ZDFneo startet Sitcom „The Drag and Us“ Ende August

    Dragqueen stellt den Alltag einer alleinerziehender Mutter auf den Kopf

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 19.07.2021, 14:11 Uhr

    „The Drag and Us“ startet Ende August bei ZDFneo – Bild: ZDF/Walter Wehner
    „The Drag and Us“ startet Ende August bei ZDFneo

    Es ist eines der ältesten Genres der Fernsehgeschichte, für ZDFneo ist „The Drag and Us“ nun aber die allererste Sitcom, die der Sender an den Start schickt – also eine Comedy, die traditionell vor Live-Publikum aufgezeichnet wird. In dem neuen Format zieht eine Dragqueen bei einer alleinerziehenden Mutter ein und mischt ihren Haushalt auf.

    Los geht’s auf dem undankbaren Sendeplatz am Dienstag, den 31. August um 23:45 Uhr mit einer Doppelfolge, danach wird je eine Folge pro Woche gezeigt, ebenfalls gegen Mitternacht. Ab dem 31. August sind aber auch sämtliche acht Episoden ein Jahr lang in der ZDFmediathek abrufbar. Als Autoren stehen hinter dem neuen Format Martin Duffy, Gabriele Walther und Kult-Comedian Tom Gerhardt.

    Die alleinerziehende Franziska (Paula Paul) führt einen Schlossereibetrieb und hat immer versucht, für ihre Söhne Nikki (Frederic Balonier) und Freddy (Marwin Haas) Mutter und Vater zugleich zu sein. Franziskas eigenes „Frau sein“ ist so auf der Strecke geblieben und ihre beiden Jungs nehmen sie als Mutter ohnehin nicht besonders ernst. Der eingefahrene Haushalt wird gehörig durch Cathérine (Ralph Kinkel) durcheinandergewirbelt. Die theatralische, aber auch warmherzige Dragqueen bringt Nikki und Freddy bei, wie man eine Dame zu behandeln hat und es ist ihr auch ein Anliegen, Franziska an ihre eigene Weiblichkeit zu erinnern.

    „The Drag and Us“ möchte laut ZDFneo alltägliche Themen wie Sexualität, weibliche, männliche und diverse Identität sowie herrschende Rollenbilder aus einer queeren Perspektive mit viel Wahrheit und noch mehr Humor unter die Lupe nehmen. Regie führte Franziska Meyer-Price. Verantwortlich zeichnet die Münchner Caligari Film- und Fernsehproduktions GmbH.

    Die Produktion der neuen Sitcom überrascht durchaus, liegen die letzten Versuche des ZDF in dem Genre doch Jahrzehnte zurück. Während das Zweite mit der Wolfgang-Stumph-Sitcom „Salto Postale“ einen riesigen Erfolg feierte, wurde die Produktion von serieller Comedy vor Publikum nach dem Ende von „Lukas“ mit Dirk Bach eingestellt.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Ich bezweifle das ich mir das anschaue, weil mir diese LGBT Kampagne aktuell ziemlich auf den Senkel geht, und das betrifft auch nicht nur diese Serie! Von mir aus sollen alle Menschen sein wie sie wollen, aber dieses permanente hier sind "andere"... aufdrücken wie man ist... geht einfach nur langsam zu weit!

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