die in das Büro von Djamila Lüdke stürmten, sie filmten und ihre Daten ins Netz stellten. Die Reporter Sascha Adamek und Jo Goll von rbb24 Recherche haben die beiden Berliner Gerichtsvollzieher über Monate begleitet. Ihr Film zeigt, wie gefährlich der Berufsalltag der beiden Beamten ist und warum sie dennoch weitermachen. (Text: rbb) Deutsche TV-Premiere Di. 16.09.2025 rbb 20. Trockenes Land – Brandenburg zwischen Dürre und Starkregen
Folge 20 (30 Min.)Mähdrescher von Landwirt Johann Gerdes.Bild: rbb/Stefanie OttoIm Frühjahr 2025 hat es in Brandenburg so wenig geregnet wie lange nicht. Was noch an Feuchtigkeit im Boden ist, verdunstet durch Sonne und Wind. Der Wassermangel trocknet kleine Fließgewässer aus, lässt Pflanzen und Tiere verdursten und die Ernte auf den Feldern verdorren. Ab Juni verhängen fast alle Landkreise Entnahmeverbote für Wasser aus Oberflächengewässern. Als es Ende Juni immer noch nicht nennenswert geregnet hat, wird auch auf den Äckern von Johann Gerdes in Beerfelde das Getreide notreif. Eigentlich müsste es jetzt geerntet werden. Doch dann kommt der Regen und beschert Brandenburg einen sehr nassen Juli.So nass, dass die Mähdrescher nicht fahren können. Die Einbußen bei der Ernte drohen noch größer zu werden. Die Regenmengen reichen jedoch auch nicht aus, um den Wassermangel auszugleichen. Das sieht Förster Michael Rippl-Bauermeister am Zustand des Waldes, um den er sich für die Stiftung „Wälder für morgen“ kümmert. Im Schöbendorfer Busch bei Baruth/Mark sterben immer mehr alte Bäume ab, weil die Böden immer tiefer austrocknen. Wo früher Fichten wuchsen, versucht er Mischwald aufzuforsten. Doch weil das schützende Dach der Bäume fehlt, haben es junge Pflänzchen schwer. Auch den Karpfen in den Teichen der Lausitz geht es bei Dürre an den Kragen. Teichwirt Karl Winkelgrund aus Stradow ist bei der Bewirtschaftung der Teiche abhängig von einem kleinen Fließ. Wenn der Wasserstand sinkt, sind seine Karpfen leichte Beute für Reiher, Kormorane und Co. Bei extremer Trockenheit müssen die Teiche vorzeitig geopfert und abgefischt werden. Messungen sollen nun zeigen, wie wichtig die Teiche für den Wasserrückhalt in der Landschaft sind. Die „rbb24 Reportage“ hat Menschen begleitet, die zunehmend verzweifeln, weil durch die Folgen der Klimakrise das Wetter unkalkulierbar geworden ist. (Text: rbb) Deutsche TV-Premiere Mi. 17.09.2025 rbb 21. Bürgermeisterwahlen: Wohin steuern Brandenburgs Städte?
Folge 21 (15 Min.)Brandenburg steht vor einem Herbst der Wahlen. In vielen Städten werden in den kommenden Wochen neue Bürgermeister bestimmt, auch in der Landeshauptstadt Potsdam und in Frankfurt (Oder). Doch was sind die zentralen Themen bei den Bürgermeisterwahlen? Wohin steuern Brandenburgs Städte? In unserer rbb24 Reportage begleiten wir Menschen aus Potsdam und Frankfurt (Oder) wenige Tage vor der Wahl. Wir lassen uns erzählen, was die Menschen hier am meisten bewegt, und wo aus ihrer Sicht die künftigen Bürgermeister anpacken müssen. (Text: rbb)Deutsche TV-Premiere Do. 18.09.2025 rbb 22. Vogelgrippe – Helfer am Limit?
