„The Orville“: Herber Rückschlag für potentielle vierte Staffel

    Studio hat Darsteller nicht unter Vertrag gehalten

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 14.04.2022, 10:55 Uhr

    Der Cast von „The Orville“ in der zweiten Staffel – Bild: FOX
    Der Cast von „The Orville“ in der zweiten Staffel

    Nun ist es offizielle Zeit, sich um die weitere Zukunft von „The Orville“ Sorgen zu machen: Im Vorfeld des Starts der dritten Staffel der Serie in den USA (am 2. Juni beim Hulu) ist bekannt geworden, dass die Verträge der Hauptdarsteller der Serie zwischenzeitlich ausgelaufen sind.

    Genauer gesagt waren sie laut Deadline bereits im vergangenen August ausgelaufen, ohne dass das Produktionsstudio 20th Television versucht hätte, die Darsteller zu weiterem Abwarten zu bewegen – das lässt erahnen, dass derzeit keine vierte Staffel der Serie angestrebt wird. Die Darsteller sind somit frei, sich neue Jobs zu suchen – und sollte das mehreren Mitgliedern des Hauptcasts gelingen, wäre eine Fortsetzung zumindest in Serienform enorm schwierig.

    Der Cast besteht für Staffel drei von „The Orville“ aus Serienschöpfer, Mastermind und Hauptdarsteller Seth MacFarlane, Adrianne Palicki, Penny Johnson Jerald, Scott Grimes, Peter Macon, J. Lee, Mark Jackson und Jessica Szohr sowie der mit der neuen Staffel an Bord gekommenen Anne Winters.

    „The Orville“ hatte schon immer einen für eine Networkserie verhältnismäßig langen Produktionsprozess. Als sich abzeichnete, dass die dritte Staffel nicht im einjährigen Abstand auf die in den USA in der Season 2018/​19 bei FOX ausgestrahlte zweite Staffel hätte hergestellt werden können, ließ der Sender das Projekt von Seth MacFarlane gen Hulu ziehen.

    Schließlich sorgte dann die Corona-Pandemie für einen sehr langen Drehstopp. Und danach folgte auch noch die Nachbearbeitung. Frühestens im Juni (fernsehserien.de berichtete) wird man in den USA messen können, wie hoch nach all der Zeit das Interesse an der Serie noch ist. Das Finale der dritten Staffel ist laut Deadline jedenfalls nicht als Serienfinale angelegt.

    Erschwerend für die Zukunftsperspektive kommt hinzu, dass das Herzensprojekt von Seth MacFarlane nach den Corona-Verzögerungen nun auch noch mit anderen, aufgeschobenen Projekten um MacFarlanes Aufmerksamkeit konkurrieren muss, vor allem der Serie „Ted“, eine Erweiterung des gleichnamigen Films, die MacFarlane für den Streaming-Dienst Peacock produziert.

    Als größte Hürde könnte sich allerdings erweisen, dass MacFarlane zuletzt nach mehr als 20 Jahren dem Produktionsstudio 20th Television (ehemals 20th Century Fox TV) den Rücken gekehrt hatte, für das er als Erfinder zahlreicher Animationsserien wie „Family Guy“ und „American Dad!“ ein Goldesel war und wo man ihm daher seine Herzensprojekte wie eben „The Orville“ oder auch die Doku-Reihe „Unser Kosmos: Die Reise geht weiter“ gewährte. Mittlerweile steht MacFarlane bei NBCUniversal unter Vertrag.

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