Ulrich Meyer hört nach mehr als 20 Jahren bei „Akte“ auf

    Magazin erhält ab 2017 neuen Moderator

    Bernd Krannich – 04.11.2016, 09:26 Uhr

    Ulrich Meyer (r.) mit „Akte“-Nachfolger Claus Strunz

    Nach mehr als 20 Jahren und über 1000 Ausgaben des Sat.1-Magazins „Akte“ steht Ulrich Meyer vor dem Abschied als Moderator und Produzent. Seine Nachfolge wird ab Januar 2017 Claus Strunz antreten.

    Meyer begründet den Abschied von „Akte“ laut Focus mit persönlichen Motiven. „Ich werde Weihnachten 61 Jahre alt und bin damit raus aus allen Zielgruppen des Privatfernsehens“, kommentiert Meyer. „Das soll man auch als Moderator ernst nehmen. Ich bin überzeugt, dass ein neues Gesicht der Sendung gut tun wird.“ In den Ruhestand will Meyer aber mit 61 auch noch nicht gehen, sondern weiter für die ProSiebenSat.1-Gruppe tätig bleiben, etwa mit „ServiceAKTE“ auf Sat.1 Gold – „aber eben nicht mehr jede Woche live und erst recht nicht mehr dienstags: Der Abend gehört künftig meiner Frau und unseren Freunden.“ Denn „Akte“ wurde all die Zeit dienstags live produziert. „So toll ein Dauerläufer-Format für einen Produzenten ist – irgendwann muss man raus aus dem Hamsterrad.“ Daneben arbeitet er mit der Sendergruppe an der Entwicklung neuer Formate.

    Der On-Air-Nachfolger Strunz ist indes auch kein Unbekannter bei ProSiebenSat.1, sondern moderierte vor allem auf N24 Talkshows und verantwortet als Geschäftsführer der Firma Maz&More TV-Produktion unter anderem das „Sat.1-Frühstücksfernsehen“. Süffisant mag man in Bezug auf Meyers Aussagen anmerken, dass Strunz mit seinen 50 Jahren auch gerade der Zielgruppe des Privatfernsehens entwachsen ist.

    Die letzte reguläre Ausgabe von „Akte“ in diesem Jahr wird bei Sat.1 am 20. Dezember ausgestrahlt. Am 27. Dezember bildet ein Rückblick auf die zwei Jahrzehnte den letzten Auftritt von Meyer bei seinem Format, das dann ab dem 10. Januar 2017 von Claus Strunz moderiert wird.

    Ulrich Meyer begann seine TV-Karriere in den jungen Jahren des Privatfernsehens bei RTLplus mit der Diskussions-Sendung „Explosiv – Der heiße Stuhl“. 1992 wechselte er dann zum Rivalen Sat.1, wo er mit der Sendung „Einspruch!“ weitermachte. Später gründete er die „Akte“-Produktionsfirma Meta Productions und startete den Dauerbrenner am 4. Januar 1995.

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