Folge 22 (15 Min.)Kranichschützerin Beate Blahy auf der Suche.Bild: rbb/Riccardo WittigKranichexpertin Beate Blahy kämpft im Nationalpark Unteres Odertal gegen eine stille Katastrophe: Die Vogelgrippe hat die Kranichschlafplätze erreicht – dort, wo sonst hunderte Tiere friedlich rasten, sucht sie jetzt kranke und tote Tiere. Seit Jahrzehnten schützt sie diese Vögel, doch so viele Verluste hat sie noch nie erlebt. Die Seuche trifft nicht nur Kraniche, sondern bedroht auch andere Arten – sogar Seeadler könnten sich anstecken. Täglich fährt Beate Blahy von einem Rastplatz zum nächsten und fürchtet um die Zukunft ganzer Bestände – ein Wettlauf gegen die Zeit, bevor das Virus weiterzieht.Hunderte Kraniche verenden Tag für Tag – besonders im Linumer Teichland. Jedes Jahr im Herbst machen hier über 100.000 Großvögel Rast: ein wichtiger Zwischenstopp für die Zugvögel auf dem Weg nach Süden. Ein Schauspiel, das sonst viele Besucher anlockte. Bisher gab es hier nie Verluste. Doch dieses Jahr stellt die Naturschützer in Linum und Umgebung vor ganz neue Herausforderungen. Norbert Schneeweiß, Leiter des Artenschutzzentrums in Linum, koordiniert den Einsatz von Helfern, die seit Tagen Kranich-Kadaver einsammeln. Aus schwer zugänglichen Teichen wollen sie nun weitere tote Tiere bergen. Doch nicht nur Wildvögel sind in Gefahr. Bei Bio-Landwirt Gernot Engelmann herrscht Stallpflicht, wie inzwischen fast überall im Land. In seinen mobilen Ställen mit insgesamt sechstausend Hühnern müssen die Tiere nun beschäftigt werden, damit sie sich nicht gegenseitig bepicken. Auch Vogelschauen sind in den meisten Landkreisen längst verboten: In Groß Rietz im Landkreis Oder-Spree aber dürfen Hobbyzüchter noch einmal ihre Hähne und Hühner präsentieren und verkaufen. Die Hygiene-Auflagen sind streng: Besucher aus den aktuellen Vogelgrippe-Sperrbereichen dürfen die Schau nicht betreten. Sollte die Vogelgrippe auch hier auftreten, wäre das für die Hobbyzüchter eine Katastrophe. In Neuhardenberg hat sich der Virus bereits breit gemacht. Einige wenige Enten in einer Massentierhaltungsanlage am Mühlenberg sind erkrankt. Da beide Stallanlagen betroffen sind, müssen alle 85.000 Tiere getötet werden. Die rbb24 Reportage begleitet Naturschützer, freiwillige Helfer, Geflügelhalter und -händler in Brandenburg. Alle eint, dass die Bilder der vergangenen Tage sich tief eingebrannt haben und die Angst, dass sich die Seuche weiter ausbreitet. (Text: rbb) Deutsche TV-Premiere Do. 30.10.2025 rbb 23. Der Berlin-Blackout – Die langen Tage ohne Strom
Folge 23 (20 Min.)Seit Sonnabend ist für tausende Menschen im Südwesten Berlins alles anders. Nach einem Brandanschlag an einer Kabelbrücke in Steglitz-Zehlendorf ist der Strom weg. Betroffen sind zunächst 45.000 Haushalte, auch Geschäfte und Betriebe. Stromnetz Berlin versucht, die Versorgung schnell wieder herzustellen. Denn ohne Strom wird es nachts sehr kalt in vielen Wohnungen. Menschen ziehen zu Verwandten, viele Berliner bieten ein Bett an. Notunterkünfte werden eingerichtet. Aber viele fragen sich, warum die Stadt nicht besser vorbereitet ist? In unserer rbb24 Reportage „Der Berlin-Blackout – die langen Tage ohne Strom“ blicken wir auf mittlerweile vier Tage Ausnahmezustand in Teilen der deutschen Hauptstadt. (Text: rbb)Deutsche TV-Premiere Di. 06.01.2026 rbb 24. Kampf um jeden Gast – Gastro in der Krise
Folge 24 (30 Min.)Toni Rüde-Mösenthin Betreiber Restaurant Fliegerheim.Bild: rbb/Valentina RepettoSteigende Preise, hohe Mieten, Personalmangel – und Gäste, die immer genauer rechnen: Die Gastronomie in Berlin und Brandenburg steht unter massivem Druck. Während Fastfood und Take-away boomen, kämpfen Inhaber von klassischen Restaurants, Kneipen und Gasthöfen ums Überleben. Was bedeutet dieser Wandel für Esskultur, Nachbarschaft und regionale Identität? Die Reportage blickt auf mutige Erfolgsgeschichten, boomende Nachbarkneipen wie den „Tresentreff“ in Wilmersdorf und erzählt vom harten Kampf von Traditionshäusern wie dem „Hotel Fliegerheim“ in Borkheide und dem leisen Verschwinden jahrhundertealter Gasthöfe in Brandenburg. Sie zeigt, warum einige Konzepte derzeit noch funktionieren – und andere trotz großer Anstrengungen scheitern. Am Ende steht eine zentrale Frage: Welche Zukunft hat die Branche – und was muss sich ändern. (Text: rbb)Deutsche Streaming-Premiere Mo. 26.01.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Di. 27.01.2026 rbb 25. Hauptstadt ohne Hype – Wo bleiben die Touristen?
Folge 25 (30 Min.)Berlin galt lange als Magnet für Millionen Gäste aus aller Welt: Mauerfall, Clubszene, Opernhäuser und Museen, kreativ und günstig. Doch diese Versprechen scheinen nicht mehr zu ziehen. Berlin braucht eine neue Verheißung. Die Reportage geht der Frage nach, warum Hotels schließen, Übernachtungszahlen sinken, zentrale Lagen an Strahlkraft verlieren und der internationale Tourismus abnimmt – während andere europäische Metropolen weiter boomen. Wir fragen, warum der Hauptstadt-Tourismus ins Stocken geraten ist und welche Perspektiven Berlin in Zukunft hat. Was muss sich ändern, damit Berlin als Reiseziel wieder überzeugt? (Text: rbb)Deutsche TV-Premiere Di. 03.02.2026 rbb Folge 26
30 Min.Bild: Public DomainDeutsche TV-Premiere Di. 10.02.2026 rbb Folge 27
30 Min.CameraBild: rbbDeutsche TV-Premiere Di. 17.02.2026 rbb Folge 28
30 Min.Deutsche TV-Premiere Di. 24.02.2026 rbb Folge 29
30 Min.Die rbb24 Reportage mit dem aktuell wichtigsten Thema aus Berlin und Brandenburg. Brisant, schnell und fesselnd. Immer dienstags um 20:15 Uhr. – Logo der SendungBild: rbbDeutsche TV-Premiere Di. 03.03.2026 rbb
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