Der berühmte italienische TV-Showmaster Enzo Tortora (Fabrizio Gifuni, vorne Mitte) wird angeklagt, Mitglied der italienischen Mafiaorganisation Camorra zu sein.
Bild: Anna Camerlingo
Nach dem vernichtenden Urteil der Staatsanwälte, Enzo Tortora sei ein „zynischer Händler des Todes“, dazu die Verurteilung zu zehn Jahren Haft und 50 Millionen Lire Geldstrafe, besteht wenig Hoffnung auf ein Berufungsverfahren. Doch der Fall wird an Richter Michele Morello übergeben, der den Prozess neu aufrollt. Er beginnt, die Beweise und Aussagen der ehemaligen Camorra-Mitglieder chronologisch zu sortieren – und stößt dabei auf Fehler, Auslassungen und eine auffällige Sonderbehandlung jener Mafiosi, auf deren Aussagen
die Anklage beruht.
Je genauer er den Fall untersucht, desto deutlicher treten die Widersprüche in den Aussagen von Giovanni Pandico, Gianni Melluso und den anderen Belastungszeugen hervor. Außerdem findet Morello heraus, dass Giovanni Pandico unter Schizophrenie leidet, einer gestörten Realitätswahrnehmung, und Mythomanie, zwanghaftem Lügen, was dessen Aussagen in ein neues Licht rückt. Am Tag des Prozesses steht Tortora erneut mit seinen Anwälten vor Gericht. Wie wird das Urteil lauten? (Text: arte)
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