Überraschung: Nicolas Cage wird für Serie zum „Tiger King“

    Dramaserie über den Protagonisten von „Großkatzen und ihre Raubtiere“

    Bernd Krannich – 05.05.2020, 10:28 Uhr

    Joe Exotic in „Großkatzen und ihre Raubtiere“; Nicolas Cage im Film „Dog Eat Dog“

    Immer wieder gelingt es Reality-Formaten, zu Popkultur-Phänomenen zu werden. Die Netflix-Dokumentation „Tiger King“ (aka „Großkatzen und ihre Raubtiere“) gehört dazu. Seit der Veröffentlichung der Doku über den „Zoobesitzer“ Joe Exotic und seine Untaten vor knapp sechs Wochen auf Netflix sind die dort geschilderten unglaublichen Vorgänge in aller Munde. Nun hat sich Filmdarsteller Nicolas Cage in seiner potentiellen ersten Serienrolle einem Serienprojekt angeschlossen, das das Leben von Joe Exotic nachzeichnen soll.

    Basierend auf dem schon vor der Netflix-Doku veröffentlichtes Zeitungsexposé „Joe Exotic: A Dark Journey Into the World of a Man Gone Wild“ soll eine Serie entstehen, die die Geschichte von „Joey Exotic“ erzählt: Sie konzentriert sich auf den exzentrischen Privatzoobesitzer, der 1963 unter dem bürgerlichen Namen Joseph Schreibvogel geboren wurde und der nach und nach seine eigene Identität für die von ihm geschaffene Figur Joe Exotic verlor. Im Kampf, seinen Privatzoo zu behalten – den er trotz zahlreicher Verstöße gegen den Tierschutz als Tierasyl verstanden sehen wollte – verlor er zunehmend seinen Verstand.

    Dabei versuchte er zweifach, einen Auftragsmord an einer Kritikerin und Konkurrentin seines Zoos zu initiieren, wobei er auch versucht hatte, einen undercover auftretenden FBI-Agenten dafür anzuwerben. 2018 wurde Joe (nach zwei Ehen mittlerweile bürgerlich Joseph Maldonado-Passage) dafür – und wegen zahlreicher Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen – verhaftet. Und schließlich zu einer 22-jährigen Haftstrafe verurteilt.

    CBS Televison Studios hatte die Filmrechte an dem Artikel bereits im vergangenen Jahr erworben. Dan Lagana („American Vandal“, „Deadbeat“) fungiert als Showrunner.

    Nicolas Cage selbst gilt eher als intensive Persönlichkeit. Bekannt wurde er für zahlreiche Filme, darunter „Peggy Sue hat geheiratet“, „Arizona Junior“, „Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula“, „Leaving Las Vegas – Liebe bis in den Tod“ (Oscar im Jahr 1996), „Con Air“, „Face/Off – Im Körper des Feindes“, „Adaption – Der Orchideendieb“ (Oscar-Nominierung) oder „Ghost Rider“. In die Schlagzeilen geriet der Elvis-Fan unter anderem für seine Ehe mit der Tochter des „King of Rock ‚n‘ Roll“, Lisa Marie Presley – es war die zweite von mittlerweile vier geschiedenen Ehen von Cage.

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