Dokumentation in 4 Teilen, Folge 1–4

    • Folge 1 (26 Min.)
      Bild: ZDF / © Carmen Belaschk
      Felix Meyer und Band – © ZDF / © Carmen Belaschk

      Mit seiner Band zieht Felix Meyer im Tour-Bus durch die Lande, den lukrativen Plattenvertrag samt aktueller CD-Veröffentlichung in der Tasche. Mit seiner Stimme und seiner Bühnenpräsenz könnte er bald ein großer Star sein. Doch Straßenmusik zu machen heißt für ihn, die Bodenhaftung nicht zu verlieren. „Pflasterklänge“ begleitet Felix Meyer und seine Band bei einer Straßen-Tour entlang der deutschen Küste. Hört man Felix Meyer und seine Band, so wundert man sich über ihre fehlende Präsenz im Radio. Die Mischung aus Chanson, deutschem Liedermacher-Folk der 60er und 70er-Jahre, poppiger Eingängigkeit und überzeugender Darbietung spricht für sich. Längst wurden Felix Meyer und Band vom Musikbusiness entdeckt und aufwendige CDs produziert. Doch Felix Meyer und Band spielen voller Selbstbewusstsein weiter auf der Straße und genießen den direkten Kontakt mit dem Publikum – daran wird sich auch nichts ändern, sollten die Musiker wirklich bald ganz oben stehen. Denn die Straßenmusik und das damit einhergehende Leben stehen für die Wurzeln, die die Musiker nicht kappen mögen. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 13.07.2014 arte
    • Folge 2 (26 Min.)
      Bild: ZDF / © Sonja Riedel
      Die Gruppe "Bazar et Bémols" spielt in der Pariser Metro. – © ZDF / © Sonja Riedel

      Ab in den Untergrund: Wer in Paris jenseits der Konzertsäle spielen will, dem bleiben fast nur die Gänge der Metro. Denn Straßenmusik im eigentlichen Sinne ist in Frankreichs Metropole nicht erwünscht. Diejenigen, die darüber entscheiden, wer in den langen Gängen der Pariser Untergrundbahnen auftreten darf, stellen hohe Anforderungen. Wer dort spielen will, muss bei einem Casting antreten, bei dem die musikalische Eignung festgestellt wird. „Pflasterklänge“ begleitet mehrere Protagonisten durch den Pariser Untergrund, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mit dabei sind die punkigen Chansonniers von Bazar et Bémols, dann der Gitarrist und Sänger Cherif Mbaw, dem nicht nur dank seiner außergewöhnlichen Stimme eine große Karriere vorhergesagt wird, und schließlich die Jazz-Funk-Truppe Solyl-S, die das Warten auf die nächste Metro zum Tanzvergnügen werden lässt. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 20.07.2014 arte
    • Folge 3 (26 Min.)
      Bild: ZDF / © Carmen Belaschk
      Michal Elia Kamal, Sängerin der Gruppe Light in Babylon – © ZDF / © Carmen Belaschk

      Straßenmusik an der Schnittstelle von Orient zu Okzident: Light in Babylon machen Weltmusik im wahrsten Sinne des Wortes. Die junge Gruppe vereint mehrere Ethnien und Kulturen – dies zum Teil schon in einer Person: Sängerin Michal ist Israelin mit iranischen Wurzeln. Ihre Musik gibt der Sehnsucht nach Frieden Ausdruck und ist eine Aufforderung, das Leben gemeinsam zu feiern. „Pflasterklänge“ begleitet die Band durch eine der aufregendsten Städte der Welt: ihre derzeitige Wahlheimat Istanbul. Hier haben sie angefangen Musik zu machen, weil die Stadt dafür die perfekten Voraussetzungen bietet. In der Istiklal Caddesi, der Unabhängigkeitsstraße, herrscht stets großer Trubel. Über zwei Millionen Menschen passieren sie täglich, daher spielen dort viele Straßenmusiker, darunter auch Light in Babylon. Die Gruppe sieht sich selbst fast als Institution der Metropole am Bosporus. Nicht nur die Einheimischen, sondern auch Touristen kaufen ihre CDs, und zwar als Erinnerung an die Stadt. Light in Babylon sehen die Straßenmusik als Etappe, nicht als Berufung. Und als Experiment, bei dem sie mit den unterschiedlichsten Menschen in direkten Kontakt kommen. Dafür ist die ultradynamische Metropole Istanbul bestens geeignet. Angst, so die charismatische Frontfrau Michal, habe sie nur vor dem Stillstand. Sie erklärt, was für die der magische Moment ihrer Musik ist: Normalerweise schaut sich auf der Straße niemand in die Augen, doch wenn sie spielt, durchbrechen die Passanten kurz ihre Mauer der Ignoranz, schauen hoch und halten für einen Moment inne. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 27.07.2014 arte
    • Folge 4 (26 Min.)
      Bild: ZDF / © Hartmut Springer
      Mit Mitte 70 macht Klaus der Geiger das, was er seit bald einem halben Jahrhundert macht: Musik auf der Straße. – © ZDF / © Hartmut Springer

      Mit Mitte 70 macht Klaus der Geiger das, was er seit bald einem halben Jahrhundert macht: Musik auf der Straße. Das ist sein Beitrag dazu, die Welt zu verändern. Heute ist das schwerer als früher, als er gegen AKWs und gegen die Nachrüstung aufspielte. „Pflasterklänge“ besucht Klaus den Geiger, wirft einen Blick zurück auf den Höhepunkt der Protestbewegung und begleitet den Musiker bei seinem Kampf gegen die Windmühlen des Systems. Alles hätte anders kommen können: Klaus der Geiger stammt aus bürgerlichen Verhältnissen und ist ausgebildeter Orchestermusiker. Doch das Deutschland des Kalten Krieges ließ ihn zum Aussteiger werden. Seitdem spielt er auf der Straße gegen das Unrecht an und schreckt auch nicht davor zurück, seinem Publikum einen Spiegel vorzuhalten und vor den Kopf zu stoßen. In seiner Heimatstadt Köln ist Klaus eine Institution. Das Publikum, das ihm heute zuhört, ist mit ihm gealtert. Doch immer noch wird er gebraucht: So im nahen Hambacher Forst, wo kürzlich die Fällkommandos anrückten, um den Forst für ein Tagebaugebiet zu roden. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 03.08.2014 arte

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